Ist Vitamin D in der Schwangerschaft ohne Bedeutung? Das Ärzteblatt suggeriert das!


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Es geht um eine Studie von Maria Magnus und anderen Autoren, die einen Zusammenhang von (1)  menschlichen Erbanlagen mit (2) Risiken in der Schwangerschaft untersuchen.

Kurzfassung:

  • Es geht um eine Studie (BMJ), die einen Zusammenhang von menschlichen Erbanlagen mit Risiken in der Schwangerschaft untersucht.
  • Die Studie stellt die Frage, ob eine genetische Begünstigung eines niedrigen Vitamin-D-Spiegels mit Problemen in der Schwangerschaft verbunden ist.
  • Die Antwort der Studie: Ja, aber nicht so stark.
  • Das alles zeigt, dass es viel wichtiger ist, den Vitamin-D-Spiegel zu prüfen, anstatt den Umweg über genetische Konstellationen zu wählen, die irgendwie mit dem Vitamin-D-Spiegel verknüpft sind. Die Studie ist aufwendig, teuer und verfehlt. 

Kritik durch Nachdenken:

Ein Beispiel zum Thema "Erbe":

Müssen Menschen, die eine Veranlagung zur Zuckerkrankheit geerbt haben ebenfalls Zucker-krank werden?

Antwort: Vielleicht ja, vielleicht nein - darüber entscheidet die persönliche Lebensführung!

Auf dieser Linie des Denkens liegt die vorgestellte Studie. Es gibt genetische Kennzeichen, die mit einem leicht verminderten Vitamin-D-Spiegel verbunden sind. Muss deshalb eine Frau mit diesen genetischen Kennzeichen die entsprechenden Krankheiten erleiden? 

Antwort: Vielleicht ja, vielleicht nein - darüber entscheidet die persönliche Lebensführung!

Es ergibt sich die berechtige Frage, warum viel Geld ausgegeben wird, um solche genetischen Strukturen zu identifizieren, statt den Vitamin-D-Spiegel zu prüfen. Nur so ließe sich der Faktor erkennen, den wir selbst steuern können: den Vitamin-D-Spiegel !

Die Antwort: Offenbar wird für die "Gentechnik" so viel Geld bereitgestellt, dass es für Forscher attraktiver ist nach Genen zu suchen, als nach dem, was konstruktiv und aussagekräftig ist.

Was würden Sie von einer Studie halten mit der folgenden Überschrift zum Thema "Erbe und Glück":

"Das von den Eltern geerbte Geld hat keinen sicheren Einfluss auf das Glück der Kinder"

Oder kürzer: "Das finanzielle Erbe der Eltern (Vitamin-D-Stoffwechsel) ist keine Garantie für Glück! (Schwangerschaft ohne Probleme)" - 
  • Die Aussage ist banal!
  • Die Aussage besagt nicht, dass der aktuelle Kontostand (Vitamin-D-Spiegel) unwichtig wäre!
  • Im Gegenteil: Der aktuelle Kontostand ist besonders wichtig, für die Gestaltung der aktuellen Lebenssituation.
  • Das Erbe (Gene) hat nur wenig mit der Gegenwart zu tun. Es kommt vielmehr darauf an, wie viel (Vitamin D) man selbst in letzter Zeit erworben hat.

Daher ist es im Bezug auf Vitamin D auch unbedeutend, dass genetische Eigenschaften keine superstarke Verknüpfung mit den Risiken in der Schwangerschaft haben.

Es ist wichtiger, wie das Ergebnis des aktuellen Vitamin-D-Spiegels ist. Für diese Erkenntnisse benötigt man keine Studie, die Millionen Euro kostet.
 

Ein verstecktes Ergebnis der Studie spricht klar für Vitamin D !

Bei aller genetischen Einsortierung der untersuchten Frauen: Anhand der vorgefundenen genetischen Strukturen gab es dennoch einen kurzen hellen Moment:
Es wurde sogar der Vitamin-D-Spiegel gemessen und mit dem Risiko für Schwangerschafts-Vergiftung (Pre-Eclampsia) in Beziehung gesetzt.

Das Ergebnis: Mit jedem Schritt der Verminderung des Vitamin-D-Spiegels um 10 % steigt das Risiko um 19 % !! ( Seite 5 Figure 2). Das bedeutet: der höhere Vitamin-D-Spiegel  ist schützend für Schwangere!

Fazit:

Es kann allen schwangeren Frauen dieser Welt egal sein, ob sie von den Eltern die Anlage zu einem relativ niedrigen oder relativ hohen Vitamin-D-Spiegel bekommen haben. Entscheidend ist der Vitamin-D-Spiegel selbst. Wenn eine Frau wenig "geerbt" hat, dann kann sie einfach Vitamin D  erwerben und einnehmen, um dieses Defizit auszugleichen. Die Studie hingegen ist umständlich gedacht und praxisfern.

Bei der Steuerung des Vitamin-D-Spiegels hilft der www.VitaminDsimulator.de !
Gleichzeitig zeigt der www.VitaminDsimulator.de an, wie hoch der Vitamin-D-Spiegel beim ungeborenen Baby ist.

Schlusswort:
Es geht im Kern der Studie leider keineswegs um den "Nutzen von Vitamin D in der Schwangerschaft", sondern in erster Linie um die Gentests. Es gibt tatsächlich Gene, die zu einem verminderten Vitamin-D-Spiegel  führen. Es ist nur von akademischem Interesse, diese nachzuweisen. Die genetische Situation der Betroffenen ist ohnehin nicht zu verändern. Viel wichtiger dagegen ist es, einen Vitamin-D-Mangel schnell zu erkennen und den Vitamin-D-Spiegel der Schwangeren auf ein Afrika-Niveau zu heben. Die Forderung der Forscher nach immer neuen und größeren Studien ist fadenscheinig und kontraproduktiv. Eine Versorgung der Schwangeren selbst ist deutlich nützlicher.

Hier geht es weiter: 

Afrika hat es besser als wir:
https://www.vitamindservice.de/afrika

5000 E pro Tag sind angemessen:
https://www.vitamindservice.de/5000

Dr. med. Raimund von Helden, Hausarzt, 57368 Lennestadt 
 

Quellen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=29925546

Magnus MC, Miliku K, Bauer A, Engel SM, Felix JF, Jaddoe VWV, Lawlor DA, London SJ, Magnus P, McGinnis R, Nystad W, Page CM, Rivadeneira F, Stene LC, Tapia G, Williams N, Bonilla C, Fraser A. Vitamin D and risk of pregnancy related hypertensive disorders: mendelian randomisation study. BMJ. 2018 Jun 20;361:k2167. doi: 10.1136/bmj.k2167. PubMed PMID: 29925546; PubMed Central PMCID: PMC6008987.


https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96459/Nutzen-von-Vitamin-D-in-der-Schwangerschaft-unsicher

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