COVID-Patienten haben weniger Thrombosen mit 400 mg Vitamin B1 (Thiamin)

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung VitaminDelta, 57368 Lennestadt referiert eine PREPRINT-Studie aus Arabien

2021-04-15

1) Fragestellung

  • Die Corona-Krise wird maßgeblich durch die oft tödlichen Thrombosen der Erkrankten bestimmt.
  • Jetzt zeigt sich das Problem der Thrombosen erneut als Komplikation der Corona-Impfung, vorrangig mit dem Imfpstoff von ASTRAZENECA.
  • Doch auch die übrigen Imfpstoffe sind nicht frei von dieser Komplikation.
  • Gibt es durch die Gabe von Vitamin B1 eine Option zum Schutz vor Thrombosen?

2) Methode

  • Insgesamt 738 kritisch kranke Patienten mit COVID-19
  • alle auf Intensivstation
  • 83 hatten Vitamin B1, also Thiamin als Zusatztherapie erhalten
  • sieben Tage lang zweimal täglich zu 200 mg Thiamin (2 x 200 = 400 mg) oder Placebo
  • randomisierte Auswahl
  • Verglichen wurden sie mit 83 passenden statstistischen Zwillingen ohne Vitamin B1
  • Es waren 2 x 83 = 166 Patienten im Kern der Studie

3) Ergebnisse

Thrombosen (Grafik links)

  • Darüber hinaus war die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose bei Patienten, die Thiamin als Zusatztherapie erhielten, während des Aufenthalts auf der Intensivstation um 81% geringer, nämlich auf 19 % abgesenkt:
  • In der Therapiegruppe gab es nur 2 Thrombosen bei 87 Patienten (2,3%)
  • Ohne Vitamin B1 fand man 71 Thrombosen bei 632 Patienten (11,2%)
  • Das ist eine sehr hohe Signifikanz p< 0,001
  • Bereits bei Werten von "p" kleiner als 0,05 gelten als siginifikant.

Sterblichkeit (Grafik rechts)

  • Es gab einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Thiamin-Gabe und der Mortalität im Krankenhaus
  • Risiko der Gesamten Sterblichkeit bei Einnahme abgesenkt von 48,6 auf 23,4 %
  • Absenkung der 30-Tage-Mortalität auf der Intensivstation von 42,6 auf 21,3 %
  • Die Grafik (rechts) zeigt die Zahl der Überlebenden in einem Zeitraum von 30 Tagen.
  • Es fand sich auch hier eine hohe Signifikanz: p=0,001

4) Folgerungen

  • Die Studie aus zwei königlichen Krankenhäusern in Saudi-ARABIEN zeigt den signifikanten Effekt von Vitamin B1auf das Thrombose-Risiko.
  • Thiamin ist bekannt als wichtiger Faktor im Glucose-Stoffwechsel, auch dem Energie-Stoffwechsel der Blutzellen.
  • Denkbar ist, dass Vitamin B1 damit die Stress-Stabilität der Thrombozyten verbessert
  • Durch die kreuzreaktiven Angriffe der Corona-Antikörper (auf den CD32-Rezeptor) der Thrombozyten entstehen Thrombosen.
  • Weiterhin bremst Thiamin die überschießende entzündliche Reaktion, mit der viele COVID-Patienten in die Krise geraten.
  • Mehrere Wirkmechanismen des Thiamin sind denkbar: bessere Entzündungskontrolle und bessere Energieversorgung der Zellen.
  • Weil Vitamin B1 harmlos und preiswert ist, kann eine breite Thromboseprophylaxe bei COVID sofort empfohlen werden.

Wie viel Vitamin B1 muss man für diesen Zweck einnehmen?

  • Vitamin B1 gibt es als Präparate zu 50 mg, 100 mg und sogar 500 mg
  • Solche Präparate sind frei verkäuflich im Handel.
  • Zur Orientierung: Die Dosis der Studie lag bei 2 x 200 mg = 400 mg pro Tag

Quellenangaben

Khalid Al SULAIMAN, Ohoud ALJUHANI, Maram Al DOSSARI et al.
Evaluation of Thiamine as Adjunctive Therapy in COVID-19 Critically Ill Patients:
A Multicenter Propensity Score Matched Study,
13 April 2021, PREPRINT (Version 1) available at
Research Square [https://doi.org/10.21203/rs.3.rs-400565/v1]

https://www.researchsquare.com/article/rs-400565/v1

Aus der Einleitung: 

