Was tun, wenn Vitamin D versagt ?


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Wie geht es weiter beim Vitamin-D-Versagen ?

Es hätte so schön sein können:

"Ich bin immer noch müde, täglich Kopfschmerzen, extremer Schlafbedarf, intensive Träume, fehlende Belastbarkeit, den ganzen Vormittag völlig schwunglos. Zudem kippe ich manchmal um und habe dann meist einen zu niedrigen Blutzucker. Leider hat mir Vitamin D nicht geholfen."

Was als Beschwerdebild des Vitamin-D-Mangels erschien, wurde sachgerecht behandelt. Ein Vitamin-D-Mangel wurde sogar bewiesen und auch korrigiert: mit dem Vitamin-D-Rechner ( www.vitaminDrechner.de ). Dennoch trat der Erfolg nicht ein. Auch Magnesium-Citrat wurde genommen und anderes.

Rätsel der Medizin

Etwa 10 solcher Patienten (Therapie-Versager der Vitamin-D-Therapie) habe ich im Laufe des letzten Jahres in meiner Praxis gehabt und dann im zweiten (!) Durchgang erst erfolgreich behandeln können. Durchaus hatten diese Patienten im ersten Durchgang eine gewisse Besserung mit der Vitamin-D-Therapie erreicht, der durchschlagende Erfolg blieb jedoch aus. Weiterhin standen Symptome im Vordergrund, die man inzwischen als Vitamin-D-Mangel kennengelernt hat.

Irrwege und Auswege

Das Rätsel der richtigen Diagnose: die Schwester-Substanz des Vitamin D - das steroidale Hormon Cortisol fehlt! Das, was allen Medizin-Studenten als "Morbus Addison" bekannt ist, wird im normalen Arztleben fast nie gesichtet. Die Diagnose ist ebenso versteckt wie die beim Vitamin-D-Mangel. Wegen der fehlenden Bereitstellung von Zucker in der Blutbahn wird beim Unterzucker eher an einen "Insulin-produzierenden" Tumor gedacht als an den Morbus Addison. Es gibt eine hohe Dunkelziffer! Wenn Menschen immer nur kränkeln und die Medizin das richtige "Passwort" nicht findet, dann verfallen diese Kranken immer mehr.

Beweis: Morbus Addison

Die Diagnose einer unzureichenden Reaktionsfähigkeit im Cortisol-System kann vom Arzt nur durch den ACTH-Test erbracht werden. Nach der Injektion von ACTH (SynACTHen (R)) muss es zu einem Anstieg auf mehr als 20 ng/ml Cortisol kommen. Die schlechte Reaktionsfähigkeit der Nebennieren in der Aufgabe der Cortisol-Bereitstellung ist die Definition der Krankheit. Dabei kann eine normale Ausscheidung von Cortisol darüber hinwegtäuschen, dass dennoch ein Morbus Addison vorliegt. Erst bei Hitze mit Flüssigkeitsverlust, Fieber oder Durchfall verfallen die Patienten so dramatisch, dass sie ins Koma rutschen können. Die fehlerhafte ärztliche Auffassung ist dann: "Es war ein sehr schweres Fieber, ein schwerer Hitzschlag, ein drastischer Durchfall." Das Versagen der Körperkräfte wird nicht als korrigierbares Problem angenommen, weil der Blick durch eine vordergründige Krankheit verstellt ist. Ahnungsvoll wird vielen Patienten in solchen Krisen kurzfristig Cortison gegeben, was ihnen gut bekommt, ja sogar das Leben retten kann. Wenn der Vitamin-D-Spiegel hoch genug ist, dann ist auch nicht mit Schäden im Knochensystem zu rechnen. Wiederholen sich solche Krisen, dann ist es höchste Zeit den Synacthen-Test zu machen.

Fazit:

Wenn nach Korrektur eines Vitamin-D-Mangels mit den von mir entwickelten Regeln eine körperliche Schwäche immer noch anhält, dann empfehle ich, den Synacthen-Test zu machen. Die Therapie besteht beim Nachweis des Morbus Addison dann zunächst in der Gabe von passenden Cortison-Präparaten, u.a. Astonin H (R).

alternative Aspekte:
  • Magnesium-Mangel (Nachweis gelingt erst über die Vollblut-Analyse = im Hepatin-Blut)
  • fehlende Aufnahme von Vitamin D: Laborwert Vitamin-D-Spiegel =?
  • gestörte Funktion von Leber oder Niere:  GGT=?  Kreatinin=?
  • zu große Abstände zwischen den Vitamin D-Einnahmen: täglich einnehmen
  • fehlende sportliche Aspekte: www.vitaminDaktivierung.de
 

Zum Poster:

Wenn eine Therapie mit Cortison beginnt, dann sollte man an den Vitamin-D-Schutz denken.
Wenn  die  Therapie mit Vitamin D scheitert, dann sollte man an Cortison denken.

Die Gesichter im Foto sind durch die Formeln von Cortisol und Vitamin D gestaltet: man erkennt die große Ähnlichkeit!

Dr. med. Raimund von Helden, Hausarzt
 

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