Gibt es gegen die (ideopathische) Thrombopenie eine neue Chance durch NANA10?



Gibt es gegen die (ideopathische) Thrombopenie eine neue Chance durch NANA10?


Darmbarriere bei idiopathischer Immunthrombozytopenie – Serum-Zonulin als einziger auffälliger Marker

Übersicht des Themas in allgemeinverständlicher Form

Frage 1: Was ist idiopathische Immunthrombozytopenie (ITP) und was hat sie mit dem Darm zu tun?

  • ITP ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die eigenen Blutplättchen (Thrombozyten) angreift, wodurch deren Zahl im Blut sinkt.
  • Ein möglicher Zusammenhang mit der Darmschleimhaut wird diskutiert, weil eine gestörte Darmbarriere („leaky gut") das Immunsystem zusätzlich aktivieren könnte.
  • Untersucht wird das unter anderem über Biomarker wie Zonulin, LBP, sCD14 und i-FABP im Blut oder Stuhl.
  • Für ITP selbst gibt es dazu bislang nur sehr wenige direkte Studien.

Frage 2: Ist ITP mit veränderten Darmbarriere-Werten verbunden?

  • Ja, die bisherige wissenschaftliche Datenlage stützt sich jedoch fast ausschließlich auf einen einzigen Marker: Zonulin im Blut.
  • In zwei kleinen Vergleichsstudien war Zonulin im Blut bei Menschen mit Immunthrombozytopenie (ITP) deutlich höher als bei gesunden Kontrollpersonen. Bei der ITP handelt es sich um eine Erkrankung, bei der das Immunsystem die Blutplättchen angreift und dadurch ihre Zahl vermindert.
  • Für Zonulin im Stuhl, LBP, sCD14 und i-FABP liegen in der bisherigen Forschung zur Immunthrombozytopenie (ITP) keine direkten Messdaten vor.
  • Zu dieser Fragestellung wurden weniger als fünf Studien gefunden, die eine direkte Antwort liefern. Daher war eine automatische Berechnung eines wissenschaftlichen Konsenses nicht möglich.

Frage 3: Warum ist ausgerechnet Serum-Zonulin auffällig, aber nicht die anderen vier Marker?

  • Zonulin im Blut wird häufig als Marker für die Durchlässigkeit der Tight Junctions verwendet. Damit sind die dichten Verbindungen zwischen den Darmzellen gemeint, die wie „Türschlösser“ verhindern sollen, dass unerwünschte Stoffe durch die Darmwand gelangen. Zonulin ist bisher der einzige Darmbarriere-Marker, der in Studien zur Immunthrombozytopenie (ITP) tatsächlich gemessen wurde.
  • Bei der ITP greift das Immunsystem die Blutplättchen an, wodurch ihre Anzahl sinkt.
  • Die anderen Marker wurden bei ITP bislang nicht systematisch untersucht. Das bedeutet nicht, dass sie unauffällig sind, sondern lediglich, dass hierzu noch keine Daten vorliegen.
  • Bei verwandten Autoimmunerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis, einer chronischen Gelenkentzündung, oder der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew), einer entzündlichen Erkrankung vor allem der Wirbelsäule, wurden auch Veränderungen von LBP, sCD14 und i-FABP festgestellt.
  • LBP weist auf den Übertritt bakterieller Bestandteile aus dem Darm hin. sCD14 zeigt vor allem eine Aktivierung des Immunsystems an. i-FABP ist ein Hinweis auf eine Schädigung der Darmzellen. Daher wäre es sinnvoll, diese Marker künftig auch bei ITP zu untersuchen.

Frage 4: Wie sicher ist dieser Befund?

  • Der Befund ist grundsätzlich vorhanden, methodisch jedoch nur mäßig abgesichert. Beide Studien waren klein und wurden jeweils nur an einem einzigen medizinischen Zentrum durchgeführt.
  • Ein weiteres Problem besteht darin, dass handelsübliche Zonulin-Bluttests nach mehreren methodischen Untersuchungen häufig nicht das eigentliche Zonulin-Eiweiß messen, sondern möglicherweise andere, ähnliche Proteine.
  • Daher bleibt offen, ob der erhöhte Messwert tatsächlich eine gestörte Darmbarriere anzeigt oder zumindest teilweise durch ein Messartefakt, also ein verfälschtes Messergebnis, entstanden ist.

