Kritik am Vitamin-D-Buch: Vitamin K2, Magnesiumstatus, Gratis-PDF


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Zitat aus einer kritischen Rezension meines Buches


ZITAT ANFANG aus einem kritischen Beitrag: (mein Kommentar findet sich darunter)
3,0 von 5 Sternen

ACHTUNG - VORSICHT! (für alle Leser bis 17. Auflage)
Von Roman (am 16. Juli 2016)

"Dieses wegweisende Buch konzentriert sich bis zur inkl. 17 Auflage zu sehr auf Vitamin D allein und lässt bei aller Euphorie über die beschriebenen Erfolge ein paar "nicht ganz unwichtige Details" unter den Tisch fallen:

Vitamin D und Vitamin K sind Antagonisten, hohen Dosen von Vitamin D führen daher langfristig zu einen Vitamin K Mangel. Während Vitamin K1 für die Blutgerinnung zuständig ist reguliert Vitamin K2 den Calciumspiegel im Blut und soll eigentlich verhindern dass sich das überschüssige Calcium in den Gefäßen ablagert wo es nicht hingehört. Das Fatale an der Sache ist dass es durch einen erhöhten Vit D Spiegel zu einer erhöhten Calciumresorption kommt die gerade bei älteren Menschen mit schlechten Magnesiumstatus das sensible Calcium/Magnesium Gleichgewicht kippen kann.

Wer einer älteren Person unter der Annahme Gutes zu tun massiv hohe Dosen Vitamin D3 verabreicht ohne dabei Magnesium und Vitamin K2 im Auge zu behalten handelt fahrlässig und riskiert mitunter dass diese Person allmählich innerlich verkalkt.

Vor Beginn der Vitamin D Theraphie sollte man den intrazelluläreren (!) Magnesiumstatus bestimmen lassen, NICHT den Serumwert wie von der Krankenkasse bezahlt, der sinkt nämlich erst dann wenn bereits ein massiver Mangel vorherscht (ähnlich bei Vit B12)
Eine zusätzliche, sich tageszeitlich nicht überschneidende, Vitamin K2 und Magnesium Substiution ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Dass auf all diese Punkte (und noch mehr) erst ab der 18. Auflage endlich eingegangen wird ist ein schwacher Trost für all diejenigen die das Buch bereits Zuhause haben. Auch die Tatsache dass tausende Exemplare bereits im Umlauf sind die nicht darauf hinweisen sollte einem zu Denken geben!

Nicht falsch verstehen, ich schätze Dr. von Helden, der sich auch bei vielen anderen Themen die in der Schulmedizin sträflich vernachlässigt werden (transdermale Magnesiumtheraphie), sehr engagiert zeigt sehr aber hier wäre es sinnvoll und dringend notwendig gewesen die Erweiterungen der 18. Auflage als Ergänzungs-pdf ALLEN Lesern kostenfrei zur Verfügung zu stellen!"


ZITAT ENDE
 

Die Antwort vom Institut VitaminDelta, Dr. von Helden:


Lieber ROMAN, 
vorab meinen Dank, dass Sie sich so intensiv mit meinem Buch auseinandergesetzt haben und auch zu einem positiven Gesamturteil gekommen sind. Einige Korrekturen will ich dennoch ergänzen:

"EUPHORIE":
Mein Buch ist nicht "euphorisch", sondern orientiert sich an Fakten. Weil es nicht euphorisch geschrieben ist, muss auch niemand eine Überbewertung des Vitamin D befürchten. Tatsächlich gibt es eine ganz andere Emotion, die in der Einleitung des Buches zu finden ist: Schuld. Ich empfinde Schuldgefühle gegenüber den vielen Menschen, die ich nicht schon seit Beginn meiner ärztlichen Tätigkeit mit diesem essentiell notwenigen Stoff versorgt habe: Vitamin D. Erst durch meine eigene Entdeckung des Syndroms vom AKUTEN-VITAMIN-D-MANGEL (2006) konnte ich die weitreichende Bedeutung erkennen.

"VITAMIN D UND VITAMIN K SIND ANTAGONISTEN":
Diese Aussage ist falsch. Antagonisten arbeiten gegeneinander. Hier handelt es sich jedoch um Substanzen, die Hand-in-Hand arbeiten. Daher ist die korrekte Bezeichnung: es sind SYNERGISTEN.

"...REGULIERT VITAMIN K2 DEN CALCIUMSPIEGEL IM BLUT":
Falsch - die Regulation wird durch das Parathormon-System geleistet, das Vitamin D von der passiven in die aktive Form überführt. Die Begriffe "aktiv" und "passiv" habe ich übrigens selber geprägt (2009), um dem Leser die biochemischen Formeln zu ersparen.

