Schock-Meldungen sind Alltag: 4 Fragen widerlegen die Inoxikation mit Vitamin D

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung Privat-Institut VitaminDelta, 57368 Lennestadt, Editorial.

2026-02-20

1) Fragestellung

  • "Ihre Tochter hatte einen schweren Verkehrsunfall."
  • "Ihr Konto wurde gesperrt."
  • "Sie haben eine Vergiftung mit Vitamin D."
  • Solche Aussagen sind an der Tagesordnung und wir sind gut beraten, wenn wir hier Lüge und Wahrheit schnell erkennen.

2) Methode

  • Editorial

3) Ergebnisse

"Ihre Tochter hatte gerade..."

  • Warum spielen Betrüger immer wieder die Tochter und nicht den Sohn?
  • Das schrille Geschrei der angeblichen Tochter, das auf der anderen Seite des Telefons entfaltet wird, macht es schwer, zu erkennen, ob es die eigene Tochter ist.
  • Eine erregte Männerstimme kann leichter identifiziert werden.
  • Die Abwehr: Fragen Sie einfach: "Bist Du es Christine?" - wenn dann auf den falschen Namen keine klare Antwort kommt, ist die Fälschung erwiesen.

"Ihr Konto wurde gesperrt."

  • Antworten Sie nie direkt auf das Anschreiben, denn die gezeigten Wege inklusive QR-Code führen Sie in die Hände der Betrüger.
  • Wählen Sie völlig unabhängig von den angeblichen Meldungen den bekannten Weg, den Sie auch sonst immer nehmen, um mit der Bank in Kontakt zu treten.
  • In aller Regel liegen dort im elektronischen Postfach keinerlei Meldungen vor.
  • Auch ein QR-Code kann eine Phishing-Adresse enthalten! 

"Sie haben eine Vergiftung mit Vitamin D."

  • Stellen Sie diese 4 Fragen, die für den Nachweis einer Vergiftung nötig sind:
  1. Calcium? - Ist das Serum -Calcium tatsächlich über 3,0 mmol/l erhöht? Eine "Normüberschreitung" ist nämlich bei 2,61 keineswegs gefährlich. 
  2. Kreatinin? - Gibt es eine neu aufgetretene Erhöhung des Nierenwertes? Vitamin D kann hier nur Schuld sein, wenn das Calcium über 3,00 mmol/l liegt.
  3. 25-OH-Vitamin-D3 ? Ist der Vitamin-D-Spiegel tatsächlich über 200ng/ml oder wurde die Einheit hier in nmol/l ausgewiesen? 500 nmol/l = 200 ng/ml
  4. Simulator? - Ist ein Wert über 200 ng/ml mit dem Simulator modellierbar? Eine Einnahme von 50.000 bei 60 kg zeigt nur einen Vitamin-D-Spiegel von 80 ng/ml

 

4) Folgerungen

  • Dont't panic! - dieser Rat gilt auch hier.
  • Lassen Sie sich nicht zu unüberlegten Handlungen hinreißen.
  • Erkennen Sie, dass es immer auch Nutznießer gibt, die von Ihrer Panik profitieren.
  • Der Vitamin-D-Simulator ®  ist das geeignete Instrument, innerhalb einer Minute eine Orientierung zu verschaffen.

Was im Beitrag aus der Türkei fehlt:

  1. Calcium? - wie hoch war der Wert?
  2. Kreatinin? - wie hoch war der Wert?
  3. 25-OH-Vitamin-D3 ? - wie hoch war der Wert?
  4. Simulator? - wie hoch war der Wert?

Was tun, wenn "alle Werte" tatsächlich zu hoch sind?

  • Messen Sie das Parathormon (PTH), denn mit einem hohen Wert wird vermehrt Calcium bereitgestellt, und zwar unabhängig vom Vitamin-D-Spiegel.
  • Ein hohes PTH kann daher die ganze Schuld des hohen Calciums tragen, auch bein normalem Vitamin-D-Spiegel 
  • Eine Vitamin D-Intoxikation ist daher immer: ein Vitamin-D-Spiegel > 200 ng/ml und ein Calcium > 3,0 mmol/l und ein Parathormon über 70 pg/ml
  • Don't panic: Die Therapie nach Tucci kann mit einem normalen Vitamin-D-Spiegel das PTH sogar absenken.

