BUCH: Untersuchungen über Rachitis und Osteomalacie (1910)

Dieses große Wissens-Werk hat 574 Seiten 
und verfügt über XVI Kapitel

Autor:
Friedrich von Recklinghausen

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Daniel_von_Recklinghausen

Inhalt:

KAPITEL VIII.
Durch Halisteris und Thrypsis erzeugte Strukturen

Bekanntlich sehen wir im Längsschnitt der (porösen) Rinde des rachitisch erkrankten Knochens, wie der einzelne Knochenbalken aus einer kalklosen peropheren oder marginalen Schicht und aus einem zentralen oder axialen Balken kalkhaltigen Knochengewebes aufgebaut ist, beide Zonen schwankend in ihrer Mächtigkeit je nach Stärke der reachitischen Erkrankung. Je weiter die Veränderung gediehen, je weicher der Knochen geworden ist, umso geringer der ist der kalkhaltige Kern des Balkens.
Seite 143

KAPITEL XII
Die Entstehung der rachitischen und malacischen Deformationen der Knochen

Schon seit Glissons  Zeiten hat man die Missgestaltung des Skeletts namentlich die Krümmung der Wirbelsäule und der Extremitätenknochen als das wesentlichste Dokument der Rachitis angesehen. Eben so galt seit jeher den Gynäkologen die Deformierung des Beckens und des Brustkorbes als das eigentliche Kriterium der Osteomalacie. Vom 17. bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Lehre Glissons und der englischen Kommision, dass der Regel nach die Kinderknochen, weil im Wachstum begriffen und noch nicht solide genug, ganz allmählich verbogen würden, allgemein angenommen, während man bei der Osteomalacie den Schwerpunkt auf das auffallende Brüchigwerden der ausgewachsenen Knochen verlegte. 
Seite 246