Warum wollen die meisten Ärzte von Vitamin D nichts wissen?


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„Als ich meinen Hausarzt nach Vitamin D fragte, hat er mich praktisch rausgeworfen.
Ihr Buch hat er nicht einmal in die Hand genommen.“

 

1) Es gibt jedoch schon erste Lichtblicke

Ich will es einmal positiv sehen: Viele Ärzte in Deutschland und anderen Ländern haben die Signale aus der Wissenschaft verstanden. Sie beginnen damit die größte Versorgungslücke in der Vitamin-D-Versorgung aufzuarbeiten, die es in der Bundesrepublik je gegeben hat. Viele haben das Buch mit dem Leitfaden zur Vitamin-D-Therapie erworben oder geschenkt bekommen und setzen es täglich in ihrer Abteilung oder Praxis um.
 

2) Vitamin-D-Therapie: 2006 Entdeckung, 2009 Medizin-Kongress, 2011 Buch, 2014 Online-Rechner

Die Vitamin-D-Therapie ist eine neue Therapie. Zur Anwendung sind für den Therapeuten stets zwei Hürden zu überwinden: 
  1. Ärzte müssen sich der Erkenntnis öffnen, dass fast die Hälfte der Bevölkerung nicht genügend Vitamin D im Körper hat. Dieser Befund lässt sich leicht über eine Blutuntersuchung beweisen.
  2. Weiterhin sollten sich Ärzte der Erkenntnis öffnen, dass sich ein bereits eingetretener Mangel nicht mit den genannten Tagesdosierungen von 800 Einheiten beheben lässt. Die genaue Formel zur Korrektur des Vitamin-D-Spiegels wurde 2006 entwickelt und 2011 als Taschenbuch publiziert.
Not macht erfinderisch: Genau in dem Land, in dem im Jahre 1927 das Vitamin D entdeckt wurde, konnte 80 Jahre später die Formel ermittelt werden, die für eine individuelle Dosierung nach Körpergewicht benötigt wird. Diese Formel kann inzwischen auch online über den Original Vitamin-D-Rechner (www.vitaminDrechner.de) genutzt werden.
 

3) Der gesunde Menschenverstand 

Dazu ein Beispiel, das an den praktischen Menschenverstand appelliert: Ein kleines Schwimmbecken von 5 m x 10 m bleibt gefüllt, wenn man im Sommer täglich einen Eimer Wasser nachgibt, um die Verdunstung zu ersetzen. Wenn es hingegen ausgetrocknet ist, dann kann die tägliche Gabe von 10 Litern nichts bewirken. Auch eine wochenlange Gabe von einem Eimer täglich wird die Nutzung für die Schwimmer nicht herstellen. Jeder, der hineinspringt wird schmerzhafte Blessuren davontragen. Es sind 5m x 10m x 2m =  100 Kubikmeter Wasser erforderlich, das sind 100 x 1000 Liter = 100 000 Liter erforderlich. Das ist die 10’000-fache Menge der täglichen Dosierung. mit einem Eimer Wasser von 10 Litern. 
 
Das leere Schwimmbecken ist das Bild für die meisten Menschen in Deutschland: Ein vollständiger Vitamin-D-Mangel durch eine monatelange Sperre der Vitamin-D-Zufuhr. Tatsächlich zeigen die Laborwerte bei zahlreichen Patienten einen totalen Mangel auf dem menschlichen Vitamin-D-Konto an. Dies ist nicht verwunderlich, weil sich bisher niemand darum gekümmert hat. Ein wesentlicher Grund: die Sonne wird als „gefährlich" verleumdet und Hautkrebs fälschlich zu einer der größten Krebsgefahren stilisiert. Bleibt die Sonnenlicht-Versorgung der Menschen aus, dann ist die beste Chance auf eine natürliche Versorgung vertan.
 