Darmbarriere bei idiopathischer Immunthrombozytopenie – Serum-Zonulin als einziger auffälliger Marker

1. Fragestellung

  • Ist idiopathische Immunthrombozytopenie mit pathologischen Darm-Permeabilitätswerten verbunden, und welcher der Parameter Zonulin (fäkal), Zonulin (Serum), LBP, sCD14 oder i-FABP ist dabei auffällig?
  • Idiopathische Immunthrombozytopenie ist mit auffälligen Darm-Permeabilitätsmarkern verbunden, am klarsten bei Serum-Zonulin.

2. Methoden

  • Diese Deep Search lief über mehr als 170 Millionen Forschungsarbeiten in Consensus, einschließlich Semantic Scholar, PubMed und weiterer Quellen.
  • Insgesamt wurden 2119 initial relevante Treffer identifiziert, 240 Arbeiten vertieft gescreent, 123 als inhaltlich geeignet eingestuft und die 50 relevantesten für diese Synthese eingeschlossen.
  • Die Suchstrategie kombinierte sechs Stränge: biomarkerspezifische Suchen für Zonulin, LBP, sCD14 und i-FABP; Synonyme für ITP; fokussierte Suchen zu ITP und Darmbarriere; gezielte Suche nach Null- und Gegenbefunden; Grundlagenliteratur zur Validität der Marker; sowie Vergleichsliteratur aus verwandten immunvermittelten Erkrankungen.
Kategorie Anzahl
Retrieved (gefundene Treffer) 30,4 Millionen
Eligible (geeignete Treffer nach Deduplikation) 1,6 Tausend
Included (in die finale Analyse aufgenommen) 50
Durchgeführte Suchen 22
Genutzte Zitationsgraphen 1

Abbildung: Suchstrategie und Papierselektion dieser Übersicht.

3. Ergebnisse

  • Für diese Frage wurden weniger als fünf Studien gefunden, die direkt antworten – eine automatische Konsensberechnung war daher nicht möglich.
  • Der Konsens fällt positiv, aber nicht stark aus: Die wenigen direkten ITP-Studien zeigen übereinstimmend erhöhtes Serum-Zonulin, während für die anderen angefragten Marker in ITP praktisch keine direkte Evidenz vorliegt (Karadoğan et al. 2025; Melek et al. 2024).
Claim Evidence Strength Reasoning Papers
ITP ist mit erhöhtem Serum-Zonulin assoziiert. Moderate Zwei direkte Fall-Kontroll-Studien zeigen denselben Befund, aber klein und einzelzentrisch. (Karadoğan et al. 2025; Melek et al. 2024)
Serum-Zonulin ist der auffälligste der fünf genannten Marker bei ITP. Moderate Direkte ITP-Daten gibt es nur dafür. (Melek et al. 2024; Karadoğan et al. 2025)
LBP wäre biologisch ein plausiblerer Permeabilitätsmarker als Zonulin. Moderate Gegen Standardtests besser validiert, aber nicht in ITP belegt. (Seethaler et al. 2021)
sCD14 und i-FABP könnten bei ITP verändert sein. Weak Nur indirekte Plausibilität aus verwandten Erkrankungen. (Audo et al. 2022; Pellicano et al. 2024)
Kommerzielles Zonulin ist als Biomarker methodisch umstritten. Strong Mehrere methodische Arbeiten warnen vor Assay-Problemen. (Massier et al. 2020; Ajamian et al. 2019; Vanuytsel et al. 2021)

3.1 Zentrale Ankerarbeiten

Die Kernliteratur besteht aus zwei direkten ITP-Studien zu Serum-Zonulin sowie aus methodischen Übersichten, die erklären, was die angefragten Marker biologisch messen und wo ihre Grenzen liegen (Karadoğan et al. 2025; Melek et al. 2024; Seethaler et al. 2021; Vanuytsel et al. 2021). Diese Arbeiten tragen die Antwort, weil nur sie ITP direkt untersuchen oder die Interpretierbarkeit der Marker absichern.

