Ist Vitamin D für die meisten Menschen kontraindiziert? - Katia Trost behauptet das!


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Im Vorfeld dieses Beitrags haben wir versucht, einen telefonischen Kontakt zu Frau Trost herzustellen. Das ist uns leider nicht gelungen. (Anrufbentworter nur zur Terminvereinbarung.)
Hier ist die wissenschaftlich begründete Kritik an der Position von Katia Trost. Es hat mit einer Leserfrage begonnen:
 

1. Die Anfrage zur Homepage-Publikation von Frau Katia Trost


LESERFRAGE:
Ich bitte Sie sich den Artikel der Heilpraktikerin Frau Katia Trost (Hamburg) anzusehen. Sie behauptet da, dass Vitamin D für die meisten Menschen kontraindiziert sei (95 % der Bevölkerung!) und nur etwa 5% ihrer Patienten überhaupt von einer Substitution profitieren würden.

ANTWORT INSTITUT VITAMINDELTA:
Seit 12 Jahren erleben wir täglich das Gegenteil! Statistiken zeigen, dass je nach Auswahl bis zu 50 % der Patienten vom Vitamin D profitieren. Damit ist gemeint, dass in der subjektiven Bewertung 3, 4 oder 5 Sterne gegeben werden, für den Nutzen des Vitamin D.

Kann es sein, dass die Besucher der Heilpraktikerin durch regelmäßige Urlaubsreisen auf einem Luxus-Level beim Vitamin-D-Spiegel liegen? Das könnte erklären, dass mit Vitamin D keine zusätzlichen Erfolge zu erzielen sind.

Woher kommen die ganzen Berichte mit der guten www.vitaminDerfahrung.de ? Es gibt einen Vitamin-D-Mangel in Deutschland! Es gibt spürbare Vorteile für mehr als die Hälfte der Anwender! Das zeigen die Studien und Statistiken. Nebenwirkungen werden immer wieder gesucht, es sind jedoch keine systematischen Nebenwirkungen aufgetreten. 

2. KONTRAINDIKATION - WAS IST DAS EIGENTLICH?


BEHAUPTUNG FRAU TROST: „VITAMIN-D-FUER-DIE-MEISTEN-MENSCHEN-KONTRAINDIZIERT“

Link:  https://katiatrost.de/2016/10/19/vitamin-d-fuer-die-meisten-menschen-kontraindiziert/

ANTWORT:
Es zeigt sich, dass Frau Trost den Begriff „Kontraindikation“ nicht richtig anwenden kann. Definition: Eine Kontraindikation ist ein absolutes Verbot für die Anwendung einer Therapie.
Will sie wirklich, den Stoff, den man als unverzichtbar erklärt hat (Vitamin D!) - fast 100 Jahre danach zur "Gefahr für alle" erklären? Damit steht sie gegen die ganze Fachwelt auf. Derartiges habe ich in 12 Jahren des weltweiten Austausches über die Erkenntnisse zu Vitamin D nirgends gehört. Das ist wirklich "einzigartig originell" und mangels Belegen für diese krasse Hypothese komplett aus der Luft gegriffen.

Zudem: Wenn ein Stoff für 95% der Menschen verboten ist, wieso ist er dann für 5% erlaubt und sogar hilfreich. Das ist ein Widerspruch, den sie nicht diskutiert.
 

3. Marshall-Protokoll

Das erwähnte Marshall ist schon lange widerlegt:

https://www.vitamindservice.de/vitamin-d-schadet-bei-autoimmunkrankheiten-die-unbegründete-hypothese-von-trevor-marshall

Während Dr. Coimbra mit seinem Protokoll Vitamin-D-Spiegel von 100 bis 1000 ng/ml empfiehlt und damit bei mittlerweile 10 000 Menschen weltweit für 95 % eine Stabilisierung und einen Rückgang der MS erzielen konnte, gibt es für Herrn Marshall (Elektrotechniker) keine derartigen Erfolge.

Herr Marshall (Elektroingenieur mit Erfolgen in der Musikwelt) ist  in der Therapie der MS erfolglos geblieben. Er ist gegen Vitamin D und hat eine absurde Theorie aufgestellt, die von keinem seriösen Wissenschaftler der Vitamin D-Forschung weiter verfolgt wird. 
 

4. ANDERSHERUM


„FRAU TROST KLINGT FÜR MICH KOMPLETT 180° ANDERSHERUM“

ANTWORT:

Ihr Konzept von Frau Trost ist geeignet, Verwirrung zu stiften und die angebotenen aufwendigen, also teuren Konzepte von Diagnostik und Therapie zu verteidigen. Mit einer wissenschaftlichen Aufklärung hat das nicht zu tun. Es klingt wie eine Zusammenstellung von Vokabeln, die aus einem Zufalls-Automaten kommen. 

überfällige Korrekturen:
  • Die Ausführungen über Vitamin A sind aus der Luft gegriffen. (Es finden sich auch keine Quellenangaben für einen Mangel bei "100% der Menschen")
  • Vitamin A ist kein Gegenspieler von Vitamin D. Diese Rolle hat allenfalls Cortison.
  • Langsamer Stoffwechsel - was ist das? Viele Begriffe entbehren einer Definition.
  • Vitamin-D-Resistenz ? - ein undefinierbares Gespenst von T. Marshall. Falls es eine Resistenz gäbe, so könnte man mit einem "kompetitiven Antagonismus" überspielen: Dosis steigern, jedoch keinesfalls vermindern!)
Vitamin D  20 000 - das ist eine Dosis, die inzwischen Zehntausende mehrfach wöchentlich nehmen und es ihnen dabei besser geht, weil endlich ein Vitamin-D-Spiegel wie in tropischen Ländern erreicht wird. In den USA sind diese Dosierungen schon seit Jahrzehnten unbeschadet im Einsatz.

