Ist die Cordoba-Studie verzerrt? Hat Vitamin D gegen COVID-19 geholfen?

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung VitaminDelta, 57368 Lennestadt ...diskutiert den Beitrag das Pharmakologen und Biologen Prof. rer. nat. Smollich

2020-11-22

1) Fragestellung

in seinem Blog schreibt der Pharmazie Professor Dr. rer. nat. Martin Smolloich:
Zitat:
"Die Zusammensetzung der beiden Gruppen wies entscheidende Unterschiede auf.
So hatten in der Vitamin-D-Gruppe nur 6 % der Patienten einen Diabetes und 24 % Bluthochdruck. In der Kontrollgruppe (ohne Vitamin D) hatten dagegen rund drei Mal so viele Patienten (19 %) einen Diabetes und mehr als doppelt so viele (57 %) Bluthochdruck.
Wir alle wissen: Diabetes und Bluthochdruck sind entscheidende Risikofaktoren für schwere COVID-19-Verläufe."

Die FRAGE: Erlaubt dieser Einwand die Cordoba-Studie im Weiteren zu missachten?

2) Methode

Die kritisierte Studie aus Cordoba wird von den Patienten befreit, die angeblich zur Verzerrung beitragen.

3) Ergebnisse

  • Die Studie listet die Zahl der Patienten mit erhöhtem Risiko auf: 
  • in der Vitamin-D-Gruppe sind es 24 (48%) und in der Kontrollgruppe 16 (61,5%).
  • Nachdem die Kontrollgruppe um genau 4 Personen mit Risiko vermindert wurde, sind es auch dort 46 % Patienten mit Risiko: Gleichstand
  • Unter der Annahme, dass genau diese 4 Patienten das Ergebnis belastet haben, wurden sie aus der Gruppe der 13 Intensiv-Patienten entfernt.

Die Anwendung des 4-Felder-Tests zeigt auch nach Reduktion der Intensivpatienten von 13 auf 9: weiterhin Signifikanz: p < 0,00005
Der Einwand ist damit substanzlos.

4) Folgerungen

  • Der Einwand von M. Schmollich von der Ungleichheit der Gruppen greift ins Leere.
  • Bei einer Randomisierung ist immer damit zu rechnen, dass die Gruppen zufälligerweise ungleich mit Risiken belastet sind.
  • Dieses Phänomen ist der Studie und den Autoren nicht anzulasten, sie ist deshalb nicht unsauber.
  • Nach Entlastung der Placebo-Gruppe von 4 BAD-RISK-Patienten und der Annahme, dass genau diese es waren, die auf Intensivstation mussten, bleibt das Ergebnis der Signifikanz erhalten.

Der P-Wert ist weiterhin signifikant.

Es stellt sich die Frage, warum Ärzte nicht "alles tun, was in ihrer Macht steht", wenn es um die Abwehr des Coronavirus geht.
Warum wird das Haar in der Suppe gesucht, statt den Nutzen, der sich signifikant abzeichnet weiter zu erforschen?
Wo sind die Millionen Euro Fördermittel, die für "Impfstoffe" ohne Zögern bewilligt werden?
Verwunderlich ist auch, das die "reverse Kausalität" bemüht wird, obwohl es längst eine erfolgreiche Intervention gibt.

Verzerrt ist nicht die Cordoba-Studie. Verzerrt wirkt die Entscheidung für Kritik an dieser erfolgreichen Studie, statt einer Fortsetziung der weiteren Erforschung.

Quellenangaben

Autor des diskutierten Blogs:
https://www.ernaehrungsmedizin.blog/team/

Selbszeugnis:
"Nach dem Studium von Biologie und Pharmazie in Münster und Cambridge (UK) war ich zunächst als Wissenschaftler am Universitätsklinikum Münster tätig."

Quelle:
https://www.ernaehrungsmedizin.blog/2020/10/19/mit-vitamin-d-gegen-covid...

Erläuterung:
Der Autor hat also keine eigene ärztliche Praxis.
Die tägliche persönliche Begnung mit immer neuen Patienten mit Vitamin-D-Mangel ist allerdings enorm hilfreich für dieses Thema.

Studie:
Die randomisierte Vitamin D Studie gegen Covid-19 aus Corodba, Spanien
www.VitaminDService.de/cordoba

Foto Marta Entrenas CASTILLO:
(Klinik-Webseite)
die Autorin der Studie

Quelle:
Effect of Calcifediol Treatment and best Available Therapy versus best Available Therapy on Intensive Care Unit Admission and Mortality Among Patients Hospitalized for COVID-19: A Pilot Randomized Clinical study
Autorin: Marta Entrenas CASTILLO et al.
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960076020302764

freie Übersetzung:
Bei Covid-19-Patienten mit einer Lungenentzündung wurde der Nutzen des Vitamin D gezeigt: weniger Zuweisungen auf die Intensivstation.
 




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