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Vitamin-D-Symptome - Online Selbsttest

Meistgenutzter Selbsttest für Symptome

Die Wissenschaft dahinter:

  • Entwickelt vom Entdecker des Akuten Vitamin-D-Mangels: Dr. Raimund von Helden
  • Über 800 Patienten wirkten bei der Entwicklung mit – gleichzeitig wurde der Online-Test mit echten Laborwerten verglichen
  • Algorithmus optimiert durch Vergleich mit Laborwerten.
  • Standardabweichung sehr gering - Die meisten Schätzungen weichen weniger als 10 ng/ml vom Labor ab

Vorteile des Selbsttest:

  • Unser meistgenutzter Selbsttest für Symptome
  • Kostenlos und in wenigen Minuten durchführbar
  • Sie erhalten eine persönliche Auswertung mit Grafik
  • Hohe Zuverlässigkeit, es sind nur Symptome aufgeführt, die regelmäßig zum Erfolg führen.

Gelöstes Problem: 

  • Habe ich selbst alltägliche Symptome, bei denen Vitamin D helfen kann?
  • Später: Wie haben sich meine Symptome unter der Vitamin-D-Therapie entwickelt?

Typischer Bereich der Anwendung:

  • Vor der Vitamin-D-Therapie werden typische Symptome abgefragt, die sich schnell ändern können.
  • Zur Verlaufskontrolle bestens geeignet, denn alle Ergebnisse werden für Nutzer mit einem Vitamin-D-Konto grafisch dargestellt.

Einzigartige Merkmale:

  • Nach dem Bestseller-Buch zur Vitamin-D-Therapie 
  • Alle Original-Symptome des Akuten Vitamin-D-Mangels.
  • Überwiegend Symptome, die sich unter Therapie schnell bessern.
  • Nur der hier gezeigte Online-Test ermittelt einen Zahlenwert (Score) für die grafische Verlaufskontrolle.

Abfrage von Symptome wie z.B. 

  • Kältegefühl
  • Schmerzende Beine
  • Unruhiger Schlaf
  • Plötzliches Erwachen
  • Tagesbefinden:
  • Schlappheit 
  • Müdigkeit
  • Kraftlosigkeit
  • Energielosigkeit
  • usw.

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Abstellgleis-Diagnose (Dr. von Helden)

Eine Diagnose, die keinen Nutzen für den Patienten hat

  • Es ist eine Diagnose, die den Patienten beruhigt.
  • Es ist eine Diagnose, die ein bekanntes Klischee benutzt.
  • Es ist eine Diagnose, die das Schicksal als Ursache sieht.
  • Es ist eine Diagnose, die den Arzt aus der Verantwortung nimmt

Ursachen der Abstellgleis-Diagnose:

  • Oft heißt es: “Alle Untersuchungen sind völlig unauffällig. Sie sind psychisch zu labil. Der Stress macht sie krank, In den Wechseljahren sind solche Symptome ganz normal. Es ist eine Erschöpfung."
  • Wenn Ärzte den Stress, die Psyche, die Gene oder das Alter zum Schuldigen erklären, sind das oft "Abstellgleis-Diagnosen".
  • Zunächst fühlt sich der Patient verstanden. Doch bald erkennt er, dass er keine ursächliche Hilfe bekommt.
  • Es nützt dem Patienten nichts, wenn seine Dauerprobleme in andere Sprachen übersetzt werden: Statt Erschöpfung heißt es "Chronisches Fatigue Syndrom."

