WISO-TV-Magazin: Beruhigungspille statt Problembewusstsein


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Kritik, und Gegendarstellung zum WISO-Magazin über Vitamin D


1) Das Statement: Dr. med. Raimund von Helden, Hausarzt, schreibt dazu:


Vorab ein Statement: Ich halte das WISO Magazin im Prinzip für kompetent und nützlich. Es ist nötig, über die verschiedenen Bereiche des Wandels in unserer Gesellschaft Reportagen zu erstellen. Dafür sollen meine Beiträge verwendet werden, die ich im Prinzip gerne zahle. Ich bin also kein Gegner des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, sondern ein Befürworter.

Bei diesem Beitrag jedoch hat die Redaktion einen Patzer gemacht. Durch einseitige Berichterstattung wird der Zuschauer getäuscht und in die Irre geführt.  Lesen Sie meine fachliche Erwiderung auf wissenschaftlicher Basis:


2) Der Bezug:  WISO-TV-Magazin 

"Pillen gegen VD Mangel im Winter. Mangel sei gefährlich, doch stimmt das auch?"

https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/wiso-vom-8-januar-2018-100.html
https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/interview-mit-prof-dr-matthias-weber-zu-vitamin-d-100.html

 
Die fehlerhafte Darstellung des Vitamin D in Ihrer Sendung WISO vom 8. Januar 2018: 
Pillen gegen VD Mangel im Winter: Vitamin D Mangel sei gefährlich, doch stimmt das auch?  

Ein Beitrag von Claudia Krawczyk.


3) Schritt für Schritt wiederlegt: Die Texte des TV-Beitrages

Hier folgen die Texte aus dem Beitrag jeweils in kleiner Schrift:

Zitat aus der Sendung:

Claudia Krawczyk:  
Vitamin D -  ein Millionenmarkt, der Umsatzrenner in Apotheken und Drogerien.


Vitamin D Service:
Das Gerede vom "Umsatz mit Vitamin D", bietet sich an, um die Leute an der Nase herumzuführen und deren Blick auf die Realität zu verstellen. Erst dann, wenn man gezielt den Umsatz der chemischen Arzneimittel, dem Umsatz der Vitamin D Präparate gegenüberstellen würde, entstünde ein glaubwürdiges Ergebnis. 


Deren Umsatz mit synthetischen Stoffen dürfte bei weitem bis zu 1000x höher liegen! Wenn die Pharmaindustrie 41 Milliarden Euro ( = 41 000 Millionen ) Umsatz macht, dann gehen davon lediglich nur 80 Millionen, nämlich 0,002 %  auf das Konto von Vitamin D, mehr nicht. Warum ist in einem Land mit einer Fokussierung auf steigende Umsatzrekorde und Überschüsse plötzlich der Umsatz der Übeltäter? Ist das der (Pseudo)-Skandal, über den hier berichtet werden muss? 


Claudia Krawczyk: 
Eine Pille täglich gilt als Allheilmittel. Sie soll vor Grippe, Krebs und Knochenbrüchen schützen. Ein Mangel sei gefährlich, so die Schlagzeilen, stimmt das auch?
Meine Recherche beginnt in einem Wiesbadener Labor. Ich will wissen, wieviel Vitamin D ist in meinem Blut? Muss ich etwa Tabletten schlucken, meine Ernährung umstellen, oder öfter in die Sonne gehen? Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche sind die häufigen Klagen von Patienten die sich testen lassen. Manche haben Angst krank zu werden, wenn der Vitamin D Spiegel zu niedrig ist, sagt sie. Sind diese Sorgen berechtigt?  
Dr. Ulrike Lemberg Fachärztin für Laboratoriumsmedizin:
Es ist jetzt nicht so, dass sie schlagartig krank werden, wenn der Vitamin D Spiegel niedrig ist, das werden Sie auch erst einmal nicht merken.


Vitamin D Service:
Es mag sogar richtig sein, dass Menschen nicht alle sofort schlagartig davon krank werden, wenn sie in einem Vitamin D Mangel sind.

Unser Körper ist über eine sehr lange Zeit dazu in der Lage eine Mangelsituation zu kompensieren, bis schließlich ernsthafte Schädigungen auftreten, die dann oft irreparabel sind.​ Sollen wir also solange warten, bis unser Körper nicht mehr kompensieren kann, die ersten Organe an Funktionen verlieren und die chronischen Erkrankungen ihren Lauf nehmen,  oder wäre es nicht besser, zeitig eine natürliche Vorsorge zu treffen, indem wir auf einen optimalen Vitamin D Spiegel achten, der uns eine bessere Gesundheit schenkt. 

