"Ich bin schwanger - welchen Vitamin-D-Spiegel brauche ich?"


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Die Welt am Äquator:

Die Antwort kann man aus einer niederländischen Studie afrikanischer Frauen mit ursprünglicher Lebensweise ableiten. Die Völker der Maasai und der Sengerema leben im äquatorialen Kenia und im südlich angrenzenden Tanzania. Die Studie bietet gleich drei Überraschungen:

1) 50 bis 60 ng/ml ist Standard

Eine gute Nachricht ist, dass ein Vitamin-D-Spiegel von etwa 60 ng/ml von fast allen schwangeren Frauen erreicht wird. Das bedeutet, dass dort, wo die Wiege der Menschheit vor 180.000 Jahren stand, eine gute Versorgung mit Vitamin D selbstverständlich ist. Das bedeutet für alle Frauen auf der Welt, dass  sie in der Schwangerschaft mit einem Vitamin-D-Spiegel von etwa 50 - 60 ng/ml (= "25-Cholecalciferol") im sicheren Bereich sind.

2) Mehr Sonnenschein in der Schwangerschaft

Überraschend ist, dass die Schwangeren bessere Vitamin-D-Spiegel haben als  nicht-schwangere Frauen, die nur etwa 40 ng/ml haben. Je nach kulturellen Gewohnheiten der beiden Völker wurden 35 ng/ml bzw. 47 ng/ml bei nicht-schwangeren gemessen. Das bedeutet, dass eine erhöhte Zufuhr in der Schwangerschaft keineswegs problematisch, sondern im Gegenteil besonders nützlich ist.  So verhalten sich Menschen offenbar seit über 100.000 Jahren: In der Schwangerschaft nutzen Frauen das Sonnenlicht. Die Gesetzgebung zum Mutterschafts-Urlaub ist davon nur noch ein schwacher Wiederhall, denn dieses Gesetz ermöglich bei einer Schwangerschaft im Winter und Frühjahr keineswegs eine verbesserte Versorgung mit Vitamin D.

3) Neugeborene haben nur die Hälfte davon

Es ist eine weitere Überraschung, dass Babys nach der Geburt nur einen Vitamin-D-Spiegel von etwa 30 ng/ml haben. Das bedeutet, dass nur etwa die Hälfte des mütterlichen Vitamin D auch dem Kind zur Verfügung steht. Sicherlich gibt es auch Babys mit einem sehr guten Vitamin-D-Spiegel von 45 ng/ml. So gerechnet wäre bei einem mütterlichen Vitamin-D-Spiegel von 100 ng/ml beim Baby nur etwa 50 ng/ml nachzuweisen. Die Autoren der Studie sprechen davon, dass es etwa 65% sind, die das Baby mitbekommt. Das wären 65 ng/ml bei einer besonders hohen Einnahme von Vitamin D durch die Mutter. Aus diesen Daten kann man unter Anwendung der größten Vorsicht sogar einen unbedenklichen Vitamin-D-Spiegel für Schwangere im Bereich von 60 bis 90 ng/ml ausrechnen. Selbst bei einer erhöhten Zufuhr von Vitamin D kommt es also nur zu abgeschwächten Werten. Die Berechung einer Korrektur des Baby-schützenden Vitamin-D-Spiegels mit unserem Vitamin-D-Rechner ( www.vitaminDrechner.de ) ist einfach und unkompliziert. Das afrikanische Ziel von 60 ng/ml ist allen Frauen zu empfehlen. Der 12-fache Nutzen des Vitamin D ist im Video dargestellt: siehe unten.

Dr. med. Raimund von Helden, Hausarzt
 

Mehr im Video:

Es gibt 12 gute Gürnde, in der Schwangerschaft den Vitamin-D-Spiegel auf ein verbessertes Niveau zu heben:
www.VitaminDservice.de/schwanger
Quelle:
Luxwolda MF, Kuipers RS, Kema IP, van der Veer E, Dijck-Brouwer DA, Muskiet FA. Vitamin D status indicators in indigenous populations in East Africa. Eur J Nutr. 2013 Apr;52(3):1115-25. doi: 10.1007/s00394-012-0421-6. Epub 2012 Aug 10. PubMed PMID: 22878781.
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