BUCH: Über die Rachitis in München im Jahre (1935)

Autor:
Dr. med. Viola Freiin Riederer von Paar


Aus der Einleitung: 

"Das klinische Bild der Rachitis ist in den letzten Jahren soweit geklärt worden, dass nunmehr für die Praxis ein ungemein dankbares Tätigkeitsfeld darin besteht, die klinischen, pathologischen und pharmakologischen Erkenntnisse zur Bekämpfung der Rachitis und zu ihrer Prophylaxe zu nutzen."


Auszug aus dem Inhalt:

"Die Gefahren der Rachitis für das Kind bestehen
  • in der Verminderung der Widerstandsfähigkeit,
  • in der Gefährdung der Erkrankungen des Respirationstraktes,
  • in der Möglichkeit der Verkrüppelung (langwierige orthopädische Maßnahmen)
  • der Milchgebiss-Karies (fokale Infekte!)
  • und der Behandlung des rachitischen Beckens (Geburtshindernis).


Daher ist es vom Standpunkt der Volksgesundheit von größter Wichtigkeit, die Rachitis zu bekämpfen." (1935)


(...) Als Therapie hat sich in unseren Sprechstunden das Vigantol, der Lebertran (standartisierter Lebertran) und das Calcipot bestens bewährt. (...) Daneben werden Höhensonnenbestrahlungen (...) beantragt.

Praktische Forderungen:
Genauste Überwachung der Säuglinge - vor allem in dritten bis vierten Lebensmonat- Prophylaxe bei leichtesten Anzeichen, dadurch möglichste Ausmerzung der floriden Fälle.
(Seite 23, 24)