Säuglinge vor Knochenschäden und Rachitis bewahren mit 30 ng/ml.

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung Privat-Institut VitaminDelta, 57368 Lennestadt referiert die Studie von V JAIN aus INDIEN mit einer im Design optimierten Grafik aus dieser Original-Studie.

2025-09-07

1) Fragestellung

  • Säuglinge bekommen Vitamin D, damit die Knochen nicht weichwerden: "Rachitis"
  • Welche Aussagekraft hat die Messung der AP - alkalische Phosphatase (Knochenenzyme)?
  • Eine Studie aus Indien untersuchte Säuglinge und fand heraus, dass einige an Rachitis litten.
  • Der Blick auf die Knochenenzyme AP sollte sicherstellen, dass hier kein Vitamin-D-Mangel vorliegt.

2) Methode

  • 98 Säuglinge
  • im Alter von 2,5 bis 3,5 Monaten,
  • termingerecht mit angemessenem Gewicht geboren
  • 47 im Winter (November bis Januar) und 51 im Sommer (April bis Juni).
  • Es wurden Angaben zur Ernährung der Säuglinge,
  • zur Vitamin-D-Supplementierung,
  • zur Sonnenlichtexposition
  • sowie zur Kalzium- und Vitamin-D-Aufnahme der Mütter erfasst.
  • Der Serumspiegel von Kalzium,
  • Phosphat,
  • alkalischer Phosphatase,
  • 25-Hydroxyvitamin D (25OHD)
  • und Parathormon wurde bestimmt.
     

3) Ergebnisse

  • Bei 66,7 % der Säuglinge und 81,1 % der Mütter wurde ein Vitamin-D-Mangel festgestellt
  • zusätzlich wiesen 19,8 % der Säuglinge und 11,6 % der Mütter eine unzureichende Versorgung auf.
  • Röntgenologisch nachweisbare Rachitis trat bei 30,3 % der Säuglinge mit einem 25OHD-Spiegel unter 10 ng/ml auf.
  • Der 25OHD-Spiegel der Säuglinge zeigte keine saisonalen Schwankungen,
  • die mütterlichen Konzentrationen im Sommer waren höher [11,3 (2,5 – 31) ng/ml] als im Winter [5,9 (2,5 – 25) ng/ml, P = 0,003].
  • Die Einnahme von Vitaminpräparaten, die Sonnenlichtexposition und der 25OHD-Spiegel der Mutter waren Prädiktoren für den 25OHD-Spiegel der Säuglinge.
     

Grafik: Punktwolke:

  • Unterhalb eines Vitamin-D-Spiegels  von 30 ng/ml finden sich extrem hohe Werte der Knoechenenzyme (AP)

4) Folgerungen

Zitat aus der Originalarbeit
Anfang: (übersetzt, Layout bearbeitet)

  • In dieser Studie wurde eine hohe Prävalenz von Vitamin-D-Mangel und -Insuffizienz bei gestillten Säuglingen und deren Müttern festgestellt.
  • Ein Drittel der Säuglinge mit einem 25-OH-D3-Spiegel unter 10 ng/ml  hatten röntgenologische Anzeichen einer Rachitis.

Zitat Ende

  • Kinderärzte und Mütter stehen in der Verantwortung:
  • Ein Vitamin-D-Spiegel unter 10 ng/ml bringt ein Drittel der Kinder in die Rachitis. 
  • Wir müssen hier ein landesweites fürsorgliches Sicherheits-Denken entwickeln. Die Praxis zeigt, dass hier immer wieder Phasen der Unterversorgung entstehen.
  • Vitamin-D-Spiegel: zu empfehlen sind mindestens 30 ng/ml, sicherheitshalber besser 60 ng/ml gegen einem tragischen Absturz des Vitamin-D-Spiegels.

Mehr Wachsamkeit:

  • Die Messung der AP sollte erfolgen, damit die Werte auch bei Säuglingen unter 500 U/l liegen.
  • Höhere Werte dieses Knochenenzyms zeigt die Störung an und sollten daher nicht akzeptiert werden.
  • Eine Gabe von Vitamin D mit dem Vitamin-D-Simulator®  belegt einen raschen Rückgang der AP.
  • Die hohe AP ist daher ein Screening-Parameter für eine Rachitis, ebenso die nächtlichen Schmerzen der Knie und Beine.
  • "Wachstumsschmerzen" sollte jeder als typisches Zeichen eines starken Vitamin-D-Mangel verstehen.

Quellenangaben

Researchgate:
https://www.researchgate.net/publication/340089168_Vitamin-D_deficiency_...

Indian J Med Res 133, March 2011, pp 267-273:
Vitamin D deficiency in healthy breastfed term infants at 3 months
& their mothers in India: Seasonal variation & determinants
Vandana Jain, Nandita Gupta*, Mani Kalaivani**
, Anurag Jain+
, Aditi Sinha & Ramesh Agarwal
Departments of Pediatrics, *Endocrinology & Metabolism & **Biostatistics, All India Institute of Medical
Sciences & +Department of Radiodiagnosis, Maharaja Agrasen Hospital, New Delhi, India

http://dx.doi.org/10.4103/jfmpc.jfmpc_995_19

PLOT
https://www.vitamindservice.de/node/8270




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