BROSCHÜRE: Vitamin D schützt vor Rachitis (1962)

Merkblatt für Mütter

Herausgeber:
Deutsches Hygiene-Museum Dresden
Zentralinstitut für medizinische Aufklärung


Auszug aus dem Inhalt:


Was ist die RACHITIS und wie äußert sie sich?
Die RACHITIS ist eine durch Vitaminmangel hervorgerufene Stoffwechselkrankheit. Sie erfasst den ganzen Körper, am stärksten und sichtbartsen das Knochengerüst und die Zähne. Der rachitische Körper ist nicht im Stande gesunde, feste Knochen und Zähne aufzubauen. Es tritt eine Knochenerweichung ein. In schlimmsten Fällen kommt es zu:
  • Verunstaltung des Schädels,
  • Verbiegung des Brustkorbes,
  • Verdickungen der Gelenke
  • Verkrümmungen der Beine (O- und X-Beine)
  • Verbiegungen der Wirbelsäule
  • Verengung des Beckens
  • Die Zähne brechen verspätet und unregelmäßig durch. Sie sind oft missgestaltet und faulen leicht.
  • Auch die bleibenden Zähne werden schwer geschädigt.
  • Die Muskulatur des rachitischen Kindes ist geschwächt.
  • Bei schwerer RACHITIS leidet das Kind oft an Krämpfen.
  • Zwar ist die Rachitis selbst keine tödliche Krankheit, aber die allgemeine körperliche Schwächlichkeit macht das rachitische Kind für andere schwere und oft tödliche Krankheiten, z.B. Lungenentzündung, besonders anfällig.
Wie entsteht RACHITIS? Zu wenig SONNENLICHT und falsche Ernährung, das sind die Ursachen der RACHITIS.
Die ersten Anzeichen:
  • Das Kind sieht blass aus. Es ist teilnahmslos oder unruhig und weinerlich.
  • Es gedeiht nicht.
  • Es bohrt den Hinterkopf in die Kissen.
Wie kannst Du, liebe Mutter, dein Kind vor der RACHITIS schützen?
  • Zur Verhütung der RACHITIS bekommt Dein Kind dort RACHITIS - Schutzstoff (Dekristol) verabreicht.
  • Der Windschutz am Kinderwagen hält nicht nur die frische Luft, sondern auch das RACHITIS-verhütende Sonnenlicht ab.
  • Lass Dein Kind im Sommer häufig nackt Sonnenbaden: Beginne mit zweieinhalb Minuten Bestrahlungsdauer je Körperseite und steigere dann langsam, damit das Kind keinen Sonnenbrand bekommt. Zuviel Sonne ist ebenso schädlich, wie zu wenig Sonne.
  • Schütze den Kopf des Kindes vor direkter Sonnenbestrahlung. Im Winter kann Dein Kind unter ärztlicher Kontrolle künstliche Höhensonne bekommen.
  • Stille Dein Kind möglichst voll bis zum sechsten Lebensmonat.