4) Der deutsche Hausarzt kämpft mit Platzpatronen gegen den Drachen

a) Deutschland ist in einem elenden Zustand bei der Vitamin-Labordiagnostik 

In allen Ländern Europas darf der Arzt den Vitamin-D-Spiegel aus dem Blut bestimmen. Am schlechtesten ist es in Deutschland, denn hier muss der Hausarzt die Laborkosten vollständig persönlich tragen, wenn sie einen bestimmten Betrag überschreiten. Die regelmäßige Messung des Vitamin-D-Spiegels bei Patienten mit dem typischen Syndrom des Vitamin-D-Mangels hat bei einigen Ärzten schon zu schmerzlichen Verlusten in Höhe von einigen 1000 € bei den Laborkosten geführt. Im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen gilt eben die "Spielregel", dass der Arzt die höchsten Beträge erhält, der am wenigsten Laboruntersuchungen in Auftrag gibt. Der Kranke ist dann in unserem Fall der Benachteiligte, während sich die Funktionäre über die erfolgreiche "Kostendämpfung" freuen können. Da ist es verständlich, dass das Ausmaß des Vitamin-D-Mangels von allen Funktionären verleugnet werden muss, um vorhandene Finanzströme abzusichern. Eine Offenlegung würde Labor-Geld kosten, das niemand herzugeben bereit ist.

b) Deutschland ist in einem elenden Zustand bei der Verordnung von Vitaminen

In allen Ländern Europas darf der Arzt ein hochdosiertes Vitamin D-Präparat zu Lasten der Krankenkassen verordnen. Am schlechtesten ist es in Deutschland, denn hier haben sich die Krankenkassen den Kosten der Vitamin-D-Versorgung entzogen. Begründet wird dies damit, dass jegliche Versorgung mit Vitaminen zum täglichen Lebensbedarf gehöre. Tatsache ist jedoch, dass auch die gesunde Lebensführung den Bedarf nicht einmal annähernd zu decken vermag. Die Menschen sind im Herbst und Winter über 6 Monate schlichtweg von einer ausreichenden Versorgung abgeschnitten. Vorbildlich sind hier Norwegen und Schweden, wo die winterliche Einnahme von Supplementen öffentlich propagiert und bezahlt wird. Der norwegische Lachs kommt hier gerade recht, auch wenn die meisten Norweger wissen, dass sie zusätzlich Vitamin D einnehmen müssen.
 

Bericht aus der "Praxis"

Sobald es sich im Einzugsbereich einer Praxis herumspricht, dass es eine neue Diagnose mit beachtlichen Erfolgen gibt, ist das Interesse der Bevölkerung an dieser natürlichen Methode geweckt. Ein Heer von kranken Menschen ist auf der beständigen Suche nach einer Verbesserung ihrer quälenden gesundheitlichen Situation. Zahlreiche „Abstellgleis“-Diagnosen wie Stress, Psyche, Wetter oder Alter umgeben dieses Nebelgebiet der Medizin.
 
Für den Arzt bedeutet diese Anfrage nach einer Vitamin-D-Therapie, dass er sich zunächst einmal aus freien Stücken über dieses neue Krankheitsbild informieren muss. Erschwerend kommt hinzu, dass keine Universität, kein Professor und kein Pharma-Vertreter ihn zum Handeln drängt, von den staatlichen Stellen einmal ganz zu schweigen. Hat er sich informiert, dann muss er sich in der täglichen Praxis zu jedem Patienten Gedanken über einen möglichen Vitamin-D-Mangel machen. Durch steigende Labordiagnostik und eine explodierende Zahl von Vitamin-D-Rezepten begibt er sich ohne Auftrag auf ein Gebiet, für das es weder Labor- noch Medikamentenbudget gibt. Er steht alleine und ohne Munition in einem neuen Land, das ihm völlig fremd ist.
 
Wenn er weiterhin Dienst im Rahmen seiner Vorschriften macht, sich aus allen Fragen über „Vitamine und Ernährung“ heraushält, dann kommt er zur gewohnten Zeit nach Hause. Dort kann er sich dann in die Sonne legen. Über den Nutzen des Vitamin D bewahrt er Stillschweigen. 
 
