Mehr als 200 Fallberichte geben eine Definition des Kur-Effektes durch hochdosiertes orales Vitamin D

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung Privat-Institut VitaminDelta, 57368 Lennestadt, Original-Studie.

2026-03-20

1) Fragestellung

  • Der Nutzen eines verbesserten Vitamin-D-Spiegels wurde vom Autor ab 2006 entdeckt und erstmals systematisch beschrieben: Buch 
  • Zahlreiche Berichte aus der eigenen Praxis ergänzen nun das Bild.
  • Derzeit sind 278 persönlich erstellte Fallberichte online dokumentiert und können dort unmittelbar eingesehen werden.
  • Welche Symptome werden dort am häufigsten genannt?
  • Wann sollte man das akute Syndrom des Vitamin-D-Mangel vermuten und eine Vitamin D-Kur erproben?
  • Welche Indikationen sind besonders geeignet?

2) Methode

Patienten

  • Patienten: 278 Patienten einer Allgemeinpraxis erhielten eine Steigerung des Vitamin-D-Spiegels
  • Sowohl angestammte Patienten der Praxis als auch Patienten, die durch Empfehlung oder Recherche gekommen sind.

Ausgangswerte Vitamin-D-Spiegel 

  • Ausgangswerte meist 5 bis 50 ng/ml
  • Vitamin-D-Spiegel < 20 ng/ml: 103 Fälle = 38,7 %
  • Vitamin-D-Spiegel < 30 ng/ml: 146 Fälle = 54,9 %
  • Vitamin-D-Spiegel < 40 ng/ml: 195 Fälle = 73,3 %

Labor

  • Laborwerte: 25-OH-Vitamin D (CLIA) durch qualitätskontrollierte Labormedizin
  • Blutproben: venöses Blut, vor dem Transport zentrifugiert

Intervention

  • Definition der Therapie mit Vitamin D:
  • Werkzeug: zur Modellierung einer individuellen Korrektur wurde der Vitamin-D-Simulator   verwendet.
  • Zielwert: ca 80 bis 110 ng/ml
  • Mit dokumentiertem Anstiegswert n = 237

Konzept

  • Beurteilung der Therapie: Die erreichten Spiegel bis 100 ng/ml entsprechen einem langzeitigen Aufenthalt in tropischen Regionen mit Exposition zur Sonne.
  • Lifestyle-Effekt: Eine derartige Korrektur ist zulässig, weil das angestrebte Ziel des Vitamin-D-Spiegels im natürlichen Bereich liegt.
  • Traditionell sicheres Konzept: Kranke, die eine Sonnenbad-Kur in tropischen Länder unternehmen, werden durch den Anstieg des Vitamin D nicht gefährdet.
  • Beim Vitamin D gibt es zudem keine Strahlenbelastung der Haut. Im Gegenteil, die Sonne ist mit einem hohen Vitamin-D-Spiegel  besser verträglich.

Fragebögen

  • Bewertungsbögen der Patienten: Das Einverständnis für die statistische Auswertung wurde durch eine Zusatzfrage abgefragt.
  • Online-Display: anonymisiert ist frei einsehbar.

Auswertung

  • statistische Auswertung: der Häufigkeiten
  • Erzeugung von 10 thematischen Bereichen der Symptomatik.

3) Ergebnisse

vorgefundene Startwerte: 236

Vitamin-D-Spiegel  n Anteil
< 10 ng/ml 28 10,5 %
10–19,9 ng/ml 75 28,2 %
20–29,9 ng/ml 43 16,2 %
30–39,9 ng/ml 49 18,4 %
40–49,9 ng/ml 27 10,2 %
≥ 50 ng/ml 44 16,5 %

(dokumentierte Startwerte n = 28+75+43+19+27+44=236 )

modellierte Steigerung der Vitamin-D-Spiegel

Anstieg Vitamin-D-Spiegel  n Anteil
< 20 ng/ml 3 1,3 %
20–39,9 ng/ml 41 17,3 %
40–59,9 ng/ml 114 48,1 %
60–79,9 ng/ml 69 29,1 %
≥ 80 ng/ml 10 4,2 %

(Dokumentation für n = 3+114+114-69+10= 172 )
 

modellierte Ziel-Spiegel 

Zielbereiche Vitamin-D-Spiegel  n Anteil
<60 ng/ml 18 9,7 %
60–79,9 ng/ml 51 27,4 %
80–99,9 ng/ml 84 45,2 %
100–119,9 ng/ml 30 16,1 %
≥120 ng/ml 3 1,6 %

