Wie entstehen Nierensteine – welche Ursachen und Auslöser können dahinterstecken?

Die Antwort

  • Nierensteine entstehen meist dann, wenn der Urin zu stark mit steinbildenden Substanzen übersättigt ist oder wenn schützende Stoffe wie Citrat fehlen. Bestimmte Stoffe liegen dann im Urin in so hoher Konzentration vor, dass sie Kristalle bilden und sich zu Steinen verbinden. Das geschieht besonders leicht, wenn der Urin stark konzentriert ist oder wenn bestimmte Stoffwechselveränderungen vorliegen.
  • Auch die Art des Nierensteins spielt eine wichtige Rolle, denn nicht jeder Nierenstein entsteht aus demselben Grund. Es gibt zum Beispiel Calciumoxalatsteine, Calciumphosphatsteine, Harnsäuresteine, Infektsteine, Cystinsteine und selten auch Steine, die durch bestimmte Medikamente entstehen können.
  • Je nach Steinart können also ganz unterschiedliche Ursachen dahinterstecken. Dazu gehören zum Beispiel Stoffwechselstörungen, erbliche Veranlagungen, Harnwegsinfektionen, Veränderungen der Nieren oder Harnwege sowie bestimmte Medikamente.
  • Auch die aktuelle EAU-Leitlinie  (Europäische Gesellschaft für Urologie) 2026 unterscheidet Nierensteine nach diesen unterschiedlichen Ursachen.

Welche Arten von Nierensteinen gibt es?

  • Calciumoxalatsteine – die häufigste Form; sie entstehen aus Calcium und Oxalat
  • Calciumphosphatsteine – entstehen aus Calcium und Phosphat
  • Harnsäuresteine – bilden sich aus Harnsäure, zum Beispiel bei sehr saurem Urin
  • Struvitsteine / Infektsteine – können durch bestimmte Harnwegsinfektionen entstehen
  • Cystinsteine – seltene Steine bei einer angeborenen Stoffwechselstörung
  • Xanthinsteine – sehr selten, meist durch seltene Stoffwechselstörungen
  • 2,8-Dihydroxyadeninsteine – ebenfalls sehr selten und meist erblich bedingt
  • Medikamentensteine – können entstehen, wenn bestimmte Arzneimittel oder deren Abbauprodukte im Urin auskristallisieren

Am häufigsten sind Calciumoxalatsteine.

Wie entstehen Nierensteine – und welche Ursachen können dahinterstecken?

1. Dehydration (zu wenig Flüssigkeit) 

  • Eine der wichtigsten Ursachen ist eine zu geringe Urinmenge - Dehydration führt zu stark konzentriertem Urin
  • Wer zu wenig trinkt oder viel Flüssigkeit verliert – beispielsweise durch starkes Schwitzen, Hitze, Sport, Fieber, Durchfall oder Erbrechen – produziert stärker konzentrierten Urin. Die im Urin gelösten Salze fallen leichter aus und kristallisieren zu Harnsteinen. Ausreichend Wasser trinken ist der wichtigste Schutz vor Nierensteinen.
  • Dadurch können sich Stoffe wie Calcium, Oxalat oder Harnsäure leichter ablagern und Kristalle bilden.
  • Weitere Faktoren, die eine geringe Urinmenge begünstigen können, sind: chronische Dehydratation (lang anhaltender Flüssigkeitsmangel), hohe Temperaturen im Sommer - heißes Klima,  starkes Schwitzen

2. Ernährung 

  • Ernährung beeinflusst die Zusammensetzung des Urins. Das Risiko kann unter anderem steigen durch:
  • Zu viel Kochsalz (Natriumchlorid)
    Eine hohe Zufuhr von Natriumchlorid, verbunden mit geringer Wasserzufuhr, fördert die Kristallisation von Salzen im Urin. Hält dieser Zustand längere Zeit an, bilden sich Harnsteine.
    x (Quelle: „Salz" von Thomas Klein & Raimund von Helden)
    x (Quelle: „Wasser für unsere Gesundheit" von Thomas Klein & Raimund von Helden)
  • viel Kochsalz, weil dadurch mehr Calcium über die Nieren ausgeschieden werden kann
  • große Mengen tierisches Eiweiß, beispielsweise Fleisch und Wurst
  • viele purinreiche Lebensmittel wie Innereien oder bestimmte Fischarten, die die Harnsäure erhöhen können
  • größere Mengen oxalatreicher Lebensmittel wie Spinat, Rhabarber, Nüsse oder Kakao
  • einen hohen Konsum von Zucker, Fruktose und Softdrinks

