Video (24 min): Tobias & Dr. von Helden: In 20 Jahren Forschung zur Vitamin D Formel

Tobias Romme´vom Active Centrum in Aachen 

Zur Person:

  • Fitnesstrainer
  • Gesundheitsmanager
  • Geschäftsführer Active Centrum in Aachen

 

Tobias schreibt zum Inhalt des Videos 

Einführung in das Gespräch

In diesem Video sprechen wir bereits zum fünften Mal mit Dr. Raimund von Helden, einem der erfahrensten Vitamin-D-Experten im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam gehen wir seinen Vitamin-D-Simulator Schritt für Schritt durch – anhand konkreter Fallbeispiele, realer Messwerte und praxisnaher Dosierungsszenarien.

Zentrale Fragestellungen und Erkenntnisse

Dabei klären wir unter anderem, warum eine Einnahme von 20.000 IE pro Woche häufig nicht ausreicht, um einen Blutspiegel von über 30 ng/ml zu erreichen. Außerdem wird erklärt, wie der sogenannte Vitamin-D-Autopilot individuelle Zielwerte berechnet und was im Körper passiert, wenn versehentlich eine deutlich zu hohe Dosis – etwa das Fünffache – eingenommen wird.

Einfluss von Sonne und Jahreszeiten

Ein weiterer Fokus liegt darauf, wie Sonnenexposition im Simulator berücksichtigt wird und warum selbst Menschen, die im Sommer viel Sonne tanken, im Winter häufig auf Supplemente angewiesen sind. Der saisonale Unterschied spielt eine entscheidende Rolle für eine stabile Vitamin-D-Versorgung.

Wissenschaftliche Grundlage und praktische Anwendung

Abschließend zeigt Dr. von Helden auf Basis von über 20 Jahren Praxiserfahrung, dass ein Spiegel von 30 ng/ml lediglich das Minimum darstellt. Ein Zielbereich um 70 ng/ml könne hingegen für einen optimalen gesundheitlichen Schutz sinnvoll sein. Der Simulator wurde zudem anhand von Daten aus 174 Patienten wissenschaftlich validiert und bietet damit ein konkretes, datenbasiertes Werkzeug für präventive Gesundheit und Stoffwechseloptimierung.
 

Mehr erfahren: 

Timestamps

  0:00 – Vitamin D – wichtiger als das Bankkonto
  2:01 – Dr. von Heldens Vitamin-D-Simulator
  4:01 – Fallbeispiel 1
  7:37 – Fallbeispiel 2
10:45 – Eigene Erfahrung
13:18 – Sonnenbäder im Simulator
17:25 – Hohe Dosierung und Toxizitätsgrenzen
21:00 – Validierung: 174 Patienten, Simulator vs. Blutwert

2 kleine Video-Fehler im Beitrag:

  • Ab Minute 20 sind die Einblendungen nicht synchron.
  • Die zum gesprochenen Text gehörigen Bilder kommen erst etwas später.
  • Gegen Ende der Erläuterung sind sie dann aber doch noch zu sehen.
  • Betrifft: 1)Abklingen einer Intoxikation  und 2) Verifizierung des Simulators.





 

Vitamin-D-Simulator von Dr. Raimund von Helden

Einstieg

Dr. Raimund von Helden: Denn wichtiger als das Konto bei der Bank ist der Vitamin-D-Spiegel. Denn wenn der nachhaltig schlecht ist und wir dann plötzlich die böse Krankheit haben, dann nutzt uns das Konto auch nicht.

Moderator: Du hast im anderen Interview ja mal gesagt: 30 Nanogramm pro Milliliter sind Menschenrecht.

Dr. Raimund von Helden: Woche für Woche erlebe ich, dass Menschen, die auf diese 20.000er-Kapsel einmal pro Woche eingestellt sind, die 30 nicht überschreiten und damit das richtige Maß nicht bekommen.

Ich weiß aus den Erfahrungen der Praxis, dass ich im Bereich bis 200 ng/ml noch nie einen Fall gesehen habe, wo im Rahmen dieser Vitamin-D-Behandlung ein hohes Calcium entstanden ist. Das ist ja im Grunde die Schwelle zur Toxizität.

Begrüßung

Moderator: Heute haben wir Dr. Raimund von Helden zum fünften Mal im Gespräch. Hallo Raimund.

Dr. Raimund von Helden: Hi.