(Dokumentation für n = 18+51+84+30+3= 186 )

Häufigkeit der gebesserten Symptome im Fragebogen der Patienten

Rang gebesserte Problemgruppe Typische Wortwahl über das Symptom der Besserung Geschätzte Häufigkeit
1 = A Müdigkeit / Schlappheit / Erschöpfung müde, schlapp, Tagesmüdigkeit, Erschöpfung, Abgeschlagenheit sehr oft 
2 = A Antriebslosigkeit / Energiemangel antriebslos, kraftlos, mehr Energie, vitaler sehr oft
3 = N Schlaf / Schlafstörungen unruhiger Schlaf, Schlafstörungen, Tiefschlaf, Durchschlafen, besserer Schlaf sehr oft
4 = N Schmerzen Rückenschmerzen, Beinschmerzen, Füße, Leiste, Bauchschmerzen oft
5 = N Stimmung / Traurigkeit / Depressivität traurig, depressive Stimmung, Stimmungsschwankungen, Depressionen oft
6 = M Muskelkrämpfe Muskelkrämpfe, Krämpfe im Unter-/Oberschenkel, Arm, Hand oft
7 = O Schwindel / Kreislauf schwarz vor Augen, schwindelig, Drehschwindel mittelgradig 
8 = O Kältegefühl Kältegefühl, kalte Nacht, kalte Extremitäten mittelgradig 
9 Belastbarkeit / Leistungsfähigkeit Belastbarkeit, Treppensteigen, körperliche Anstrengung mittelgradig 
10 Allergie / Infektanfälligkeit Pollenallergie, allergische Reaktion, Infektanfälligkeit, Erkältungen mittelgradig 
Legende zu den Buchstaben (Rang): M = Myalgien, A = Adynamie, N = Neurologie, O = Orthostatik, S = Skelett (Bezug: M-A-N-O-S - Systematik)

Risiken und Nebenwirkungen:

keine nachteiligen Beobachtungen
 

4) Folgerungen

Der akute Vitamin-D-Mangel ist häufig und für die Betroffenen auch relevant

  • Die Liste der gebesserten Probleme liest sich wie die Sprechstunde des Allgemeinarztes.
  • Allgemeinsymptome sind dort vorherrschend und sorgen für viele erfolglose Versuche der Diagnostik und Therapie
  • Die Differential-Diagnose des Vitamin-D-Mangels löst viele Probleme, doch erschließt diese sich erst durch das "Vitamin D-Kur-Phänomen".

Besonders wirtschaftlich und sofort praktikabel

  • Der gegenwärtige Vitamin-D-Spiegel kann mit dem Vitamin-D-Simulator ®  mit zufriedenstellender Genauigkeit in einer Minute ermittelt werden.
  • Ein Laborwert aus dem Serum kann in Auftrag gegeben werden, ist jedoch keine notwendige Bedingung.
  • Die erforderliche Korrektur mit oralem Vitamin D zeigt der Autopilot  an.
  • Wegen der Kombination von fehlenden Nebenwirkungen und zusätzlichen Schutz-Effekten durch einen hohen Vitamin-D-Spiegel ist ein solcher Versuch gerechtfertigt.

Gamechanger für Allgemeinsymptome

  • Es ändert die Perspektive, dass zuvor schwer korrigierbare Allgemeinsymptome in den dokumentierten 278 Fällen behoben oder gebessert werden konnten.
  • Die Patienten berichteten die Besserung parallel zur Steigerung des Vitamin-D-Spiegels, was den kausalen Zusammenhang unterstreicht.