3. Medikamente

Einige Medikamente können Nierensteine begünstigen, indem sie den Urin verändern oder selbst im Urin auskristallisieren. Dazu gehören beispielsweise:

  • Topiramat – bei Epilepsie und Migräne
  • Zonisamid – bei Epilepsie
  • Acetazolamid – unter anderem bei Glaukom und Höhenkrankheit
  • Triamteren – harntreibendes Mittel bei Bluthochdruck und Wassereinlagerungen
  • Orlistat – zur Behandlung von Übergewicht
  • bestimmte Antibiotika – zur Behandlung bakterieller Infektionen
  • bestimmte HIV-Medikamente – zur Behandlung einer HIV-Infektion
  • Omeprazol und alle PPI (Protonen Pumpenhemmer = Magensäurehemmer) hingegen stören den Calcium-Stoffwechsel und sind eine tatsächliche Gefahr für die Entwicklung von Nierensteinen.

Diese Medikamente führen nicht automatisch zu Nierensteinen. Das Risiko hängt unter anderem von Dosierung, Trinkmenge und persönlicher Veranlagung ab.

4. Erkrankungen und Stoffwechselstörungen

Bestimmte Erkrankungen führen dazu, dass vermehrt steinbildende Stoffe über die Nieren ausgeschieden werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • erhöhte Calciumausscheidung im Urin
  • erhöhte Oxalatausscheidung
  • erhöhte Harnsäure
  • Gicht
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Übergewicht und metabolisches Syndrom
  • ein ungünstiger Urin-pH
  • zu wenig Citrat im Urin

Eine wichtige behandelbare Ursache ist außerdem der Hyperparathyreoidismus, also eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen. Dadurch kann der Calciumspiegel steigen und mehr Calcium über die Nieren ausgeschieden werden. Auch chronische Nierenerkrankungen und bestimmte Stoffwechselerkrankungen können das Risiko beeinflussen.

5. Darmerkrankungen und Darmoperationen

Auch Erkrankungen des Darms können Nierensteine begünstigen. Das betrifft beispielsweise Menschen mit:

  • Morbus Crohn – eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Darms
  • chronischer Durchfall – länger anhaltender oder häufig wiederkehrender Durchfall
  • Fettverdauungsstörungen – Fette aus der Nahrung können im Darm nicht richtig aufgenommen werden
  • Kurzdarmsyndrom – ein Teil des Darms fehlt oder ist nicht ausreichend funktionsfähig
  • bestimmte Darmoperationen – Eingriffe am Darm können die Aufnahme von Nährstoffen verändern
  • Magenbypass und andere bariatrische Operationen – Operationen zur Behandlung von starkem Übergewicht, die die Verdauung verändern
  • bestimmte Formen der Zystischen Fibrose – eine angeborene Erkrankung, die unter anderem die Verdauung und Nährstoffaufnahme beeinträchtigen kann

Bei einer gestörten Fettaufnahme kann im Darm mehr Oxalat aufgenommen werden. Dieses gelangt anschließend über das Blut zu den Nieren und wird mit dem Urin ausgeschieden.

Mehr Oxalat im Urin → höheres Risiko für Calciumoxalatsteine.

