Vorsicht
 vor Knochendichte-Fake bei schlanken Frauen

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung Privat-Institut VitaminDelta, 57368 Lennestadt Original-Studie.

2026-06-19

1) Fragestellung

DXA-Knochendichtemessung und Körpergewicht: Gibt es eine Korrektur für kleine Gewichtsklassen?
  • Werden die in der DXA-Messung ausgewiesenen T- und Z-Scores an das Körpergewicht des Patienten angepasst.
  • Existiert eine etablierte Korrektur für besonders leichte oder kleinwüchsige Patienten.
  • Welche methodischen Ursachen liegen einer möglichen Verzerrung durch die Körpergröße zugrunde.

Übersicht des Themas in allgemeinverständlicher Form

Frage 1: Was misst die DXA-Methode bei der Knochendichtemessung eigentlich?

  • DXA misst, wie viel Mineralstoff (Kalzium) sich in einer geröntgten Fläche des Knochens befindet.
  • Das Ergebnis ist eine Fläche-Messung (Gramm pro Quadratzentimeter) – keine echte räumliche Dichte.
  • Die Tiefe des Knochens wird dabei technisch gar nicht erfasst.
  • Daraus werden zwei Vergleichswerte berechnet: der T-Score und der Z-Score.

Frage 2: Werden diese Scores an das Körpergewicht des Patienten angepasst?

  • Nein – T-Score und Z-Score enthalten standardmäßig keine Gewichtskorrektur.
  • Der T-Score vergleicht nur mit einem jungen, gesunden Referenzkollektiv.
  • Der Z-Score berücksichtigt lediglich Alter, Geschlecht und teils Herkunft.
  • Körpergewicht oder Körpergröße fließen in beide Standardwerte nicht ein.

Frage 3: Warum ist das für kleine und leichte Patienten ein Problem?

  • Kleine Knochen liefern bei gleicher tatsächlicher Dichte eine kleinere Messfläche.
  • Dadurch fällt der errechnete Wert rein rechnerisch niedriger aus.
  • Leichte, schlanke Patienten können so fälschlich als "osteoporotischer" eingestuft werden.
  • Der Effekt ist ein Messartefakt, kein Hinweis auf tatsächlich schlechtere Knochenqualität.

Frage 4: Was lässt sich daraus praktisch ableiten?

  • DXA-Werte bei kleinen, leichten Patienten immer mit Vorsicht interpretieren.
  • Korrekturverfahren wie BMAD existieren, werden in der Erwachsenenroutine aber kaum genutzt.
  • Eine alleinige Therapieentscheidung sollte nie nur auf dem reinen Score-Wert beruhen.
  • Zusätzliche klinische Faktoren (Statur, Frakturanamnese, Vitamin-D-Status) gehören in die Bewertung.

2) Methode

  • Sichtung der physikalischen Grundlagen der DXA-Technologie (Dual-Energy X-Ray Absorptiometry).
  • Auswertung der Definition von T-Score und Z-Score nach WHO-Kriterien.
  • Recherche zu Korrekturmodellen für die areale Knochendichte, insbesondere BMAD (Bone Mineral Apparent Density).
  • Berücksichtigung von Empfehlungen der International Society for Clinical Densitometry (ISCD) zur größenadjustierten Auswertung.

3) Ergebnisse

  • DXA erfasst ausschließlich eine zweidimensionale, projizierte Fläche – die Tiefe des Knochens bleibt unberücksichtigt.
  • Die resultierende areale Knochendichte (aBMD, g/cm²) ist dadurch nachweislich von der Knochengröße abhängig.
  • Kleinere Knochen führen bei identischer tatsächlicher Mineraldichte zu niedrigeren aBMD-Werten als größere Knochen.
  • Weder der T-Score noch der Z-Score enthalten in der klinischen Standardauswertung eine Korrektur für Körpergewicht oder Körpergröße.
  • Das Korrekturmodell BMAD schätzt aus der gemessenen Fläche ein angenähertes Knochenvolumen, um eine volumetrische Dichte zu errechnen.
  • BMAD wird bislang überwiegend in der Forschung und in der Pädiatrie eingesetzt, nicht jedoch in der Routinediagnostik Erwachsener.
  • Die ISCD empfiehlt größenadjustierte Verfahren ausdrücklich für Kinder, Jugendliche und Patienten mit Kleinwuchs.

Illustration: Warum Körpergröße das DXA-Ergebnis verzerrt

  • DXA-Messung: Warum Körpergröße das Ergebnis verzerrt Areale (2D) statt volumetrische (3D) Dichtemessung
  • Größerer Knochen (höheres Körpergewicht) Röntgen gemessene Fläche: groß T-Score: −0,6 „unauffällig"
  • Kleinerer Knochen (geringes Körpergewicht) Röntgen gemessene Fläche: klein T-Score: −2,6 „osteoporotisch"
  • trotz der identischen Mineraldichte pro cm³
  • Beide Knochen enthalten gleich viel Mineral pro Volumen – der DXA-Scanner erfasst aber nur die Fläche, nicht die Tiefe.
  • Fehldiagnose als Ergebnis:
  • Der kleinere, leichtere Knochen erhält rechnerisch eine niedrigere Dichteangabe – unabhängig von der tatsächlichen Knochenqualität.