"DAS FATALE...CALCIUMRESORPTION..."
Die Calcium-Resorption (Aufnahme) ist dann fatal (potenziell tödlich), wenn man die Menschen mit Calcium-D3 "füttert". (Quelle: mein OSTEOPOROSE-Buch). Die unnatürliche Zufuhr durch Calcium-Tabletten ist unabhängig von Vitamin D ein Faktor, der in Studien mehrfach eine erhöhte Sterblichkeit gezeigt hat. Vitamin D hingegen vermindert die Sterblichkeit, es ist daher nicht "fatal". Quelle: PMID:21572875

"...OHNE DABEI MAGNESIUM UND VITAMIN K2 IM AUGE ZU BEHALTEN..."
Die von mir entwickelte Vitamin-D-Therapie hat eine Tür der Ignoranz aufgestoßen. Bis dahin war die vorherrschende Meinung auch in der Fachwelt, dass es bei uns keine allgemein verbreitete Mangelkrankheit geben kann. Das war ein Dogma, das dann nahtlos in die Versorgung mit patentierten pharmazeutischen Medikamenten überleitet. Es ist schön, dass jetzt im Fahrwasser der Forschung auch andere Mangelzustände entdeckt werden. Dazu haben wir nicht nur eine 18. erweiterte Auflage, sondern auch noch ein zweites Buch verfasst, das hier eine allgemein verständliche Übersicht der Forschung bietet - auch über Vitamin K2 und Magnesium. Der Titel des 2. Buches lautet "OSTEOPOROSE

DEN INTRAZELLULÄREREN (!) MAGNESIUMSTATUS BESTIMMEN LASSEN...
Ich gehöre zu den ganz wenigen Ärzten, die dies (seit 2015) tun. Nur nach längeren Verhandlungen mit dem Laborarzt wurde der Test überhaupt erst bereitgestellt (BIOSCIENTIA). Meine Erfahrung ist die, dass ein Magnesium-Mangel eher selten anzutreffen ist. Nach meinen Erfahrungen ist es unzutreffend, dass Menschen mit einem bewiesenen Mangel durch die Vitamin-D-Therapie "Nebenwirkungen" entwickeln würden. Im Gegenteil sehe ich, dass bei einem intrazellulären Mangel des Magnesiums sich ebenso Erfolge mit Vitamin D erzielen lassen.

"VITAMIN K2 UND MAGNESIUM SUBSTIUTION IST AUF JEDEN FALL ZU EMPFEHLEN.."
Es gibt nur wenige Menschen, bei denen das der Fall ist, denn Vitamin K2 entsteht meist auf natürlichem Wege. Sehr junge, sehr alte Menschen können davon betroffen sein, vorzugsweise Menschen mit einer chronischen Darmerkrankung. Die Verbreitung des Mangels ist weitaus geringer als beim Vitamin D. Genaueres inklusive PDF findet sich im 2. Buch.

"KOSTENFREI":
Ja, die kostenfreie Information über die lebenswichtigen Nährstoffe des Lebens hat es vor mehr als 50 Jahren einmal gegeben. Mütter wurden aufgefordert ihre Kleinen auf der Babydecke kurz in die Sonne zu setzen.

Es fließen unentwegt Steuergelder in diese Beobachtung der Volksgesundheit, doch wenig kommt beim Verbraucher als Information an. Es liegt auch daran, dass bei einer rein diagnostischen Studie die Erfahrung vom therapeutischen Nutzen des Vitamin D nicht bewiesen werden kann. Dazu braucht man eine Interventions-Studie oder Fallberichte, wie ich sie veröffentlicht habe. Daher habe ich aus meiner alltäglichen Erfahrung vom Nutzen der Vitamin-D-Therapie eine unabhängige Verbraucherberatung gegründet: das Institut VitaminDelta UG.

Das heißt aber nicht, das keine Kosten entstehen. Nicht einmal das größte Institut der Verbraucherberatung, die Stiftung Warentest kann ihre Inhalte gratis an der Straßenecke oder im Internet verteilen. Finden Sie deshalb bitte zu der Einsicht, dass Sie Ihre Forderung nach "kostenfreier" Information besser dort vortragen, wo ihr Steuergeld bereits eingezahlt wurde.

Seien Sie hingegen im Fall meines Buches lieber froh darüber, dass ich mir zusätzlich zur alltäglichen Praxis als Landarzt die ganze Mühe mache, die Öffentlichkeit über das Internet zu informieren. Das ist übrigens eine Forderung im §1 der Ärztlichen Berufsordnung, der ich gerne nachkomme.

Ich danke für den Diskussionsbeitrag und wünsche weiterhin viel Erfolg auf dem steilen Pfad der Erkenntnis!

Ihr 
Raimund von Helden, Hausarzt

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