COVID-19: 7-fach höhere Sterblichkeit bei Vitamin-D-Mangel

Referat: Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung VitaminDelta, 57368 Lennestadt

2020-04-28

1) Fragestellung

Gibt es Studien, die bei COVID-Kranken den Vitamin-D-Spiegel untersucht haben?

2) Methode

780 Patienten in Indonesien

3) Ergebnisse

  • Das Risiko für Menschen mit einem Vitamin-D-Spiegel über 30 ng/ml wurde als "1" zur Vergleichsgröße erhoben.
  • x 7,6 war das Risiko im Bereich von 21- 29 ng/ml
  • x 10 x stieg das Risiko bei Menschen unter 20 ng/ml Vitamin-D-Spiegel 
  • Begriffe wie "expired" und "active" sind nicht ausreichend definiert, vermutlich bezieht es sich auf die Akten-Status im Hospital.

4) Folgerungen

  • Eine Intervention mit Vitamin D erscheint auf den ersten Blick wünschenswert, ist aber nicht Gegenstand der Studie.
  • Der Beitrag hatte noch keine Kontrolle und Freigabe durch Autoritäten.
  • Einige Begriffe sind nicht klar definiert.
  • Eine Interventions-Studie mit Vitamin D müsste klären, ob Vitamin D tatsächlich ursächlich ist.

Wegen unvollständiger Parameter ist die Arbeit derzeit nur als Hinweis auf einen möglichen Nutzen von Vitamin D zu bewerten.

Quellenangaben

Original:
https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3585561
under review

Zitierweise:
Raharusun, Prabowo, Patterns of Covid-19 Mortality and Vitamin D: An Indonesian Study (April 26, 2020). Available at SSRN: https://ssrn.com/abstract=3585561

Abstract:

Abstract
This is a retrospective cohort study which included two cohorts (active and expired) of 780 cases with laboratory-confirmed infection of SARS-CoV-2 in Indonesia. Age, sex, co-morbidity, Vitamin D status, and disease outcome (mortality) were extracted from electronic medical records. The aim was to determine patterns of mortality and associated factors, with a special focus on Vitamin D status. Results revealed that majority of the death cases were male and older and had pre-existing condition and below normal Vitamin D serum level. Univariate analysis revealed that older and male cases with pre-existing condition and below normal Vitamin D levels were associated with increasing odds of death. When controlling for age, sex, and comorbidity, Vitamin D status is strongly associated with COVID-19 mortality outcome of cases. 

Keywords: COVID-2019, Infectious disease, Mortality, Vitamin D
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Übersetzung (Zusammenfassung)

  • Dies ist eine retrospektive Kohortenstudie, die zwei Kohorten (aktiv und beendet) von 780 Fällen mit einer im Labor bestätigten Infektion von SARS-CoV-2 in Indonesien umfasste.
  • Alter, Geschlecht, Komorbidität, Vitamin D-Status und Krankheitsverlauf (Mortalität) wurden aus elektronischen Patientenakten extrahiert.
  • Ziel war es, Mortalitätsmuster und damit verbundene Faktoren zu bestimmen, wobei der Vitamin-D-Status im Vordergrund stand.
  • Die Ergebnisse zeigten, dass die Mehrzahl der Todesfälle männlich und älter war und bereits vorbestanden war und unter dem normalen Vitamin-D-Serumspiegel lag.
  • Eine univariate Analyse ergab, dass ältere und männliche Fälle mit vorbestehendem Zustand und unter normalen Vitamin D-Spiegeln mit einer zunehmenden Wahrscheinlichkeit des Todes verbunden waren.
  • Bei der Kontrolle von Alter, Geschlecht und Komorbidität ist der Vitamin-D-Status stark mit dem Resultat der COVID-19-Mortalität  verbunden.

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Eine bessere Definition der Parameter findet sich hier:
www.VitaminDService.de/coronaschutz

 




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