22,90 Euro: Magnesium transdermal

Magnesium transdermal: als Ergänzung zum Vitamin D

Die Liste für das Syndrom eines Magnesium-Mangels liest sich wie die eines Vitamin-D-Mangels:

•    Angst, Depression

•    Muskelzittern

•    gehäuft Krämpfe in der Wade

•    Krämpfe der Kaumuskulatur

•    Krämpfe der Hand

•    schnelle Ermüdbarkeit

•    häufige Kopfschmerzen / Migräne

•    Bluthochdruck

•    Kribbeln, als ob Ameisen über die Haut laufen

•    hoher Schlafbedarf

•    kalte Füße

•    Herzrasen

 

Viele Menschen leiden an diesen Symptomen, die dem Vitamin-D-Mangel sehr ähnlich sind: dem Mangel an Magnesium. Das wesentliche Problem bei der Magnesium-Versorgung ist die Aufnahme, die über den Bauch nur sehr schlecht funktioniert. Daher kann trotz regelmäßiger oraler Einnahme das Magnesium-System jahrelang Not leiden. 

Die simple Problem-Lösung ist die "Magnesium-Lösung": Man löst eine Tasse voller Kristalle des Magnesiumchlorid auf, indem man heißes Wasser darüber einfüllt und mit einem Löffel umrührt. Es löst sich auf wie Zucker, das heißt, eine volle Tasse mit Magnesiumchlorid löst sich mit Wasser vollständig auf. Die Anweisung zur Mischung lautet daher: auf eine Tasse Kristalle kommt so viel heißes Wasser bis die Tasse voll ist.

Dieses Konzentrat kann man in eine Waschschüssel einfüllen, um ein Fußbad von etwa einer halben Stunde zu nehmen. Alternativ kann man das Konzentrat über eine Sprayflasche als sogenanntes "Massage-Öl" benutzen. Die Lösung fühlt sich zwar ölig an, enthält aber nur Magnesiumchlorid und Wasser, also kein Öl oder Fett.

Magnesium-Ionen werden über die Schweißdrüsen der Fußsohlen gut aufgenommen, denn Schweißdrüsen scheiden beim Schwitzen massiv Elektrolyte aus. Mit der "transdermalen Magnesium-Therapie" wird der umgekehrte Weg genutzt. Magnesiumchlorid ist ein wirksames Prinzip im Salz des Toten Meeres in Israel, denn es macht dort mehr als 50 % des Salzbestandes aus. Ein Teil der Heilungseffekte vom Toten Meer verdanken wir wissenschaftlich gesehen dem Magnesium-Chlorid, das man hier bei uns gleich kiloweise erwerben kann.

Diese Methode ist preiswert, effizient, angenehm und ungefährlich. Eine Überdosierung ist auf diesem Wege nicht möglich. Magnesium ist ein idealer Kombinations-Partner zur Vitamin-D-Therapie. Dies gilt insbesondere dann, wenn obige Symptome weiter bestehen bleiben.

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Die 25-kg-Alternative geringfügig höheren Preis:

1) ZUBEREITUNG:
Eine Tasse voll mit diesem Salz kann durch Eingießen von kochendem Wasser verflüssigt werden. Es geht wie beim Zubereiten von Tee. Die Salzlösung kann lauwarm oder kalt angewendet werden. Auch nach der Anwendung kann die Lösung immer wieder verwendet werden, denn sie sterilisiert sich selbst und Magnesium geht nur minimal verloren.

2) INHALTSSTOFFE:
Dieses Produkt ist für die äußere Anwendung als flüssiges Konzentrat geeignet: "transdermale Magnesium-Therapie". Das Magnesium wird mit Chlorid gekoppelt zum Salz, das typischerweise auch Wassermoleküle anlagert: 6 je MgCl - also Hexa=(6) + Hydrat=(H2O). Es handelt sich also um ganz normales Magnesiumchlorid. Dieses Salz hat daneben noch Spuren von Kalium, Natrium und Calcium, wie sie in vielen Lebensmitteln vorkommen und daher völlig unschädlich sind. Diese natürlichen Spuren zu entfernen würde viel Energie in der Zubereitung erfordern, was biologisch gesehen sinnlos ist. 