6. Harnwegsinfektionen

  • Bestimmte Bakterien können bei einer Harnwegsinfektion den Urin so verändern, dass er weniger sauer und stärker basisch wird.
  • Unter diesen Bedingungen können sich bestimmte Salze leichter ablagern und zu sogenannten Struvitsteinen oder Infektsteinen verbinden.
Erhöhtes Risiko bei:
  • wiederkehrende oder chronische Harnwegsinfektionen – wenn Infektionen der Harnwege immer wieder auftreten oder länger bestehen
  • Restharn – wenn sich die Blase beim Wasserlassen nicht vollständig entleert
  • Dauerkatheter – ein Katheter, der über längere Zeit in der Blase bleibt
  • Harnabflussstörungen – wenn der Urin nicht ungehindert abfließen kann
  • vergrößerter Prostata – sie kann bei Männern den Harnabfluss behindern und dazu führen, dass Restharn in der Blase zurückbleibt
  • neurogener Blase – eine Störung der Blasenfunktion durch eine Erkrankung oder Schädigung der Nerven
  • Rückenmarksverletzungen mit Störungen der Blasenentleerung – wenn durch eine Verletzung des Rückenmarks die normale Kontrolle der Blase beeinträchtigt ist
  • Eine gutartige Prostatavergrößerung verursacht nicht unmittelbar Nierensteine. Sie kann jedoch den Harnabfluss behindern. Dadurch bleibt häufiger Restharn zurück, was Harnwegsinfektionen und besonders die Bildung von Blasensteinen begünstigen kann.
Grundsätzlich gilt: Je schlechter der Urin abfließen kann und je länger er in den Harnwegen stehen bleibt, desto eher können Infektionen und Steinbildung begünstigt werden.

7. Abflussstörungen und anatomische Veränderungen

Kann der Urin nicht richtig abfließen und bleibt längere Zeit in den Harnwegen stehen, können sich Kristalle leichter bilden. Mögliche Ursachen sind:

  • Verengungen der Harnwege – wenn der Urin durch Engstellen schlechter abfließen kann
  • Fehlbildungen von Nieren oder Harnwegen – angeborene Veränderungen, die den normalen Harnabfluss beeinträchtigen können
  • Restharn – wenn nach dem Wasserlassen Urin in der Blase zurückbleibt
  • Hufeisenniere – eine angeborene Formveränderung, bei der beide Nieren teilweise miteinander verbunden sind
  • Markschwammniere – eine angeborene Veränderung kleiner Nierenkanälchen, die die Bildung von Nierensteinen begünstigen kann
  • Störungen der Blasenentleerung – wenn sich die Blase nicht vollständig oder nicht normal entleert
  • vorausgegangene Operationen an den Harnwegen – Eingriffe, die den Harnabfluss oder die Form der Harnwege verändern können

8. Genetische Ursachen

Selten liegen angeborene Stoffwechselstörungen vor. Dazu gehören beispielsweise:

  • Cystinurie – eine seltene angeborene Stoffwechselstörung, bei der zu viel Cystin über den Urin ausgeschieden wird und sich Cystinsteine bilden können
  • primäre Hyperoxalurie – eine seltene erbliche Stoffwechselstörung, bei der der Körper zu viel Oxalat bildet; dadurch kann sehr viel Oxalat im Urin vorhanden sein
  • familiär erhöhte Calciumausscheidung – eine erblich bedingte Neigung, zu viel Calcium über den Urin auszuscheiden
  • Xanthinurie – eine sehr seltene angeborene Stoffwechselstörung, bei der sich Xanthinsteine bilden können
  • 2,8-Dihydroxyadenin-Steine – sehr seltene, meist erblich bedingte Steine, die durch eine Störung im Abbau bestimmter körpereigener Stoffe entstehen

An eine genetische Ursache sollte besonders gedacht werden, wenn Nierensteine schon im Kindes- oder jungen Erwachsenenalter auftreten oder immer wiederkehren.

Was sind die wichtigsten Risikofaktoren?

Nierensteine entstehen häufig nicht durch eine einzige Ursache. Mehrere Risikofaktoren können gleichzeitig zusammenwirken.

