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Tobias Romme´vom Active Centrum in Aachen
Zur Person:
- Fitnesstrainer
- Gesundheitsmanager
- Geschäftsführer Active Centrum in Aachen
- YouTuber
Immer wieder ereichen uns Fragen von interessierten Menschen, welche lauten:
- Ich bin verunsichert: Ist es richtig das die Firma Cerasreen, die empfohlenen Zielwerte verändert hat?
- Warum hat die Firma Cerasreen die Referenzwerte nach unten angepasst?
- Wem kann ich Glauben schenken? - Zuvor waren die empfohlenen Vitamin-D-Werte in dem Bereich, den der VitaminDService empfiehlt, jetzt sind die Werte gesenkt worden.
- Welche gründe gibt es für die Absenkung der Vitamin-D-Werte?
Tobias vom active Centrum hat sich diesen Fragen angenommen und dazu ein sehr praxisnahes und anschauliches Video erstellt.
Der folgende Text ist unter dem Video von Tobias zu lesen:
Vitamin D testen – einfach und sinnvoll
Vitamin D zu testen ist heute einfacher denn je – zum Beispiel mit einem Selbsttest für zu Hause. Du nimmst ein paar Tropfen Blut aus dem Finger, schickst die Trockenblutkarte ins Labor und bekommst dein Ergebnis bequem per App. Grundsätzlich sind wir große Befürworter davon, den 25-OH-Vitamin-D-Spiegel regelmäßig zu messen und aktiv in einen optimalen Zielbereich zu bringen.
Veränderte Referenzbereiche – warum das verunsichert
Doch genau hier wird es spannend: Ein großer deutscher Anbieter für Selbsttests hat in den letzten Jahren seine Referenz- und Zielbereiche drastisch verändert – und das sorgt für Verunsicherung. Früher galten Werte zwischen 40–90 ng/ml als gute bis sehr gute Versorgung. Heute wird plötzlich 20–50 ng/ml als Normalbereich dargestellt – und alles darüber teilweise schon als „erhöhter Bereich“.
Was die Entwicklung der Zielwerte bedeutet
In diesem Video nehme ich dich mit durch mehrere meiner eigenen Testergebnisse aus den letzten Jahren und zeige dir:
- wie sich die Referenzbereiche im Laufe der Zeit verändert haben
- warum diese Anpassung kritisch zu hinterfragen ist
- welche Vitamin-D-Spiegel früher als optimal galten
- warum viele moderne Präventionsansätze höhere Zielwerte empfehlen
- weshalb man sich nicht blind auf einen Ergebnisbericht verlassen sollte
Wir sprechen außerdem darüber, wie man ng/ml und nmol/l richtig umrechnet, warum Werte im Winter regelmäßig absacken und weshalb individuelle Faktoren wie Stress, Sport, Koffein oder Stoffwechsel den Bedarf deutlich beeinflussen können.
Entscheidend ist der optimale Bereich – nicht nur die Farbmarkierung
Wichtig: Lass dich von neuen Referenzbereichen nicht verunsichern. Entscheidend ist nicht nur, was „grün“ markiert ist – sondern welcher Bereich für optimale Prävention und langfristige Gesundheit sinnvoll ist.
Anmerkung der Redaktion:
Lieber Tobias,
„Wir danken Dir für Deine engagierte Aufklärungsarbeit und Deine Unterstützung, die dazu beiträgt, verunsicherten Menschen Sicherheit zu geben und sie in der Orientierung an den ursprünglichen Referenzwerten von 60–100 ng/ml zu bestärken.“
Langfristige Gesundheit erfordert einen dauerhaft optimalen Vitamin-D-Spiegel, um das Immunsystem bestmöglich in seinen zentralen Funktionen zu unterstützen."
Mehr dazu:
Es ist schwierig, weil es ja Selbsttests für zu Hause gibt – zum Beispiel von einer großen deutschen Firma mit dem Namen Cerascreen. Da sticht man sich in den Finger, gibt ein paar Tropfen Blut auf eine Trockenblutkarte, schickt diese per Post ins Labor und bekommt dann sein Ergebnis.
Wir sind grundsätzlich Freunde davon, den Vitamin-D-Spiegel messen zu lassen, um ihn in einen idealen Zielbereich zu bringen. Doch jetzt wird es spannend: Cerascreen hat über die letzten Jahre die Zielbereiche in den eigenen Ergebnisbögen drastisch verändert. Und das finden wir nicht gut, denn früher waren diese ganz anders als heute.
Ich möchte euch einmal mitnehmen auf eine kleine Reise: Wie sieht ein optimaler Vitamin-D-Spiegel aus? Warum solltet ihr euch nicht von neuen Ergebnisberichten verunsichern lassen? Und was hat dieser große deutsche Anbieter in den letzten Jahren konkret verändert?
