Weniger Husten dank Vitamin D - das British Medical Journal berichtet (Referat)

Dr. med. Raimund von Helden, Hausarzt

2017-09-09

1) Fragestellung

"Es gibt keine guten Studien, die irgendeinen Nutzen von Vitamin D belegen!" Derartige Sätze sind in den Medien derzeit weit verbreitet. Hat Vitamin D einen Einfluss auf die Rate der Erkältungen und Atemwegserkrankungen? Eine META-STUDIE des BMJ aus London wird zur Klärung dieser Frage referiert.

2) Methode

Die Meta-Studie wählt 25 randomisierte Studien (fast 11.000 Patienten)  zu Atemwegserkrankungen aus, die entweder eine (unterschiedlich dosierte) Vitamin-D-Therapie oder ein Placebo erhielten.

3) Ergebnisse

Die Grafik ( Forrest-Plot) zeigt: Es gibt unter 25 Studien praktisch nur 3 Ausreißer von der Regel: Vitamin D senkt das Risiko von Erkrankungen der Atemwege. Insgesamt wird das Risiko mit den eingesetzen Dosierungen auf 80 % abgesenkt. Allerdings muß man Vitamin D mindestens wöchentlich einnehmen. Wer weniger als 10 ng/ml Vitamin D im Blut hatte, profitierte besonders.

4) Folgerungen

So kommt der Autor, der mit 59 Publikationen als Experte bezeichnet werden kann, zu diesem Schluss: "Die Vitamin-D-Supplementierung war "SAFE" und schützte insgesamt vor akuten Atemwegsinfektionen." Bolus-Dosierungen alleine hatten keinen Vorteil was dahin weist, dass der Vitamin-D-Spiegel dauerhaft hoch sein sollte. Patienten, die sehr starken Vitamin-D-Mangel hatten, profitierten besonders. (zur Galerie)


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