Moderator: Du bist wirklich sehr konsequent und diszipliniert in deiner Vitamin-D-Aufklärungsarbeit. Dafür möchten wir an erster Stelle einmal Danke sagen, denn deine Interviews erfreuen sich immer sehr großer Beliebtheit.

Heute möchte ich mit dir gemeinsam ein Kernprodukt deiner Aufklärungsarbeit durchspielen, und zwar an konkreten Fallbeispielen und Zahlen: den Vitamin-D-Simulator, den du gebaut hast.

Ich freue mich, wenn du uns einmal durch zwei bis vier Fallbeispiele unterschiedlicher Personen führst: Welche Dosierungen führen zu welchen Spiegeln? Welche Fehler machen die Leute vielleicht in ihren Annahmen? Und wie kann man dieses wertvolle Tool, das du mit der Erfahrung der letzten Jahrzehnte gebaut hast, für sich ideal und optimal nutzen?

Magst du uns da einmal mit auf die Reise nehmen?

Dr. von Heldens Vitamin-D-Simulator

Dr. Raimund von Helden: Ja, hallo, Grüße an alle. Ich freue mich wieder, dass wir zum Gespräch kommen.

Aachen, von wo aus du sprichst, ist ja die Stadt, in der ich Medizin studiert habe. Eine wunderschöne Stadt.

Wir haben vor 20 Jahren das erste Mal einen Vitamin-D-Spiegel in der Praxis gemessen, und der war null, nicht messbar. Da ist die Sache losgegangen, und ich habe diese Sache weiterverfolgt.

Ich habe viele Spiegel gemessen. Ich habe gemerkt, dass ich den Vitamin-D-Spiegel ziemlich gut vorhersagen kann. Dadurch habe ich einen Online-Modellierer gebaut, der den Vitamin-D-Spiegel nach Eingabe eigener Angaben ausweist.

Aber das war mir nicht genug. Ich wollte auch den Verlauf wissen. So wie wir den Aktienindex im Verlauf des Jahres ansehen, möchten wir das auch für unseren Vitamin-D-Spiegel wissen.

Denn wichtiger als das Konto bei der Bank ist der Vitamin-D-Spiegel. Denn wenn der nachhaltig schlecht ist und wir dann plötzlich die böse Krankheit haben, dann nutzt uns das Konto auch nicht. Wir müssen also mehr als auf das Bankkonto auf unser Vitamin-D-Konto achten.

Da habe ich diesen Simulator entwickelt. Er wird auch schon zehntausendfach genutzt, für eine kleine Gebühr. Das ist mit einem Prepaid-Betrag von 10 Euro verbunden. Damit kann man 365 Tage freischalten. Das ist die Struktur, die online allen zur Verfügung steht.

Wir hatten uns gerade vier Beispiele überlegt, die wir einmal schnell durchprüfen können.

Hier sehen wir den Vitamin-D-Simulator. Er ist über diesen Menüpunkt auf der Seite erreichbar. Es gibt dort auch sehr viele Informationen. Außerdem können wir hier sogar die Chatblase befragen. Da haben wir nämlich die über 8000 Beiträge von einer Dr.-von-Helden-KI lesen lassen. Hier bekommt man eine Information, die auf meinen Erkenntnissen basiert.

Fallbeispiel 1

Dr. Raimund von Helden: Kommen wir zum ersten Beispiel.

Wir sagen einmal, wir haben einen Menschen, der sportliche 95 kg wiegt. Wir haben eine Wochendosis von 20.000 Einheiten. Die tragen wir hier ein.

Jetzt kommt der Klick: „Angaben eintragen“. Hier wird das schon für 40 Wochen durchgerechnet, wie der Verlauf ist.

Und siehe da: Hier ist die Kurve. Wir sehen, dass der Spiegel am Anfang, heute beginnend, ansteigt und schließlich im September einen relativ stabilen Zustand von 25 erreicht.

Das dauert also monatelang, bis der Speicher aufgefüllt ist. Gegen Ende kommt er dann auf einen Wert von 30.

Das ist auch die Situation, die ich in der Praxis regelmäßig erlebe: Woche für Woche sehe ich Menschen, die auf diese 20.000er-Kapsel einmal pro Woche eingestellt sind, aber die 30 nicht überschreiten und damit das richtige Maß nicht bekommen.

Wir könnten hier mit Rollover sehen, wie sich das entwickelt.

Praktischer ist Folgendes: Wir wollen jetzt zum Beispiel einen guten Wert von 70 erreichen, um auch die Haut optimal vor Sonne zu schützen.