Hierzu zitiere ich namhafte Autoren: Walle/Gröber/Spitz 
"Die Erklärung liegt in der enormen Kompensationsfähigkeit unseres Körpers. Erst wenn ein Organ zwei Drittel seiner Funktion verloren hat, werden wir symptomatisch, d.h. wir bekommen Beschwerden, die uns zum Arzt führen. Die auslösende Krankheit besteht zu diesem Zeitpunkt jedoch schon seit vielen Jahren oder Jahrzehnten."
Quelle: Diabetes adé: Autoren: Dr. med Hardy Walle, Uwe Gröber, Prof. Dr. Jörg Spitz 


Claudia Krawczyk:
Der Bluttest für Vitamin D ist keine Kassenleistung, denn medizinisch notwendig ist er für mich und die meisten anderen nicht, deshalb muss ich aus eigener Tasche zahlen: 32,17 Euro. Kein Schnäppchen.


Vitamin D Service: 
Diese Situation ist eine Tragödie, denn würde in Deutschland der Vitamin D Spiegel zeitig bestimmt, könnte die Korrektur erfolgen und somit wären viele Menschen vor chronischen Krankheiten und langen gesundheitlichen Leidenswegen geschützt. 

Der Kostenaufwand einer Blutuntersuchung von ca. 30 Euro steht in keinem Verhältnis zu den Kosten der chemischen Medikamente die nötig sind, um schwere chronische Erkrankungen zu behandeln. Ganz abgesehen von den Nebenwirkungen, die eine Vielzahl chemischer Medikamente mit sich bringt und die dann erneut zusätzliche Medikamente erfordern. Ein Kostenkreislauf beginnt.

Auch kostenintensive Untersuchungen zur Bestimmung des Krankheitsbildes verursachen einen deutlichen höheren Kostenfaktor für das Gesundheitswesen, als ein Bluttest von Vitamin D, für ca. 30 Euro, der 1- bis 2-mal jährlich als Kassenleistung durchgeführt werden könnte.

Hier liegt ein Potenzial, das die Journalistin nicht sieht oder nicht sehen will. 


Claudia Krawczyk:
Dafür habe ich das Ergebnis prompt und schwarz auf weiß:  34 ng/ml Vitamin D im Blut, bei einem Normbereich der zwischen 30 bis 100 liegt. Ist das gut?  
Dr. Ulrike Lemberg: Fachärztin für Laboratoriumsmedizin:
Auf den ersten Blick sieht das hier so aus, dass sie im unteren Normbereich sind, wo man sagen kann ich bin ja schon fast Richtung Defizit, ist eigentlich auch so, aber im Vergleich zum großen Teil der Bevölkerung ist das jetzt für diese Jahreszeit schon ein sehr guter Wert…  
Claudia Krawczyk:
Medizinisch betrachtet bin ich von einem Mangel weit entfernt, der beginnt erst bei 12 ng/ml.

Vitamin D Service:
Ein Vitamin D Mangel beginnt nicht erst bei einem Wert von nur noch 12 ng/ml, der Mangel beginnt schon bei einem Wert unter 30 ng/ml. Bei einem solch niedrigen Wert von nur noch 12 ng/ml ist der Nährboden für viele chronische Erkrankungen schon lange im Körper bereitet. Wir sollten uns hier an die Empfehlungen der Vitamin D Experten halten.

Die Frage nach dem gesundheitlich optimalen Vitamin D Spiegel wird von der wissenschaftlichen Organisation GrassRootsHealth, kontinuierlich überprüft. Diese internationale Vereinigung von Experten der Vitamin-D-Forschung hat Empfehlungen für den Vitamin-D-Spiegel erarbeitet. Grassrootshealth.net begleitet die Menschen auf ihrem Weg zu einem besseren Vitamin-D-Spiegel mit Aktionen und wissenschaftlicher Information.

Diese internationale Organisation von mehr als 50 (!) Universitäten und Wissenschaftlern ist eine Nonprofit Organisation (NGO) und hat ihren Sitz in Kalifornien: USA, wodurch sich ein wissenschaftlicher Austausch zu den dortigen Universitäten ergibt.

Die eindeutig internationale Empfehlung der Vitamin-D-Experten lautet: "Bringen Sie Ihren Vitamin D Spiegel in einen Bereich von 40-60 ng/ml.

www.GrassRootsHealth.net 


Claudia Krawczyk:
Doch wie sieht der Vitamin D Status in Deutschland aus, das will ich vom RKI wissen.  Laut einer Studie (…) sind 82 % der Erwachsenen zwischen 18 und 79 Jahren im Winter unzureichend versorgt. Dieser Wert setzt sich aus 52% mangelhaft und 30 % suboptimal (weniger gut) versorgten Personen zusammen. Nur 18 % sind im Winter ausreichend versorgt, im Sommer dagegen 66 %.    

