Video (18 min.) Ärzte haben Angst vor Vitamin D (Dr. von Helden packt aus)

Lars im Interview mit Dr. Raimund von Helden

In diesem Interview geht es um die Rolle von Vitamin D bei Krebs, sowie die Bedeutung für Immunsystem und Therapie.
Folgende Fragen werden beantwortet:
  • Welche Rolle spielt ein guter Vitamin-D-Spiegel für das Immunsystem und die Krankheitsprävention?
  • Was ist das Besondere an der genannten Meta-Metastudie zu Vitamin D und Krebsrisiko?
  • Warum wird die Vital-Studie von vielen Vitamin-D-Forschern kritisiert?
  • Weshalb ist es problematisch, in Studien keinen Vitamin-D-Spiegel zu messen?
  • Wie hängen höhere Vitamin-D-Spiegel laut Studie mit Krebsrisiko und Sterblichkeit zusammen?
  • Welche Funktion hat Vitamin D im Zusammenhang mit dem Immunsystem nach einer Krebstherapie?
  • Warum könnten Patienten mit Krebs von einem höheren Vitamin-D-Spiegel profitieren?
  • Was versteht man unter komplementärer Medizin im Zusammenhang mit Vitamin D?
  • Wie kann Vitamin D die Wirkung von Krebsmedikamenten beeinflussen?
  • Warum wissen viele Ärzte so wenig über Vitamin D?
  • Welche Bedeutung hat Eigenverantwortung beim Thema Vitamin-D-Spiegel ?

Unsere Kritikpunkte an der VITAL-Studie:

  • In der Therapie-Gruppe wurden nur 2.000 IE Vitamin D täglich gegeben – nur doppelt so viel wie für Babys empfohlen 
  • Sonnenbaden (ca. 20.000 IE pro Bad) und Tabletten mit 800 IE täglich waren allen Teilnehmern freigestellt – auch der Placebo-Gruppe!
  • Der Vitamin-D-Spiegel wurde nur 1x zu Beginn gemessen, nicht am Ende der Studie
  • Mit 2.000 IE können keine relevanten Korrekturen des Vitamin-D-Spiegels erzielt werden
  • Geldgeber war das NIH , welches schon früher versucht hat, die Einnahme auf 4.000 IE zu beschränken

Mehr dazu:

  • Meta-Meta-Studie - Gegen Krebs ist Vitamin D sowohl voher als auch nachher hilfreich
  • Vital-Studie - VITAL-Studie als Einwand gegen Vitamin D ?
  • Studien-Design - Es gibt aber auch Studien, die sind gegen Vitamin D- 4 Felder für den Durchblick !
  • Krebsrisiko: Das KREBSRISIKO schrumpft, wenn es genug Vitamin D gibt
  • Krebsrisiko: Hilft Vitamin D gegen Krebs?  
  • Simulator : Vergangenheit - Gegenwart und Zukunft des Vitamin-D-Spiegels simulieren 





