Calcidiol - Speicherform


Calcidiol - Speicherform


Die Speicherform von Vitamin D – Der Vitamin-D-Spiegel (25-OH-D3)

  • Calcidiol, (Di = 2) auch bekannt als 25-OH-D3, ist die wichtigste messbare Form von Vitamin D im menschlichen Körper. Wenn vom „Vitamin-D-Spiegel“ die Rede ist, bezieht man sich in der Regel auf den Calcidiolwert im Blut.
  • Diese Form entsteht in der Leber, nachdem Vitamin D entweder durch Sonnenlicht in der Haut gebildet oder über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen wurde. In der Leber erfolgt die erste Umwandlung – das Ergebnis ist Calcidiol, die sogenannte Speicherform des Vitamin D.
  • Calcidiol ist besonders bedeutsam, weil es relativ konstant im Blut vorhanden ist. Mit einer Halbwertszeit von etwa drei Wochen eignet es sich ideal zur Einschätzung der langfristigen Vitamin-D-Versorgung, da der Wert nicht täglich unterschiedlichen Schwankungen ausgesetzt ist. Aus diesem Grund gilt der Calcidiol-Spiegel (25-OH-D3) als zuverlässigster Marker für den Vitamin-D-Status.
  • Der chemische Name lautet 25-Hydroxycholecalciferol. Da es sich um eine noch nicht vollständig aktivierte Form handelt, bezeichnet Dr. raimund von Helden Calcidiol auch als „passives Vitamin D“ – im Gegensatz zum später in der Niere gebildeten Calcitriol, der aktiven Hormonform.

Was ist ein optimaler Vitamin-D-Spiegel? - Wichtige Werte zur Orientierung!

  • über  800 ng/ml  Fallbericht: 2 Wochen Harndrang
  • 300 - 800 ng/ml  in Einzelfällen Toxizität möglich
  • über  150 ng/ml  überhöhte Calcium-Spiegel möglich
  • 100 - 150 ng/ml  keine Nebenwirkungen bekannt
  • 100 ng/ml           natürliche Obergrenze  
  • 50 –  90 ng/ml    optimaler Vitamin-D-Spiegel
  • über  40 ng/ml    guter Vitamin-D-Spiegel   
  • über  30 ng/ml    verbesserter Vitamin-D-Spiegel
  • unter 30 ng/ml    Vitamin-D-Mangel
  • unter 20 ng/ml    schwerer Vitamin-D-Mangel 
  • unter 12 ng/ml    extremer Vitamin-D-Mangel    

Ein Blick auf die Struktur

  • Das Grundgerüst des Vitamin D kann an drei Stellen aktiviert werden – den sogenannten Positionen 1, 3 und 25.
  • Beim Calcidiol sind zwei dieser Stellen besetzt (3 und 25) (25-OH-D3)
  • Beim Calcitriol, der aktiven Form von Vitamin D, sind alle drei Positionen aktiviert (1, 3 und 25) (1,25-OH-D3)
  • So erfüllt Calcidiol eine zentrale Funktion, aus der der Körper bei Bedarf die aktive Form bilden kann.

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