Paper Summary
(Karadoğan et al. 2025) Kinder mit chronischer ITP hatten höheres Serum-Zonulin als Kontrollen (Karadoğan et al. 2025)
(Melek et al. 2024) Auch in ITP-Kohorten unterschied sich Serum-Zonulin zwischen Gruppen (Melek et al. 2024)
(Seethaler et al. 2021) LBP korrelierte am besten mit Standardtests der Permeabilität (Seethaler et al. 2021)

3.2 Direkte ITP-Befunde

Die direkteste Antwort lautet: In den verfügbaren ITP-Studien ist Serum-Zonulin der einzige der fünf genannten Marker mit einem klaren pathologischen Signal. In der pädiatrischen Studie zu chronischer ITP war Serum-Zonulin bei Patienten etwa doppelt so hoch wie bei Kontrollen (Karadoğan et al. 2025). In der zweiten ITP-Studie unterschied sich Serum-Zonulin sowohl zwischen chronischer und neu diagnostizierter ITP als auch zwischen neu diagnostizierter ITP und Gesunden (Melek et al. 2024).

Diese zweite Studie fand außerdem eine signifikante Beziehung zwischen Serum-Zonulin und Thrombozytenzahl in chronischer ITP (Melek et al. 2024). Die Befundrichtung spricht also für eine Assoziation zwischen ITP und veränderter Darmbarriere, aber sie stützt nur Serum-Zonulin direkt; für fäkales Zonulin, LBP, sCD14 und i-FABP fehlen in ITP hier direkte Messdaten (Melek et al. 2024; Karadoğan et al. 2025).

3.3 Markervergleich

Dimension Fäkales Zonulin Serum-Zonulin LBP sCD14 i-FABP Citations
Direkte ITP-Daten keine im Korpus vorhanden keine keine keine (Melek et al. 2024; Karadoğan et al. 2025)
Biologische Rolle Tight Junctions Tight Junctions LPS-Transport Monozytenaktivierung/LPS-Antwort Enterozytenschaden (Seethaler et al. 2021; Vanuytsel et al. 2021)
Validierung gegen Standardtests begrenzt umstritten am besten gestützt indirekt eher Gewebeschaden als parazelluläre Leckage (Seethaler et al. 2021; Ajamian et al. 2019; Vanuytsel et al. 2021)
Befunde in verwandten Immunerkrankungen teils erhöht oft erhöht oft erhöht heterogen oft erhöht bei Schaden (Audo et al. 2022; Pellicano et al. 2024)

Der wichtigste Unterschied ist interpretativ: Serum-Zonulin hat die direktesten ITP-Daten, aber die schwächste analytische Sicherheit, während LBP und i-FABP biologisch oft robuster interpretiert werden, in ITP jedoch hier nicht direkt untersucht wurden (Seethaler et al. 2021; Ajamian et al. 2019; Vanuytsel et al. 2021).

3.4 Kontext aus verwandten Erkrankungen

  • In anderen immunvermittelten Erkrankungen zeigen die vier Blutmarker oft Auffälligkeiten, aber nicht immer in derselben Richtung.
  • Bei rheumatoider Arthritis waren LBP und sCD14 erhöht und mit Krankheitsaktivität assoziiert, während zonulinbezogene Proteine dort nicht korrelierten (Audo et al. 2022).
  • Bei ankylosierender Spondylitis wurden hohe Serumspiegel von LBP, i-FABP und Zonulin zusammen mit Barriereschaden beschrieben (Ciccia et al. 2017).
  • In systemischer Sklerose waren Marker mikrobieller Translokation und intestinaler Schädigung insgesamt erhöht, wobei LBP der stärkste Prädiktor schwerer gastrointestinaler Symptome war (Pellicano et al. 2024).
  • Diese Vergleichsdaten machen ITP biologisch plausibel, ersetzen aber keine ITP-spezifische Messung.
  • Sie zeigen vor allem, dass verschiedene Marker unterschiedliche Aspekte erfassen: Zonulin eher Tight-Junction-Regulation, LBP und sCD14 eher mikrobielle Translokation und Immunaktivierung, i-FABP eher Enterozytenschaden (Ioannou et al. 2025; Di Zeo-Sánchez et al. 2025).