Hier haben wir den Vitamin-D-Autopiloten. Ich gebe ein: 70 wollen wir haben. Wie beim Airbus muss man als Pilot erst die Zielvorgabe in den Autopiloten einstellen, und dann gibt es den Knopf „Go“: „Diese Vorgaben verwirklichen“.

Jetzt hat er schon in Zahlen umgerechnet. Hier sehen wir, wie die Kurve nach oben springt. Das nenne ich immer die Dinosaurierkurve. Hier hebt das Tierchen seinen Kopf.

Mit diesem Schema erreichen wir Spiegel von 70. Was wir dafür benötigen, ist hier bereits eingepreist. Man würde vier Wochen lang neun Kapseln nehmen. Das sind also 36 Kapseln. Danach wären es 3,75 Kapseln pro Woche. Man kann dann auch drei Kapseln pro Woche nehmen.

Sekundenschnell bekommt man so das gesamte Konzept des Vitamin-D-Spiegels: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Wie gefällt dir das?

Moderator: Das ist ja super. Es ist auch ein schönes Beispiel, das du gebracht hast, weil diese 20.000 internationalen Einheiten pro Woche so ein schulmedizinischer Klassiker sind. Das bekommen viele Leute verschrieben. Sie vertrauen dann vielleicht dem Arzt und sagen: Okay, damit bin ich perfekt aufgestellt.

Der Rechner, deine Erfahrung und die Werte zeigen aber, dass man damit nicht über diese 30 kommt. Du hast im anderen Interview ja einmal gesagt: 30 Nanogramm pro Milliliter sind Menschenrecht.

Das ist ja das, was man mindestens haben will. Der Zielbereich geht dann eher, wie du sagst, Richtung 70 Nanogramm.

Also ein sehr schönes Beispiel. Da sieht man auch, wie viel man dafür nehmen muss, um in diesem Beispiel wirklich auf die 70 Nanogramm zu kommen.

Dr. Raimund von Helden: Genau. Es läuft dann im Endeffekt auf drei Kapseln pro Woche hinaus.

Die typische Anleitung ist dann: eine Kapsel Montag, eine Mittwoch, eine Freitag — für einen Menschen in dieser Gewichtsklasse.

Das Körpergewicht ist natürlich ein wesentlicher Faktor.

Fallbeispiel 2

Dr. Raimund von Helden: Jetzt hattest du ein zweites Beispiel aus der Familie genannt. Erzähl noch einmal.

Moderator: Richtig. Da ist es so: Die Person hat auch einen Wert von ungefähr 70 Nanogramm pro Milliliter erreicht. Das Körpergewicht liegt wahrscheinlich um die 75 kg.

Aber sie hat nur etwa 1000 bis 2000 internationale Einheiten pro Tag genommen, also deutlich weniger Wochendosis als wir gerade gerechnet haben. Trotzdem wurde ein hoher Wert erreicht.

Wie kann das sein, und wie kann man das im Rechner eingeben?

Dr. Raimund von Helden: Genau. Das ist auch eine Plausibilitätsrechnung.

Ich habe jetzt die Tagesdosis von 2000 eingetragen. Wir sehen: Mit 14.000 pro Woche — das ist ja ähnlich wie 20.000, aber das Gewicht ist etwas geringer — ergibt sich ein etwas höherer Spiegel.

Wir kommen dann auch auf einen Wert von etwa 25, der im Sommer vielleicht noch etwas ansteigen kann.

Ein Spiegel von 75 ist womöglich in Nanomol gemessen worden. Nanomol übertreibt um den Faktor 2,5. Wenn wir also sagen: 30 mal 2,5, dann ist das ein Wert von 75. Es ist wahrscheinlich in Nanomol gemessen worden und nicht in Nanogramm.

Moderator: Das kann gut sein.

Wir hatten auch einen anderen Fall im Umfeld. Da war es so, dass die Person, glaube ich, vier oder fünf Tropfen genommen hat und dachte, ein Tropfen habe 1000 internationale Einheiten.

Dann stellte sich allerdings heraus, dass ein Tropfen 5000 internationale Einheiten hatte — also quasi die fünffache Dosis, die die Person eigentlich nehmen wollte.

Der Vitamin-D-Spiegel war dann beim Nachmessen das erste Mal dadurch sehr gut, also auch um die 70 Nanogramm.

Das kann natürlich auch eine Ursache sein: dass Leute ein Produkt nehmen und gar nicht auf dem Schirm haben, wie hoch die Dosierung pro Einheit tatsächlich ist.

