Ist Vitamin D als Hochdosis eine Gefahr für mich ?


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Ein passender Vergleich: Auch 100 Teelichter sind problemlos !

Vitamin D Hochdosis - eine Gefahr ? Teelichter machen es verständlich !

Teelicht-Beispiel - Viele Fragen - eine Sorge:

  • Ist hochdosiertes Vitamin D3 eine Gefahr

  • Darf man so viel Vitamin D3 auf einmal nehmen?

  • Es ist doch ein Hormon - dann hat es doch auch eine Wirkung, die gefährlich werden kann!

  • Vitamin D ist fettlöslich und sammelt sich im Fettgewebe!

Die Antworten:

Der Vergleich:
Bei der Einnahme von Vitamin D verhält es sich wie mit dem Kauf von Teelichtern

100 Teelichter:
Sie kaufen 100 Stück und legen sie ins Regal. Es ist ein gefahrloser Vorrat, mehr nicht. Das entspricht dem passiven Vitamin D3. Es ist vom Gefahrenaspekt weitgehend unerheblich, wie viele Teelichter es sind. Wenn dann ein Licht benötigt wird, nehmen Sie ein einziges heraus und zünden es an. Das ist die Aktivierung des Vitamin D3 zum "1,25-Cholecalciferol" oder auch "Calcitriol" genannt. Dieser Ablauf  vollzieht sich nach einer sensorisch gesteuerten Aktivierung in der Niere unter Mitwirkung des Parathormones. Das Parathormon (PTH) ist das Feuerzeug.

Aktiv = brennend:
Es kommt für die Beurteilung der Gefahr darauf an, wie viele Kerzen tatsächlich brennen, also aktiv sind. Im Organismus gibt es einen Calcium-Sensor, der in der Nebenschilddrüse liegt. Je nach Höhe des Calcium-Wertes sendet dieser Sensor ein regulierendes Signal. Dieses hormonelle Signal ist das "Parathormon". Merkspruch zur Wirkweise dieses Hormones: "Parathormon hält Calcium parat". Sobald das Calcium im Blut absinkt, wird das PTH von der Nebenschilddrüse erhöht. Das ist der Befehl, weitere "Kerzen anzuzünden". Wenn das Calcium hingegen zu hoch steigt, wird das "Feuerzeug-Hormon" PTH heruntergeschraubt.

perfekte Regulation
Das alles funktioniert so hervorragend, dass der Laborwert "Calcium im Serum" sogar langweilig geworden ist: der Wert ist praktisch immer in Zielbereich. Das ist auch wichtig, denn der Calcium-Spiegel ist die Elektrik des Körpers. Über die Calcium-Ionen werden Nerven - und Muskelzellen gestartet. Schon ein Calcium-Wert im unteren Normbereich ist für viele spürbar. Es entstehen die typischen Symptome des Vitamin-D-Mangels. Eine plötzlich auftretende Müdigkeit und Erschöpfung könnte ein starker Rückgang des Calcium-Spiegels sein. 

biologische Sicherheit:
Die Zufuhr von passivem Vitamin D3 auch in einer hochdosierten Menge von 200 000 oder 300 000 bedeutet noch lange nicht, dass Vitamin D3 gleich aktiv wird. Probleme treten erst auf, wenn der Haushalt des Körpers fast keine Teelichter mehr hat, das ist der Vitamin-D-Mangel. Dann kommt es zu schweren Störungen in der Steuerung der Zellen. Das aktive Vitamin D - die brennenden Teelichter - sind wie ein Ampel-System. Über dieses Ampel-System wird der Stoffwechsel und die Aktivität der Zellen gesteuert. Bildlich stelle man sich ein Hotel vor, in dem brennende Teelichter den Besuchern den Weg zeigen. 

Vorrat nötig:
Der Bestand an "Teelichtern", entsprechend dem Vitamin-D-Spiegel, sollte nicht unter 40 ng/ml fallen. Bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel fehlt es an "Ampel-Signalen" und die "Besucher" verlaufen sich im "Hotel". Ein funktioniernder Stoffwechsel ist ohne Signale nicht denkbar.

Interessant:

Das Verhältnis von brennenden zu nicht-brennenden "Teelichtern" ist ungefähr 1 zu 1000. Der "Vitamin-D-Spiegel" - das ist das passive Vitamin D in der Speicherform. Dazu ein Beispiel: der (passive) Vitamin-D-Spiegel sei 40 ng/ml und der Spiegel des aktiven Vitamin D  40 pg/ml. Dann beträgt das Verhältnis 1: 1000 ! Auf 1000 passive Moleküle Vitamin D3 kommt ein aktives Molekül.

Fazit:

  • Was immer wieder als "hochdosiertes" Vitamin D bezeichnet wird, ist nichts anderes als die sinnvolle Bevorratung mit Vitamin D.
  • Es wird ein unverzichtbarer natürlicher Vorrat gebildet, wie er in tropischen Ländern völlig normal ist.
  • In Ländern am Äquator gibt es weit weniger Erkankungen wie etwa Krebs, Autoimmunkrankheiten, Herzinfarkte.
  • Vitamin-D-Mangel - das bedeutet im Sinne dieses Beitrags, dass jemand "nicht mehr alle 40 Teelichter im Schrank hat!"


Dr. med. Raimund von Helden, Hausarzt


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