 

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Alkalische Phosphatase (AP)

Spezieller Laborwert zur Bestimmung der Knochen - und Leberenzyme

  • AP ist ein spezieller Laborwert. Es bezeichnet die Aktivität verschiedener Enzyme, sowohl aus dem Knochen, als auch aus der Leber: (Knochenenzyme und Leberenzyme). Es findet sich u.a. in den Knochenzellen und im Lebergewebe. Die AP-Aktivität im Blut stammt also hauptsächlich aus den Knochen oder der Leber.
  • Der Laborwert AP ist somit ein schnell verfügbares Maß für eine Störung im Knochen. Dieser Wert dient u.a. der Diagnostik von Knochenerkrankungen wie Rachitis bei Kindern, Osteomalazie bei Erwachsenen, sowie Osteoporose. Auch Tumore im Knochengewebe zeigen erhöhte AP-Werte.
  • Eine Erhöhung kann daher Zeichen von Knochen- oder Leber- Problemen sein.
  • Dieser Laborwert dient der Diagnostik von Erkrankungen der Leber wie einer Hepatitis, sowie Gallenwegserkrankungen  wie z.B. einem Gallenstau oder eine Entzündung des Gallengangs.

Eigene Studie: Vitamin-D-Spiegel bis 200 ng/ml belegen mit fallenden AP-Werten eine bessere Knochengesundheit

  • In dieser Studie fokussieren wir uns auf die Frage, was geschieht, wenn es mit den Knochen Problem gibt: Osteoporose und Arthrose.
  • Es zeigte sich ein besserer Wert für die AP (alkalische Phosphatase) bei höheren Vitamin-D-Spiegeln.
  • Der Rückgang des AP-Wertes ("Knochen-Enzym") bei hohen Vitamin-D-Spiegeln war hoch signifikant.
  • Fallende Werte der AP sind ein gutes Zeichen für eine Knochenheilung, ein tropischer Vitamin-D-Spiegel steht daher im Zusammenhang mit der Ausheilung von Knochenschäden.
  • Merke: 
    "Die AP ist der Vitamin-D-Spiegel des armen Mannes"

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Anfangstherapie (Vitamin-D-Setup)

Anfangstherapie: Gezielte Anhebung des Vitamin-D-Spiegels auf einen optimalen Wert - Behebung des Vitamin-D-Mangels

 

  • Das Vitamin D-Setup ist eine schnelle Aufsättigung von niedrigen Vitamin-D-Werten auf gesunde Vitamin-D-Werte.
  • Das Vitamin D-Setup ist deshalb die gezielte Anhebung des Vitamin-D-Spiegels aus dem Mangelbereich in den optimalen Bereich, (40 bis 100 ng/ml)
  • Wesentlich für die ordnungsgemäße Aufsättigung ist:
  1. Die richtige Indikation
  2. Die Vitamin D-Spiegel-Orientierung des VDS
  3. Die Patienten-Orientierung des VDS bezüglich der Abklingrate
  4. Der Zeit-Vorteil der positiven Effekte des VDS
  5. Der Erkenntnis-Vorteil nach Anwendung des VDS
  • Fazit: Der große Vorteil des Vitamin-D-Setup (VDS) liegt in der schnellen Beseitigung des Vitamin-D-Mangels und das gleichzeitige Verbessern der Vitamin D-Mangel Symptome. Wenn lange bestehende Symptome innerhalb kurzer Zeit verschwinden, kann auf den Nutzen der Vitamin-D-Setup-Therapie geschlossen werden.

Erklärung zur Graphik an einem Beispiel:

  • Der ursprüngliche Laborwert von Vitamin D lag bei 17 ng/ml  - somit bestand ein schwerer Vitamin-D-Mangel.
  • Die Anhebung des Spiegels erfolgte auf einen optimalen Wert von ca. 70 ng/ml
  • Die Anfangstherapie wurde innerhalb von nur sieben Tagen durchgeführt. Die grüne Linie zeigt den steilen Anstieg innerhalb nur einer Woche auf 71 ng/ml.
  • Die rosafarbene Linie zeigt den Vitamin-D-Spiegel bei einer Schwangeren Frau für ihr Baby. Der Wert des Babys beträgt 37 ng/ml und er schützt somit vor der schweren Knochenkrankheit, Rachitis.

