Ein Vitamin D-Spiegel von 60 ng/ml während der Schwangerschaft läßt MIH vollständig verschwinden.(Dr. Thomas Hager)

1) Arbeitshypothese: Impulse und Zukunftsperspektiven (und Autor)

Ein Vitamin D-Spiegel von 60 ng/ml während der Schwangerschaft läßt MIH vollständig verschwinden.(Dr. Thomas Hager)

2) Belastungen: ungelöste Probleme der Medizin

  • "Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) stellt eine entwicklungsbedingte Erkrankung der Zahnhartsubstanz dar, bei der es bereits vor dem Durchbruch der betroffenen Zähne in die Mundhöhle zu gelblich-bräunlichen bzw. weißlich-cremefarbenen Flecken auf einem oder mehreren ersten bleibenden Backenzähnen (Molaren) kommt.
  • Die bleibenden Schneidezähne (Inzisiven) sind seltener und meist weniger stark betroffen. Da sich diese Schmelzbildungsstörung primär bei Molaren und Inzisiven zeigt, hat das Krankheitsbild den Namen Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, abgekürzt MIH, erhalten.
  • Deutschlandweit leiden etwa 10% der Grundschulkinder an dieser Erkrankung.
  • Neben der Farbveränderung haben die betroffenen Zähne eine schlechtere Schmelzqualität als gesunde Zähne: Der Schmelz ist weicher und poröser, was häufig zu einem Abplatzen der betroffenen Areale bereits während oder kurz nach ihrem Durchtritt in die Mundhöhle führt. MIH-Zähne sind oftmals stark temperatur- und berührungsempfindlich, was alltägliche Aktivitäten, wie z.B. das Zähneputzen oder Essen und Trinken heißer oder kalter Nahrungsmittel und Getränke schmerzhaft machen kann.
  • Beides führt dazu, dass MIH-Zähne deutlich kariesanfälliger sind als gesunde Zähne und meist schon frühzeitig zahnärztlich behandelt werden müssen." (Zitat:https://www.zahnaerztekammernordrhein.de/fuer-patienten-beratung-service...)

3) Chancen: zur Bestätigung oder Widerlegung der Arbeitshypothese

  • Schon seit 2 Jahre habe ich den Verdacht, Vitamin D könnte etwas mit MIH zu tun haben.
  • Daraufhin habe ich alle Patienten meiner Praxis, die nach 1987 (Jahr des Auftauchens von MIH in der aktuellen Literatur) geboren sind, auf MIH untersucht.
  • Unter 314 Patienten finden sich 60 mit MIH (19,11 %).
  • Wenn die Zahnschmelzbildung, die während der Schwangerschaft beginnt, mit Vitamin D assoziiert wäre, müsste es eine Rolle spielen, ob die Mutter während der Schwangerschaft in der Sonne Vitamin D produziert hat.
  • Damit wäre die MIH-Häufigkeit vom Geburtsmonat (respektive vom Schwangerschaftsbeginn abhängig). Diese Abhängigkeit findet sich bei meinen Patienten.
  • Inzwischen habe ich die Untersuchungsdaten der Berliner Schulkinder für zwei Untersuchungsjahre bekommen (87.200 Kinder in 2018).
  • Wie auch in meiner Praxis ist die Wahrscheinlichkeit von MIH abhängig vom Geburtsmonat mit der gleichen Schrägverteilung. Meine Praxiskurve ähnelt im Kurvenverlauf sehr den Kurven für Asthma und ADHS, von denen schon länger bekannt ist, dass sie Vitamin D-abhängig sind. (Columbia-Universität, https://academic.oup.com/jamia/article/22/5/1042/930268). Auch die Wahrscheinlichkeit, eine Schwangerschaft voll auszutragen (mittlere Grafik, siehe Medical University of South Carolina (MUSC, https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0180483) ist Vitamin D-abhängig, nur genau umgekehrt.
  • Den Zusammenhang Vitamin D- Asthma-MIH klärt letztendlich eine Nachuntersuchung einer dänischen Studie, die zunächst nachwies, dass Kinder von Müttern, die statt 400 IE täglich 2800 IE täglich während der Schwangerschaft einnahmen, 25 % weniger Asthma hatten. Kombiniert mit den Daten aus den USA ist bei höheren Vitamin D-Spiegeln (>30ng/ml) die Reduktion bei 50 %. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29077711
  • Sechs Jahre später wurden die Zähne dieser Kinder nachuntersucht und die Reduktion der Schmelzdefekte betrug 53 % im bleibenden Gebiß und 50 % im Milchgebiß.(https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31381020)
  • Seit 2013 läuft an der Medical University of South Carolina eine Versuchsreihe, bei der Schwangere täglich (mindestens) 4.000 IE Vitamin D täglich bekommen.(https://www.grassrootshealth.net/project/protect-our-children-now/).
  • 6400 IE (bei Stillenden) sind hier schon getestet worden und als sicher erkannt.

Ich bin sicher, dass bei diesen Kindern MIH nur noch marginal auftreten wird.


4) Derzeitiger Stand: die Entwicklung der Arbeitshypothese bis heute

  • Auslöser für meine Hypothese war eine Studie aus München, bei der eine Reduktion von 10 % der MIH bei Kindern, die nur einen um 4ng/ml höheren Vitamin D-Spiegel hatten, gefunden wurde.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25503610
  • Dann fand ich in einem Interwiew mit Professor Norbert Krämer (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde) folgenden Satz:
  • "Rätselhaft ist das Nord-Süd-Gefälle der Strukturanomalie, wie Krämer, bis Mitte 2014 EAPD-Vorstandsmitglied, ausführt. Skandinavien etwa habe ein enormes MIH-Problem, auch Dänemark klage über Prävalenzraten von 40 Prozent in einigen Regionen.
  • Ganz anders in Südeuropa. Dort scheinen MIH-Defekte eher rar zu sein.

"https://www.dentalmagazin.de/praxiszahnmedizin/vermischts/mih-ursachen-der-mineralisationsstoerung-bei-kindern-unbekannt/
Auch die bisherigen deutschen Studien zu MIH bei Schulkindern geben eine interessantes Bild, wenn man die Sonnenscheinstunden der Orte betrachtet
Stadt MIH-Prävalenz Sonnenscheinstunden pro Jahr 2000-2005 (2000-2017)
Düsseldorf 14,60% 1.563 (1.584)
Hamburg 14,00% 1.585 (1.595)
Lahn-Dill-Kreis 9,40% 1.596 (1.683)
Lahn-Dill-Kreis 5,90% 1.744
Heidelberg 6,00% 1.732 (1.792)
Greifswald 4,30% 1.701 (1.738)
[weatheronline Klimarechner Deutschland]

In der Medical University of South Carolina arbeitet eine Arbeitsgruppe um Susan Reed und Bruce Hollis bereits auf diesem Gebiet. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31665727





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