ASSOZIIERTE Risiken: Muss ich helfen oder alles vergammeln lassen?

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung VitaminDelta, 57368 Lennestadt (Editorial)

2021-06-04

1) Fragestellung

Die Qualitätsmedien werden nicht müde, "Experten" zu zitieren, die es für unnötig halten, auf Gesundheits-Risiken im Zusammenhang mit einem Vitamin-D-Mangel zu reagieren. Alles sei möglicherweise "nur assoziiert" und daher für Patienten und Ärzte kein Grund zur Sorge.

  • Ein bewiesener Vitamin-D-Mangel wäre kein hinreichender Grund, Vitamin D zu geben.
  • Der Vitamin-D-Mangel wäre nur ein Indikator für andere Gesundheitsprobleme.
  • Man könne die Menschen in ihrem Mangel belassen.
  • Eine Normalisierung des Vitamin-D-Spiegels sei verfrüht, mehr Studien wären erforderlich.

Was sagt uns der gesunde Menschenverstand beim Umgang mit Mangelzuständen im Alltag?
 

2) Methode

Wie gehen Menschen mit bereits bekannten Mangelzuständen um? Beispielsweise...

  • Wenn in einem Autoreifen nur noch 10 % Luft ist?
  • Wenn in einem Handy der Akku nur noch 10 % anzeigt?
  • Wenn das Bankkonto nur noch 10 Euro anzeigt?
  • Wenn bei einer Wüstenwanderung der Wasserverlust 2 Liter beträgt?

3) Ergebnisse

Die Darstellung des Vitamin-D-Mangels als ein Risiko, das "nur assoziiert" ist, sähe so aus:

  • Wenn in einem Autoreifen nur noch 10 % Luft ist:

Die Nebel-Taktik der www.vitaminDLeugner.de daß alles "nur assoziiert" sei, sähe so aus:
"Ja, es gibt Studen die zeigen, dass es mehr Unfälle bei Autos gibt, deren aufgepumpte Reifen platt sind.
Doch das ist zunächst nur eine Assoziation von "Plattfuß" und "Unfall", jedoch kein Beweis.
Möglicherweise kennzeichnet der platte Reifen nur eine Gruppe von Fahrern, die sich besonders unfallträchtig verhalten: selbst schuld.
Es ist zu früh, ein Aufpumpen der Reifen zu fordern, auch das einst geforderte Minimum von 2,0 ATÜ sollte nicht überbewertet werden.
Wir benötigen stattdessen Doppelblind kontrollierte Studien, die nachweisen, dass aufgepumpte Reifen einen Vorteil zeigen.
Vor allem benötigen wir Menschen dafür, die bereit sind über Monate mit einem platten Reifen zu fahren."

  • Wenn in einem Handy der Akku  nur noch 10 % anzeigt?

Die Nebel-Taktik der www.vitaminDLeugner.de daß alles "nur assoziiert" sei, sähe so aus:
"Ja, es gibt Studen die zeigen, dass es zu Störung beim Streaming kommt, wenn der Akku fast leer ist.
Doch das ist zunächst nur eine Assoziation von "leerem AKKU" und "Fehlfunktion", jedoch kein Beweis.
Möglicherweise kennzeichnet der leere Akku nur eine Gruppe von Handy-Nutzern, die ständig Bedienungsfehler machen: selbst schuld!
Es ist zu früh, ein Aufladen des Akkus zu fordern, auch das einst geforderte Minimum von 50% sollte nicht überbewertet werden.
Wir benötigen stattdessen Doppelblind kontrollierte Studien, die nachweisen, dass gut geladene Akkus irgendeinen Vorteil haben.
Vor allem benötigen wir Menschen, die bereit sind, über Monate mit mit leerem Akku unterwegs zu sein."

  • Wenn das Bankkonto nur noch für 10 Euro anzeigt?

Die Nebel-Taktik der www.vitaminDLeugner.de daß alles "nur assoziiert" sei, sähe so aus:
"Ja, es gibt Studen die zeigen, dass es zu einer kalten Wohnung kommen kann, wenn das Bankkonto leer ist.
Doch das ist zunächst nur eine Assoziation von "kalter Wohnung" und "Bankkonto", jedoch kein Beweis.
Möglicherweise kennzeichnet die kalte Wohnung nur eine Gruppe von Mietern, die ständig Fehler machen: selbst schuld!
Es ist zu früh, ein Auffüllen des Bankkontos zu fordern. Auch das einst "geforderte Konto im PLUS" sollte nicht überbewertet werden.
Wir benötigen stattdessen Doppelblind kontrollierte Studien, die nachweisen, dass gut gefüllte Bankkonten irgend einen Vorteil haben.
Vor allem benötigen wir Menschen, die bereit sind über Monate mit mit einem Kontostand im Minus zu leben."