Dr. Raimund von Helden: Genau.

So schnell, wie du es jetzt gesagt hast, habe ich 20.000 als Tagesdosis eingetragen. Das führt bei langfristiger Einnahme zu einem Spiegel von etwa 140.

Möglicherweise wurde das über eine Dauer von zwei, drei Monaten genommen.

Moderator: Genau, es war nicht so lange. Es war nicht ewig.

Dr. Raimund von Helden: Dann kommen wir hier in diese Zone. Wenn man also beginnen würde mit 20.000 pro Tag — vier Tropfen à 5000 —, dann wäre man nach einem Monat entsprechend in diesem Bereich.

Das kann man hier alles genau durchspielen.

Eigene Erfahrung

Dr. Raimund von Helden: Dann hattest du ein Beispiel aus eigener Erfahrung, das du durchrechnen lassen wolltest.

Wir schreiben hier einmal ein sportliches Gewicht von 80 kg hinein.

Moderator: Ich hatte sogar 95 kg. Ich bin recht groß und deshalb auch relativ schwer.

Ich nehme ungefähr 10.000 internationale Einheiten am Tag. Natürlich ist es auch eine Frage der Compliance, also wie regelmäßig man das schafft. Zuletzt hatte ich einen gemessenen Wert von 56.

Dr. Raimund von Helden: Wir sehen hier den Wert: Wenn du immer eingenommen hättest, hättest du einen Spiegel von 74.

Wenn jemand sagt: Ich vergesse es mindestens einmal pro Woche, dann haben wir keine Wochendosis von 70.000, sondern vielleicht von 55.000.

Das trage ich ein. Dann kommen wir auf einen Wert von etwa 64 oder 60, je nachdem, wie lange man das schon macht.

Moderator: Das heißt, der Rechner sagt mir quasi sogar, wie oft ich im Schnitt mein Vitamin D vergesse. Das ist sicherlich im Wochenschnitt ein- bis zweimal, eher zweimal als einmal. Dann kommt man genau auf den Wert, der auch im Labor gemessen wurde.

Braucht man denn jetzt einen Ausgangswert, um den Rechner wirklich gut nutzen zu können?

Dr. Raimund von Helden: Den braucht man nicht, wenn man weiß, wie man sich in den letzten Monaten verhalten hat.

Es ist dann egal, ob man hier von einem Wert von 15 startet oder von einem anderen Wert, etwa 60. Irgendwann kommt es zu einem Steady State, also zu einer Fokussierung.

Wir können hier im Vitamin-D-Rechner auch Werte eintragen.

Mit der Nutzung des Simulators ist immer das Vitamin-D-Konto verbunden. Hier habe ich verschiedene Werte von mir selbst immer wieder probegerechnet.

Man kann einen Zeitpunkt eintragen, einen Messwert, und das dann in den Simulator übernehmen.

Hier sehen wir übrigens auch eine weitere Funktion: „Meine Position im Schwarm“. Hier sehen wir die Leute, die unterwegs sind und Spiegel zwischen 20 und 160 haben. Der grüne Punkt zeigt meine Position im Schwarm, etwa bei 90. Die bekommt man dann separat ausgewiesen.

Sonnenbäder im Simulator

Dr. Raimund von Helden: Es gibt noch einen weiteren praktischen Wert.

Zurück zum Simulator.

Wir haben ja auch Leute, die sagen: Ich nehme praktisch gar kein Vitamin D. Ich wohne auf La Gomera oder wo auch immer, und deshalb bin ich jeden Tag in der Sonne. Was ist dann eigentlich?

Gehen wir dieses Beispiel durch.

Wir haben ein Körpergewicht von 70 kg. Die Einnahme von Vitamin D geschieht höchstens über Fisch und Eier. Ein Ei hat etwa 100 Einheiten, eine Portion Fisch etwa 400. Also einmal Fisch pro Woche und sechs Eier — das wären dann 1000 Einheiten als Wochendosis.

Das allein würde überhaupt nicht schützen. Da wären wir bei einem Spiegel von etwa 6.

Jetzt kommt aber hinzu, dass wir hier eine Spalte für Sonnenbäder haben.

Wenn wir sagen: Wir waren bereits im gesamten März in der Sonne — hier sind die Daten, beginnend am 2. März —, dann können wir Sonnenbäder eintragen.

Ich habe jeden Mittag ein Sonnenbad gemacht, sagen wir dreimal pro Woche. Dann wären das 3,0 Sonnenbäder. Die kann ich hier nach unten einpreisen.