3) REINHEIT:
Im 25-kg-Sack ist kein chemisch reines Magnesiumchlorid = "E511" wegen minimaler natürlicher Beimengungen. Doch eine solche Reinheit ist für den Hausgebrauch nicht nötig. Wer lediglich "E511" äußerlich = "transdermal" anwenden will, der kann hier zugreifen. 

4) NEGATIVE ERFAHRUNGEN:
Wer durch ein Ekzem ständig kleine Hautverletzungen hat, der muss sich auf ein Brennen in diesen Wunden gefasst machen. Ekzem-Kinder sollte man nicht damit ärgern. Erwachsene mit kleinen Bagatell-Kratzern tolerieren das hingegen nach kurzer Zeit: Anfängliches Brennen legt sich nach einer Minute. Das kenne ich schon aus meinem Bad im Toten Meer, das bekanntlich vorwiegend aus MgCL besteht.

5) POSITIVE ERFAHRUNGEN:
Der Versuch einer Therapie mit einem Fußbad empfiehlt sich für all diejenigen, die auch nach einer Normalisierung ihres Vitamin-D-Spiegels mit der Vitamin-D-Therapie weiterhin Muskel-Krämpfe, Schmerzen oder Brennen in den Beinen haben. Die treuesten Anwender sind Menschen, die von regelmäßigen nächtlichen Beschwerden geplagt werden. Diese Patienten beschreiben eine deutliche Linderung durch das abendliche Fußbad. 

HINWEIS:
Für alle Menschen mit solchen anhaltenden Beschwerden empfiehlt sich eine diagnostische Prüfung auf Borreliose, Vitamin-B-12 Mangel, Vitamin-D-Mangel, Diabetes mellitus, Multiple Sklerose und andere Ursachen für Neuropathien. Wenn die Diagnose bereits bekannt ist und kunstgerecht therapiert wird, dann ist das MgCl-Fußbad eine sinnvolle Ergänzung. Nicht jeder braucht gleich einen Sack mit 25 kg - es gibt auch Eimer mit kleineren Mengen. Der Preis ist aber praktisch gleich!

Die Alternative: www.mgcitrat.de

Quellenangabe für den Nutzen: Engen DJ, McAllister SJ, Whipple MO, Cha SS, Dion LJ, Vincent A, Bauer BA, Wahner-Roedler DL. Effects of transdermal magnesium chloride on quality of life for patients with fibromyalgia: a feasibility study. J Integr Med. 2015 Sep;13(5):306-13. doi: 10.1016/S2095-4964(15)60195-9. PubMed PMID: 26343101.

 

Pharmakologische Wirkung von Meerwasser:

Publikation in „Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt“ 6 / 2005, S. 68 - 72

Kritik am "Transdermalen Magnesium"

Gegenhypothese

Es gibt kritische Stimmen, die behaupten, dass es generell und für alle Zeiten unmöglich sei, dass Magnesium durch die Haut aufgenommen würde.

"völlig unmöglich"

Es wird argumentiert, dass ein Bad im Toten Meer (reich an Magnesium-Chlorid) sonst zu einer Vergiftung führen würde. Auch sei die Haut mit ihrem Plattenepithel für die Aufnahme ungeeignet. Die Kritik geht so weit, dass dieser natürliche therapeutische Ansatz, den es schon seit der Römerzeit gibt, als "Bullshit" (1) bezeichnet wird. Der Autor rutscht schon in der Überschrift in die "wissenschaftliche Fäkalsprache" !

Schweißdrüsen !