Besonders häufig spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  • zu wenig Flüssigkeit und dadurch stark konzentrierter Urin
  • starker Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen, Hitze, Fieber, Durchfall oder Erbrechen
  • viel Kochsalz
  • große Mengen tierisches Eiweiß
  • viele purinreiche oder oxalatreiche Lebensmittel
  • hoher Konsum von Zucker, Fruktose und Softdrinks
  • zu viel Calcium oder Oxalat im Urin
  • erhöhte Harnsäure
  • zu wenig Citrat im Urin
  • ein ungünstiger Säuregrad des Urins
  • bestimmte Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel in hoher Dosierung, zum Beispiel Vitamin C oder Calciumpräparate
  • bestimmte Medikamente
  • Überfunktion der Nebenschilddrüsen
  • Gicht, Diabetes mellitus Typ 2, Übergewicht und metabolisches Syndrom
  • Darmerkrankungen, chronischer Durchfall oder Fettverdauungsstörungen
  • vorausgegangene Darm- oder Magenoperationen, zum Beispiel ein Magenbypass
  • wiederkehrende oder chronische Harnwegsinfektionen
  • Restharn oder Störungen der Blasenentleerung
  • Harnabflussstörungen oder Verengungen der Harnwege
  • angeborene Veränderungen von Nieren oder Harnwegen
  • Dauerkatheter
  • Bewegungsmangel oder längerfristige Immobilität
  • chronische Nierenerkrankungen
  • familiäre beziehungsweise genetische Veranlagung
  • bereits früher aufgetretene Nierensteine
  • selten auch eine längerfristige Belastung mit Blei oder Cadmium

Warum ist die genaue Ursache wichtig?

Nierensteine haben nicht bei jedem Menschen dieselbe Ursache. Auch die Art des Steins kann unterschiedlich sein. Deshalb ist es besonders bei wiederholt auftretenden Nierensteinen sinnvoll, genauer nach dem Auslöser zu suchen.

Eine Analyse des ausgeschiedenen oder entfernten Nierensteins kann zeigen, aus welchen Stoffen er besteht.

Zusätzlich können Blutuntersuchungen und ein 24-Stunden-Urin wichtige Hinweise liefern. Dabei kann zum Beispiel festgestellt werden, ob:

  • zu viel Calcium ausgeschieden wird
  • zu viel Oxalat im Urin vorhanden ist
  • die Harnsäure erhöht ist
  • zu wenig Citrat ausgeschieden wird
  • oder andere Stoffwechselveränderungen vorliegen

Erst wenn die Art des Nierensteins und die möglichen Ursachen bekannt sind, können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um die Bildung weiterer Nierensteine möglichst zu verhindern.


Die Einsicht

Ist Vitamin D schuld an Nierensteinen?

Die Antwort: NEIN

Wie hängen Knochenabbau und Nierensteine zusammen?

Bei Vitamin-D-Mangel passiert Folgendes:

  1. Der Körper braucht Calcium – Muskulatur, Nervensystem und viele andere Funktionen sind davon abhängig.
  2. Ohne ausreichend Vitamin D kann der Körper aber zu wenig Calcium aus dem Darm aufnehmen.
  3. Um trotzdem genug Calcium im Blut bereitzustellen, schüttet der Körper vermehrt Parathormon (PTH) aus.
  4. Das Parathormon baut Knochen ab, um das dort gespeicherte Calcium freizusetzen – der Knochen wird quasi als „Calciumreserve“ geplündert.
  5. Das freigesetzte Calcium gelangt ins Blut und wird über die Nieren ausgeschieden. Bei konzentriertem Urin können diese Calciumsalze kristallisieren und sich zu Nierensteinen formen.

Mit gutem Vitamin-D-Spiegel sieht es anders aus:

  • Calcium wird optimal aus dem Darm aufgenommen.
  • Das Parathormon bleibt in gesunden Grenzen.
  • Die Knochen bleiben stabil.
  • Die Calciumverluste über die Nieren werden vermindert.

Kein automatischer Calcium-Anstieg durch Vitamin D

  • Ein häufiges Argument lautet: „Vitamin D erhöhe das Calcium im Blut und damit das Steinrisiko“.
  • Erklärung: Der Körper reguliert den Calciumhaushalt selbst.
  • Vitamin D sorgt dafür, dass Calcium dorthin gelangt, wo es gebraucht wird – in die Knochen.
  • Schon ab dem Kindesalter baut Vitamin D den Knochen auf und diese Schutzfunktion bewahrt vor übermäßiger Calcium-Ausscheidung über die Nieren.

