DOCCHECK: „Herr Doktor, füttern Sie mich mit Vitamin D!“

1) Stichwort: „Winter“ - die Illusion der Naturversorgung

IRREFÜHRUNG: 
„Man braucht es nicht zu nehmen. Der Mensch kommt damit gut über den Winter auch wenn im Winter die Werte niedriger sind als im Sommer, aber die reichen noch aus. Gehen Sie lieber viel ins Freie hinaus auch im Winter bei bedeckter Sonne. Da ist auch UV- Licht da. Möglichst mit unbedeckten Händen, keine Handschuhe oder die Unterarme und das Gesicht frei. Das genügt eine halbe Stunde täglich.
RICHTIGSTELLUNG: 
Spaziergänge bei bedeckten Himmel machen kein Vitamin D. Eine Vitamin-D-Produktion bei bedeckten Himmel in der kalten Jahrenzeit ist nicht (!) möglich. Um Vitamin D zu tanken, brauchen wir die tägliche Mittagssone von März bis September. In der Mittagszeit (11.00 bis 15.00 Uhr) sollten wir uns je nach Hauttyp zwischen 5 und 30 Minuten, leicht bekleidet und ohne Sonnenschutz, den Sonnenstrahlen aussetzen.

2) Stichwort: „Niere“ - deplatzierte Warnungen

IRREFÜHRUNG: 
Was sind die Folgen einer Überdosierung? „Nierensteine, denn es wird ja oft mit Kalzium zusammen genommen. Außerdem Verkalkungen an den Herzkranzgefäßen.“
RICHTIGSTELLUNG: 
Überdosierung ist zu einem Schlagwort der Presse geworden, um Angst vor einer Vitamin-D-Einnahme zu verbreiten. Bei normalen Vitamin-D-Spiegeln verbessern Nieren und auch das Herz ihre Funktion. Verkalkungen entstehen durch zusätzliche Calciumgaben.

3) Stichwort: „Arzt“ -Angebliches Monopol

IRREFÜHRUNG: 
„Der Hausarzt soll nicht den Vitamin-D- Spiegel messen lassen. Das gehört nicht zu einem Screening- Parameter, auch wenn der Patient das verlangt. Für die Vitamin-D- Messungen wird für die Krankenkassen genauso viel Geld ausgegeben wie für die Vitamin-D- Präparate selbst. Das Messen ist teuer. Ich würde es nicht verschreiben, weil es das Budget belastet und es nicht notwendig ist. "
RICHTIGSTELLUNG: 
Wäre der Vitamin-D-Spiegel eine Kassenleistung, würde der Mangel deutlich häufiger erkannt und könnte behandelt werden. Viele Folgekosten durch Krankheiten, die mit einer guten Versorgung nicht mehr auftreten, könnten die Kassen einsparen. 

4) Stichwort: „1000“ „800“ - falsche Empfehlungen

IRREFÜHRUNG: 
Wenn jetzt der Patient kommt und sagt, er will es haben, dann sagen Sie ihm, er soll es sich kaufen, wenn er will. Wenn es bis zu 1000, 2000 Einheiten pro Tag sind, dann wird ihm das nicht schaden. Vielleicht kann man die normale Nahrung ein bisschen mit Seefisch, also Lachs, Dorsch usw. anreichern.
RICHTIGSTELLUNG: 
Über die Ernährung kann der Mangel nicht ausgeglichen werden. Hierzu wären unrealistisch hohe Mengen an Käse, Fisch, Milch nötig. 

Notizen vom VitaminDservice

Weitere FEHLER:
"In der letzten Zeit ein bisschen in Frage gestellt, ist es auch bei der etablierten Osteoporose bzw. bei älteren Menschen zur Prophylaxe der Osteoporose. Alles andere ist nicht nachgewiesen."
RICHTIGSTELLUNG:  Es gibt Nachweise.

Zum irreführenden Beitrag

http://news.doccheck.com/de/newsletter/4554/30820/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-DE-DocCheck+News+18.09+%28Freitag%29-2018-03-02&user=9a9e62c37c367bb595aa28aa8e2efbcf&n=4554&d=28&chk=d1fb128c481fc4eba8da95af07d4e7ab

Link zur Gegendarstellung

https://www.vitamindservice.de/mobbing.


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