 

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Anflutung

Der Vitamin-D-Wert im Blut direkt nach Einnahme von Vitamin D

  • In den 24 Stunden direkt nach Einnahme von 20'000 Einheiten Vitamin D ist eine Anflutung im Blut zu erkennen.
  • Der Bestand an Vitamin D in den Zellen wird dann systematisch zu hoch gemessen: In den Zellkernen, dem Ort des Wirkens, ist der Vitamin-D-Spiegel jedoch praktisch unverändert niedrig. Die Labortechnik ist zwar ok, die Situation jedoch verfehlt.
  • Auch 48 Stunden danach ist dieser Flut-Effekt noch vorhanden, weil Vitamin D sich über das Blut nur langsam verteilt. Der Bestand an Vitamin D in den Zellen wird dann systematisch zu hoch gemessen.
  • Es genügt, wenn die Vitamin-D-Einnahme 3 Tage vor einer Laboruntersuchung pausiert.

Ist die Anflutung zu berechnen?

  • Leider ist das nicht möglich.
  • Die Freisetzung ist von sehr vielen äußern und inneren Faktoren abhängig  
  • Wer genaue Werte haben will, muss sich nur an die Pause halten.
  • Alles andere ist Spekulation.

Fakoren, die die Anflutungs-Welle beeinflussen:

  • Menge Vitamin D und zwar keineswegs linear
  • der bestehende Vitamin-D-Spiegel - auch nicht linear
  • Das genaue zeitliche Intervall, hier ist eine Welle mit einer hohen Spitze möglich.
  • Leberfunktion

Mehr erfahren:

Darf ich vor einer Blutentnahme im Labor Vitamin D einnehmen? Flut im Blut
Laborkunde: 
Suchbegriff - Anflutung

Baggerly Carole

  • Carole Baggerly gründete im Jahre 2007 die gemeinnützige Gesundheitsorganisation GrassrootsHealth, unterstützt von 48 führenden Vitamin-D-Forschern weltweit.
  • Ziel der Organisation ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse über Vitamin D in die Praxis zu bringen und der Öffentlichkeit leicht verständlich zugänglich zu machen.
  • Baggerly war maßgeblich an dieser Aufklärungsarbeit beteiligt, die bis heute große Wirkung zeigt.
  • 2012 initiierte sie das Projekt Protect Our Children NOW!, das Schwangere und ihre Babys vor Vitamin-D-Mangel schützen soll, und wurde 2018 mit dem Game Changer Awardvon Dr. Mercola ausgezeichnet.

Ursprung und Beweggründe der Gründung von GrassrootHealth:

  • Carole Baggerly selbst war an Brustkrebs erkrankt. Bei einer Recherche stieß sie auf eine Webseite, die einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Brustkrebs aufzeigte.
  • Tief bewegt begann sie intensiv zum Thema Vitamin D zu recherchieren, sammelte wissenschaftliche Erkenntnisse und war überzeugt von dessen präventiver und therapeutischer Bedeutung. 
  • Mit großem persönlichen Engagement widmete sie sich fortan der Verbreitung aktueller Forschungsergebnisse zu Vitamin D.
  • 2007 gründete sie die Organisation GrassrootsHealth, um dieses Wissen in die Praxis zu bringen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Was zeichnet Carole Baggerly aus?

  • Was Carole Baggerly besonders auszeichnet, ist ihre unermüdliche Recherche... 
  • ...und ihr tiefes Verständnis für die Wirkkraft von Vitamin D.
  • Mit großem persönlichen Engagement sammelte sie wissenschaftliche Erkenntnisse.
  • Sie schuf eine Plattform, die bis heute Maßstäbe setzt.