  • Wenn bei einer Wüstenwanderung der Wasserverlust 2 Liter beträgt?

Die Nebel-Taktik der www.vitaminDLeugner.de daß alles "nur assoziiert" sei, sähe so aus:
"Ja, es gibt Studen die zeigen, dass mehr Menschen umkippen, wenn 2 Liter Wasser verloren gegangen sind.
Doch das ist zunächst nur eine Assoziation von "Wasserverlust" und "Umkippen", jedoch kein Beweis.
Möglicherweise kennzeichnet der Wasserverlust nur eine Gruppe von schwachen Menschen, die zu Schwäche neigen: selbst schuld!
Es ist zu früh, etwas Wasser zu geben, auch das einst geforderte Minimum des Trinkens bei Durstgefühl sollte nicht überbewertet werden.
Wir benötigen stattdessen "doppelblind kontrollierte Studien", die nachweisen, dass die Gabe von Wasser irgend einen Vorteil hat.
Vor allem benötigen wir Menschen, die bereit sind, einige Tage in der Wüste auf das Trinken zu verzichten."
 

4) Folgerungen

Die Tabelle mit dem www.vitaminDMonitor.de zeigt, dass einmütig dieselben Gedanken in die Köpfe von Lesern, Hörern und Zuschauern gestreut werden:

  • Bei assoziierten Risiken: gar nichts tun, nichts verändern.
  • Normalwerte sind beim Vitamin D unerheblich, weil man schon seit Jahren gegen sie verstößt oder sie manipuliert.
  • Die Betroffenen sind im Prinzip selbst schuld, daher würde eine Beseitigung des Mangels ohne Vorteil bleiben.
  • Es werden Studien gefordert, in denen ein bereits anerkannter Minimalbedarf wieder in Frage gestellt wird.

Solche Gedanken sind geeignet, ungeschulte Menschen für dumm zu verkaufen.
Richtig ist hingegen:

  • Bei assoziierten Risiken muss stets die Erfüllung der Vorschrift angestrebt werden.
  • Die Normwerte sind einzuhalten. Hierzu muss oft gegen die gezielte Manipulation der Normwerte angekämpft werden.
  • Ob es im Einzelfall tatsächlich zu einem messbaren Vorteil kommen wird, ist völlig unerheblich bei der Entscheidung für die Vorschrift.
  • Studien über die Korrektur des Vitamin-D-Mangels zu fordern, bei denen Menschen gezielt in einem starken Mangel belassen werden, sind völlig unethisch.

Mit Blick auf den Absturz einer Seilbahnkabine in Italien könnte der kriminelle Betreiber auch behaupten: "es ist nur assoziiert"

  • "Wir fahren schon seit Monaten mit einer blockierten Bremsvorrichtung, es gibt keine Studie, die uns einen Nachteil belegen kann."
  • "Der Absturz ist zwar mit der manipulierten Automatik-Bremse assoziiert, doch gibt es keinerlei Beweis, dass die funktionierende Bremse den Unfall verhindert hätte."
  • Bei solchen Verdrehungen fühlt man sich bereits im Gerichtssaal.
  • In unserem Beitrag geht es um Sie selbst als Richter mit Ihrem Urteil, das Sie selbst über ihre eigene Versorgung mit Nährstoffen sprechen.

FAZIT:

  • Vorschriften sollten eingehalten werden: www.VitaminD30.de: das Menschenrecht auf einen Vitamin-D-Spiegel von 30 ng/ml. (Erst recht, wenn jahrelang dagegen verstoßen wurde).
  • Das gewohnheitsmäßige Übertreten motiviert die Nutznießer zu einer hypothetischen Verdrehung von Ursache und Wirkung.
  • Das BfR (Bundesamt für Risikobewertung) hat immerhin das Mimimum des Vitamin-D-Spiegels  in der Corona-Krise anerkannt.
  • Mangelzustände im Bereich des menschlichen Bedarfs müssen ohne (!) Prüfung auf einen Nutzen korrigiert werden.

P.S.: 
Natürlich gibt es die "geforderten" Studien die den Nutzen des Vitamin D bei einem Vitamin-D-Mangel zeigen, doch diese werden meist verschwiegen.
Quellen: www.vitaminDwiki.de
 

Quellenangaben

BfR muss sich korrigieren:
https://www.vitamindservice.de/node/5326

Vitamin-D-Mangel  "nur Indikator"
https://www.vitaminDservice.de/node/1596

assoziierte Risiken missachten?
https://www.vitamindservice.de/2flugzeuge




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