VEGETARIER hatten das halbe COVID-Risiko für einen erschwerten Krankheitsverlauf

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung VitaminDelta, 57368 Lennestadt referiert die Studie von Frau Hyunju KIM von der Johns Hopkins Universität BALTIMORE, USA mit einer im Design vereinfachten Grafik der Original-Studie.

2021-11-14

1) Fragestellung

  • Mehrere Studien haben die Hypothese aufgestellt, dass Ernährungsgewohnheiten eine wichtige Rolle bei der COVID-19-Infektion, der Schwere der Symptome und der Krankheitsdauer spielen können.
  • Es gab bislang keine Studien, die den Zusammenhang zwischen Ernährung und COVID-19 untersucht haben.
  • Gibt es den Schutzfaktor Ernährung?
  • Gibt es einen Zusammenhang von ERNÄHRUNG und dem Risiko für die CORONA-INTENSIVSTATION?

Dieser Beitrag hat diese leicht merkbaren Adresse:
www.VitaminDService.de/VEGETARIER
oder
www.VitaminDService.de/KIM

2) Methode

  • Beschäftigte in Risiko-Bereichen des Gesundheitswesen (HCWs) aus sechs Ländern
  • (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien, USA)
  • mit erheblicher Exposition gegenüber COVID-19-Patienten
  • vom 17. Juli bis zum 25. September 2020
  • Internet-basierte Umfrage
  • Die Teilnehmer machten Angaben zu demografischen Merkmalen
  • zur Ernährung
  • und zum Verlauf von COVID-19
  • Man verwendete multivariable logistische Regressionsmodelle
  • Bewertet wurde der Zusammenhang zwischen selbst berichteten Diäten und COVID-19-Infektion, Schweregrad und Dauer
  • Wichtige Störfaktoren der Teilnehmer wurden statistisch adjustiert.

3) Ergebnisse

  • Es gab 568 Fälle mit COVID-19 Erkrankung
  • Es gab 2316 Kontroll-Fälle ohne Erkrankung.
  • Von den 568 Fällen hatten 138 Personen einen mittelschweren oder schweren COVID-19-Schweregrad, ...
  • ...während 430 Personen einen sehr leichten oder leichten COVID-19-Schweregrad hatten.

Ernährung und Verlauf der COVID-19-Krankheit:

  • Ohne Zusammenhang war die Art der Ernährung und die Häufigkeit oder Dauer einer COVID-19-Infektion.
  • Teilnehmer mit „pflanzlicher Ernährung“ hatten eine Risiko-Verminderung auf 73 % für schweren und mittelschweren Verlauf,
  • ...also nur 27 % des Standard-Risikos (OR 0,27). 
  • Die statistische Streuung lag zwischen 10% bis 81% (im 95 % Vertrauensintervall).
  • Teilnehmer mit „pflanzlicher Ernährung & Fisch“ hatten eine Risiko-Verminderung auf 59% für einen schweren und mittelschweren Verlauf,
  • ...also nur 41 % des Standard-Risikos (OR 0,41). 
  • Die statistische Streuung lag zwischen 17% bis 99% (im 95 % Vertrauensintervall).
  • Bei „kohlenhydratarmer, proteinreicher Ernährung“ sah man einen 280%-Risiko-Zuwachs für schweren und mittelschweren Verlauf,
  • ...also das 3,86-fache des Standard-Risikos (OR 3.86).
  • Die statistische Streuung lag bei zwischen 113% bis zum 13,34-fachen des Standard-Risikos (im 95 % Vertrauensintervall).

Modell mit statistischer BEREINIGUNG:

  • Bereinigung befasst sich damit, dass Faktoren des passiven Lebensstils wie Bewegungsmangel, Übergewicht meist mit der hier analysierten nachteiligen Ernährung verbunden sind.
  • Diese Faktoren lassen sich heraus rechnen, um die Zahlen von Einflüssen zu bereinigen.
  • Selbst nach multipler Bereinigung der sich überlagernden Faktoren eines schlechten Lebensstils war das Risiko dennoch weiter erhöht.
  • Die Grafik zeigt, dass bei fokussierter Betrachtung der Ernährung von den 280 % Risikozuwachs der ungefilterten Daten noch ein Zuwachs  des Risikos von 41 % allein für die LOW-CARB & PROTEIN-Ernährung übrig bleibt.

4) Folgerungen

  • Zunächst ist es nur eine Assoziation von Ernährung und dem Risiko eines schweren Verlaufs von COVID.
  • Die Fleischesser haben im statistisch bereinigten Modell (ohne den Faktor Übergewicht bei Fleischkonsum) ein Risiko von etwa 140 %.
  • Ohne diese Bereinigung war das Risiko für einen dramatischen Verlauf sogar 3,8 -fach höher!
  • Was kann die Begründung für diese Verbindung von Lebensstil und COVID-Intensivstation sein?