Vitamin D Service:
Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache für die Mangelversorgung in Deutschland. Wenn davon auszugehen ist, das 82 % der Erwachsenen zwischen 18 und 79 Jahren unzureichend versorgt sind, dann besteht allemal ein Grund sich ernsthafte Sorgen um die Gesundheit von 82 % der Deutschen zu machen.

Es ist an der Zeit diese Krankheitsursache endlich zu beheben, anstatt  Beruhigungspillen in Form eines TV-Beitrages zu erstellen.

Im Sommer sind keinesfalls 66 Prozent der Bevölkerung gut versorgt. Die Zahlen für den Sommer können nur dann stimmen, wenn man hier von einem Grenzwert für den Vitamin D Spiegel von weniger als 20 ng/ml ausgeht und nicht von einem Wert ab 40 ng/ml, wie er von der internationalen Organisation GrassRootsHealth empfohlen wird. 

www.GrassRootsHealth.net 

Claudia Krawczyk:
Im Winter sind die Vitamin D Werte also schlechter. Soll ich deshalb vorsorglich Tabletten nehmen? Das will ich an der Universitätsmedizin in Mainz von Prof. Dr. Weber wissen. Er ist Leiter der Endokrinologie Universitätsmedizin Mainz. Er kennt das Vitamin und seine Wirkung als Hormon.  

Prof. Dr. Matthias Weber Endokrinolge Universitätsmedizin Mainz:
Ich denke Sie müssen sich hier jetzt keine Sorgen machen. Man weiß, dass im Winter durch die weniger vorhandene und geringe Sonneneinstrahlung die VD Spiegel zumindest in unseren Breitengraden deutlich niedriger liegen als im Sommer, aber hieraus zu folgern das sich alle Menschen im Winter eine Vitamin D Substitution zuführen müssen, das ist glaube ich aus der bisher vorhandenen Datenlage nicht nötig.

Vitamin D Service: 
Es ist eine Fehlannahme, dass der Vitamin D Speicher im Sommer gut gefüllt werden kann, um für die gesamten Wintermonate versorgt zu sein. 

Der Speicher für Vitamin D ist sehr schnell wieder leer und die Vitamin D "Vorräte" reichen keinesfalls über den gesamten Winter aus. Wenn kein Vitamin D zugeführt wird, sollte man sich der Verlustraten bewusst sein. Eine monatliche Verlustrate von mindestens 15 bis 30 Prozent ist hier zu verzeichnen. Das beweist, ganz klar wie schnell der Körper wieder in einem Defizit ist.

Schon nach ca. 2 Monaten ohne Sonnenzufuhr oder Präparate sinkt der Vitamin D Spiegel deutlich ab und ein Vitamin D Mangel lässt sich ganz klar in den Monaten Januar, Februar erkennen, wenn die alljährliche Grippewelle wieder zuschlägt und die Menschen ohne Präparate wieder Vitamin D verarmt sind.

Um das zu beweisen, können Sie unseren www.VitaminDsimulator.de  nutzen, der Ihnen diese monatlichen Verlustraten bei fehlender Einnahme anzeigt. Diese ärztliche Entwicklung versucht die Lücke zu schließen, die einige Professoren und Institute trotz hoher finanzieller Ausstattung hinterlassen haben. Die Menschen werden in die Irre geführt, statt beraten.
 


Claudia Krawczyk: Ich und die meisten anderen müssen also nichts tun. Wer will, kann jedoch auf Vitamin D haltige Ernährung achten, das ist z.B. fetter Käse und Fisch. Auch Avocado, Eier, Champignons und Margarine bringen ein bisschen. Aber nur in einer solchen Portion Hering und Wildlachs steckt wirklich viel Vitamin D drin (die Waage zeigt 120 gr). 

Vitamin D Service:
Um den Bedarf an Vitamin D 2000 IE über die Nahrung zu decken, wäre es nötig täglich 
      5 Liter Milch  (100 ml Milch erhalten 40 IE Vitamin D)
    30 gr. Eier
  200 gr. Hering 
  300 gr. Lachs
1000 gr Thunfisch
2500 gr. Champignons
4000 gr. Goudakäse
Diese Zahlen zeigen ganz deutlich, dass gerade die Lebensmittel zur Deckung des Vitamin D Bedarfs wichtig wären, in äußerst großen und unrealistischen Mengen verzehrt werden müssten. Über die Nahrung ist es nicht möglich den Vitamin D Bedarf zu decken.


