1. Schwangerschaft mit Gestationsdiabetes und Präeklampsie

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Autor: 
MamaBear78

STICHWORTE: PRÄEKLAMPSIE,

Hallo,
Mitte 2015 habe ich meinen gesunden Sohn geboren, zwar deutlich kleiner und weniger gewichtig, als mir die Ärzte vorher erzählt hatten, aber Hauptsache gesund.
Die Schwangerschaft und Geburt waren allerdings durch einige Stolpersteine erschwert. Heute vermute ich, dass ich schon damals einen Vitamin-D-Mangel hatte, den aber niemand untersuchte.

Kurz nach Mitte der Schwangerschaft wurde beim Glukosetoleranztest festgestellt, dass ich einen zu hohen Blutzuckerspiegel haben, also ab zu Diabetologen. Ergebnis: drastische Ernährungsumstellung mit regelmäßiger selbständigen Kontrolle.
Später in der Schwangerschaft folgte dann noch Eiweiß im Urin und Bluthochdruck, also Präeklampsie. Ich wurde ins Krankenhaus eingewiesen und durfte die kommenden Wochen bis zur Geburt stationär verbringen. Meine Leber- und Nierenwerte wurden täglich zweimal kontrolliert und ich bekam ein Blutdruckmedikament. Als die 37. Schwangerschaftswoche angebrochen war, riet man mir, die Geburt einzuleiten, da man nie wüßte, wann die Präeklampsie entgleisen würde und dann sowohl das Leben meines Sohnes als auch das meinige gefährdet gewesen wäre.

Ich willigte ein und nach 40 Stunden künstlichen Wehen ohne signifikante Muttermundöffnung und einem Notkaiserschnitt hatte ich endlich meinen Sohn geboren.

Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen bezüglich der Geburt, aber ich brauchte danach einige Zeit, zu verarbeiten, was da mit mir und meinem Körper passiert war. Ich fing an zu lesen über Schwangerschaftsdiabetes und über Präeklampsie und relativ schnell entdeckte ich viele Studien, die beides in Zusammenhang mit Vitamin-D-Mangel brachten. Ich fand so eindeutiges Zahlenmaterial, dass ich die Nichtüberprüfung meines Vitamin-D-Spiegels über die gesamte Schwangerschaft heute als fahrlässig und unterlassene Hilfeleistung ansehe. Mehr als eine Hand voll Ärzte diverser Fachrichtungen waren mit meinem Fall betraut und niemand schien davon zu wissen.

Ich machte dann im Januar 2016 einen eigenen Test. Ergebnis: 6,4 ng/ml. Ich habe mein Kind die ganze Zeit über gestillt, deshalb hoffe ich, dass mein Wert in der Schwangerschaft nicht ganz so drastisch war, sondern in der Stillzeit noch weiter gefallen ist.

Heute nehmen wir in der ganzen Familie täglich Vitamin D und K2 MK7. Viele Familienmitglieder haben sich testen lassen und ausnahmslos ALLE hatten einen Mangel.

Ich möchte noch ein weiteres Kind und die Gefahr für die kommende Schwangerschaft ist statistisch gesehen sehr groß, dass ich wieder eine Schwangerschaftsdiabetes und eine Präeklampsie bekomme. Ich hoffe aber, dass ich durch einen Vitamin-D-Spiegel zwische 50 und 90 hiervon befreit bleibe.

Ich habe auch das Gespräch mit meinem Diabetologen gesucht, in der Hoffnung auch im Sinne seiner anderen Patienten, ihn aufzuklären über die Zusammenhänge von Diabetes und Vitamin D.
Leider vergebens, seine Aussage war in etwa folgende: Das mit dem Vitamin-D-Mangel ist gerade so eine Modeerscheinung und das fast alle im Mangel sind, liegt nur an den falschen Grenzwerten, die für den Mangel festgesetzt wurden. Es kann einfach nicht sein, dass fast die ganze Bevölkerung an einem mehr oder weniger schweren Mangel leidet. Für meine folgenden Argumente (wir sind ja auch größtenteils den ganzen Tag in Gebäuden oder mit Sonnenschutzcreme geschützt, anders als die Menschen vor 100 Jahren) war er nicht mehr zugänglich. Schade.

Ich möchte mit diesem Erfahrungsbericht gerne andere Frauen, im besten Falle noch vor oder in der Schwangerschaft, erreichen, so dass ihnen diese Schwierigkeiten erspart bleiben.

ANMERKUNGEN DER REDAKTION:
Wir danken für Ihren ausführlichen Bericht.
Dieser Bericht beweist wieder einmal in aller Deutlichkeit, wie sich ein gravierender Vitamin D Mangel auf die Schwangerschaft und auch auf die Geburt eines Kindes auswirkt und welche schwerwiegenden Folgen hier zu verzeichnen sind.
Es ist sehr wichtig, dass Sie schon lange vor Eintritt einer weiteren Schwangerschaft über einen guten Vitamin D Spiegel verfügen. Der Körper braucht eine gewisse zeit, um das gesundheitlich schwerwiegende Defizit auszugleichen. Sie sind mit Ihrer Einstellung hier auf dem richtigen Weg dazu.
Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre weitere Gesundheit.


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