Optionen für einen ursächlichen Zusammenhang:

  • Gemüse und Obst enthält viele Antioxidantien, die in der Eiweiß-Ernährung fehlen.
  • Milch, Käse, Ei, Fleisch, Fisch enthält keine Antioxidantien.
  • Ein Übermaß von Calcium durch hohen Konsum von Milchprodukten hemmt die immunologisch rettende Aktivierung des Vitamin D.
  • Ein Übermaß von Phosphat durch hohen Konsum von Ei, Fisch, Fleisch hemmt die immunologisch rettende Aktivierung des Vitamin D.

Ungeprüft blieb in dieser Studie, ob mit der vegetarischen Ernährung auch ein vermehrter Aufenthalt im sonnigen Garten verbunden war.
Dann wäre gezeigt, dass der Anbau und das Ernten von Obst und Pflanzen auch den Vitamin-D-Spiegel der Gärtner verbessert.

Der Nutzen des Vitamin D als Schutzfaktor gegen einen schweren Covid-Verlauf ist bereits belegt:
www.VitaminDService.de/70

Die verbesserte Aktivierung des Vitamin D durch sparsamen Konsum von Milch und Fleisch ist hier dargestellt:
www.vitaminDNatur.de

"Intensiv" Denken

  • Wir sind jetzt (November 2021) in einer Zeit angelangt, in der die Aufmerksamkeit medial auf auf die Intensivstationen als Glaskugel für alle Entscheidungen fokussiert wird.
  • Soll allein das was Beschäftigte der Intensivstation empfinden, über unser aller Schicksal dauerhaft bestimmen? Die Studie befasst sich gerade mit den "Held*innen" der Intensivstationen und bietet ihnen eine gewaltige seelische Entlastung.
  • Mit der KIM-Studie von der bekannten JOHNS-HOPKINS-UNIVERSITÄT wird für Beschäftigte im Risiko-Bereich der Zusammenhang mit dem eigenen Lebensstil belegt.
  • In einer medial ausgiebig dargestellten Krise wird die Mithilfe der Bevölkerung bei leicht kontrollierbarem "2G" und AHA" betont, doch wurde es jetzt mit bestem wissenschaftlichen Standard die SELBSTHILFE, die belegt: 
  • JA zu Antioxidantien, VORSICHT bei  Eiweiß-Übermaß, JA zu Vitamin D.
  • Die Politik, hat weltweit die KONTROLLE als ihr Instrument entdeckt. Mit diesen hier aufgezeigten neuen Optionen könnte sie ihre LIEBE zu den Menschen belegen.
  • Das was wir hier über den Lebensstil der Beschäftigten der Intensivstationen erfahren, ist für alle Menschen anwendbar!

Klima

  • Eine solche Ernährung ist auch ökologisch sinnvoll und begünstigt das Ziel der Klimaneutralität.
  • Anders herum könnte man auch verkürzt formulieren:
  • "Die Natur schlägt zurück" - nicht nur mit "Schicksal: Unwetter", ...
  • ...sondern auch mit dem angeblichen "Schicksal: Intensivstation" 

Beste Wissenschaft sehen wir dort, wo ein mittelalterlicher Irrglaube an ein "Schicksal" durch ein besseres Management der Zusammenhänge aufgehoben wird: von der Einsicht zur Besserung. 

Impulse

Genaueres über Calcium und  Phosphat findet sich hier:

VEGGIE-DAY & Vitamin D für alle!

Konzepte zur SELBSTHILFE:

Quellenangaben

Kim H, Rebholz CM, Hegde S, LaFiura C, Raghavan M, Lloyd JF, Cheng S, Seidelmann SB.
Plant-based diets, pescatarian diets and COVID-19 severity: a population-based case-control study in six countries.
BMJ Nutr Prev Health. 2021 Jun 7;4(1):257-266.
doi: 10.1136/bmjnph-2021-000272.
PMID: 34308134;
PMCID: PMC8219480.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34308134/
Full Text:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8219480/
PDF
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8219480/pdf/bmjnph-2021-000...

Autorin:
https://www.researchgate.net/profile/Hyunju-Kim-13
Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health
Baltimore, MD, United States

ZITAT ANFANG: (Layout bearbeitet)

  • Von 2884 Mitarbeitern des Gesundheitswesens an vorderster Front aus sechs Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien, USA), Personen, die angaben, eine pflanzliche Ernährung und eine pflanzenbasierte Ernährung oder fischhaltige Ernährung einzuhalten, die einen höheren Anteil an Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen enthielt, und niedriger bei Geflügel sowie rotem und verarbeitetem Fleisch, hatten eine um 73 % bzw. 59 % niedrigere Wahrscheinlichkeit für mittelschweres bis schweres COVID-19.
  • In den sechs Ländern USA / EUROPA  war eine Ernährung auf pflanzlicher Basis oder eine fischhaltige Ernährung mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer mittelschweren bis schweren COVID-19-Erkrankung verbunden.
  • Diese Ernährungsmuster können zum Schutz gegen eine schwere COVID-19-Krankheit in Betracht gezogen werden.

ZITAT ENDE.




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