Sind es die Erfolge dieser Therapie, die zum Angriff ermuntern.
 

5. KARTOFFEL-GEFAHR +  LOGIK-SALTO + SCHILDDRÜSE 


Eine Aussage in 3 Teile zerlegt: (A,B,C):

(A) K. TROST: „IM ÜBRIGEN ENTHALTEN NACHTSCHATTENGEWÄCHSE CALCITRIOL.“



(B) K. TROST: WÄRE VITAMIN D DAS WUNDERMITTEL FÜR DAS ES VIELFÄLTIG GEHALTEN WIRD, DÜRFTEN MENSCHEN, DIE REGELMÄSSIG KARTOFFELN, TOMATEN, AUBERGINE UND CO ESSEN IM GRUNDE NIEMALS MEHR KRANK WERDEN…“



( C )…UND EINE HERVORRAGENDE SCHILDDRÜSENLEISTUNG HABEN. 

im Bild das Zitat als Screenshot der Homepage: (Stand 22.08.2018)


A
Wenn aktives Vitamin D (Calcitriol) in relevanter Menge in Kartoffeln enthalten wäre, dann würde beim Menschen das Calcium im Blut ansteigen - dem ist aber nicht so.  Kartoffeln enthalten keine relevanten Mengen an aktivem Vitamin D (Calcitriol). Sie kennt nicht den Unterschied zwischen aktivem Vitamin D (Calcitriol) mit dem passiven Vitamin D3. Das ist ein fachlicher Fehler, der den gesamten Beitrag disqualifiziert. Das ist so, als würde man eine brennende Kerze (aktiv) mit einer nicht brennenden (passiv) gleichsetzen.

B
Erstaunlich, wie viele fachliche Fehler man in einen einzigen Abschnitt packen kann:
1) Vitamin D wird nirgends als Wundermittel deklariert
2) Kartoffeln enthalten keine relevanten Mengen von aktivem Vitamin D 
3) Vitamin D wird nirgends zum absoluten Schutz deklariert


C
SCHILDDRÜSEN-Leistung? Was soll das sein? Woher kommt das jetzt auf einmal?

Sprechen wir über Vitamin D oder über die Schilddrüse? Davon war nirgends  die Rede! Bei der chaotischen Verwendung der Begriffe kann bei einem Laien der Eindruck entstehen, dass sich hier jemand wirklich bemüht. Wer sich auskennt erlebt wegen der fortlaufend unsinnigen Verwendung der Begriffe ein Gefühl der Übelkeit.

5. "...WENN DER STOFFWECHSEL SCHNELL IST“


Sie führt Begriffe ein, für die es keine Definition gibt! Was ist ein schneller und langsamer Stoffwechsel? Wo ist der Unterschied? Solche unscharfen Begriffe sprechen den Laien an, der sofort alles zu verstehen glaubt: „Ich hatte immer schon einen langsamen Stoffwechsel!“

Letztlich entziehen solche mythischen-nebulösen Begriffe die nachfolgende Diagostik und Therapie jeder Nachprüfbarkeit. Wissenschaft basiert auf harten Begriffen, die unabhängig vom Untersucher reproduziert werden können.

6. DIE HÜBSCHE SUGGESTION:

FRAGE:

Hier schreibt offensichtlich eine hübsche und engagierte junge Frau, die vehement zur Vorsicht im Umgang mit Vitamin D mahnt. Warum sollte sie ihren Lesern Unsinn erzählen?

ANTWORT:

Ihr Interesse ist es, das Konzept der Vitamin-D-Therapie zu verunglimpfen und davor zu warnen, als sei es verboten: „Kontraindikation“ - das steht in der Titelzeile.  Hat sie sich über die Welle des Erfolges mit der Vitamin-D-Therapie geärgert? Damit verteidigt sie ihre eigenen, wesentlich aufwendigeren Konzepte. Simple Konzepte, die jeder umsetzen kann, sind manch einem eben ein Dorn im Auge. Dieses Phänomen gibt es nicht nur in der Ärzteschaft.

Wir nehmen hier Stellung zu dieser einzigartig extremen Position von Frau K. Trost, weil sie geeignet ist, die Menschen in die Zone der erhöhten Sterblichkeit zu führen: Vitamin-D-Spiegel unter 40 ng/ml oder sogar unter 20 ng/ml sind mit einer hohen Sterblichkeit verknüpft.

Dies ist die wissenschaftliche Quelle für die nachgewiesene signifikante Verknüpfung von Mortalität und Vitamin-D-Spiegel in Deutschland:
Autoren: Zittermann A, von Helden R, Grant W, Kipshoven C, Ringe JD. 
Titel: An estimate of the survival benefit of improving vitamin D status in the adult german population.
freier Zugang: Dermatoendocrinol. 2009 Nov;1(6):300-6. doi: 10.4161/derm.1.6.10970. PubMed PMID:21572875 PubMed Central PMCID: PMC3092570
Link: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3092570/


Nachtrag:
Ein Leser sendete vor 4 Monaten eine Email mit Fragen über Vitamin D an Frau Katja Trost, mit der Bitte um Antwort.
Auch diese Antwort hat der Leser bisher von Frau Trost nicht (!) erhalten.

 


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