Größter Risikofaktor für den CORONA-TOD war der Vitamin-D-Mangel

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung VitaminDelta, 57368 Lennestadt referiert die Studie aus Riyadh, Saudi-Arabien von ALGUWAIHES

2020-12-08

1) Fragestellung

Dezember 2020: Die Corona-Pandemie hat weltweite Auswirkungen. 
Das Thema der Regierenden sind die Sterbefälle.
Gibt es Risikogruppen, die für den Tod am Coronavirus anfällig sind?
Gibt es für diese Risiken eine Möglichkeit der Intervention?

2) Methode

  • Beobachtungsstudie aus Saudi-Arabien
  • 439 Patienten wurden wegen COVID-19 stationär behandelt.
  • Durchschnittsalter 55 Jahre
  • 68,3% Männer, 32,7 % Frauen
  • 17,5 % starben

 

3) Ergebnisse

Die häufigsten Begleiterkrankungen im Kollektiv waren

  • Vitamin D-Mangel (74,7%),
  • Diabetes mellitus (68,3%),
  • Bluthochdruck (42,6%)
  • Fettleibigkeit (42,2%).

Diabetiker hatten eine höhere Sterblichkeitsrate (20,5% gegenüber 12,3%; p = 0,04) 

Die Statistik der Risikofaktoren für das Risiko TOD:
("Das multivariate Cox-Regressionsmodell für proportionale Gefahren (angepasster Risikofaktor) ergab signifikante Prädiktoren für die Mortalität bei hospitalisierten Covid-19-Patienten." CI = Confidenzintervalle; p = zeigt Signifikanz bei Werten unter  0,05)

  • Betablocker [Risikofaktor 1,7 (CI 1,0-2,9); p = 0,04],
  • beidseitige Lungeninfiltrate [Risikofaktor 1,9 (CI 1,1-3,3); p = 0,02],
  • Nierenschwäche Kreatinin> 1 mg/l [Risikofaktor 2,1 (CI 1,3-3,5); p = 0,004]
  • Alter [Risikofaktor 3,0 (95% -Konfidenzintervall, CI 1,7-5,3); p <0,001],
  • Herzinsuffizienz [Risikofaktor 3,5 (CI 1,4-8,3); p = 0,006],
  • Rauchen [Risikofaktor 5,8 (CI 2,0-17,2); p <0,001],
  • Vitamin-D-Spiegel unter 5 ng/ml/ l [Risikofaktor 7,0 (CI 1,7-28,2); p = 0,007]

4) Folgerungen

Die Autoren hatten sich Gedanken über die Rolle des Diabetes bei der CORONA-Sterblichkeit gemacht. Sie erlebten eine Überraschung:

  • Diabetiker hatten eine höhere Sterblichkeitsrate.
  • Alter, Herzinsuffizienz, Rauchen, Verwendung von β-Blockern, Lungeninfiltrate, Nierenschwäche steigerten das Sterberisiko.
  • Der schwere Vitamin-D-Mangel war der deutlichste Prädiktor für einen tödlichen Ausgang.
  • Gerade der Vitamin-D-Mangel ist derjenige aller Faktoren, welcher sich am leichtesten beeinflussen und somit beheben lässt.

Quellenangaben

Alguwaihes AM, Al-Sofiani ME, Megdad M, Albader SS, Alsari MH, Alelayan A, Alzahrani SH, Sabico S, Al-Daghri NM, Jammah AA.

Diabetes and Covid-19 among hospitalized patients in Saudi Arabia: a single-centre retrospective study. Cardiovasc Diabetol. 2020 Dec 5;19(1):205. doi: 10.1186/s12933-020-01184-4. PMID: 33278893.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33278893/




» Full-Text-Download

» Zurück zur VitaminDzeitung als Tabelle

» Zum nächsten Beitrag blättern "RKI: Der Risikofaktor Vitamin-D-Mangel geht erst im Sommer zurück"