Histamin-Syndrom
Definition und Begriffserklärung
- Das Histamin-Syndrom beschreibt die unangenehmen Reaktionen des Körpers auf erhöhte Mengen des Botenstoffs Histamin, die entweder durch eine vermehrte Zufuhr (z. B. über histaminreiche Lebensmittel) oder eine gestörten Histaminabbau entsteht.
- Histamin ist eine natürlich vorkommende biogene Aminverbindung, die im Körper wichtige Aufgaben erfüllt – unter anderem bei Immunreaktionen, der Magensaftproduktion und der Regulation von Blutgefäßen und Nervensignalen.
- Beim Histamin-Syndrom ist der "Pool" überfüllt, sei es durch massive Zufuhr oder durch Überlastung des Abbausystems. Letzteres entsteht durch einen Mangel oder eine verminderte Aktivität des abbauenden Enzyms Diaminoxidase (DAO).
- Die Folge ist ein Überschuss an freiem Histamin im Blut, der vielfältige allergieähnliche Symptome hervorrufen kann, ohne dass eine klassische Allergie (mit Antigen-Antikörper-Raktion) vorliegen muss.
Typische Beschwerden sind:
- Hautrötungen, Juckreiz, Nießen, Nesselausschlag
- Kopfschmerzen oder Migräne
- Verdauungsbeschwerden (Blähungen, Durchfall, Übelkeit)
- Herzklopfen, Blutdruckabfall
- Müdigkeit, Schwindel oder Atemprobleme
Da die Symptome sehr unterschiedlich und wechselhaft sein können, wird das Histamin-Syndrom meist mit Allergien, allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Reizdarmbeschwerden in einen Topf geworfen. Das Histamin-Syndrom ist ein Teil des Zonulin-Syndroms. Es zeigt sich durch Unverträglichkeiten gegenüber histaminreichen und / oder histaminfreisetzenden Lebensmitteln.
- Die Hauptauslöser in leicht merkbarer Konzeption: Das "FASTEN"-Akronym:
F = Fisch
- Besonders Thunfisch, Makrele, Sardinen
- Histamingehalt: bis zu 2000 mg/kg bei falscher Lagerung
- Frischer Fisch enthält kaum Histamin
- Viel Histamin entsteht durch Alterung und bakterielle Zersetzung
A = Alkohol
- Rotwein, Sekt, Bier
- Histamingehalt: ca. 2–20 mg/l (Rotwein), teils bis 50 mg/l
- Alkohol hemmt zusätzlich das Enzym DAO , das Histamin abbaut
- Verstärkt die Wirkung von Histamin aus anderen Lebensmitteln
S = Schimmelkäse
- Extrem hohe Histaminwerte: 200 bis über 1000 mg/kg
- Alle Schimmelkäse sind besonders unverträglich
- Enthalten zusätzlich Tyramin, Cadaverin, Putrescin → blockieren Histamin-Abbau
- Besser: Frischkäse, Hüttenkäse, Mozzarella
T = Tomaten
- Frische Tomaten: ca. 5–20 mg/kg
- Tomatenmark, Ketchup, passierte Tomaten: bis 100 mg/kg
- Wirken als Histaminliberatoren - können Histaminreaktion auslösen
- Tomaten hemmen möglicherweise den Histaminabbau (DAO)
- Alternative: Kartoffeln (enthalten kein Histamin)
E = Erdbeeren (Histamingehalt selbst kaum messbar)
- ABER: Befreien Histamin aus anderen Lebensmitteln
- Fruchtsäuren aus Ananas, Kiwi, Zitrusfrüchten lösen starke Histamin-Freisetzung aus
N = Nüsse
- Walnüsse, Cashews, Erdnüsse
- Enthalten selbst wenig Histamin
- Lösen aber körpereigene Histamin-Freisetzung aus
- Bei längerer Lagerung steigt Histamin durch Bakterien oder Schimmelpilze in diesen Lebensmitteln
- Nüsse können das Abbau-Enzym DAO verlangsamen
- Insgesamt sind Nüsse allerdings gesundheitlich positiv zu bewerten!
F-A-S-T-E-N ist das Merkwort für die typischen Auslöser
Wie werden kritische Lebensnmittel hergestellt?
Histamin-kritisch sind durch "Lagerung", "Reifung", "Fermentierung" hergestellte "Feinkost"-Lebensmittel:
- Salami, Schinken und durch Lagerung hergestellte Wurst
- Sekt, Wein
- schwarzer Tee
- Schimmelkäse
Was bewirken diese traditionellen Prozesse der Herstellung?
- Bakterien, Hefen oder andere Pilze bewirken eine chemische Umformung der Lebensmittel
- Der Geschmack ändert "veredelt" sich, die Haltbarkeit wird meist verbessert.
- Jedoch entsteht durch diese helfenden Keime auch Histamin im Lebensmittel!
- Dies kann Probleme auslösen, wenn jemand einen gestörtem Abbau hat oder einen bereits gefüllten Histamin-"Pool"
Salami und "luftgetrocknete" Wurst
- Ungekochte, gereifte Wurst: 10–400 mg/kg Histamin
- Je älter, desto mehr Histamin, denn fermentierende Keime erzeugen Histamin
- Nie gekocht = mehr Histamin
- Der Wechselwirkung: Histamin kann das Zonulin im Darm erhöhen. Zonulin kann das Histamin erhöhen.
Histamin Syndrom wegen gestörter Balance des Mikrobioms
- Eine mögliche Erklärung für Verstopfung oder Durchfall
- Die Zeichen sind unterschiedlich: Sodbrennen, Reizmagen, Reizdarm
- Beides kann die Histaminfreisetzung des Mikrobioms auslösen
- Schlechtere Fähigkeit, Histamin abzubauen (DAO-Mangel) kann der Grund für eine Verschlimmerung sein.
Der neue Ansatz zur Problem-Lösung:
- Behandlung des Zonulin-Syndroms mit NaNa10
- Verbesserung der Darmbarriere
- Normalisierung der Ökologie der Darmbakterien
- Stabilisierung des Immunsystems mit einem hohem Vitamin-D-Spiegel
Testen Sie sich selbst mit der Vitamin-D-Box - Haben Sie Zeichen für ein Zonulin-Syndrom oder Histamin-Syndrom?
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Definition: Zonulin-Syndrom:
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Übersicht: NaNa10-Zeitung
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