Claudia Krawczyk:
Doch mit unserer üblichen Mischkost lassen sich nur 2 bis 4 Mikrogramm an VD am Tage zuführen, berechnet die deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V: Der Tagesbedarf liegt jedoch viel höher und wird hier in Bonn von einer Expertenkommission für Deutschland festgelegt:  
 

Vitamin D Service:
2 bis 4 Mikrogramm Vitamin D am Tage, das sind umgerechnet 40 bis 80 IE. Um einen guten Vitamin D Spiegel zu erhalten sind aber mindestens 1000 IE bis 6 000 IE und mehr täglich nötig, je nach Körpergewicht der Personen.



Antje Gahl von der DEG:
Wir empfehlen 20 Mikrogramm pro Tag Vitamin D. Das ist sowohl die Zufuhr über Lebensmittel, als auch über Präparate und auch über die Sonneneinstrahlung über die Haut.   

Vitamin D Service: 

20 Mikrogramm, das sind nur 800 IE Vitamin D. Eine solch niedrige Dosierung wird schon für Babys und Kleinkinder empfohlen, mit einem geringen Gewicht von nur 4 bis 10 kg. Selbst zu frühgeborene Kinder erhalten schon 1000 IE Vitamin D um Gedeihstörungen und Rachitis zu vermeiden.

Wenn also ein Jugendlicher ein Körpergewicht von 40 kg hat, ist es nur logisch, dass dieser deutlich mehr Vitamin D braucht, als ein Baby von 4 kg. Ein Erwachsener mit einem Gewicht von 70 kg, oder ein übergewichtiger Mensch der über 100 kg auf die Waage bringt, benötigt proportional gerechnet die 7- bis 10-fache Menge an Vitamin D. Hier muss die Dosierung immer nach dem entsprechenden Körpergewicht angepasst sein, damit die Vitamin D Versorgung auch optimal ist.


Claudia Krawczyk:
Wer braucht wirklich eine VD Tablette pro Tag?  

Antje Gahl von der DEG:
Wir empfehlen keine generelle Supplementierung Vitamin D, aber es gibt durchaus Risikogruppen, bei denen das angezeigt ist, dass sind z.B. ältere Menschen, die nicht mehr vor die Türe gehen können, das können auch verschleierte Menschen sein, das sind bestimmte erkrankte Menschen oder eben auch die Säuglinge, die natürlich über die Muttermilch nicht ausreichend VD erhalten und die man auch nicht so in die Sonne stecken kann.  

Vitamin D Service:

Ärzte, die in ihrer Praxis täglich den Vitamin D Spiegel messen, berichten hingegen: Man findet diesen VD Mangel durchweg in allen Altersgruppen, nicht nur die oben genannten Risikogruppen haben einen Mangel am Sonnenhormon.

Die wichtige Rachitisprophylaxe für Säuglinge und Kleinkinder endet nach 12 Monaten, spätestens aber nach Vollendung dem 2. Lebensjahres. Danach fallen die Kinder im Winter wieder in ein großes Defizit, weil der Vitamin D Speicher sehr schnell wieder leer ist. Das Immunsystem wird schwächer und die Anfälligkeit für grippale Infekte und Infektionserkrankungen steigt.

Kinder und Jugendliche klagen bei Vitamin D Mangel über Wachstumsschmerzen. Auch erhebliche Konzentrationsstörungen, sogar ADHS stellt sich ein, wenn die Vitamin D Versorgung nicht gewährleistet ist. Dies ist erklärbar durch Störungen bei der Übertragung von Signalen zwischen den Nervenzellen im Gehirn. (Calcium Signalsystem)

Kinder brauchen für ihr gesamtes Wachstum Vitamin D nicht nur in den ersten beiden Lebensjahren, um  vor vielen chronischen Erkrankungen im späteren Leben geschützt zu sein: wie z.B. Diabetes, MS, Krebs. Auch Jugendliche, in der Zeit der Pubertät, sowie junge und ältere Erwachsene sind auf diese Vitamin D Versorgung angewiesen.

Ganz besonders wichtig ist die Versorgung mit Vitamin D für Schwangere und Stillende, damit ihre Säuglinge nicht schon in den ersten Lebensmonaten die schwere Knochenkrankheit Rachitis erleiden.



Claudia Krawczyk:
Trotzdem glauben viele Menschen sogar an VD Kuren: Kurzfristig hochdosierte Präparate schlucken soll Wunder bewirken.