Hat er ein Herz für die neu erkannte Misere seiner Patienten, dann erwacht er als „Arzt ohne Grenzen“ mitten in einem Notstandsgebiet. Nahezu die ganze Bevölkerung ist in einer gefährlichen gesundheitlichen Situation und die staatlichen Stellen setzen einiges daran, diese Katastrophe mit dem Ausmaß einer Pandemie*** zu verschleiern. „Für die Bevölkerung hat zu keinem Zeitpunkt irgendeine Gefahr bestanden“, das ist die Sprachhülse, die in allen Amtsstuben bereit liegt. Da drängt sich dem Arzt der Gedanke auf, die Augen möglichst schnell wieder zu verschließen. Ist es der "vertraglich vereinbarte Auftrag" des Hausarztes, die Menschen präventiv zu beraten und vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren? Die Vorschriften jedenfalls sehen das überhaupt nicht vor. Der Arzt soll erst dann tätig werden, wenn eine Erkrankung bereits eingetreten ist. "Die Feuerwehr wird erst gerufen, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist." Eine Besichtigung gefährlicher Brunnen ist nicht im Versorgungsauftrag enthalten. Auch der viel zitierte „Gesundheit-Check“ ist ein Etiketten-Schwindel. Die Blutuntersuchungen beim „Check-Up“ umfassen genau zwei Laborwerte: Cholesterin und Zucker, ein Aufwand von weniger als einem Euro. 

Springt der Arzt jedoch über den eigenen Schatten eines "Dienstes nach Vorschrift", dann erfährt er eine ungeahnte Bestätigung seiner "Berufung": Er wendet immer öfter das angeblich "unausweichliche Schicksal" der leidenden Menschen zum Guten. Die Vermeidung von Osteoporose und Krebskrankheiten in der Zukunft ist eine unglaubliche, jedoch nachprüfbare Perspektive, die allen Beteiligten zusätzlichen seelischen Schwung gibt.

Fazit:

  • Die neue Diagnose vom Syndrom des "AKUTEN VITAMIN-D-MANGELs“ kommt nicht von „oben“ vom Ministerium oder aus der Universität, sondern von "unten". Das Wissen verbreitet sich über das Internet, weil die derzeitigen Institutionen sich vorrangig mit patentierbaren, also kommerziell vorteilhaften Arzneimitteln befassen.
  • Viele Ärzte wollen von Vitamin D nichts wissen, weil sie bisher schlichtweg keine Informationen haben. Wer sollte eine solche Information für Arzte auch finanzieren? 
  • Einige Ärzte haben sich jedoch informiert und erkannt, dass nicht nur zahlreiche Patienten, sondern auch die Mitglieder ihrer eigenen Familie und letztlich auch sie selbst ganz enorm profitieren können. Ein dauerhafter tropischer Vitamin-D-Spiegels läßt zahlreiche Krankheiten ursächlich verschwinden und bewahrt vor neuen. Der dauerhafte Aufenthalt auf einer südlichen Palmeninsel ist in seiner heilsamen Wirkung seit Jahrhunderten bekannt. Mit der Vitamin-D-Therapie und dem Vitamin-D-Konto ist dieser biologische Effekt jetzt für alle verfügbar.
  • Die Anfrage eines Patienten nach Vitamin D ist zum Prüfstein für den ärztlichen Anspruch geworden. Hat der Arzt eine wissenschaftliche Orientierung, so darf das Ermitteln eines krankhaften Hormonwertes und die anschließende Normalisierung unter Berücksichtigung des Körpergewichtes kein Tabuthema mehr sein. Die Kosten müssen in unserem "armen Land" leider vom Patienten übernommen werden. 


Ein häufiger Einwand:


Es wird oft der Einwand erhoben, der Vitamin-D-Mangel sei in Deutschland zwar vorhanden, jedoch nicht verantwortlich für Krankheiten.
Mit diesem Einwand befasse ich mich an anderer Stelle:
Ist ein Vitamin-D-Mangel nur Indikator statt Ursache?

 



*** Quellen zur Verbreitung des Vitamin-D-Mangels in Deutschland (Robert-Koch-Institut):

1: Hintzpeter B, Scheidt-Nave C, Müller MJ, Schenk L, Mensink GB. Higher prevalence of vitamin D deficiency is associated with immigrant background among children and adolescents in Germany. J Nutr. 2008 Aug;138(8):1482-90. PubMed PMID: 18641195.

2: Hintzpeter B, Mensink GB, Thierfelder W, Müller MJ, Scheidt-Nave C. Vitamin D status and health correlates among German adults. Eur J Clin Nutr. 2008 Sep;62(9):1079-89. Epub 2007 May 30. PubMed PMID: 17538533.


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