Was ist denn mit den Schweißdrüsen? Die geben doch beim Schwitzen verschiedene Salze, darunter auch Magnesium ab! Wieso sollte dieser Prozess nicht umkehrbar sein? Wer den Chemie-Unterricht nicht verschlafen hat, der weiß, dass alle chemischen Prozesse in der Natur umkehrbar sind! Stellt man durch ein Magnesium-Konzentrat einen hohen Gradienten zur Verfügung, so sollte das diesen Prozess umkehren können. Weder die "Bullshit"-Hypothese, noch die "Transdermal"-Hypothese sind einer wissenschaftlichen Nachprüfung unterzogen worden. So ist die Frage weiterhin offen. Ich lasse mich gerne belehren, aber nicht von "Bullshit"-Emotionen.

Das Experiment

Als Landarzt habe ich nicht die Möglichkeiten einer Forschungsmaschine, die jedes Jahr Milliarden verfuttert. Leider wird für die Verifizierung oder die wissenschaftliche Widerlegung natürlicher Wirkprinzipien und deren Hypothesen kaum Geld bereitgestellt. Eher werden weitere Euro-Milliarden für die letzten Quarks versenkt, als dass Dinge, die uns unter den Nägeln brennen, erforscht werden. Magnesium ist eine absolutes Billigprodukt, das keine Aussichten auf einen größeren kommerziellen Nutzen verspricht. Eine Klärung unserer Frage könnte ein einfacher Versuch mit radioaktiv markiertem Magnesium bringen. Wenn nach einem 1-stündigen Fußbad und anschließendem Abspülen keine Radioaktivität im Körper nachweisbar ist, dann wäre die Transdermale Magnesium-Therapie widerlegt.

In diesem Fall müssten die Untersucher allerdings eine andere Erklärung dafür finden, dass "unheilbare Wadenschmerzen" mit dieser Therapie immer wieder geheilt werden können. Daher bleibe ich bis zur ausstehenden wissenschaftlichen Klärung bei meiner Hypothese, dass nach Abwaschen der Test-Lösung eingedrungene Magnesium-Ionen im Körper nachweisbar sein werden. Niemand, der wissenschaftlich denken kann, wird anzweifeln, dass auch kleine Magnesium-Mengen biologische Folgen haben können. Geben Sie einmal eine Prise Magnesium auf "die Füße" einer Topf-pflanze mit gelben Blättern und beobachten Sie, wie die Blätter wieder Chlorophyll-Grün bilden können (2). Chlorophyll ist ein Bio-Katalysator, ohne den die Energietransformation in der Pflanze nicht denkbar ist. Leider wissen wir über (kommerziell nutzbare) Pflanze mehr als über uns selbst.


Fazit:

Wer die Transdermale Magnesium-Therapie für "Bullshit" hält, soll darauf verzichten und sich kostspieligeren Therapien zuwenden. Die Wissenschaft als Schiedsrichter hat für so triviale Fragen bislang weder Geld noch Zeit.

Wer das kritische Denken jedoch nicht verlernt hat, der wird einer differenzierten Auffassung zustimmen: "Das was am Ende hinten raus kommt" (Bullshit) enthält nach der Passage durch Magen und Darm des Rindes etwas weniger Magnesium als das, was man vorne verfüttert hat. Dieser Nachweis einer enteralen Magnesium-Aufnahme beim Rind kann aber keineswegs durch einen "Bullshit-Rap-Contest" entschieden werden. Die Fragen der Pharmakokinetik sollten mit radioaktiv markiertem Magnesium beantwortet werden.


(1) Die Leser von DocCheck.com bekamen diesen Artikel vorgesetzt: "Magnesiumöl: Transdermaler Bullshit"

In 74 Kommentaren unter seinem Beitrag wird der Autor immer wieder ermahnt, wissenschaftliche Untersuchungen zu nennen. Die fehlen leider im Beitrag. Der ganze Artikel ist daher eine polemisch vorgetragene Meinung, mehr nicht. Positive praktische Erfahrungen haben den Autor nicht zum Nachdenken angeregt.

Sollen hier Ärzte (DocCheck), die dort als Leserschaft versammelt sind, vor einem Flirt mit preiswerten, natürlichen Methoden bewahrt werden?

(2) Magnesium macht Pflanzen wieder grün: http://managingnutrients.blogspot.de/2012/12/magnesium-forgotten-element-in-crop.html