Dr. von Helden über die Begegnung mit Carole Baggerly 

"Das erste Mal traf ich Carole in Brügge, das war im Oktober 2009 auf dem 14. INTERN. WORKSHOP VITAMIN D. Wir hatten beide für die Poster Präsentation mehr als ein Plakat mitgebracht. So trafen wir uns an der letzten freien Pinwand, an der der Referent abgesagt hatte. Ich ließ ihr den Vortritt.
Wir begeneten uns danach immer wieder auf Kongressen, sie reiste dazu stets von Califonien an.
Durch die Jahre gab es einen regelmäßigen Email-Kontakt im Rahmen der VITAMIN-D-RESEARCH-GROUP, wo wir unter anderem die fehlerhafte Studie des IOM zu den falschen Grenzwerten beim Vitamin-D-Spiegel diskutierten."

Mehr dazu: 

Carole Baggerly - Who is Who 
GraasrootHealth - Zusammenschluss von 48 Vitamin-D-Experten aus aller Welt

Cholecalciferol - Vitamin D3

Das Prohormon im Vitamin-D-Stoffwechsel

  • ORIENTIERUNG: Cholecalciferol, besser bekannt als Vitamin D3, ist die natürliche Grundform des Vitamin D und wird deshalb auch als Prohormon bezeichnet. Es handelt sich dabei um die unfertige Vorstufe, aus der im Körper durch mehrere Umwandlungsschritte das genregulierende aktive Hormon entsteht. (1x -ol = -ol)
  • ERZEUGUNG: Diese Substanz wird in der menschlichen Haut gebildet, wenn UVB-Strahlen der Sonne auf sie treffen. Die körpereigene Produktion ist allerdings nur bei ausreichend starker Sonnenstrahlung möglich, was in unseren Breitengraden zwischen 21. September bis 21. März nicht gegeben ist. Auch im Sommer reicht die tägliche Sonneneinstrahlung bei vielen Menschen nicht aus, um einen gesunden Vitamin-D-Spiegel dauerhaft zu gewährleisten.
  • UNTERVERSORGUNG: In kleineren Mengen ist Cholecalciferol in einigen tierischen Lebensmitteln enthalten, etwa in fettem Fisch. Diese Quellen reichen jedoch bei  niemals aus, um den Bedarf zu decken. Aus diesem Grunde sind Vitamin-D3-Präparate eine verlässliche Ergänzung, insbesondere bei eingeschränkter Sonnenexposition.
  • RENNSTRECKE: Nach der Aufnahme gelangt Cholecalciferol über die Blutbahn in die Leber, wo es in Calcidiol, (25-OH-D3) umgewandelt wird – die messbare Speicherform von Vitamin D: der Vitamin-D-Spiegel. (2x -ol = Di-ol)
  • ZIEL: Erst in einem weiteren Schritt, der in der Niere erfolgt, wird daraus Calcitriol, die hormonaktive Form, die vielfältige Funktionen im Körper übernimmt. (3 x -ol = Tri-ol)

Was ist bei der Einnahme von Cholecalciferol zu beachten?

  • D2 oder D3: Cholecalciferol ist biologisch wirksamer als Vitamin D2 (Ergocalciferol) aus Pilzen, es wird vom Körper besser aufgenommen und hat eine längere Halbwertszeit. Daher wird D3 in der Nahrungsergänzung bevorzugt eingesetzt. Es ist zudem die natürliche menschliche Form.
  • D3 = CHOLECALCIFEROL: D3 als Präparat bildet somit den Grundstein der Vitamin-D-Versorgung und ist entscheidend für die Gesundheit – besonders dann, wenn in den Herbst und Wintermonaten die körpereigene Bildung über die Haut nicht mehr ausreicht. 
  • DOSIS: Die Dosierung sollte immer individuell angepasst werden. Zum einen in Abstimmung auf den aktuellem Vitamin-D-Spiegel ( www.VitaminDSpiegel.de ) und zum anderen nach dem individuellem Körpergewicht. Nur so kann eine optimale  Steuerung sichergestellt werden. Die häufige Messung des Vitamin-D-Spiegels wird dadurch entbehrlich.
  • GENAUIGKEIT - leicht gemacht: Zur optimalen Versorgung des Körpers ist der Vitamin-D-Rechner geeignet., besser jedoch der Vitamin-D-Simulator Dieser ist die Weiterentwicklung des Rechners und viel präziser in den Ergebnissen. Er berücksichtigt zusätzliche Faktoren und berechnet auch die gesteigerten unterschiedlichen Abklingraten bei Werten oberhalb von 60 ng/ml.

