Erfahrungsbericht von "Anne Baumann": Vitamin D wirkt starken Nebenwirkungen von Epilepsiemedikamenten entgegen 

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Erfahrungsbericht: Anne Baumann
17. September 2016

STICHWORTE: SYMPTOME VITAMIN-D-MANGEL, MÜDIGKEIT, SCHLAPPHEIT, ENERGIELOSIGKEIT, ERSCHÖPFUNG,  EPILEPTISCHE ANFÄLLE, EPILEPSIE, starke KONZENTRATIONSPROBLEME, KOPFSCHMERZEN, SCHWINDEL, APETITTLOSIGKEIT, KNOCHENSCHMERZEN und WACHSTUMSSCHMERZEN.
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Meine 13 jährige Nichte Eva leidet seit einigen Jahren unter epileptischen Anfällen. Auf Grund des Schweregrades Ihrer Anfälle wurde sie auf zwei Medikamente gegen Epilepsie eingestellt. Ganz zu Anfang bekam sie den Wirkstoff Carbemazepin, der zu einem späteren Zeitpunkt durch Oxcarbazepin ersetzt wurde. Hinzu kam noch ein weiteres Medikament. Mit der Zeit zeichneten sich deutliche Nebenwirkungen dieser beiden Medikamente ab. Diese Nebenwirkungen zeigten sich in verstärkter Müdigkeit, Schlappheit, Energielosigkeit und Erschöpfung, direkt morgens nach Einnahme des Medikamentes. Hierdurch war es sehr schwierig in der Schule und bei den Hausaufgaben die erforderliche Konzentration beizubehalten. Es traten vermehrt Kopfschmerzen und Schwindel auf, zunehmende Apetittlosigkeit stellte sich ein, sowie Knochen und Wachstumsschmerzen.

Bei einer Nachuntersuchung wurde der Arzt gebeten einmal den Vitamin D Spiegel von Eva mitzubestimmen. Zunächst erkannte der Arzt nicht die Notwendigkeit zur Bestimmung des Vitamin D Wertes. Nach längerem Fragen willigte er jedoch ein. Das Ergebnis war wie erwartet. Der Vitamin D Spiegel lag nur noch bei 8 ng/ml, obwohl meine Nichte schon einen handelsüblichen Vitaminkomplex mit 400 Einheiten pro Tag zusätzlich einnahm. 

Mit diesem sehr schweren Vitamin D Mangel, gab es akuten Handlungsbedarf. Ich fragte den Arzt nach einem Rezept über ein hochdosiertes Vitamin D Präparat. Auch dieses erhielt ich erst nach der dritten Nachfrage. Meine Nichte begann sofort mit einem Setup nach der Berechnungsformel von Dr. von Helden über den Vitamin D Rechner. Auch die Erhaltungsdosis ließen wir über den Vitamin D Rechner bestimmen. Diese jetzt erfolgte Vitamin D Therapie wurde konsequent durchgeführt.

Leider wurden die Epilepsiemittel nicht in der nötigen Regelmäßigkeit eingenommen, sodass sich ein erneuter Anfall nach 7 Monaten einstellte. Dieser Anfall war zurückzuführen auf die unregelmäßige Medikamenteneinnahme meiner Nichte. Wir bemerkten hierbei, dass dieser Anfall deutlich schwächer ausgeprägt war, als die Anfälle zuvor. Er war nicht so lang anhaltend und weniger ausgeprägt in den heftigen Begleiterscheinungen. Im Krankenhaus wurde die Medikation leicht erhöht. Die Ärzte bekundeten allerdings die Sorge, dass die oben genannten Nebenwirkungen der Medikamente bestehen bleiben könnten. Wir beobachteten die Reaktionen von Eva unter Einnahme von Vitamin D auf die neue Medikation. Mit Erstaunen stellten wir fest, dass die Müdigkeit und Erschöpfung trotz höherer Dosierung der Epilepsiemedikamente wirklich verschwunden waren. Die Lehrer bestätigten, das Eva in der Schule aufmerksamer am Unterricht teilnahm. Die Kopfschmerzen waren bedeutend weniger geworden und der Schwindel nur noch sehr selten. Meine Nichte hatte wieder einen guten Apetitt und auch die Häufigkeit der Knochenschmerzen war zurückgegangen. Der Allgemeinzustand von Eva wurde auch in den Arztberichten als stabil bezeichnet. In einem Gespräch mit den Ärzten zeigten sich diese sehr erfreut über diese positive Entwicklung meiner Nichte, vor allem aber darüber, das Eva die verordneten Medikamente deutlich besser vertrug als zuvor. Jetzt achtet die Familie streng auf die regelmäßige Einnahme der Epilepsiemittel. Auch das Vitamin D Präparat wird genau nach der Berechnung eingenommen.



