Vitamin D als RATTENGIFT - was hat das zu bedeuten?

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung VitaminDelta, 57368 Lennestadt, Originalarbeit.

2024-05-05

1) Fragestellung

Disclaimer: Dieser Beitrag befasst sich lediglich mit der Frage der Toxizität des Vitamin D.
Aspekte des Tierwohls und der Tierversuche werden hier nicht diskutiert.
  • Extreme Situationen haben eine gewisse Anziehungskraft.
  • Die Forschung im Weltraum und in den Tiefen der Erde ermöglichen oft neue physikalische Entdeckungen.
  • Beim Vitamin D stellt sich hier die Frage, wie Organismen auf extrem hohe Vitamin-D-Spiegel reagieren: Vitamin D als "Rattengift".
  • So wird derzeit versucht, mit einer extremen Dosis Ratten zu vergiften. Wir rechnen nach, was tatsächlich geschieht.

2) Methode

  • SELONTRA ® wurde 2019 als Rattengift in der EU zugelassen.
  • Es ist ein geschützter Markenname.
  • Es enthält neben "attraktiven" Geschmacksstoffen als "Wirkstoff" nur Vitamin D (Cholecalciferol).
  • Wir haben die Wirkspiegel bei der Ratte mit der www.VitaminDFormel.de berechnet.
  • Auch der www.VitaminDSimulator.de ®  kann nach Anpassungen zur Abschätzung genutzt werden.
  • Der www.VitaminDSimulator.de ®  bietet die grafische Umsetzung der Formel.
  • Es ist eine rechnerische Anpassung: Der Simulator benötigt 1 kg Mindestgewicht, die Ratte ist aber 4 x leichter.
  • Er kann dennoch für ein 250 g Gewicht der Ratte genutzt werden (¼), wenn man die 4-fache Dosis wählt.

3) Ergebnisse

Für die im Laborversuch getöteten Ratten wurden leider keine Vitamin-D-Spiegel angegeben.
So müssen wir hier ersatzweise den toxischen Vitamin-D-Spiegel berechnen.

Die Zeilen im Fettdruck: enthalten jeweils bekannte Formeln und Vorgaben.
Zeilen in Normalschrift: zeigen die Anwendung der Vorgaben.

  • Herstellerangaben der BASF: Konzentration Vitamin D im Köder = „0,75 g Vitamin D /1kg Köder“
  • = 750 mg Vitamin D  /1 kg Köder
  • Herstellerangaben der BASF: „13,7 g Köder töten 50 % der Ratten“ (LD50 = Letale Dosis für 50 % der Tiere einer Gruppe)
  • Dreisatz: (Wie viel Vitamin D  ist in 13,7 g Köder enthalten?)
  • 1000 g = 750 mg Vitamin D
  • 1 g = 0,75 mg Vitamin D  
  • 13,7 g enthalten 13,7 x 0,75 mg = 10,27 mg
  • Die toxische Menge für die Ratte beträgt daher ungefähr 10 mg (Milligramm) Vitamin D 
  • Beachte den Unterschied mg zu µg
  • 10 µg = 400 Einheiten sind 1000 x weniger (tausendmal weniger) als 10mg.
  • Die bekannte Umrechnung „mg Vitamin D" in „Einheiten Vitamin D" (= Faktor 40.000
  • 10 mg x 40.000 E = 400.000 E 
  •  = 20 Kapseln zu 20.000 E 
  • Seite 78 im Buch: Gesund in sieben Tagen  „1 Kps zu 20.000 E macht + 2 ng/ml Anstieg im Vitamin-D-Spiegel bei 70 kg“
  • 20 Kps. bewirken = 20 x 2 ng/ml = + 40 ng/ml (bei 70 kg)
  • 70 kg  Mensch / 250 g  Ratte  =  die Ratte ist 280 x leichter
  • + 40 ng/ml Anstieg x 280-fach = 40 x 280 = + 11.200 ng/ml
  • Prüfung der Plausibilität mit dem angepassten www.VitaminDSimulator.de ®  
  •  (Bei 1 kg Gewicht, also 4x mehr und einer Dosis, die ebenfalls auf das 4-fache angepasst wurde.)
  • Resultat: Der Simulator zeigt einen Anstieg auf "10.700 ng/ml"
  • 11200 ng/ ml und 10.700 ng/ml liegen in derselben Größenordnung. Probe bestanden.

Die Ergebnisse

  • Die vom Hersteller als "LD50" genannte Verzehrmenge der Ratte von "13,7 g Vitamin D" bewirkt eine Vergiftung.
  • 50 % der Versuchstiere sterben bei dieser Dosis.
  • Der Vitamin-D-Spiegel steigt auf modellhaft kalkulierte 11.200 ng/ml.
  • Wenn man einen Spiegel von 100 ng/ml als natürlichen Grenzwert nimmt, so ist es das 112-fache des natürlichen Maximalwertes.
  • Bei einer "nur" 100-fachen Dosis (statt 112-fach) vermindert sich die Zahl der getöteten Tiere auf "weniger als 50%".
  • Anders gesagt: "Bei der 100-fachen Dosis-Überschreitung überleben immerhin noch 50 % der Ratten."

4) Folgerungen

  • Die Aussage: "Vitamin D ist ein Rattengift" ist geeignet, das Vertrauen in diesen natürlichen Bedarf zu untergraben.
  • Daher verschweigen wir hier nichts, sondern verlassen die emotionale Ebene, indem wir berechnen, was tatsächlich geschieht.
  • Wir könnten das Ergebnis der Berechnung so formulieren: "Eine 100-fache Überschreitung ist ungesund, kann aber überlebt werden."
  • Das Erstaunliche ist, dass damit eine einzigartige "therapeutische Breite" offenbar wird: Jede andere Substanz wäre schon viel früher toxisch.

