UNI TEHERAN: Der wichtigste Risikofaktor beim CORONA-Tod ist der korrigierbare Vitamin-D-Mangel

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung VitaminDelta, 57368 Lennestadt, referiert die Arbeit von Alireza Abrishami, Radiologe an der UNI in TEHERAN

2020-11-07

1) Fragestellung

  • Viele Menschen haben Angst vor dem Coronavirus, weil sie bereits eine Krankheit haben: Beispiele
  • Asthma / COPD, Diabetes mellitus, Ischämische Herzkrankheit, Bluthochdruck, Chronische Nierenerkrankung oder Lebererkrankung
  • Wie hoch sind die Risiken solcher Krankheiten im Vergleich zum Risikofaktor Vitamin-D-Mangel?
  • Wie steht es darüber hinaus mit den Parametern Lebensalter und Geschlecht?

2) Methode

  • 71 Patienten in Teheran wurden wegen Covid-Erkrankung in den Hospitälern der Uniklinik behandelt.
  • Das Alter betrug durchschnittlich 55 Jahre,
  • 46% waren Männer.
  • Der Vitamin-D-Spiegel war im Schnitt 35,19 ng/ml

3) Ergebnisse

  • Gestorbene COVID-Patienten hatten einen Vitamin-D-Spiegel von 13,8 ng/ml. 
  • Überlebende Patienten hatten einen Vitamin-D-Spiegel von 38 ng/ml: ein signifikanter Unterschied (p<0,001)
  • Das Sterben war bei einem Vitamin-D-Spiegel unter 35 ng/ml  4,1-fach wahrscheinlicher.

Weitere Risikofaktoren:

  • Ansonsten waren Immunsystem-Defekte ein statistisch signifikanter Risikofaktor (p =0,008),
  • ebenso die Nierenstörung: (p=0,003).
  • Nicht signifikant waren Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht und sonstige Zusatzkrankheiten

Verblüffend anders:
Asthma / COPD, Diabetes mellitus, Ischämische Herzkrankheit, Bluthochdruck oder Lebererkrankung stellen im Rahmen dieser Studie kein Risiko dar!
Am gefährlichsten von allen erhobenen Parameteren war hingegen der Vitamin-D-Mangel, definiert mit einen Vitamin-D-Spiegel unter 25 ng/ml.
 

4) Folgerungen

  • Diese Studie legt nahe, dass der Vitamin-D-Status im Serum nützliche Prognose-Informationen über Covid-Kranke gibt:
  • Über den erwarteten Verlauf, das Ausmaß der Lungenbeteiligung und das Überleben.
  • Wie immer sind auch hier weitere Studien mit größerem Stichprobenumfang zu empfehlen, um das Thema weiter zu fokussieren.
  • Ein hoher Nutzen des Vitamin D ist erwarten, denn Risiken fehlen und der Vitamin-D-Mangel ist weit verbreitet.

Nun gibt es immer noch diejenigen, die behaupten, dass ("umgekehrt") der tiefe Vitamin-D-Spiegel "nur" eine Aussage über die Krankheitslast sei.
Zurückgezogene Menschen würden dann letztlich an ihren Grundkrankheiten sterben.
Eine Gabe von Vitamin D sei daher sinnlos.
Eine Korrektur des Vitamin-D-Spiegels daher abzulehnen.

Dazu sei auf die Metapher "Flughöhe" gegen Absturz-Risiken hingewiesen:
https://www.vitaminDservice.de/node/814

Ein weiteres Gedanken-Experiment auf der Suche nach der URSACHE:

  • Diabetes mellitus, so könnte man auch behaupten, könne ursächlich durch fehlenden Sonnenschein entstehen.Vitamin D als der fehlende Faktor für einen guten Insulin-Stoffwechsels: dafür gibt es sogar Hinweise.
  • Der Diabetes wäre dann "nur" ein Marker für einen Vitamin-D-Mangel, jedoch kein eigenständiges Risiko bei normalem Vitamin-D-Spiegel.
  • Nicht Diabetes wäre die Ursache der Sterblichkeit, sondern der dadurch "angezeigte" ursächliche Vitamin-D-Mangel: Assoziation! 
  • Diabetiker müssten dann also besonders gut mit Vitamin D versorgt werden, denn ihrer Krankheit zeigt den ursächlichen Vitamin-D-Mangel an.

Man sieht an diesem Beispiel, wie man auch gängige Konzepte hinterfragen kann!
Internistische Diagnosen können auch alle umgekehrt als Indikatoren für einen Vitamin-D-Mangel gedeutet werden.

  • Der Ausweg aus der Kontroverse: Ein Vitamin-D-Mangel kann kurzerhand behoben werden!
  • Dann kann man den Nutzen der Intervention ablesen.
  • Bei Faktoren wie Alter und GEschlecht ist das nicht möglich.
  • Ärzte sollten die Optionen nutzen, die in ihrer Hand liegen und eine risikolose Chance auf einen Erfolg geben.

 

Quellenangaben

Possible association of vitamin D status with lung involvement and outcome in patients with COVID-19: a retrospective study.
Abrishami, A., Dalili, N., Mohammadi Torbati, P. et al. 
Eur J Nutr (2020).
https://doi.org/10.1007/s00394-020-02411-0
30.10.2020

Der Nutzen wurde bereits belegt:
www.VitaminDService.de/cordoba

Die Verknüpfung von Vitamin-D-Mangel  und Corona-Sterblichkeit ist wiederholt nachgewiesen worden.
www.VitaminDService.de/manchester
www.VitaminDService.de/frankreich
www.VitaminDService.de/teheran
www.VitaminDService.de/madrid
www.VitaminDService.de/bari




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