Eine sehr deutliche Stabilisierung des sehr schlechten und schwachen Allgemeinzustandes wurde durch die Einnahme eines hochdosierten Vitamin D Präparates wieder erreicht. 
Für mich war dieser Fall ein deutliches Zeichen, der positiven Wirkungsweise von Vitamin D bei schweren Erkrankungen des Gehirns, wie hier bei Epilepsie. Die oben genannten Nebenwirkungen der Epilepsiemedikamente gleichen sehr denen einer vegetativen Dystonie aus dem Buch: Gesund in 7 Tagen von Dr. Raimund von Helden. Bei der vegetativen Dystonie werden sehr schnell Erfolge mit der Verbesserung des Gesundheitszustandes erzielt, bereits nach 7 Tagen kann dies spürbar werden. Diese deutliche Besserung gelang auch in unserem Fall.

Schon ein Blick auf den Beipackzettel der Epilepsiemittel fordert eine ärztliche Verordnung von einem hochdosierten Vitamin D Präparat. Auch eine 1-2 mal jährliche Blutkontrolle ist sehr ratsam, damit der Vitamin D Spiegel hier unter Beobachtung bleibt. Es ist erwiesen, dass die Einnahme von Carbemazepin und Oxcarbazepin, Vitamin D in seiner Stoffwechselaktiven Funktion hemmt. Der Vitamin D Spiegel bleibt ohne Zufuhr stets in einem ganz niedrigen Bereich. Oft zeigen sich bei Epilepsiepatienten nicht mehr messbare Werte.

Epilepsiemittel können auch den Knochenstoffwechsel durch den zu grundeliegenden Vitamin D Mangel verändern. Die Kontrolle der AP Werte (Knochenenzyme) empfiehlt sich deshalb ebenfalls, um Knochenerkrankungen jeglicher Art frühzeitig aufzudecken, ganz besonders auch bei Kindern. Ich möchte ein kurzes Zitat aus einem Buch hier einfügen, indem es heißt:
Im schwersten Fall kann sich dabei eine "Osteopathia antiepileptica entwickeln, das bedeutet eine medikationsbedingte Osteoporose beim heranwachsenden Kind. 
(Zitat aus dem Buch:  Arzneimittel als Mikronährstoffräuber: Gröber/Kisters)

Es gibt also genügend Gründe Epilepsie-kranke Menschen dauerhaft mit Vitamin D zu versorgen, um diesen medikamentös bedingten Vitamin D Mangel sofort auszugleichen.  Hierbei muss auf eine hochdosierte Vitamin D Einnahme geachtet werden. Wie das oben genannte Beispiel zeigt, wird ein Vitamin-D-Spiegel durch die tägliche Zufuhr von 400 IE nicht (!) angehoben. 

Zusätzlich zum Vitamin D haben wir gute Erfahrungen mit der Einnahme von Vitamin B12 Methylcobalamin gemacht. Dieses Nervenvitamin hat viele positive Auswirkungen auf die Gehirnfunktion. Vitamin B12 sollte meiner Meinung nach den Epilepsie-kranken Menschen genauso unterstützend verabreicht werden, wie das Vitamin D.

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