Einwand: Röntgen als alleiniges Kriterium:

  • Glas ist ein Stoff mit hohen Röntgen Dichte. Glas würde bei der Knochendichte mit den besten Noten bewertet.
  • Holz ist ein Stoff mit einer sehr geringen Röntgen-Dichte. Ein hölzerner Stock (Besenstiel) würde in der Knochendichtemessung ergeben: "hochgradige Osteoporose"
  • Der menschliche Knochen ist ein Gemisch aus Fasern und Kalk. Vergleichbar einem Bau aus Beton und Stahl.
  • Die Stahlfasern der Natur sind die Kollagenfasern, die sogar eine bessere Zugfestigkeit als Stahl haben.
  • Durch die einseitige Bewertung der Kalkeinlagerung in den Knochen, hat die Osteologie derzeit einen falschen Kompass.
  • Durch die einseitige positive Bewertung einer hohen Kalkmasse und der völligen Vernachlässigung der Faserstrukturen kommt es zu einer Aufwertung ungünstiger Medikamente.
  • Die für die Bruchfestigkeit so wichtigen Kollagenfasern können ganz einfach durch Zufuhr von Vitamin C verbessert werden.

4) Folgerungen

  • Die Standard-Scores der DXA-Messung sind nicht an das Körpergewicht angepasst.
  • Dies kann bei kleinen, leichten Patienten zu einer methodisch bedingten Überdiagnose von Osteopenie oder Osteoporose führen.
  • Korrekturansätze wie BMAD existieren, sind aber kein fester Bestandteil der Erwachsenenroutine.
  • Eine kritische, individuelle Einordnung des Score-Werts bleibt daher klinisch unverzichtbar.

Quellenangaben

https://www.vitamindservice.de/vitaminc

ext. Referenzen:
  • Carter DR, Bouxsein ML, Marcus R. New approaches for interpreting projected bone densitometry data. J Bone Miner Res. 1992.
  • Kröger H, Kotaniemi A, Vainio P, Alhava E. Bone densitometry of the spine and femur in children by dual-energy x-ray absorptiometry. Bone Miner. 1995.
  • Apparent bone mineral density estimated from DXA in healthy men and women. PubMed, 2003. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14628108/
  • Dual-energy X-ray absorptiometry (DXA) to measure bone mineral density (BMD) for diagnosis of osteoporosis – experimental data from artificial vertebrae. ScienceDirect, 2022. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2352187222004417
  • Older age at initiation of antiretroviral therapy predicts low bone mineral density in children with perinatally-infected HIV in Zimbabwe (ISCD-Empfehlungen, ALPHABET-Datensatz). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6599174/
  • Association of trabecular bone score and bone mineral apparent density with the severity of bone fragility in children and adolescents with osteogenesis imperfecta. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10464990/

Top Contributors

  • Carter DR et al. – Grundlagenarbeit zum BMAD-Korrekturmodell (1992).
  • Kröger H et al. – Validierung der größenkorrigierten Dichte mittels MRT-Vergleichsdaten (1995).
  • International Society for Clinical Densitometry (ISCD) – Leitlinien zur größenadjustierten Auswertung bei Kindern und Kleinwuchs.

Nachgedanken aus dem Leben eines Hausarztes:

  • Natürlich konnen ebenso zierliche Männer von diesem Fehler betroffen sein.
  • Aus verschiedenen Gründen sind es aber praktisch fast immer Frauen, bei denen dieser systematische Fehler beobachtet wird.
  • Möglicherweise liegt es auch daran, dass Frauen diese Untersuchung öfter machen lassen und so in die Fehlbetatung hineinrutschen.
  • Der Wunsch von Osteoporose "freigesprochen" zu werden geht dann gründlich schief.
  • Tränen rollen, obwohl es eine Fehldiagnose ist.
  • Oft beginnt die Suche nach der Wahrheit in dem Moment, wo Alendrosäure verordnet wird.
  • Durch massive Zufuhr von Phosphor und dessen Einlagerung in den Knochen wird bei der nächsten Messung der Knochendichte eine angebliche "Verbesserung" vorgetäuscht.
  • Dieser Logik folgend, könnte man auch eine "therapeutische Bleivergiftung" auslösen, um bei dern nächsten Röntgen-Untersuchung eine "höhere Knochendichte" zu inszenieren.
  • Noch schlimmer ist es, wenn durch diese Phosphorpräparate es zur Nekrose (Zelltod) im Kieferbereich kommt.
  • Dann verliert der Mensch seine Fähigkeit, ordentlich zu essen und zu kauen.
  • Das was als Standardtherapie zur Behandlung der Osteoporose von vielen Ärzten angesehen wird, kann vermutlich ohne Nachteil aus dem Handel genommen werden.

Alendronsäure

Besser nicht:
mehr dazu...

https://www.vitamindservice.de/search/node/alendronsäure


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