HEFT: Über Rachitis tarda (1905)

Aus dem pathologischen Institut des Dresdener Stadtkrankenhauses

Autor:

G. Schmorl

  • in Dresden


Aus dem Inhalt:

Über die Genese der in späteren Wachstumsperioden spontan auftretenden Verbiegungen und Verkrümmungen des Skleletts, die sich unabhängig von einer in früher Jugend bestandenen RACHITIS entwickelt haben, ist noch wenig bekannt.

Wenngleich wohl darin die meisten Autoren übereinatimmen, dass diesen Wachstumsderformitäten Erkrankungen des Knochengewebes zugrunde liegen. 

(Seite 170)

"Dass übrigens auch bei Osteomalacie, die erst nach dem Abschluss des Körperwachstums einsetzt, unter Umständen an den jenigen Sklelettteilen zu beobachteten , wo die in der Wachstumsperiode an den meisten Knochen zwischen Knorpel und Knochen bestehenden Beziehungen dauernd erhalten bleiben, nämlich an den Rippen, Störungen an der Knorpelknochengrenze vorkommen können, die den bei Rachitis an den gleichen Skelettteilen zu beobachtenden Störungen der endochondralen Ossifikation völlig gleichen, davon konnte ich mich bei einem Fall von puerpernaler Osteomalacie überzeugen."

(Seite 209)