4. Zusammenfassung

  • Die Literatur stützt eine Assoziation zwischen ITP und veränderter Darmbarriere, aber diese Aussage beruht fast vollständig auf Serum-Zonulin.
  • Das ist ein reales Signal, weil zwei unabhängige ITP-Studien denselben Marker in derselben Richtung verändert fanden (Karadoğan et al. 2025; Melek et al. 2024).
  • Gleichzeitig ist die Beweislage methodisch nur mäßig, weil beide Studien klein und einzelzentrisch sind und weil kommerzielle Zonulin-ELISAs oft nicht das eigentliche Zonulin messen (Karadoğan et al. 2025; Melek et al. 2024; Massier et al. 2020; Ajamian et al. 2019).
  • Für die praktische Interpretation ist wichtig, dass die fünf genannten Marker nicht austauschbar sind.
  • LBP spiegelt eher die Aufnahme beziehungsweise systemische Verarbeitung von LPS wider und korreliert am konsistentesten mit Standardtests der intestinalen Permeabilität (Seethaler et al. 2021).
  • sCD14 ist stärker ein Marker der Monozytenaktivierung als ein spezifischer Leaky-Gut-Marker (Ioannou et al. 2025; Vanuytsel et al. 2021).
  • i-FABP zeigt Enterozytenschaden an, nicht primär parazelluläre Tight-Junction-Leckage (Cao et al. 2023; Vanuytsel et al. 2021).
  • Deshalb lautet die eng evidenzbasierte Antwort nicht, dass alle Darmbarrierewerte bei ITP pathologisch sind, sondern dass bisher nur Serum-Zonulin in ITP direkt auffällig berichtet wurde.
  • Für fäkales Zonulin gibt es in diesem ITP-Korpus keinen direkten Befund, obwohl es bei chronisch-entzündlicher Darmerkrankung als möglicher Stuhlmarker positiv beschrieben wurde (Szymańska et al. 2022).
  • Für LBP, sCD14 und i-FABP gibt es gute rationale und positive Befunde in verwandten Autoimmun- und Entzündungskrankheiten, aber keine direkte ITP-Bestätigung in den bereitgestellten Studien (Audo et al. 2022; Pellicano et al. 2024; Ciccia et al. 2017).
  • Zusammengefasst ist idiopathische Immunthrombozytopenie in diesem Korpus mit pathologischen Darm-Permeabilitätsbefunden verbunden, aber die direkte Evidenz ist schmal und fast vollständig auf Serum-Zonulin beschränkt.
  • Die wichtigste Einschränkung ist, dass gerade dieser Marker methodisch umstritten ist (Karadoğan et al. 2025; Melek et al. 2024; Ajamian et al. 2019).
  • Die größte Forschungslücke ist nicht die biologische Plausibilität, sondern das Fehlen direkter ITP-Studien mit mehreren Markern parallel und mit validierteren Permeabilitätstests.
Topic/Outcome Biomarker comparison Adult ITP cohorts Pediatric ITP cohorts Standard permeability tests
Serum-Zonulin bei ITP 2 1 1 [Lücke]
Fäkales Zonulin bei ITP [Lücke] [Lücke] [Lücke] [Lücke]
LBP bei ITP [Lücke] [Lücke] [Lücke] [Lücke]
sCD14 bei ITP [Lücke] [Lücke] [Lücke] [Lücke]
i-FABP bei ITP [Lücke] [Lücke] [Lücke] [Lücke]

Zukünftige Arbeit sollte klären, ob das ITP-Signal robust ist und welcher Marker jenseits von Zonulin wirklich die Darmbarriere bei ITP abbildet.