Vitamin D Service: 
Die Menschen die in einem Vitamin D Mangel waren und ernsthaften Erkrankungen zeigten, können nach der Einnahme von Vitamin D ihre gesundheitlichen Verbesserungen bestätigten. Auf unser Seite: Vitamin D Service: Erfahrungsberichte, schreiben uns Menschen mehrmals wöchentlich ihre positiven Erfahrungen in aller Deutlichkeit. Für viele Menschen ist die Verbesserung der gesundheitlichen Situation wirklich ein Wunder, da sie wieder über eine völlig neue Lebensqualität verfügen, die zuvor nicht denkbar war.


Lobeshymnen im Internet   
Stimmen der Menschen:
...Wenn ich es weglasse, fühle ich mich schlechter...
...Ich nehme VD Tabletten, weil ich Rheuma habe...
...Für meine morschen Knochen...
… Ich hab Symptome ohne Ende...     

Vitamin D Service: 


Claudia Krawczyk:
Hohe Dosen sollen sogar gegen Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Osteoporose helfen, doch Beweise dafür gibt es nicht.  

Vitamin D Service:
Selbstverständlich gibt es genügend Beweise für die Wirkung des Sonnenhormons bei Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen:

Prof. Dr. Michael Holick isolierte und identifizierte die aktive Form von Vitamin D (1,25-Dihydroxyvitamin D 3) im Jahre 1971. Mit dieser Entdeckung ging die Vitamin D Forschung voran. Die Suche nach dem Wirkmechanismus begann.

Die Arbeiten führten zur Entdeckung der Vitamin-D-Rezeptoren. Man erkannte, dass es nicht nur an den Knochen diese speziellen Vitamin D Rezeptoren gab. Heute weiß man, dass über 30 Organe über diese Vitamin D Rezeptoren verfügen. Beispiele für Zelltypen, die über Vitamin D Rezeptoren verfügen: 

  • Nervenzellen, (zentrales Nervensystem)

  • Gehirnzellen,

  • Zellen der Blutgefäße,

  • Immunzellen,

  • ​Endothelzellen

  • Prostatazellen,

  • Zellen der Brustdrüsen,

  • ​Zellen im Magen und Darmtrakt,  

  • Dünndarm

  • Dickdarm

  • Zwölffingerdarm

  • ​Nieren

  • ​Muskelzellen

  • ​Schilddrüse

  • Zellen der Bauchspeicheldrüse: Pankreaszellen

  • Zellen der Eierstöcke: Ovarien

  • Zellen der Plazenta ​und viele mehr

Hier ist das aktive Vitamin D für die reibungslosen Stoffwechselfunktionen zuständig. 
Zudem ist  Vitamin D in der Lage hunderte von Genen an - und abzuschalten.

Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Vitamin D bei etwa 20 verschiedenen Tumorarten, das Tumorgeschehen positiv beeinflusst, denn nicht nur gesundes Gewebe verfügt über Vitamin D Rezeptoren, auch bei vielen Tumorzellen ließen sich diese Rezeptoren nachweisen. Vitamin D kann daher vor Ort andocken und in das Krankheitsgeschehen eingreifen, indem es auf die Gene in den mutierten Zellen einwirkt.

Quelle: Superhormon Vitamin D
Prof. Dr. med. Jörg Spitz

Das ist der beste Beweis für die Wirkungsweise von Vitamin D bei den unterschiedlichen Krankheitsbildern, so auch bei Krebs.


Professor Dr. Matthias Weber:
Ich glaube, in diesem Zusammenhang kann man sicherlich sagen: Viel hilft nicht viel… Vor diesen hohen Dosen würde ich sogar warnen wollen,  weil man in einigen Untersuchungen gefunden hat, das sehr hohe Dosen an VD bei Patienten zu einer vermehrten Sturzneigung, sogar von einem häufigeren Auftreten von Knochenfrakturen geführt haben. Es wurde sogar diskutiert, ob es möglicherweise mehr Krebserkrankungen gibt. Also hier gibt es Signale, die darauf hinweisen, dass sehr hohe Dosen möglicherweise auch ernsthafte Nebenwirkungen haben können.  

Vitamin D Service:
Prof. Dr. Matthias Weber nennt in diesem Zusammenhang keine einzige Studie, die man einsehen könnte, um diese auf deren Schwächen zu überprüfen. Viele Studien weisen große Schwächen auf, wie z.B.

1. Vor der Vitamin-D-Therapie wurde der Vitamin-D-Spiegel gar nicht bestimmt, daher ist der Effekt der Vitamin-D-Therapie nicht einzuordnen. ("Alle Probanden der Therapie-Gruppe erhielten Vitamin D" - Alle Menschen erhielten die Anweisung 1000 Schritte Richtung Süden zu machen - es ergab so keinen Nutzen.)

