SPIEGEL ONLINE: Vitamin D Tabletten: Wie sinnvoll sind Ergänzungsmittel

1) Stichwort: „Winter“ - die Illusion der Naturversorgung

Gesunde, aktive Menschen müssen sich in der Regel keine Sorgen machen. Wer von März bis Oktober ausreichend Sonne abbekommt und nicht nur drinnen war, hat vorgesorgt und ein Depot für den Winter angelegt. // Der Körper speichert Vitamin D in Fett und Muskeln und von diesen Reserven lässt sich im Winter zehren.

2) Stichwort: „Niere“ - deplatzierte Warnungen

Wer Vitamin D in zu hohen Dosen einnimmt, tut sich keinen Gefallen: Übelkeit und Erbrechen können die Folge sein. Wer es zu lange zu hoch dosiert schluckt, riskiert Nierenleiden wie Nierensteine oder sogar Herzrhythmusstörungen.
 

3) Stichwort: „Arzt“ -Angebliches Monopol

Wer dennoch Bedenken hat, dass sein Körper zu wenig des Vitamins zur Verfügung haben könnte, sollte das einmal bei seinem Hausarzt abklären lassen. Und nicht einfach Tabletten auf eigene Faust einnehmen.(...)  Üblicherweise ist ein erniedrigter Vitamin-D-Spiegel aber keine Krankheit und muss daher auch nicht behandelt werden. 

4) Stichwort: „1000“ „800“ - falsche Empfehlungen

Überdosierung: In den gängigen Dosierungen mit etwa 800 Einheiten ist das - nach allem, was man bislang weiß - nicht der Fall. Vitamin D härtet nicht nur die Knochen, es wirkt sich vermutlich auch positiv auf die Muskelkraft aus. Allerdings muss man da auch aufpassen. 

Notizen vom VitaminDservice

IRREFÜHRUNG: "Ein schwerer, behandlungsbedürftiger Mangel ist relativ selten. (...) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sieht einen Wert ab 50 nmol/l (20 ng/ml) als optimal an. "  RICHTIG IST: Im Winter sind die Hälfte der Menschen in einem Vitamin-D-Mangel. Man kann die biologische Relevanz beweisen: durch einen 30 Tage-Aufenthalt auf der Sonneninsel oder durch die Vitamin-D-Therapie - dann geht es den Menschen besser. Typisch ist die Manipulation der Grenzwerte, um die Wahrnehmung zu verschleiern. 

Zum irreführenden Beitrag

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/vitamin-d-tabletten-wie-sinnvoll-sind-ergaenzungsmittel-a-1196086.html

Link zur Gegendarstellung

https://www.vitamindservice.de/ndr-07112016-vitamin-d-sollte-man-gar-nicht-erst-messen


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