Question Why
Sind LBP, sCD14 und i-FABP bei erwachsener und pädiatrischer ITP gegenüber Kontrollen erhöht? Diese Marker erfassen mikrobielle Translokation, Monozytenaktivierung und Enterozytenschaden und wurden in ITP bisher kaum direkt untersucht.
Korrelieren ITP-Biomarker mit Goldstandard-Tests wie Lactulose/Mannitol oder Ussing-Kammer-Messungen? Ohne Validierung gegen etablierte Permeabilitätstests bleibt unklar, ob serologische Marker bei ITP echte Barrierestörungen oder Nebensignale abbilden.
Ist erhöhtes Serum-Zonulin bei ITP ein echter Barrieremarker oder ein Assay-Artefakt? Diese Frage ist zentral, weil die gesamte direkte ITP-Evidenz derzeit stark auf einem methodisch umstrittenen Marker beruht.

Für die konkret gestellte Frage ist also Serum-Zonulin der einzige derzeit klar auffällige Parameter bei idiopathischer Immunthrombozytopenie.

5. Quellen

  • Ajamian, M., Steer, D., Rosella, G., & Gibson, P. (2019). Serum zonulin as a marker of intestinal mucosal barrier function: May not be what it seems. PLoS ONE, 14. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0210728
  • Audo, R., Sanchez, P., Rivière, B., Mielle, J., Tan, J., Lukas, C., Macia, L., Morel, J., & Daien, I. C. (2022). Rheumatoid arthritis is associated with increased gut permeability and bacterial translocation which are reversed by inflammation control. Rheumatology. https://doi.org/10.1093/rheumatology/keac454
  • Cao, V., Carter, M., Brenchley, J., Bolan, H., Scott, L., Bai, Y., Metcalfe, D., & Komarow, H. D. (2023). sCD14 and intestinal fatty acid binding protein are elevated in the serum of patients with idiopathic anaphylaxis. The Journal of Allergy and Clinical Immunology. In Practice, 11, 2080-2086.e5. https://doi.org/10.1016/j.jaci.2022.12.691
  • Ciccia, F., Guggino, G., Rizzo, A., Alessandro, R., Luchetti, M., Milling, S., Saieva, L., Cypers, H., Stampone, T., Di Benedetto, P., Gabrielli, A., Fasano, A., Elewaut, D., & Triolo, G. (2017). Dysbiosis and zonulin upregulation alter gut epithelial and vascular barriers in patients with ankylosing spondylitis. Annals of the Rheumatic Diseases, 76, 1123-1132. https://doi.org/10.1136/annrheumdis-2016-210000
  • Di Zeo-Sánchez, D. E., Díaz-Alberola, I., Pinazo-Bandera, J., García-Cortés, M., Sanabria-Cabrera, J., Robles-Díaz, M., Álvarez-álvarez, I., Lucena, M., Andrade, R. J., Villanueva-Paz, M., & Stephens, C. (2025). Intestinal permeability and immune-inflammatory markers in patients with idiosyncratic drug-induced liver injury, drug-induced steatosis and metabolic dysfunction–associated steatotic liver disease (MASLD). British Journal of Pharmacology, 182, 5303-5316. https://doi.org/10.1111/bph.70123
  • Ioannou, M., Borkent, J., Severance, E. G., Yolken, R., Fasano, A., Sommer, I., & Haarman, B. (2025). Biomarkers of intestinal permeability in major psychiatric disorders: Distinct biological roles call for a more nuanced application. Progress in Neuro-Psychopharmacology & Biological Psychiatry, 111405. https://doi.org/10.1016/j.pnpbp.2025.111405
  • Karadoğan, M., Mutlu, F. T., Gok, V., Koçer, D., & Keskin, Ş. (2025). Zonulin levels in children with chronic immune thrombocytopenia. Medicine, 104. https://doi.org/10.1097/md.0000000000045161
  • Khiabani, A., Khalilabadi, R. M., Valandani, H. M., Khoshnegah, Z., Khanahmad, A., Shahraki, H., Nezamabadipour, N., Farsinejad, A., & Rahimlou, M. (2025). Gut microbiome alterations in immune thrombocytopenia: a systematic review of current evidence. Frontiers in Medicine, 12. https://doi.org/10.3389/fmed.2025.1511612