Wir sehen, wie schön der Spiegel ansteigt. Jemand, der das tatsächlich seit Frühlingsbeginn gemacht hat, ist dann schon entsprechend auf einen Wert von 40 angestiegen.

Wenn man sagt: Im Oktober war ich auch im Urlaub und in der Sonne, zwei Wochen, nämlich in den Schulferien Anfang Oktober, und dort habe ich fünf Sonnenbäder gemacht, dann zeigt sich das hier ebenfalls.

Das war quasi der Oktoberurlaub. Der Effekt war zwei Monate später wieder verbraucht. Das ändert nichts am Startpunkt im Frühjahr, und dann geht es wieder hoch.

Die Abklingrate ist hier automatisch eingepreist.

Bei diesem Verhalten hätte man jetzt einen Spiegel von 40. Allerdings geht es rauf und runter.

Ich empfehle deshalb: Auch wenn man im Lotto gewonnen hat und dauernd in der Sonne ist, sollte man trotzdem Vitamin D nehmen, um diese Einbrüche zu vermeiden.

Ich bessere diese Kurve einmal auf und sage: Wir gehen auf eine Wochendosis von ganz defensiven 20.000 — das, was wir eben hatten, also eine Kapsel pro Woche.

Das kopiere ich jetzt nach unten. Jetzt steht von oben bis unten 20.000.

Dann haben wir einen besseren Basislevel. Hier ist der Oktoberurlaub, die 20.000 kommen noch dazu. Dann hätten wir eine Hybridlösung: eine Kapsel pro Woche plus viel Sonnenschein. Damit käme man auf wunderbare Spiegel.

Moderator: Sehr schön. Da sieht man: Selbst wenn man tropischen Karibikurlaub in der Nähe des Äquators macht, reicht das nicht aus, um den ganzen Winter gut versorgt zu sein.

In Deutschland reichen in unseren Breitengraden vor allem in den Wintermonaten die Sonnenstrahlen nicht aus, damit wir überhaupt gut Vitamin D produzieren können.

Das heißt, du würdest sagen: Immer hybrid fahren, auf jeden Fall auch ein Nahrungsergänzungsmittel dazupacken.

Dr. Raimund von Helden: Genau.

Hohe Dosierung und Toxizitätsgrenzen

Dr. Raimund von Helden: Weil das alles so gut funktioniert, will ich als Zugabe noch ein weiteres Beispiel durchspielen.

Wenn jemand den Vitamin-D-Effekt erlebt hat und aus Begeisterung regelmäßig 20.000 pro Tag nehmen würde — also siebenmal pro Woche —, dann kann man sehen, wo das hinführt.

Ich gehe einmal von einem Gewicht von 100 kg aus. Hier habe ich die 20.000 eingetragen. Das wird automatisch auf die Wochendosis umgerechnet.

Wenn ich diese Angaben eintrage, hätte man jetzt einen Spiegel von 118.

Da ist der Mensch nicht vergiftet. Bei diesem Körpergewicht ist das unproblematisch.

Ich weiß aus den Erfahrungen der Praxis, dass ich im Bereich bis 200 ng/ml noch nie einen Fall gesehen habe, bei dem im Rahmen dieser Vitamin-D-Behandlung ein hohes Calcium entstanden ist.

Das ist ja im Grunde die Schwelle zur Toxizität: ein Calciumwert, der kritisch wird.

Gerade bei ernsthaften Erkrankungen, bei denen die Menschen ohnehin vollgepumpt sind mit allen möglichen Mitteln der Medizin — Kortison, Zytostatika, schwer verträgliche Mittel, Mittel, die erwiesenermaßen jede Menge Störungen machen können —, können wir auf so einen Schutzpegel gehen und sehen auch, dass die Menschen davon deutlich profitieren.

Bei Menschen, die wegen Krankheit bereits mit dem Rücken zur Wand stehen, ist ein solcher Wert unschädlich. Es kommt hier also nicht zu Problemen.

Wenn wir noch einen drauflegen und sagen: Wenn jemand wirklich sehr viel nimmt, zum Beispiel 40.000 pro Tag — das ist jetzt keine Empfehlung von mir, aber wir können es durchrechnen —, dann kommen wir auf einen Spiegel von 185.

Wenn ich hier den Autopiloten frage: „Hallo, das ist mir zu viel, ich will zurück. Wann und wie komme ich wieder auf 100 zurück, um mich hier herauszumanövrieren?“, dann rechnet er das durch.