2. Es wurde nirgends der Nachweis erbracht, dass der Vitamin-D-Spiegel unter Therapie im therapeutischen Bereich war. Meist kann das auch nicht der Fall sein, weil keine initiale Therapie erfolgt ist. ("Wir haben 1000 Einheiten gegeben - die Wirkung blieb aus.")

3. Nach der Therapie erfolgte keine Dauerbehandlung zum Erhalt des Vitamin-D-Spiegels. Alternativ wurde Vitamin D nur in langen Intervallen gegeben (Jährlich oder monatlich - das ist eine unzulässige Schaukelpolitik. "Alle 2 Wochen eine Blutdruck-Tablette - würde das helfen?")

4. Es erfolgte keine hochdosierte Anfangstherapie (Vitamin-D-Setup), um den Vitamin D-Speicher zu füllen. (Ein Löffel mit Wasser für den Verdurstenden - würde das helfen?)

Artikel: Schaukelpolitik: erhöhte Sturzneigung Bischoff Ferrari
https://www.vitamindservice.de/node/794


Claudia Krawczyk: Bei VD Tabletten kommt es also auf die richtige Dosis an und die sollte der Arzt festlegen.  Gesunden Menschen reicht die kraft der Sonne aus.

Vitamin D Service:
Die Kraft der Sonne reicht nicht das ganze Jahr aus. Erst ab April/Mai bis ca. September und auch nur dann, wenn Menschen die Möglichkeit haben, sich an bestimmte Regeln beim Sonnenbaden zu halten: Wichtig sind hierbei:

  • Jahreszeit und die Beachtung des Sonnenstandes

  • Zeit zwischen April/Mai bis September in der Mittagssonne: das ist für berufstätige Menschen oft ein Problem

  • ​Sonnenbad in knapper Bekleidung, 

  • ​keine Benutzung von Sonnencreme, es blockiert die wichtige Vitamin D Bildung

  • Beachtung der jeweiligen Hauttypen: die Zeit des Sonnenbades ist abhängig vom jeweiligen Hauttyp und beläuft sich im Sommer zwischen 5 und 30 Minuten

Halten Sie sich hier an die wichtige Zifferblattregel:
Diese ist eine einprägsame Regel, die uns sagt, wieviel Sonne gut für unsere Gesundheit ist. Betrachten Sie das Zifferblatt Ihrer eigenen Uhr. Die Zahlen von 1 bis 6 stehen nun für die Hauttypen 1 bis 6.
Im vollständigen Artikel zur Zifferblatt-Regel sind auch die Besonderheiten für Nebensaison, Abendstunden und das sonnenarme Deutschland beschrieben.

https://www.vitamindservice.de/wie-lange-die-sonne-zifferblattregel-anwenden


Vitamin D Lampen im Test:

Claudia Krawczyk:
Gesunden Menschen reicht die Kraft der Sonne aus. Die vermisst Prof. Günther Seekmeyer Physikprofessor an der Uni Hannover. Er berechnet, wie Vitamin D über die Haut gebildet werden kann. Mit seiner Messmethodik untersucht er künstliche  Strahlen von sogenannten Vitamin D Lampen.   

Prof. Günther Seekmeyer Universität Hannover:
Sie müssten das jetzt schon zwischen 10 Minuten und einer Stunde so drauf lassen, um genügend Vitamin D zu erhalten.  

Claudia Krawczyk:
Würden Sie mir das empfehlen?  

Prof. Günther Seekmeyer Universität Hannover:
Das würde ich Ihnen auf gar keinen Fall empfehlen, denn Sie kriegen schon nach etwa 1 1/2 Minuten Sonnenbrand.  

Claudia Krawczyk: Die 2. Lampe ist statt mit Röhren mit LED ausgestattet und müsste ungefährlich sein. 20 Minuten empfiehlt der Hersteller. Reicht das für die VD Produktion aus?  

Prof. Günther Seekmeyer Universität Hannover:
Die Lampe, nach unseren Messungen produziert kein VD, mindestens 100 Jahre bestrahlen, dann würden Sie die Tagesdosis kriegen.  

Claudia Krawczyk:
Künstliche Strahlen sind also keine Alternative zur Sonne, deshalb gilt: Im Sommer reichlich Sonne tanken, und das Vitamin D Depot gut auffüllen.   Der Professor berechnet mit dem SonnenSimulator, das unbekleidet zur Mittagszeit für die Tagesdosis nur eine Minute ausreicht.