Dürfen Nierenstein-Patienten Vitamin D einnehmen?

Antwort: Ja, Auch Nierenstein-Patienten dürfen Vitamin D nehmen

  • Ein früherer Nierenstein bedeutet nicht, dass Vitamin D grundsätzlich vermieden werden muss.
  • Im Gegenteil: Der Schutz durch einen guten Vitamin-D-Spiegel gilt auch für diese Menschen.

Vitamin D schützt die Nieren – ein Mangel schadet ihnen

  • Was oft verschwiegen wird: Vitamin D ist ein Schutzsystem für die Nierenfunktion.
  • Die Nieren verbessern ihre Funktion bei normalen Vitamin-D-Spiegeln.
  • Umgekehrt riskieren Menschen im Vitamin-D-Mangel eine Verschlechterung der Nierenfunktion bei Erkrankung.
  • Die Behauptung „Vitamin D schadet den Nieren“ ist also nicht nur falsch – sie kehrt die Realität ins Gegenteil um.

Wie kann ich vor Nierensteinen vorbeugen?

  • Einer der wichtigsten Schutzfaktoren ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
  • Hierdurch wird der Urin nicht zu stark konzentriert.
  • Auch zu viel Kochsalz kann die Steinbildung begünstigen – darauf sollte geachtet werden.
  • Ganz besonders wichtig bei der Vorbeugung bestimmter Nierensteine ist eine ausreichende Versorgung mit Citrat.

Magnesiumcitrat – Schutz vor Nierensteinen

  • Ein wichtiger Schutzfaktor, der häufig wenig beachtet wird, ist Magnesiumcitrat. Magnesiumcitrat kann dazu beitragen, das Risiko für die Bildung von Harnsteinen zu vermindern.
  • Besonders bei Calciumoxalat-Steinen können Magnesium und Citrat der Kristallbildung entgegenwirken.
  • Citrat kann verhindern, dass sich Calcium und Oxalat leichter zu Kristallen verbinden und daraus neue Steine entstehen.
  • Wichtig: Magnesiumcitrat sollte mit ausreichend Wasser eingenommen werden. Wer Vitamin D einnimmt, sollte deshalb neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr auch auf eine gute Versorgung mit Magnesium und Citrat achten.

Warum kann Magnesiumcitrat hilfreich sein?

  • Magnesiumcitrat liefert gleich zwei Bestandteile: Magnesium und Citrat. Citrat bindet Calcium im Urin und kann dadurch verhindern, dass sich Calcium leichter mit Oxalat zu Kristallen verbindet.
  • Gleichzeitig kann Citrat den Säuregrad des Urins beeinflussen und damit bei bestimmten Steinarten ein steinhemmendes Milieu fördern.
  • Magnesium kann ebenfalls dazu beitragen, Oxalat zu binden und dadurch die Bildung von Calciumoxalat-Kristallen zu erschweren.
  • Zusammen mit einer ausreichenden Trinkmenge kann eine gute Versorgung mit Magnesium und Citrat deshalb einen sinnvollen Beitrag zur Vorbeugung bestimmter Nierensteine leisten.

Fazit: Die entscheidende Aussage: Vitamin D verursacht keine Nierensteine

  • Nierensteine entstehen durch Wassermangel, hohen Salzkonsum, fehlende Magnesiumzufuhr und Medikamente wie Protonenpumpenhemmer.
  • Vitamin D ist kein Risiko – es ist ein Schutzfaktor für die Nieren.
  • Die einfache Behauptung „Vitamin D verursacht Nierensteine“ ist wissenschaftlich widerlegt und dient lediglich dazu, Menschen von einer gesundheitsschützenden Vitamin-D-Versorgung abzuhalten.

Deutsches Ärzteblatt: Vitamin D wird bei den Risikofaktoren für Nierensteine nicht aufgeführt

  • Das Deutsche Ärzteblatt veröffentlichte 2015 einen umfangreichen Übersichtsartikel über Entstehung, Risikofaktoren, Diagnostik, Therapie und Vorbeugung von Nierensteinen.
  • Vitamin D wird darin nicht als Risikofaktor für die Entstehung von Nierensteinen aufgeführt.

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