Hier ist die Abklingkurve.

Wer jetzt einen Spiegel von 180 hätte und stoppt, hat bereits im Mai den Spiegel abgesenkt und könnte dann ab Mai fortsetzen und wieder eine kleinere Dosierung einsetzen.

Moderator: Sehr schön. Da sieht man einmal, wie einfach — in Anführungszeichen — es ist, auch von einem zu hohen Spiegel herunterzukommen.

Natürlich: Wenn er sehr hoch ist, bedarf das ärztlicher Begleitung. Aber wenn man einmal bei einem 150er-Wert gelandet ist und zurück auf 100 will, kann man genau berechnen, wie lange man aussetzen sollte.

Dr. Raimund von Helden: Genau. Man kann dann auch die tolle Funktion mit der Raimund-KI nutzen.

Die 10 Euro sind sicherlich gut investiert. Wer diesen Simulator nutzt, kann das für sich und seine ganze Familie durchrechnen.

Kinder müssen nicht unbedingt eine Blutabnahme bekommen, um sich zu orientieren.

Wir können aus der Vergangenheit, aus der erfolgten Einnahme von Vitamin D, das alles ziemlich gut berechnen.

Validierung des Simulators

Dr. Raimund von Helden: Wer selbst im medizinischen Bereich arbeitet, fragt vielleicht: Was kann ich dem Simulator glauben? Ist er überhaupt validiert?

Die Antwort ist: Ja, wir haben ihn validiert.

Hier gehe ich auf die Vitamin-D-Zeitung, ein wissenschaftliches Format mit einer vierteiligen Darstellung von Methoden, Ergebnissen und Folgerungen.

Hier schreibe ich meine Ergebnisse hinein.

Ich habe den Test im letzten Jahr abgeschlossen — mit Patienten aus der Praxis, bei denen ich parallel den Vitamin-D-Spiegel aus dem Blut bestimmt habe.

Ich habe den Test anhand von 174 Patienten durchgeführt, die in meiner Praxis waren. Dabei habe ich eine doppelgleisige Bestimmung gemacht: einmal den Vitamin-D-Spiegel aus dem Blut in einem Zentrallabor und auf der anderen Seite aufgrund der Angaben eine Modellierung.

In diesem Modell sehen wir auf der unteren Achse den computerbestimmten Wert und auf der Hochachse, also der Y-Achse, den aus dem Blut und dem Reagenzglas bestimmten Wert.

Hier haben wir eine Fokussierung auf die identischen Werte, also auf die Winkelhalbierende. Die Grafik zeigt, dass alles ziemlich gut zusammenpasst.

Natürlich gibt es einige Ausreißer. Das liegt aber gar nicht unbedingt am Simulator. Viele können gar nicht genau sagen, wie oft sie in der Sonne waren. Sie sagen: Ich habe chaotisch genommen, mal drei, mal eine, so nach Gefühl.

Da kann man natürlich nur schätzen, wie viel Vitamin D zustande gekommen ist. Dann gibt es entsprechende Ausreißer.

Diese gute Übereinstimmung zwischen den beiden Verfahren, die hier auf diese Zentrallinie fokussieren, ist hochsignifikant.

Ich habe denselben Datensatz noch einmal in einer anderen Grafik dargestellt.

Hier sind die Patienten geordnet nach dem Simulatorwert. Die schwarze Kurve zeigt die Simulatorwerte, das ist die Sortierung der Tabelle. Die Blutwerte müssten im Idealfall genau darauf liegen.

Es gibt hier eine natürliche Schwankungsbreite, was auch für die Echtheit des Verfahrens spricht.

Wir können hier also sehr gut abschätzen.

In der praktischen Medizin und auch in der Notfallmedizin haben wir immer die Situation, dass wir mit einem Fall konfrontiert werden und etwas tun sollen. Das Labor kommt dann morgen, übermorgen oder erst nach dem Wochenende.

Wir müssen als Ärzte eine Ahnung haben, was wir hier eigentlich machen. Genau diese Ahnung gibt uns der Vitamin-D-Simulator. Er ist bereits verifiziert.

Abschluss

Moderator: Sehr schön. Ich danke dir wieder einmal für deine Zeit.

Noch einmal der Appell: Testet den Simulator. Er ist unten im Kommentar und in der Videobeschreibung für euch verlinkt.

Dr. Raimund von Helden: Ja, vitamindsimulator.de.

Ich wünsche viel Erfolg mit Vitamin D.