Kritik: "Vitamin-D-Mangel ist nur Indikator, nicht die Ursache der Krankheit!"


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Krebs geht mit schlechten Vitamin-D-Spiegeln einher - aber warum?

Es war zu hören, dass die unstrittig schlechten Vitamin-D-Spiegel bei Neudiagnosen von Krebskrankheiten nur eine Folge des Tumor-bedingten Verbrauchs an Vitamin D seien. 

Der Stern schreibt in seiner Kritik am Vitamin D  (Zitat):

 "Es ist bekannt, dass kranke Menschen niedrige Vitaminspiegel haben", sagt Ingrid Mühlhauser, Professorin für Gesundheitswissenschaften an der Universität Hamburg. Unklar ist aber, ob das eine Ursache oder Folge von Veränderungen im Körper ist."  Zitat Ende.

Die signifikante Verknüpfung von Krankheit und schlechtem Vitamin-D-Spiegel wird weltweit in immer neuen Studien bestätigt. Das ist sogar unstrittig! Was aber ist Ursache, was ist Wirkung? Das ist die These der Kritik am Vitamin D:

  • Die Hypothese vom Indikator: "Niedriges Vitamin D ist nur eine Anzeige für Probleme!"

Erst Krebs, und dadurch dann schlechte Vitamin-D-Spiegel? Dann wäre Vitamin D nur ein Indikator - die Mühlhauser-Hypothese.

  • Die Hypothese von der Ursache: "Ohne den Mangel beim Vitamin D hätte es die Probleme nicht gegeben!"

Also erst schlechte Vitamin-D-Spiegel und dadurch dann Krebs? Dann wäre Vitamin D schützend und eine Einnahme dringend zu empfehlen.

Schauen wir einmal in die Biochemie, denn die Biochemie ist der Programm-Code der Natur!

Zum Glück steht Vitamin D nicht allein in der Welt der Biochemie, es hat eine Familie: die Familie der Steroid-Hormone, aus der es entstammt. 

Es darf sogar angenommen werden, dass Vitamin D das erste Steroid-Hormon der Evolution ist, denn es kommt noch heute im Stoffwechsel der maritimen Einzeller vor. Bis heute ist es daher über den Konsum von Seefisch aus tropischen Gewässern eine Quelle für die Zufuhr von Vitamin D.

Vorsicht - die folgenden Passagen beanspruchen Ihr Gehirn:

Wenden wir die Indikator-Hypothese auf andere Steroid-Hormone an:

Situation 1: Testosteron-Mangel

Ein Mann mit Muskelschwäche hat krankhaft niedrige Werte von Testosteron im Blut. 

Interpretation als Indikator: "Weil die Muskeln schwach sind, ist dadurch der Testosteron-Spiegel abgesunken".

Interpretation VitaminDelta: "Weil der Testosteron-Spiegel abgesunken ist, wurden dadurch die Muskeln schwach."

Situation 2: Cortisol-Mangel

Eine Frau mit anhaltender Kreislaufschwäche hat krankhaft niedrige Werte von Cortisol im Blut (Morbus Addison). 

Interpretation als Indikator: "Weil eine anhaltende Kreislaufschwäche da ist, ist dadurch der Cortisol-Spiegel abgesunken".

Interpretation VitaminDelta: "Weil der Cortisol-Spiegel abgesunken ist, entstand dadurch eine anhaltende Kreislaufschwäche".

Situation 3: Progesteron-Mangel

Eine Frau mit Blutungen bereits in der 3. Woche des Zyklus hat krankhaft niedrige Werte von Progesteron im Blut. 

Interpretation als Indikator: "Weil eine Zyklus-Störung da ist, ist dadurch der Progesteron-Spiegel abgesunken".

Interpretation VitaminDelta: "Weil der Progesteron-Spiegel abgesunken ist, entstand dadurch eine vorzeitige Blutung".

Fazit: Steroidhormone steuern die Zellen - nicht umgekehrt.

Stellen Sie sich einen 100-Meter-Sprint bei Olympia vor. Der Gewinner der Goldmedallie würde bei der Doping-Kontrolle einen überhöhten Testosteron- spiegel aufweisen. Zur Rede gestellt würde er Ursache und Wirkung vertauschen, um die Menschen irre zu führen:

"Weil ich meine Muskeln so perfekt trainiert habe, ist mein Testosteron-Wert dadurch höher angestiegen als bei anderen Sportlern. Ich verlange die Gold-Medallie."

Die Indikator-Hypothese ist in dieser Situation lächerlich!

Das Lächeln über diese absurde Argumentation vergeht mir aber, wenn versucht wird, den billigen Naturstoff Vitamin D in Misskredit zu bringen. Ich denke auch an die riesige Aufgabe, Millionen von Menschen, die nicht einmal den Mindestwert von 20 ng/ml haben, zu informieren und zu versorgen.

Wann kommt das erste öffentlich finanzierte Programm für die ahnungslosen Menschen mit lebenslangem Vitamin-D-Mangel ?

Dr. Raimund von Helden

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"Wählen Sie die Absturz-Airline !" - ein irrsinniger Ratschlag !

Die Metapher von den zwei Airlines entlarvt den falschen Denkweg

"Auch wenn die Benutzung einer Airline mit hoher Sterblichkeit verbunden ist - alles egal!"

