400 000 Messungen des Vitamin-D-Spiegel zeigen, dass die Hälfte unter 30 ng/ml liegt

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung Privat-Institut VitaminDelta, 57368 Lennestadt, Original-Studie.

2025-09-27

1) Fragestellung

  • Wie ist die Bevölkerung in Deutschland mit Vitamin D versorgt?
  • Vitamin-D-Spiegel unter 30 ng/ml sind mit vielen Risiken verbunden: www.VitaminD30.de
  • Was lässt sich aus der Datensammlung eines großen Labors (LaborUnion) ableiten?
  • In diesem Beitrag stellen wir eine solche Analyse vor.

2) Methode

  • ungefilterte Daten der LaborUnion Wenrath
  • keine Prüfung der Indikation der Einsendung.
  • n= 421 347
  • Zeitraum zwischen 30.6.2025 bis 22.09.2025
  • Datenpunkte im unteren Vitamin-D-Spiegel, die z.B. mit "< 4,0". oder "<1,0" ausgewiesen waren wurden umgewandelt in "4.0" bzw. "1,0"
  • Die Darstellung erfolgte als vertikale Säulen, geordnet nach aufsteigender Höhe von links nach rechts.
  • Auswertung mit Apple Software: "Numbers"
  • Dort gibt es die Limitierung auf 250.000 Datensätze in einer Grafik
  • Der Datensatz wurde bei 210.673 geteilt
  • 2 x 210673=421.346 
  • Dort findet sich der Median bei der Messung #210.673
  • Wegen der Software-Begrenzung der grafischen Darstellung auf eine Viertelmillion Datenpunkte wurden die Grafik in zwei Teilen berechnet.
  • Getrennt erzeugt wurde eine Grafik für den Bereich unter dem und eine andere für den Bereich über der Messung # 210.673.
  • Die zwei Grafiken aus dem oberen und unteren Wertebereich sind im Poster wieder fusioniert.
  • Für die Bewertung ergeben sich aus diesem work-around keine Nachteile.
  • Zur besseren Verständlichkeit wurde eine vertikale Linierung unter der Kurve eingefügt.
  • Hätte jeder Vitamin-D-Spiegel tatsächlich eine eigene Linie, so würden über 400.000 Linien eine homogene Fläche erzeugen.
  • Das Display beschränkt die Anzeige der Vitamin-D-Spiegel auf eine maximale Höhe von 200 ng/ml.
  • Die Zahl der Messwerte größer oder gleich 200 ng/ml beträgt genau n = 100
  • Das sind 0,023% oder umgerechnet 2,3 je 10.000

 

3) Ergebnisse

  • Mehr als 400.000 Vitamin-D-Spiegel kamen in die Auswertung
  • Schwarze Linie: Der Median zeigt einen Wert von 28,6 ng/ml an.
  • Der arithmetische Mittelwert liegt etwas höher: 31,5 ng/ml
  • Gelbe Linie: Die niedrigsten 30 % liegen unter dem Wert von 22,4 ng/ml
  • Blaue Linie: 90 % der Vitamin-D-Spiegel  liegen unter 50 ng/ml, 10 % liegen darüber.

4) Folgerungen

Jeder 2. Wert ist pathologisch

  • Der gefundene Medianwert von 28,6 ng/ml zeigt, dass bei der Hälfte der Untersuchungen einen Vitamin-D-Mangel vorliegt.
  • 30 % der Werte erreichen nur 22,4 ng/ml.
  • Schon oft ist versucht worden, das Ausmaß dieses Probelms durch eine willkürliche Fälschung der Normgrenze (z.B. auf 12 ng/ml) zu verschleiern.
  • Die Verbindung zu zahlreichen Krankheiten bei Vitamin-D-Spiegeln unter 30 ng/ml ist an anderer Stelle dargelegt: www.vitaminDPlot.de
  • Die Korrektur des Vitamin-D-Spiegels auf normale Werte ist allgemein förderlich für die Gesundheit, unproblematisch und preiswert.
  • Allen Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel kann daher umgehend geholfen werden.

Für die individuelle Berechnung der Korrektur steht der www.VitaminDSimulator.de ®  zur Verfügung, denn hier wird der Verlauf des Vitamin-D-Spiegels modelliert.

Stärken und Schwächen der Studie:

  • Der große Datensatz ist die Stärke dieser Studie.
  • Die Verteilung in einer harmonischen Kurve zeigt die plausible Homogenität des Datensatzes an.
  • Die mögliche Ungewissheit ist es, dass hier alle Indikationen zur Ermittlung des Vitamin-D-Spiegels vereint sind.
  • Zum einen handelt es sich um den ärztlichen Impuls zur Abklärung von Symptomen.
  • Zum anderen sind es oft die Patienten, die diesen Laborwert wissen möchten und auch als IGEL-Leistung bezahlen.
  • In beiden Fällen ist eine Problemsituation gegeben, die eine systematische Auswahl geringer Werte ergeben könnte.
  • Dem gegenüber gibt es zahlreiche Patienten, die in einer Kontrolle den verbesserten Vitamin-D-Spiegel erfahren wollen.
  • Damit würde eine systematische Auswahl besonders schlechter Werte kompensiert
  • Der Nutzen der Messung des Vitamin-D-Spiegels ist schon oft kontrovers diskutiert worden.
  • Immerhin wird bei 50 % der über 400.000 Vitamin-D-Spiegel ein pathologischer Wert erkannt.
  • Kein anderer Laborwert hat eine solche Häufung problematischer Werte aufzuweisen wie der Vitamin-D-Spiegel.
  • Der besondere Vorteil nach Ermittlung eines pathologischen Vitamin-D-Spiegels liegt darin, dass er innerhalb weniger Tage behoben werden kann.
  • Über die unmittelbar positiven Effekte gibt es mittlerweile eine umfangreiche Fallsammlungwww.VitaminDErfahrung.de

Dr. Raimund von Helden appelliert seit 2009

  • Wir sollten den Menschen mit seinem Bedürfnis für die Sicherheit für seine Gesundheit nicht schlechter behandeln als sein Auto.
  • Bei einem "grenzwertig niedrigen" Reifendruck, Ölstand oder Tankanzeige würden alle auf diese Signale sofort reagieren und Abhilfe schaffen.
  • Niemand würde hier die Korrektur verweigern, weil ein schlechter Reifendruck, Ölstand oder Tankanzeige "lediglich statistisch" mit Nachteilen verbunden sei. 
  • Der zu fordernde "verantwortungsvolle Umgang mit Fragen der Sicherheit" bedeutet, dass man sofort aktiv wird, wo sich beginnende Risiken abzeichnen.

Von der Erkenntnis zum besseren Sicherheit

  • Ein Vitamin-D-Spiegel von 60 - 90  ng/ml sollte zum Sicherheitsstandard werden.
  • Leider beschränken sich die öffentlichen Stellen darauf, absurde Risiken zu dramatisieren, die erst bei extremen Werten über 300 ng/ml zeitweise auftreten können.   
  • Es ist ein Rätsel unserer Zeit, warum eine einfache und unproblematische Normalisierung nicht systematisch umgesetzt wird.
  • Die Normalisierung des Vitamin-D-Spiegels von 30 auf 60 ng/ml ist vermutlich allen anderen präventiven Maßnahmen der Medizin überlegen.

Ausblick: Die REAL-WORLD-Effekte der systematischen Korrektur:

Quellenangaben

  • Data: LaborUnion, Wenrath



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