Beispiele aus dem Alltag

  • Es ist für gesunde Menschen ungefährlich aus 1 Meter Höhe ins Wasser zu springen, das gilt nicht für 100 Meter.
  • Es ist für gesunde Menschen ungefährlich, 1 Liter Wasser zu trinken, 100 Liter sind hingegen toxisch.
  • Es ist  für gesunde Menschen ungefährlich, 1 Kaffee zu trinken, 100 Kaffee sind hingegen toxisch.
  • Es ist für gesunde Menschen ungefährlich, 1 g Salz in den Suppentopf zu werfen, 100 g sind hingegen toxisch.

Ist die www.VitaminDFormel.de für Tiere anwendbar?

  • Die Betrachtung beim Hund zeigt, dass der Vergleich plausibel ist: www.VitaminDService.de/Hund
  • Der Beitrag bestätigt den besten Krebsschutz für den Hund bei einem Vitamin-D-Spiegel etwas oberhalb von 100 ng/ml.
  • Auch wurden uns bereits therapeutische Erfolge bei "tödlich erkrankten" Hunden berichtet, wenn in diesem Sinne dosiert wurde.
  • Auch wenn der Vitamin D-Stoffwechsel bei Tieren wenig erforscht ist, so kann die hier vollzogene Berechnung eine erste Einschätzung geben.

Paracelsus 

  • Der Satz "Es ist die Dosis, die das Gift macht" wird oft Paracelsus zugeschrieben, einem Schweizer Arzt und Alchemisten aus dem 16. Jahrhundert.
  • Diese Aussage ist ein Grundprinzip der Toxikologie und bedeutet, dass jede Substanz giftig werden kann, abhängig von der Dosis, die einem Organismus verabreicht wird.
  •  "Sola dosis facit venenum", was übersetzt heißt: "Allein die Dosis macht das Gift."
  • Dieses Konzept unterstreicht, dass die Giftigkeit einer Substanz relativ ist und von der konsumierten Menge abhängt.

Was lernen wir daraus?

  • Es ist ein durchschaubarer rhetorischer Betrug, wenn dem Kontrahenden eine Übertreibung angedichtet wird: "Er gibt Rattengift!"
  • Alles kann letztlich als "Gift" Verwendung finden, denken wir nur an den "Selbstmord mit Messer und Gabel", die Überernährung.
  • Vitamin D hat hingegen einen einzigartig hohen Abstand zwischen dem therapeutischen Vitamin-D-Spiegel und dem toxischen Spiegel: die therapeutische Breite* (Info s.u.) bei der Ratte zwischen normaler und toxischer Grenze ist der Faktor 100.
  • Die offensichtliche Notwendigkeit, es nicht weniger als sogar 100-fach (!) zu steigern, um Ratten "als Schädlinge zu kontrollieren" belegt die relative Harmlosigkeit. 
  • Andere frei verkäufliche Stoffe aus der Apotheke sind bereits bei einer Verdopplung mit ernsten Gefahren verbunden.

Fazit:
Nutzen Sie den Vitamin-D-Simulator®, so wie hunderte Vitamin-D-Berater es täglich tun.
Dann ist eine sichere Steuerung des Vitamin-D-Spiegels garantiert.

 

Quellenangaben

Technische Informationen des Herstellers:
https://www.pestcontrol.basf.de/de/Products/Overview/Rodentizide/Selontr...

FAQ des Herstellers: BASF
https://www.pestcontrol.basf.de/documents/Selontra_FAQ.pdf?

EU Genehmigung für 5 Jahre - 2019 - 2024
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32019R0637...

Info zum Begriff: therapeutische Breite"

  • Die therapeutische Breite eines Medikaments bezieht sich auf den Bereich zwischen der minimal effektiven Dosis und der Dosis, bei der das Medikament toxisch oder schädlich wird.
  • Beispiel für Medikamente, die ohne Rezept (OTC, Over-the-Counter) erhältlich sind:
  • Paracetamol (Acetaminophen): 4-fache therapeutische Breite
  • Paracetamol hat eine relativ schmale therapeutische Breite. Die übliche therapeutische Dosis für Erwachsene liegt zwischen 500 mg und 1000 mg pro Dosis, wobei die maximale Tagesdosis 4000 mg nicht überschreiten sollte, um das Risiko von Leberschäden zu minimieren.
  • Ibuprofen:  2-fache therapeutische Breite
  • Ibuprofen, ein weiteres häufig verwendetes Schmerzmittel und Entzündungshemmer, hat eine breitere therapeutische Breite als Paracetamol. Die empfohlene Dosis für Erwachsene liegt zwischen 200 mg und 400 mg alle 4 bis 6 Stunden, und die maximale Tagesdosis liegt typischerweise bei 1200 mg bis 3200 mg, abhängig von der spezifischen Formulierung und den Anweisungen des Herstellers.
  • Aspirin: 40-fache therapeutische Breite
  • Aspirin wird oft in niedrigen Dosen zur Vorbeugung von Herzinfarkten verwendet (75-81 mg täglich), aber es kann auch in höheren Dosen zur Schmerzlinderung oder bei Entzündungen eingenommen werden (bis zu 4000 mg pro Tag). Die therapeutische Breite ist relativ groß, jedoch kann es bei hohen Dosen zu Magen-Darm-Nebenwirkungen kommen, einschließlich Magenblutungen.

Mehr:

4000-fache Überdosis bei Kindern:
https://www.vitamindservice.de/4000-fach

Rattengift war schon öfter unser Thema:
https://www.vitamindservice.de/search/node/rattengift




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