Wie gefährlich sind Vitamine? US-Vergiftungsbericht 2018

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung VitaminDelta, 57368 Lennestadt - Referat: USA-Vergiftungsbericht 2018

2020-07-10

1) Fragestellung

  • In den USA gibt es Vitamin D in den höchsten Dosierungen frei verkäuflich:
  • 10 000,  20 000 oder 50 000 E pro Kapsel.
  • Dieser Zustand müsste im Verlauf der Jahrzehnte zu Problemen geführt haben, falls es eine Toxizität gibt.
  • Der Bericht der USA-Vergiftungszentrale gibt hier Auskunft.

2) Methode

Datenbank (USA) über Vergiftungsmeldungen aus einem Land (USA), in dem anders als bei uns nicht 1000 sondern 50 000 E je Kapsel frei verkäuflich sind.
Auch das landesweite Meldesystem ist auf bestm technischen Standard. Die jährliche Berichterstattung lässt valide Daten erwarten.

3) Ergebnisse

Der Jahresstatistik von 2018 (USA) zeigte eine Summe von 1,46 Millionen Meldungen (Seite 195 des Berichtes).
Schwere und tödliche Vergiftungen:

  • Alle pharmazeutische Stoffe: 12641 schwere Vergiftungen, 1058 Todesfälle
  • Straßendrogen: 2128 schwere Vergiftungen, 300 Todesfälle
  • Herzmedikamente 626 schwere Vergiftungen, 99 Todesfälle
  • Vitamine A+B+C+D+E: 2 schwere Vergiftungen, 0 Todesfälle

4) Folgerungen

Wenn Politiker die Verbraucher vor Pharmazeutika schützen wollen, so gibt es diese Felder zur Betätigung:

  • Schutz vor Straßendrogen
  • Schutz vor herumliegenden Herzmedikamenten

Rund 100 Todesfälle könnten in den USA vermieden werden, wenn hier bessere Vorkehrungen geschaffen würden.

Die Vitamine A-E sind hingegen seit Jahrzehnten unbedenklich. 
Die USA hat

  • 4 x mehr Einwohner
  • Vitamin D wird 50 x höher dosiert abgegeben
  • Das teure Gesundheitswesen begünstigt einen höheren Konsum aller Vitaminen
  • Das Meldewesen ist auf einem bessern Stand als in Deutschland

Dennoch zeigen sich keine Probleme. Damit haben sich die Vitamine A, B, C, D und E als "idiotensicher" erwiesen.
Damit ist gemeint, dass auch extrem irrigige Vorstellungen über die Einnahme der Vitamine nicht zu Problemen geführt haben.

  • Die Frage bleibt, warum hier Steuergelder und Arbeitszeit der Ministerien für eine Regulierung verschwendet werden,
  • Die HAndschellen für Vitamine können keinen einziges Menschen retten.
  • Das Argument des Verbraucherschutzes wird missbraucht.
  • Die Pandemie des Vitamin-D-Mangels wird verschleiert.

"Haltet den Dieb" - das ist das Manöver mit dem man den Betroffenen in die falsche Richtung schickt.
Nicht die Vergiftung mit Vitamin D, sondern der landesweite Mangel ist mit dem Tod von Tausende von Menschen verknüpft.
 

Quellenangaben

Die Webseite der Datensammlung:
https://www.aapcc.org

Todesfall-Statistik:
https://www.aapcc.org/page-1075496

Jahresberichte:
https://www.aapcc.org/annual-reports

Mehr zum Thema:
www.VitaminDService.de/julia

www.VitaminDService.de/kuenast




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