Ein Beipiel: Stellen Sie sich vor, Sie hatten die Wahl zwischen zwei Fluggesellschaften. Die hieße "Staatseigene Standard Air" sie fliegt stets in der Flughöhe "15". Die Alternative heisst "Sunshine-Air" und bevorzugt eine Flughöhe von "50". Gemeint sind damit die Vitamin-D-Spiegel von 10 ng/ml und 50 ng/ml. In der Vorstellung kann man sich eine Flughöhe von 1,5 km und 5,0 km über dem Boden vorstellen.

Statistiken zur Flugsicherheit besagen dann, dass es bei Flügen der (staatlichen) Standard-Air jährlich 18'000 Menschen mehr ums Leben kommen als mit der Sunshine-Air.

Reflexhaft würde man nie wieder bei der Standard-Air einsteigen. Die offiziellen Stellen aber beteuern hingegen: "Alles nur eine Mode-Erscheinung, ein Hype, man will bei Ihnen nur 5€ zusätzliche Gebühr pro Jahr kassieren."

Angesichts der Kontroverse erklärt die staatliche Flugaufsicht im TV-Interview, dass "zu keinem Moment irgendeine Gefahr für die Bevölkerung bestand oder in Zukunft bestehen wird." Das Wissenschafts-Ministerium steuert bei: "Es gi bt keine Studien, die belegen, dass die Passagiere der staatlichen Airline mehr gefährdet sind. Zwar gibt es massenhaft Todesfälle in der staatlichen Airline, doch das sei nru Folge davon,dass kranke Passagiere die preiswerte staatliche Fluglinie wählen und später aus anderen Ursachen versterben. Niemand solle sich davon beeinflussen lassen.

Fazit: "Ihr könnt mir was erzählen, über meine Zukunft entscheide ich selbst!"
Es ist das Vorrecht jedes einzelnen Menschen, Lebensbereiche zu vermeiden, die risikobehaftet sind. Dabei ist es ziemlich egal, ob das Risisko "nur statistisch assoziiert" ist oder bereits ursächlich nachgewiesen wurde. Auch benötigt man bei einem so offensichtlichen Zusammenhang keine "Doppelblind" zufallsverteilte Studie, um eine Entschiedung zu treffen, denn es geht um Leib und Leben.

"Bleiben Sie besser bei 5 € Lohn pro Stunde. Der Nutzen einer Lohnerhöhung ist unbewiesen!"

Das nächste Beispiel: Stellen Sie sich vor, jemand argumentiert: "Ein Lohn von 5 € pro Stunde ist genug. Folgen Sie nicht dem "Hype", dass es Ihnen mit 50 € pro Stunde besser gehen würde. Auch wenn Menschen mit einem Lohn von 50 € pro Stunde nachweislich eine geringere Sterblichkeit haben, so ist das lediglich rein statistisch. Es bleibt unbewiesen, ob die Erhöhung des Lohnes auf 50 € die Sterblichkeit langfristig vermindern kann."

Zusätzlich erfahren Sie, dass diejenigen, die dort argumentieren, rein gar nichts dagegen unternehmen, dass große Teile der Bevölkerung mit 1 € bis 4 € auskommen müssen. Ein fader Beigeschmack. 

"Wenn Ihr Kind in der Schule Note 4 hat, so sollten Sie keinesfalls Hilfe anbieten!"

Es soll auch Lehrer geben, die erklären, dass man Schüler mit Note "4 -" keineswegs fördern sollte. Die hintergründige Wahrheit: wenn man das sagt, dann muss man auch Mittel und Wege für die Förderung bereitstellen. Förderung zu empfehlen bedeutet auch, bei dieser Förderung mitzuhelfen. So ist es für viele der einfache Ausweg, generell von der Hilfe abzuraten. Wenn nicht gerne Hilfe bereitstellt, der rät davon ab.

Das Bild mit der schwarzen Kurve zeigt den Zusammenhang von steigendem Vitamin-D-Spiegel und sinkender Sterblichkeit:

In unserem Autoren-Team sind weltweit renommierte Wissenschaftler vertreten wie Prof. Armin Zittermann, William Grant und Prof Ringe.
Wenn Sie wissen wollen, wo Ihr Vitamin-D-Spiegel gerade liegt, machen Sie den Online-Test:

 Hier finden Sie eine kostenlose Schätzung Ihres aktuellen Vitamin-D-Spiegels:

Mehr erfahren über den eigenen Vitamin-D-Spiegel: www.vitamindservice.de/node/88


Quellenangabe:

Zittermann A, von Helden R, Grant W, Kipshoven C, Ringe JD. 
An estimate of the survival benefit of improving vitamin D status in the adult german population.
Dermatoendocrinol. 2009 Nov;1(6):300-6. doi: 10.4161/derm.1.6.10970. PubMed 
PMID:21572875 PubMed Central PMCID: PMC3092570

Text im Bild: "Henne oder Ei"
War zuerst eine Henne da, die ein Ei legt?
War zuerst eine Ei da, aus dem ein Küken schlüpfte?

War zuerst ein Vitamin-D-Mangel da, der mich krank gemacht hat?
War zuerst eine Krankheit da, die zu einem Vitamin-D-Mangel führte?

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