2. Kapitel: Die Festigkeitseigenschaften der Knochen 

Die Festigkeitseigenschaften der Knochen 

Osteoporose ist definiert durch eine geringe Knochendichte. Im Umkehrschluß wird oft empfohlen, eine hohe Knochendichte anzustreben. Das erscheint auf den ersten Blick selbstverständlich, ist aber dennoch falsch und irreführend. Denn eine höhere Knochendichte ist definiert durch eine höhere Knochenmasse pro Volumeneinheit. 

Eine hohe Knochendichte bedeutet einen stark verkalkten Knochen, der jedoch spröde und bruchanfällig ist: Je höher die Knochendichte, desto geringer die Knochenfestigkeit bei Zug- und Biegebelastung. – Anders sieht die Sache aus, wenn die Knochenmasse gesteigert wird und mit ihr das Knochenvolumen, so daß Knochendichte und Knochenqualität unverändert bleiben. In diesem Falle hat der Knochen in der Tat eine höhere Festigkeit. Es ist somit ein Trugschluß, eine hohe Knochendichte mit geringer Bruchanfälligkeit der Knochen und einem geringen Frakturrisiko gleichzusetzen. 
 

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