ZITAT ANFANG: (Layout bearbeitet)

  • Thiamin ist eine Vorstufe des essentiellen Coenzyms Thiaminpyrophosphat (TPP), das für den Glucosestoffwechsel benötigt wird.
  • Es verbessert die Funktion des Immunsystems und verringert nachweislich das Risiko für verschiedene Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-, Nieren-, Hirn- und neurodegenerative Erkrankungen.
  • Da Antikörper und vor allem T-Zellen erforderlich sind, um das SARS-CoV-2-Virus zu eliminieren, kann Thiaminmangel möglicherweise zu unzureichenden Antikörperreaktionen und anschließend zu schwereren Symptomen führen1.
  • Daher ist es wahrscheinlich, dass ausreichende Thiaminspiegel die richtigen Immunantworten während einer SARS-CoV-2-Infektion unterstützen.
  • Die COVID-19-Symptome sind der Höhenkrankheit und dem Lungenödem in großer Höhe sehr ähnlich.
  • In solchen Fällen wird Acetazolamid üblicherweise verschrieben, um die Carboanhydrase-Isoenzyme zu hemmen und anschließend den Sauerstoffgehalt zu erhöhen.
  • Thiamin wirkt auch als Carboanhydrase-Isoenzym-Inhibitor;
  • Daher könnten hohe Thiamin-Dosen, die Menschen in den frühen Stadien von COVID-19 verabreicht werden, möglicherweise die Hypoxie begrenzen und den Krankenhausaufenthalt verringern.2
  • Die Rolle von Thiamin bei kritisch kranken COVID-19-Patienten ist noch unklar.
  • In mehreren Studien wurde jedoch auf seine Rolle bei kritisch kranken septischen Patienten eingegangen.
  • Eine randomisierte kontrollierte Studie wurde durchgeführt, um festzustellen, ob intravenös verabreichtes Thiamin bei Patienten mit septischem Schock das Laktat reduzieren würde.
  • Unsere Patienten wurden sieben Tage lang zweimal täglich zu 200 mg Thiamin oder Placebo behandelt.
  • Bei Patienten mit Thiaminmangel zu Studienbeginn hatten Patienten in der Thiamin-Gruppe nach 24 Stunden signifikant niedrigere Laktatspiegel und eine mögliche Abnahme der 30-Tage-Mortalität.
  • In der Post-hoc-Analyse dieser Studie hatten Patienten mit septischem Schock, die Thiamin erhielten, ein niedrigeres Serumkreatinin mit einer geringeren Progressionsrate zur Nierenersatztherapie als Patienten, die Placebo erhielten.
  • Darüber hinaus war in einer retrospektiven Kohortenstudie mit einem Zentrum (n = 123) die Verabreichung von Thiamin an Patienten mit septischem Schock innerhalb von 24 Stunden mit einer verbesserten Wahrscheinlichkeit einer Lactat-Clearance und einer verringerten 28-Tage-Mortalität verbunden.

Warum hilft Vitamin B1?

  • Es bleibt die Frage nach der Rolle von Thiamin bei kritisch kranken COVID-19-Patienten.
  • Eine In-vitro-Studie ergab, dass hochdosiertes Thiamin die Entzündungsreaktion der Th17-Zellen senkt, von der angenommen wird, dass sie mit dem COVID-19-Zytokinsturm assoziiert ist.
  • Diese TH17-Modulation wurde mit In-vivo- und In-vitro-Experimenten untersucht.
  • Die Studie zeigt, dass Thiamin den Zyklus der Entzündungen unterbricht.
  • Von diesem wird angenommen, dass er eine Rolle bei dem mit COVID-19 verbundenen Zytokinsturm spielt.
  • Das könnte zu verringerten Spiegeln von entzündlichen IL-17-Zytokinen und erhöhten Spiegeln der antientzündlichen IL-22-Zytokine führen .
  • Bemerkenswerterweise umfasste diese Studie keine Patienten mit COVID-19, sondern Patienten mit Alkoholismus.
  • Diese neigen ebenfalls dazu, einen entzündlichen Zustand zu erleiden, der durch erhöhte IL-17-Spiegel gekennzeichnet ist.
  • Die Wirksamkeit von Thiamin in COVID-19 wollten wir im klinischen Umfeld testen.
  • Unsere vorgelegte Studie befindet sich nur in der Pre-Print-Phase und wird derzeit von Experten geprüft.

 

ZITAT ENDE.

Das Video zum Thema:
https://www.vitamindservice.de/AZ




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