Mehr dazu: 

Calcidiol - Speicherform

Die Speicherform von Vitamin D – Der Vitamin-D-Spiegel (25-OH-D3)

  • Calcidiol, (Di = 2) auch bekannt als 25-OH-D3, ist die wichtigste messbare Form von Vitamin D im menschlichen Körper. Wenn vom „Vitamin-D-Spiegel“ die Rede ist, bezieht man sich in der Regel auf den Calcidiolwert im Blut.
  • Diese Form entsteht in der Leber, nachdem Vitamin D entweder durch Sonnenlicht in der Haut gebildet oder über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen wurde. In der Leber erfolgt die erste Umwandlung – das Ergebnis ist Calcidiol, die sogenannte Speicherform des Vitamin D.
  • Calcidiol ist besonders bedeutsam, weil es relativ konstant im Blut vorhanden ist. Mit einer Halbwertszeit von etwa drei Wochen eignet es sich ideal zur Einschätzung der langfristigen Vitamin-D-Versorgung, da der Wert nicht täglich unterschiedlichen Schwankungen ausgesetzt ist. Aus diesem Grund gilt der Calcidiol-Spiegel (25-OH-D3) als zuverlässigster Marker für den Vitamin-D-Status.
  • Der chemische Name lautet 25-Hydroxycholecalciferol. Da es sich um eine noch nicht vollständig aktivierte Form handelt, bezeichnet Dr. raimund von Helden Calcidiol auch als „passives Vitamin D“ – im Gegensatz zum später in der Niere gebildeten Calcitriol, der aktiven Hormonform.

Was ist ein optimaler Vitamin-D-Spiegel? - Wichtige Werte zur Orientierung!

  • über  800 ng/ml  Fallbericht: 2 Wochen Harndrang
  • 300 - 800 ng/ml  in Einzelfällen Toxizität möglich
  • über  150 ng/ml  überhöhte Calcium-Spiegel möglich
  • 100 - 150 ng/ml  keine Nebenwirkungen bekannt
  • 100 ng/ml           natürliche Obergrenze  
  • 50 –  90 ng/ml    optimaler Vitamin-D-Spiegel
  • über  40 ng/ml    guter Vitamin-D-Spiegel   
  • über  30 ng/ml    verbesserter Vitamin-D-Spiegel
  • unter 30 ng/ml    Vitamin-D-Mangel
  • unter 20 ng/ml    schwerer Vitamin-D-Mangel 
  • unter 12 ng/ml    extremer Vitamin-D-Mangel    

Ein Blick auf die Struktur

  • Das Grundgerüst des Vitamin D kann an drei Stellen aktiviert werden – den sogenannten Positionen 1, 3 und 25.
  • Beim Calcidiol sind zwei dieser Stellen besetzt (3 und 25) (25-OH-D3)
  • Beim Calcitriol, der aktiven Form von Vitamin D, sind alle drei Positionen aktiviert (1, 3 und 25) (1,25-OH-D3)
  • So erfüllt Calcidiol eine zentrale Funktion, aus der der Körper bei Bedarf die aktive Form bilden kann.