Vitamin D Service:
Wenn Sie die Informationen zur oben genannten Zifferblattregel gelesen haben, sehen Sie ganz deutlich, dass die Zeit von nur 1 Minute Sonnenlicht in knapper Bekleidung nicht ausreicht, um die nötige Vitamin D Produktion zu gewährleisten.

Ein hellhäutiger rothaariger sommersprossiger Mensch, ist mit 5 Minuten Sonnenbestrahlung in knapper Bekleidung versorgt, während ein dunkelhäutiger Mensch, die 6-fache Zeit hierfür benötigt, das sind 30 Minuten. Diese Zeiten gelten auch nur für die Monate Juni bis September, für die anderen Monaten gelten längere Besonnungszeiten.
Informationen dazu wieder unter dem Stichwort: Zifferblattregel.


Claudia Krawczyk:
Doch was soll ein normaler Büromensch machen?  

Prof. Günther Seekmeyer Universität Hannover: Möglichst große Hautfläche der Sonnenstrahlung aussetzen. Wenn ich ein Sonnenschutzmittel nehme, mit einem hohen Lichtschutzfaktor, dann brauche ich auch wieder entsprechend länger.

Vitamin D Service: 
Ihre Empfehlung zu den Sonnenschutzmitteln ist nicht richtig. Ich zitiere dazu die Untersuchungen von Prof. Dr. Michael Holick zum Einsatz von Sonnenschutzmitteln:

Seine Untersuchungen ergaben, dass Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 8 die Vitamin D Produktion bereits um 97,5 % reduziert und mit einem Lichtschutzfaktor 15 sogar um 99,9 %.
Bei Benutzung eines Sonnenschutzmittels kommt keine Vitamin D Bildung mehr zustande. Es hilft hier keinesfalls, entsprechend längere Zeit in der Sonne zu bleiben.


Prof. Günther Seekmeyer Universität Hannover:
Habe ich nur die Hände und das Gesicht frei, dauert es so  ungefähr 15 bis 20 Minuten, das heißt ein Weg zur Kantine wäre ausreichend.  

Vitamin D Service: 

Auch diese Aussage ist falsch: Setze ich nur die Hände und das Gesicht der Sonne aus, reicht diese Sonneneinstrahlung nicht aus. Gesicht und Hände, das ist nur ein ganz geringer Prozentsatz der Körperoberfläche. Eine Besonnung sollte stets in knapper Bekleidung erfolgen.


Fazit von Claudia Krawczyk:
Jeden Sonnenstrahl ausnutzen, das werde ich auch im Winter tun. Vitamin D Tabletten nehme ich als Gesunde jedenfalls nicht, solange nicht, bis vielleicht neue Studien neue Erkenntnisse bringen.   

Vitamin D Service:
Es wäre sehr wünschenswert wenn wir die natürliche Sonne im Frühjahr und Sommer für die Vitamin D Produktion nutzen könnten. Doch wir haben in Deutschland ein sonnenarmes Land, indem wir selbst in den Sommermonaten oft nicht die nötige Sonne für eine Vitamin D Produktion erhalten, ganz zu schweigen von den Herbstmonaten und Wintermonaten, die keine Vitamin D Produktion mehr erlaubt, auf Grund des Sonnenstandes.

Um ganzjährig gut mit Vitamin D versorgt zu sein, empfiehlt es sich an den Sonnentagen ab März/April die natürliche Sonne zu nutzen, entsprechend der oben genannten Regeln.
In den Herbst und Wintermonaten sollte auf einen guten Vitamin D Spiegel geachtet werden, durch hochdosierte Vitamin D Präparate, oder die Nutzung von hochwertigen Solarien.

 

4) Fazit: der WISO-Beitrag soll beruhigen und die Not verdecken!


Dazu veröffentlichen wir einen Leserbrief, der uns deswegen erreichte:

Leserbrief zum WISO-Beitrag

Ich beziehe mich mit meinem Leserbrief auf die Sendung WISO vom 8. Januar 2018  um 19.25, indem das Thema: Pillen gegen VD Mangel im Winter, behandelt wurde.

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen würden, um meine Stellungnahme einmal zu lesen. Über eine kurze Rückmeldung ihrerseits wäre ich dankbar.

Ich bin sehr enttäuscht über Ihre einseitige Berichterstattung zum Thema Vitamin D, in der nur die Vitamin D Kritiker zu Worte gekommen sind.  Es wird hier ein völlig falsches Bild abgegeben, Vitamin D wird schlecht geredet, so als sei es überflüssig. Ich vermisse es sehr, betroffene Menschen einmal nach ihren Erfahrungen mit einer Vitamin Behandlung zu befragen. Hier werden nur kurz ein paar Stimmen aus dem Internet eingeblendet, das wars dann. 