Was tun, wenn es tatsächlich eine echte Intoxikation ist?

  • Ein Flüssigkeitsverlust muss ausgeglichen werden, das ist die wichtigste Aufgabe.
  • Vitamin D ist der Gegenspieler des Cortison.
  • Umgekehrt stimmt es auch: Cortison ist der Gegenspieler des Vitamin D.
  • Wir haben also ein Antidot verfügbar, was bei den meisten Medikamenten nicht der Fall ist.
  • Eine Gabe von 5 mg Prednisolon kann bereits eine langsame Erholung der Niere einleiten.
  • Der toxische Vitamin-D-Spiegel (z.B. 350 ng/ml) kann in seinem Rückgang mit dem Simulator vorhergesagt werden.
  • Dazu müsste eine Mensch mit 60 kg für 4 Monate 70.000 E pro Tag einnehmen!
  • Nach einem Monat wird ausgehend von "350 ng/ml" ein untoxischer Wert erreicht, nach 2 Monaten ein Vitamin-D-Spiegel von 100 ng/ml
  • Typischerweise erholt sich die Nierenfunktion unter Gabe von Cortison (Prednisolon).
  • Eine wissenschaftliche Publikation zeigte, die komplette Erholung aller Patienten.

Die "Berichte" von angeblichen Schäden zeigen durchweg medizinische Fehler.

Mehr dazu:

https://www.vitamindservice.de/KOMMISION

https://www.vitamindservice.de/vogelscheuche

https://www.vitamindservice.de/search/node/intox

 

Quellenangaben

https://www.yirmidort.tv/saglik/uzmanlar-uyariyor-d-vitamini-fazlaligina...

ZITAT aus der ORIGINALARBEIT
ANFANG: (übersetzt, Layout bearbeitet)

Nierenkomplikationen und langfristige Gesundheitsrisiken

  • Ein Vitamin-D-Überschuss kann auch die Nierengesundheit beeinträchtigen.
  • Übermäßiges Vitamin D und die dadurch entstehende Hyperkalzämie können zu einer Abnahme der Nierenfunktion, Nierenschädigung, Nierenversagen und Nierensteinbildung führen.
  • Besonders bei Menschen mit Nierenerkrankungen birgt eine unkontrollierte Einnahme von Vitamin-D-Supplementen lebensbedrohliche Risiken.
  • In einigen in der Türkei berichteten Fällen wurde beobachtet, dass sich bei Patientinnen/Patienten, die lange Zeit hohe Dosen Vitamin D eingenommen hatten, akute Nierenschäden und dauerhaftes Nierenversagen entwickelten.
  • So traten bei einer Person, die ein Jahr lang wöchentlich 50.000 IU Vitamin-D-Injektionen erhalten hatte, akuter Nierenschaden und weitere Komplikationen auf;
  • durch schnelle medizinische Maßnahmen konnten die Nierenfunktionen teilweise erhalten werden.
  • In einem anderen Fall entwickelte sich trotz Behandlung eine chronische Nierenerkrankung bei einer Person, die etwa 2,5 Jahre lang täglich 8.000–12.000 IU Vitamin-D-Tropfen eingenommen hatte.
  • Diese Beispiele zeigen, dass Vitamin-D-Supplemente unbedingt unter ärztlicher Aufsicht und mit regelmäßigen Kontrollen verwendet werden sollten.

ZITAT ENDE.

Anmerkung zum Online-Beitrag aus der Türkei:

  • Jedes Jahr gibt es unzählige Menschen in allen Ländern der Erde, die in eine Nierenschwäche entwickeln, ganz ohne Vitamin D.
  • Doch es ist geistlos, dies sofort auf Vitamin D zurück zu führen.
  • Wer Vitamin D beschuldigt, der sollte mehr als eine Vitamin D-Packung als "Beweis" präsentieren.
  • Für eine Vergiftung mit Alkohol ist ein Alkoholspiegel aus dem Blut nötig. Beim Vitamin D sind die Kriterien ebenfalls klar definiert: siehe oben.

Leider wurde die Unwissenheit der Leserschaft in den Letzten Jahren ausgenutzt, um  zahlreiche "Fälle" zu präsentieren, die keine Vergiftungsfälle waren.

 




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