Mehr erfahren:

Calcitriol

Das aktive Vitamin D - "Sonnenhormon" (1,25-OH-D3)

  • Calcitriol (Tri = 3) ist die biologisch aktive Form von Vitamin D. Der wissenschaftliche Name lautet 1,25-Dihydroxycholecalciferol. Diese Form entsteht in einem mehrstufigen Prozess: Zunächst wird Vitamin D3 in der Leber zu Calcidiol (25-OH-D3) umgewandelt – der Speicherform. Anschließend erfolgt in den Nieren die entscheidende Umwandlung zu Calcitriol. Diese Umwandlung wird maßgeblich durch das Parathormon (PTH) gesteuert, das den Calcitriol-Bedarf in Abhängigkeit vom Calcium- und Phosphatspiegel reguliert.
  • Diesen Vorgang nennt man die Aktivierung von Vitamin D. Nur in seiner aktiven Form kann Vitamin D seine vielfältigen Funktionen im Körper voll entfalten.
  • Die Bezeichnung für das aktivierte Vitamin D lautet "Calcitriol" oder 1,25- Cholecalciferol. Es handelt sich um ein Steroidhormon, das mit einem speziellen Vitamin D-Rezeptor (VDR) zusammenwirkt.
  • Das Grundgerüst des Vitamin D kann an drei Stellen aktiviert werden – den sogenannten Positionen 1, 3 und 25. Beim Calcidiol sind zwei dieser Stellen besetzt (3 und 25) (25-OH-D3) Beim Calcitriol, der aktiven Form von Vitamin D, sind alle drei Positionen aktiviert (1, 3 und 25) (1,25-OH-D3). So erfüllt Calcidiol eine zentrale Funktion, aus der der Körper bei Bedarf die aktive Form bilden kann.

Aufgaben von Calcitriol im menschlichen Körper: 

  • Calcitriol ist die aktive Form von Vitamin D und wirkt im Körper wie ein Hormon. Es ist der "Dirigent", der viele wichtige Prozesse in unserem Körper steuert: Seine zentrale Bedeutung zeigt sich in vielfältigen Funktionen: Es kann bestimmte Gene in den Zellen ein und ausschalten, damit körpereigene Prozesse richtig ablaufen. Calcitriol sorgt für einen guten Stoffwechsel:  hilft, dass Kalzium und Phosphat richtig im Körper verteilt werden. Dieser Prozess ist  wichtig für starke Knochen und Zähne. Es hilft bei der Bildung und der Erneuerung von Zellen. Es unterstützt die Heilung und Regeneration von Gewebe, zum Beispiel nach Verletzungen.
  • Calcitriol fürs Immunsystem: es aktiviert wichtige Abwehrzellen (T-Lymphozyten), hilft dem Körper, Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger zu bilden. Es bremst übermäßige Entzündungen, damit der Körper sich nicht selbst schädigt. Es regt die Bildung von antimikrobiellen Peptiden an – das sind Eiweiße, die Bakterien und Viren abwehren.
  • Calcitriol und seine Schutzfunktionen: Es stärkt die Schleimhäute, z. B. im Darm oder in der Lunge, damit Krankheitserreger nicht so leicht eindringen können. Es hilft dem Körper, sich besser gegen Infektionen zu wehren. Insgesamt zeigt Calcitriol, wie wichtig ein gut funktionierender Vitamin-D-Stoffwechsel für unsere Gesundheit und Abwehrkraft ist.

Wer hat das aktive Vitamin D entdeckt?

  • Professor Dr. Michael F. Holick hat die Vitamin-D-Forschung revolutioniert und unser heutiges Verständnis dieses lebenswichtigen Vitamins grundlegend geprägt. 
  • Seine beeindruckende wissenschaftliche Reise begann 1971 mit der bahnbrechenden Entdeckung des aktiven Vitamin D (Calcitriol) an der Boston University Medical Center. Diese Entdeckung war nur der Anfang: Gemeinsam mit seinem Team entwickelte er die essentiellen Laboruntersuchungen für Calcidiol und Calcitriol, die noch heute weltweit Standard sind. Ein weiterer Meilenstein seiner Forschung war der wissenschaftliche Nachweis, wie unser Körper durch Sonneneinstrahlung Vitamin D in der Haut produziert.
  • In seiner über 40-jährigen Forschungskarriere hat Prof. Holick mehr als 600 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht und sein Wissen in 7 Fachbüchern zusammengefasst. Heute leitet er als Professor für Dermatologie und Biochemie in Boston gleich mehrere wichtige Institutionen: Die Bone Health Care Clinic sowie das Heliotherapy, Light and Skin Research Center am Boston University Medical Center.
  • Seine unermüdliche Aufklärungsarbeit hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Bedeutung des Vitamin-D-Mangels für die Entstehung chronischer Erkrankungen weltweit zunehmend Anerkennung findet. Bereits 2006 warnte er vor einer "Auferstehung der Rachitis" und wies damit frühzeitig auf den Vitamin-D-Mangel als Ursache moderner orthopädischer Erkrankungen hin.