Unterschiede im Rang der Symptome

  • Im Buch zum Akuten Vitamin-D-Mangel ist die "MANOS"-Systematik dargelegt.
  • Sie ist ein Abbild der damals gefundenen Häufigkeit
  • M = Myalgien, A = Adynamie, N = Neurologie, O = Orthostatik, S = Skelett
  • Die jetzige Auswertung zeigt eine Andere Häufigkeit: A-N-M-O, wobei "M" und "S" fehlen

Erklärungsversuch der geänderten Hitliste

  • Während die M-Symptome vor etwa 20 Jahren noch die Liste anführten, sind sie jetzt auf den 3. Rang zurückgefallen.
  • Es könnte daran liegen, dass viele Patienten im Vorfeld der Vitamin-D-Therapie bereits mit der Einnahme begonnen hatten.
  • Nur 38 % hatten einen Vitamin-D-Spiegel unter 20 ng/ml, was den Rang der Myalgien schwächt, die im Bereich über 20 ng/ml meist verschwinden.
  • Die S-Symptome für eine Besserung im Skelett-System, Schmerzen der Wirbelsäule und Gelenke benötigen einige Monate der Zufuhr.
  • Zudem ist auch mehr erforderlich als Vitamin D, wie unser Buch zur Osteoporose ausführt.
  • Somit die die Besserung der S-Systematik innerhalb eines Monats durch alleinige Gabe von Vitamin D nicht zu erwarten und bleibt Schlusslicht.
  • Für das Thema Skelett sei auf die "komplette Palette" verwiesen, fortgeführt im NaNA10-Konzept

Indikationen für einen Therapieversuch bestätigt

  • Das sind die die gefundenen Ansatzpunkte für die Behandlung mit der Vitamin D-Kur:
  • A - Antriebslosigkeit und Müdigkeit
  • N - neurologische Syndrome mit Schlafstörungen, Schmerzen, Depressivität
  • M - Muskelkrämpfe und Muskelschmerzen
  • O - Orthostatische Störungen, Kreislauf und kalte Hände.
  • Die Liste der Symptome sind vorrangig sprachlich definiert und bleiben daher diffus.
  • Eine Abhilfe bietet unser Online-Werkzeug, die Vitamin-D-Box  dabei, die Flut der Symptome zu sortieren.

Grenzen

  • Hier wird das Phänomen gebesserter Allgemeinsymptome beschrieben.
  • Startwert und Zielwert der beklagten Allgemeinsymptome lassen sich nur schwer messen.
  • Meist fehlt es an an objektiven Messwerten.
  • Hingegen gibt es unzählige sprachliche Möglichkeiten, um das zu beschreiben,
  • Zudem können die Betroffenen es oft nicht wahrnehmen und nur die Lebenspartner geben einen klaren Eindruck von einer belastenden Störung.
  • Somit widersetzen sich Allgemeinsymptome durch ihren diffusen Charakter seit langem einer wissenschaftliche Analyse.
  • Zu Unrecht werden sie daher  als "Befindlichkeits-Störungen" von Ärzten verworfen.
  • Auch  wird in Unkenntnis des Akuten Vitamin-D-Mangels stattdessen eine "endogene Depression" oder "gestörte Somatisierung" diagnostiziert.
  • Solche Diagnosen chronifizieren oft den Zustand und erzielen meist keine Besserung.

Konstruktiv

  • Der Vitamin-D-Mangel ist im richtigen Fall eine besonders konstruktive Diagnose, denn in kurzer Zeit kann die Misere behoben werden. 
  • Die Betroffenen sind oft ganz erheblich beeinträchtigt und um so dankbarer, wenn sie davon erlöst werden.
  • Oft wird den Betroffenen erst im Nachhinein klar, in was für einem Gefängnis sie gewesen sind.
  • Doch aus der Chance der Kur mit Vitamin D kann man nicht ableiten, dass es immer helfen würde.
  • Die vorgelegte Beobachtungsstudie zeigt das Phänomen, sagt jedoch nichts über die Zuverlässigkeit des Phänomens aus.
  • Erfahrungsgemäß kann man von einem erlebten Erfolg bei der Mehrheit der Teilnehmer ausgehen.
  • Dabei spricht ein angehobener Vitamin-D-Spiegel von 40- 60 ng/ml keinesfalls gegen einen solchen Versuch.
  • Tatsächlich findet das Phänomen auch bei einer Korrektur von z.B: 40 ng/ml auf 80 ng/ml statt.
  • Im Vergleich der zahlreichen diagnostischen und therapeutischen Konzepte empfiehlt sich daher: "Vorfahrt für Natur!"

Quellenangaben

Quellen: 3 Webseiten

https://www.vitamindservice.de/vitamin-d-praxis/
https://www.vitamindservice.de/vitamin-d-praxis?page=1
https://www.vitamindservice.de/vitamin-d-praxis?page=2

der Bestand wird ständig erweitert.




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