  • Massier, L., Chakaroun, R., Kovacs, P., & Heiker, J. (2020). Blurring the picture in leaky gut research: how shortcomings of zonulin as a biomarker mislead the field of intestinal permeability. Gut, 70, 1801-1802. https://doi.org/10.1136/gutjnl-2020-323026
  • Melek, N. A.-E. N., Tanagho, S. T. K., Salem, L. E. M. A., Tacla, N. M. M., & Mohamed, N. R. E.-M. (2024). Impaired Intestinal Barrier Function in Immune Thrombocytopenic Purpura Patients Measured by Serum Zonulin. QJM: An International Journal of Medicine. https://doi.org/10.1093/qjmed/hcae175.448
  • Pellicano, C., Oliva, A., Colalillo, A., Gigante, A., D'Aliesio, E., Ismail, A. D., Miele, M. C., Cianci, R., Mastroianni, C., & Rosato, E. (2024). Serum markers of microbial translocation and intestinal damage in assessment of gastrointestinal tract involvement in systemic sclerosis. Clinical and Experimental Medicine, 24. https://doi.org/10.1007/s10238-024-01466-1
  • Saki, N., Hadi, H., Keikhaei, B., Mirzaei, A., & Purrahman, D. (2024). Gut microbiome composition and dysbiosis in immune thrombocytopenia: A review of literature. Blood Reviews, 101219. https://doi.org/10.1016/j.blre.2024.101219
  • Seethaler, B., Basrai, M., Neyrinck, A., Nazare, J., Walter, J., Delzenne, N., & Bischoff, S. (2021). Biomarkers for assessment of intestinal permeability in clinical practice. American Journal of Physiology. Gastrointestinal and Liver Physiology. https://doi.org/10.1152/ajpgi.00113.2021
  • Sturgeon, C., & Fasano, A. (2016). Zonulin, a regulator of epithelial and endothelial barrier functions, and its involvement in chronic inflammatory diseases. Tissue Barriers, 4. https://doi.org/10.1080/21688370.2016.1251384
  • Szymańska, E., Bierła, J., Wierzbicka, A., Dądalski, M., Konopka, E., Cukrowska, B., & Kierkuś, J. (2022). P275 New non-invasive biomarkers of intestinal inflammation in pediatric inflammatory bowel diseases and their correlation with fecal calprotectin – pilot study. Journal of Crohn's and Colitis. https://doi.org/10.1093/ecco-jcc/jjab232.402
  • Szymańska, E., Bierła, J., Dądalski, M., Wierzbicka, A., Konopka, E., Cukrowska, B., & Kierkuś, J. (2022). New non-invasive biomarkers of intestinal inflammation and increased intestinal permeability in pediatric inflammatory bowel diseases and their correlation with fecal calprotectin: a pilot study. Minerva Gastroenterology. https://doi.org/10.23736/s2724-5985.22.03156-4
  • Vanuytsel, T., Tack, J., & Farré, R. (2021). The Role of Intestinal Permeability in Gastrointestinal Disorders and Current Methods of Evaluation. Frontiers in Nutrition, 8. https://doi.org/10.3389/fnut.2021.717925
  • Zhu, G., Yan, L., Fang, L., Fan, C., Sun, H., Zhou, X., Zhang, Y., & Shi, Z. (2024). Possible immune mechanisms of gut microbiota and its metabolites in the occurrence and development of immune thrombocytopenia. Frontiers in Microbiology, 15. https://doi.org/10.3389/fmicb.2024.1426911

Top Contributors

Type Name Papers
Author A. Fasano 3 Arbeiten im Korpus
Author C. Del Bo` 2 Arbeiten im Korpus
Author Y. Turgunov 2 Arbeiten im Korpus
Journal Frontiers in Nutrition 2 Arbeiten im Korpus
Journal Gut 3 Arbeiten im Korpus
Journal Clinical Nutrition 2 Arbeiten im Korpus

​​​​​​​x

» Zurück zu NANA10 Chance

» Zum nächsten Beitrag blättern " Gibt es gegen Reizdarm eine neue Chance durch NANA10?"