Schreibt gerne in die Kommentare, welchen Selbsttest ihr schon gemacht habt oder ob ihr euren Vitamin-D-Spiegel ausschließlich beim Arzt, im Labor oder bei einer Heilpraktikerin bzw. einem Heilpraktiker bestimmen lasst.
Wir schauen jetzt in meine App, damit ich euch zeigen kann, wie lange ich selbst schon Vitamin-D-Tests mache. Hier sieht man die Cerascreen-App mit meinen verschiedenen Testberichten über die Jahre – unter anderem Aminosäuren-Tests, Cholesterin-Tests und eben Vitamin-D-Tests.
Ein Bericht stammt aus dem Juli 2017. Damals wurde das 25-Hydroxy-Vitamin D (25-OH-Vitamin D) gemessen – das Speichervitamin D, das üblicherweise im Blut bestimmt wird. Es wird häufig in zwei Einheiten angegeben: Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) oder Nanomol pro Liter (nmol/l). Nanomol pro Liter ist 2,5-mal höher. Zur Umrechnung teilt man den nmol/l-Wert durch 2,5, um ng/ml zu erhalten.
Mein Wert lag im Juli 2017 bei 28,4 ng/ml. Damals galt laut Ergebnisbericht:
Unter 11 ng/ml: kritisch niedriger Spiegel
11–30 ng/ml: langfristiger Vitamin-D-Mangel
31–40 ng/ml: ausreichende Versorgung
41–60 ng/ml: gute und präventive Versorgung
61–90 ng/ml: sehr gute Versorgung
91–150 ng/ml: übermäßige Versorgung
Über 150 ng/ml: mögliche Intoxikation
Mit 28,4 ng/ml lag ich also im Bereich eines langfristigen Mangels.
2019 wurde der Wert erneut gemessen. Am 4. April 2019 lag mein Spiegel bei 50,72 ng/ml. Die Zielbereiche waren im Wesentlichen noch gleich, nur die Darstellung hatte sich verändert.
2021, im März – also am Ende des Winters – war mein Wert wieder abgesackt. Das zeigt: Wenn man Vitamin D nicht regelmäßig einnimmt, sinkt der Spiegel. Gerade am Ende des Winters sind viele Menschen bei niedrigen Werten.
Im Januar 2022 lag mein Wert bei 61,1 ng/ml. Mein persönlicher Zielwert – das ist keine Gesundheitsberatung – liegt bei etwa 70 bis 80 ng/ml. Dafür muss ich relativ hohe Mengen Vitamin D einnehmen (10.000–12.000 IE täglich), da mein Bedarf offenbar erhöht ist, unter anderem durch Sport, Stress oder andere Faktoren.
Auch im Oktober 2022 lag mein Wert bei 44,92 ng/ml – trotz Sommer. Das zeigt, wie stark Routine und konsequente Einnahme eine Rolle spielen.
Im Februar 2023 lag ich bei 52,7 ng/ml.
Und dann kam die entscheidende Veränderung:
Am 22.04.2025 wurde der Referenzbereich deutlich angepasst. Plötzlich galt:
Unter 12 ng/ml: hohes Risiko
12–20 ng/ml: Risiko
20–50 ng/ml: Normalbereich
Über 50 ng/ml: erhöhter Bereich
Über 135 ng/ml: erhöhtes Risiko einer Vitamin-D-Vergiftung
Damit wurde ein Bereich, der früher als „sehr gute Versorgung“ galt (z. B. 61–90 ng/ml), nun teilweise als „erhöht“ eingestuft.
Ich habe daraufhin Cerascreen angeschrieben und gefragt, warum diese Änderung vorgenommen wurde. Die Antwort lautete, man habe die Zielbereiche an die Empfehlungen des RKI angepasst.
Für uns bleibt jedoch der Bereich von 61–90 ng/ml weiterhin eine sehr gute Versorgung. Wir empfehlen mindestens 50 ng/ml und orientieren uns eher an den früheren Zielbereichen.
Im Februar 2026 lag mein Wert bei 56,04 ng/ml – laut neuem Bericht bereits im „erhöhten Bereich“, obwohl ich persönlich höhere Zielwerte anstrebe.
Fazit: Die Zielbereiche haben sich im Laufe der Jahre deutlich verändert. Wir empfehlen weiterhin einen Spiegel im Bereich von mindestens 50 ng/ml, eher 60–90 ng/ml – unabhängig davon, wie aktuelle Ergebnisberichte dies farblich markieren.
... Privat-Institut-VitaminDelta