Es wäre sehr wünschenswert die persönlichen Erfahrungen von Menschen mit schweren Erkrankungen hier einmal zu Wort kommen zu lassen. Menschen, die von der Schulmedizin verlassen worden sind und die durch eine gezielte Vitamin D Behandlung nach langer Ärzte Odyssee endlich Heilung erfahren haben.

Ich selbst konnte nach einer sehr langen Krankheitsphase durch die Vitamin D Therapie endlich wieder Gesundheit erfahren, nachdem die Schulmedizin nicht mehr viel zu bieten hatte.

Um sich ein wirkliches Urteil bilden zu können, müssten Ärzte zu Wort kommen, die den Vitamin D Mangel tagtäglich diagnostizieren und die aus der täglichen Praxis berichten können, wie es den Menschen mit Vitamin D Mangel gesundheitlich geht. Ärzte, die darüber berichten können,  wie der Vitamin D Spiegel der Menschen aussieht und wie diesen geholfen werden konnte.

Stattdessen werden hier irgendwelche Studien erwähnt, die scheinbar, das Risiko für Knochenfrakturen erhöhen und über eine vermehrte Sturzneigung berichten. Mir persönlich fehlt die gezielte Nennung der Studien, die ein schlechtes Ergebnis für Vitamin D spiegeln. Keine dieser Studien wurde von Ihnen genannt oder eingeblendet. So kann ich mir auch kein Urteil erlauben, über die Qualität dieser Ergebnisse. Es werden lediglich Pauschalurteile gesprochen.  

Als völlig unlogisch empfinde ich die Aussage von Prof. Dr. Weber, der behauptet in Untersuchungen habe man festgestellt, dass sehr hohe Dosen an Vitamin D zu einer vermehrten Sturzneigung, sogar zu einem häufigeren Auftreten von Knochenfrakturen geführt haben.

Noch bevor Vitamin D als Hormon entdeckt wurde, galt Vitamin D als das Knochenvitamin, das den Knochen schützen sollte. Bis in die 70-er Jahre wurde Vitamin D ausschließlich mit dem Knochenstoffwechsel in Verbindung gebracht. Es wurde schon damals in hohen Dosen an Kleinkinder und Heranwachsende verabreicht, um diese vor ernsthaften Knochenerkrankungen zu schützen.

Prof. Dr. Weber spricht auch davon, dass es durch hohe Dosen Vitamin D möglicherweise vermehrt Krebserkrankungen geben kann. Das ist aus der Luft gegriffen. Nirgends hat er diese Meinung publiziert. Zum Thema Krebsschutz durch Vitamin D gibt es hingegen eine Vielzahl an Studien, die Sie jederzeit einsehen können: www.Pubmed.gov 
(Anmerkung der Redaktion: Es sind über 1800 Studien mit dem stichwort "cancer prevention + Vitamin D)

Es wäre sehr ratsam gewesen, für Ihre Berichterstattung die Publikationen namhafter Vitamin D Forscher zu Rate zu ziehen, um die gesundheitlichen Erfolge deutlich nachzulesen. Es gibt viele renommierte Wissenschaftler und Ärzte, die sich seit Jahrzehnten große Verdienste zum Thema Vitamin D erworben haben. Nutzen Sie demnächst diese fachlichen Quellen, um sich besser zum Thema Vitamin D zu informieren.

Und noch etwas zum Schluss:
In gewissen Regionen in Deutschland gab es im Monat Dezember nur insgesamt 24 Minuten Sonne zu verzeichnen. In Berichten konnten wir lesen: 

"Dieser Dezember ist einer der sonnenärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen", heißt es von der MeteoGroup.
Wochenlang haben sich dicke Wolken über NRW gehalten. Deshalb hatte die Sonne einfach keine Chance.
Stand: 28.12.2017, 15:05

Gerade einmal 24 Minuten Sonne gab es im Dezember 2017 in Neuenrade. Damit hat die Kleinstadt im Märkischen Kreis von allen Städten und Gemeinden in NRW am wenigsten Sonne abbekommen. In Lüdenscheid waren es 32 Minuten, einer der sonnenärmsten Dezember.

Hier fehlt die Aufarbeitung der aktuellen Probleme!


Mit freundlichen Grüßen
N.N (Name und Adresse sind der Redaktion bekannt)
 

Mehr zur Frage: Was hat die aktuelle Forschung 2017 zum Vitamin D erbracht?


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