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Hallo und herzlich willkommen, zusammen mit Dr. Raimoud von Helden. Hallo, grüß dich Lars.
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Wer diesen Kanal hier schon länger guckt, der weiß: Es könnte sein, dass ein guter Vitamin-D-Spiegel auch vor gewissen Krankheiten schützt, das Immunsystem reguliert und es besser ist, einen guten zu haben als einen schlechten.
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Ja, aber es gibt jetzt Neuigkeiten aus dem Gebiet der Krebsforschung und darüber wird der Rimond heute mal etwas erzählen. Es geht nämlich um das große Thema Krebs.
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Ja, also die Methode, mit der ich arbeite, ist, dass ich schaue: Was gibt es in der publizierten Wissenschaft? Ich bin da quasi wissenschaftlich unterwegs und sehe immer mal wieder Studien, bei denen ich sage: Das muss der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.
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Da bin ich also in diesen Fällen nicht nur als Hausarzt tätig, sondern auch als Medizinjournalist unterwegs. Das hat mich auch durch die ganze Coronazeit gut getragen. Kein einziger meiner Beiträge wurde jemals gestrichen oder von YouTube gesperrt, weil ich mich immer auf referenzierte Wissenschaft beziehe.
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Und hier habe ich einen tollen Beitrag gefunden. Es ist nämlich eine Metastudie. Wenn wir mehrere Studien haben, die etwas Positives über Vitamin D sagen, kann man diese zusammenfassen und eine Übersichtsarbeit machen.
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Zur Frage Vitamin D und Krebsabwehr gibt es schon viele solcher Übersichtsarbeiten. Und jetzt gibt es sogar eine Meta-Metastudie von Araichi mit dem Titel (übersetzt): Vitamin-D-Einnahme, Vitamin-D-Spiegel und Krebsrisiko.
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Das Besondere ist, dass hier auf den Spiegel geachtet wurde. Es gibt ja die bekannte Vital-Studie, die oft zitiert wird und sagt: Vitamin D bringt nichts.
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Was wurde dort gemacht? Man hat den Leuten einfach 2000 Einheiten gegeben oder nichts – aber am Ende gar keinen Vitamin-D-Spiegel gemessen.
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Das ist problematisch, besonders in Ländern wie den USA, wo Menschen durch Sonne ohnehin schon Vitamin D produzieren. Der Effekt lässt sich so kaum messen.
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Viele Vitamin-D-Forscher kritisieren diese Studie stark. Sinnvoll wäre es gewesen, entweder gar nichts zu geben und den Spiegel zu messen oder gezielt zu korrigieren.
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Ich vergleiche das gern mit einer Flughöhe: Manche sagen, man soll niedrig fliegen – aber wenn Hindernisse kommen, ist es sicherer, hoch zu fliegen.
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Hohe Vitamin-D-Spiegel bieten Sicherheit. Intoxikationen sieht man erst bei extrem hohen Werten (über 200).
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In der Metastudie sieht man im sogenannten Forest Plot: Höhere Vitamin-D-Spiegel sind mit geringerem Krebsrisiko verbunden.
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Und auch die Sterblichkeit ist geringer. Also: weniger Erkrankungen und bessere Überlebenschancen.
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Das liegt auch daran, dass das Immunsystem durch Vitamin D unterstützt wird.
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Vitamin D kann sowohl präventiv wirken als auch begleitend bei bestehenden Erkrankungen helfen.
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Patienten mit Krebs haben möglicherweise bessere Chancen, wenn sie einen guten Vitamin-D-Spiegel haben.
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Ich selbst habe mich schon früh mit Krebsforschung beschäftigt, z. B. bei Kindern.
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Viele Onkologen sind stark ausgelastet und beschäftigen sich wenig mit solchen Themen.
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Vitamin D wird oft als unwichtig abgetan, während sehr teure Therapien im Fokus stehen.
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Dabei ist es eigentlich einfach: Man kann sich selbst um seinen Vitamin-D-Spiegel kümmern.
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Nach Chemotherapie müssen zerstörte Zellen abgebaut werden – das übernimmt das Immunsystem.
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Diese Prozesse werden durch Vitamin D unterstützt.
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In nördlichen Ländern gibt es höhere Krebsraten als in sonnenreichen Regionen.
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Vitamin D ist also wichtig für das Immunsystem und die Regeneration.
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Man sollte den Körper mit ausreichend Nährstoffen versorgen – besonders bei Belastung wie Krebstherapie.
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Das nennt man komplementäre Medizin – Ergänzung zur klassischen Therapie.
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Viele Ärzte lehnen das ab, aber Studien zeigen positive Effekte.
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Vitamin D kann z. B. die Wirkung von Krebsmedikamenten unterstützen.
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Es wirkt nicht dagegen, sondern ergänzt sie sinnvoll.
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Ein guter Vitamin-D-Spiegel ist oft Voraussetzung dafür, dass Therapien überhaupt optimal wirken.
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Viele Ärzte haben kaum Ausbildung zu Vitaminen erhalten.
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Oft wird nur vor möglichen Nebenwirkungen gewarnt.
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Früher galt Vitamin als etwas unseriöses – das Bild hat sich aber geändert.
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Heute sind viele Medikamente extrem teuer, während Vitamin D sehr günstig ist.
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Moderne Therapien greifen gezielt ins Immunsystem ein – aber dieses System ist sehr komplex.
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Eingriffe können auch Nebenwirkungen haben.
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Daher sollte man möglichst auf sichere, unterstützende Maßnahmen setzen.
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Ein Problem: Patienten mit gutem Vitamin-D-Spiegel können Studien „verzerren“, weil sie bessere Ergebnisse haben.
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Eigentlich müsste man alle Studienteilnehmer vorher auf einen guten Vitamin-D-Spiegel bringen.
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Viele Patienten hatten vorher jahrelang einen Mangel.
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Das Immunsystem wird dadurch geschwächt.
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Es gibt aber zunehmend ein Umdenken in der Medizin.
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Ein Mindestwert von 30 ng/ml wird von vielen Forschern als sinnvoll angesehen.
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Höhere Werte (80–100) hält er ebenfalls für unproblematisch.
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Eigene Daten zeigen keinen Zusammenhang mit Nierenschäden.
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Er publiziert diese Ergebnisse unabhängig.
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Viele Ärzte vermeiden das Thema, weil es ihren Alltag verändern würde.
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Vitamin D stellt etablierte Strukturen infrage.
17:47
Auch er selbst hat seine Meinung im Laufe der Zeit geändert.
17:56
Vitamin D ist eigentlich ein Hormon – ein Mangel ist biologisch relevant.
18:04
Die Eigenverantwortung liegt beim Patienten.
18:10
Man kann seinen Spiegel messen und selbst aktiv werden.
18:29
Bis bald, alles Gute, tschüss!