Fazit:

  • Vitamin D entfaltet seine volle Wirkung im Körper erst in seiner aktiven Form – Calcitriol (1,25-OH-D3). Dieser Hormonstoff entsteht in einem mehrstufigen Prozess aus dem zunächst in der Leber gebildeten Speicherstoff Calcidiol.
  • Die entscheidende Aktivierung erfolgt in den Nieren unter Kontrolle des Parathormons und hängt vom Mineralstoffhaushalt ab. Nur als Calcitriol kann Vitamin D über spezielle Rezeptoren eine Vielzahl lebenswichtiger Funktionen erfüllen: Es reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel, unterstützt Zellwachstum, Gewebereparatur und vor allem das Immunsystem – durch Aktivierung von Abwehrzellen, Eindämmung von Entzündungen und Stärkung von Schleimhäuten.
  • Die Erkenntnisse über Calcitriol gehen maßgeblich auf die Forschung von Prof. Dr. Michael F. Holick zurück, der das aktive Vitamin D 1971 entdeckte und seine Bedeutung für Gesundheit, Knochenerhalt und Infektionsschutz bis heute entscheidend geprägt hat.
  • Seine Arbeit zeigt: Ein gut regulierter Vitamin-D-Stoffwechsel ist eine zentrale Grundlage für starke Abwehrkräfte und die Prävention chronischer Erkrankungen.

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Cathelicidin

Körpereignes Antibiotikum C - abhängig vom Vitamin D

 

  • Seit Millionen von Jahren existiert bereits ein guter Selbstschutz gegen Viren. Wenn unser Körper ausreichend mit Vitamin D versorgt ist, ist er in der Lage ein körpereigenes Antibiotikum zu bilden, welches unser Immunsystem stärkt und uns vor Infektionen schützt.
  • Bei dem körpereigenen Antibiotikum C. handelt es sich um das Protein Cathelicidin. Dieses ist ein wichtiger Teil unserer körpereigenen Immunantwort. Durch das Vorhandensein dieses Proteins ist unser Organismus in der Lage eindringende Erreger zeitnah abzuwehren. Cathelicidin ist wirksam gegen ein breites Spektrum von Bakterien und Viren, auch gegen das Corona-Virus.
  • Die Voraussetzung für die Produktion dieses körpereigenen Antibiotikum ist eine gute Vitamin-D-Versorgung. Unter Vitamin D steigt das körpereigene Antibiotikum „Cathelicidin“ deutlich an. Mangelt es hingegen an Vitamin D ist dieser körpereigene Abwehrprozess geschwächt.  Eindringende Erreger können nicht ausreichend bekämpft werden. Es kommt zu Entzündungsprozessen, wie sie bei grippalen Infekten und Grippe üblich sind.
  • Das Besondere an diesem natürlichen Antibiotikum ist: Es gibt keine Resistenzen, diesen Vorteil gibt es bei keinem chemischen Antibiotika. Bei vielen Menschen mit Vitamin-D-Mangel wird kein körpereigenes Antibiotika mehr gemeldet. hierdurch bleiben sie  sehr anfällig für bakterielle und virale Infektionen.

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