RKI: Der Risikofaktor Vitamin-D-Mangel geht erst im Sommer zurück

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung VitaminDelta, 57368 Lennestadt referiert die Studie von RABENBERG

2020-12-07

1) Fragestellung

  • Im Rahmen der CORONA-PANDEMIE wird nach Möglichkeiten gesucht, die Risiken für einen schweren Verlauf mit Intensivstation, Beatmung und Tod zu verhindern.
  • Die derzeitigen Methoden zeigen nicht den gewünschten Erfolg.
  • Kann man stattdessen den schweren Verlauf der Krankheit mit medizinischen Mitteln begrenzen?
  • Wie lange wird der Risikofaktor Vitamin-D-Mangel auf unserer Bevölkerung lasten?

2) Methode

Große Beobachtungsstudie des Robert-Koch-Institutes (RKI)
In ganz Deutschland wurden insgesamt 6995 Patienten einbezogen.

 

3) Ergebnisse

Die hier gezeigte Grafik ist fokussiert auf Frauen in Süddeutschland.
Die vollständigen Daten sind in der Originalstudie zu finden.

Diese Risikofaktoren für den Vitamin-D-Mangel erwiesen sich als unabhängig und signifikant:

  • Winter
  • Aufenthalt im Norden
  • Nichtverwendung von Vitamin D-Nahrungsergänzungsmitteln
  • geringe sportliche Aktivität
  • hoher Body Mass Index (BMI)
  • hoher Medienkonsum

Bei Frauen zeigten sich zusätzliche Belastungen des Risikos durch:

  • Alter
  • niedriges Einkommen

bei Männern:

  • Pendeln zum Arbeitsplatz

4) Folgerungen

Der Vitamin-D-Mangel ist ein Sammelbecken für die bereits allgemein bekannten Risiken:

  • Der erholsame Sommer bleibt bei niedrigem Einkommen, hoher beruflicher Belastung und eingeschränkter Freizeit ein Wunschtraum.
  • Zwischen dem 12. September und dem 31. März, eines jeden Jahres ist keine wesentliche Erzeugung von Vitamin D möglich.
  • Bei Übergewicht, Behinderung und hohem Alter ist es nahezu unmöglich, den Vitamin-D-Spiegel allein durch Sonnenlicht zu steigern.

Die Situation im Dezember 2020:

  • Die Dauer und das Ausmaß der Verbote ("Lockdown") werden derzeit weiter ausgedehnt.
  • Die Ankündigungen, dass diese Maßnahmen die Krise beenden würden, haben sich nicht erfüllt.
  • Eine Abschwächung des Corona-Risikofaktors Vitamin-D-Mangel ist erst im Sommer 2021 möglich.
  • Alternativ könnte die Bevölkerung mit Vitamin D versorgt werden.

Für den Nutzen einer solchen Intervention spricht vieles:

  • Die HEALTH-CLAIMS-Regulierung bestätigt, dass Vitamin D zur Funktion des Immunsystems beiträgt.
  • Anders als andere Risikofaktoren ist der Vitamin-D-Mangel überhaupt korrigierbar.
  • Schon vor der Corona-Krise war die Beseitigung des Vitamin-D-Mangels bei Werten unter 30 ng/ml eine ärztliche Pflicht.
  • Vitamin D ist für diese Anwendung bereits seit Jahrzehnten zugelassen.

Für die Durchführung einer solchen Intervention ist nicht einmal eine ethische Zulassung nötig, denn die Versorgung mit Vitamin D ist bereits eine ethische Pflicht.
 

Quellenangaben

Rabenberg M, Scheidt-Nave C, Busch MA, Rieckmann N, Hintzpeter B, Mensink GB.

Vitamin D status among adults in Germany--results from the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1).
BMC Public Health. 2015 Jul 11;15:641. doi: 10.1186/s12889-015-2016-7.
PMID: 26162848; PMCID: PMC4499202.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26162848/

Sterblichkeit bei Vitamin-D-Mangel:
Signifikante Verknüpfung von Mortalität und Vitamin-D-Mangel in Deutschland:
Autoren: Zittermann A, von Helden R, Grant W, Kipshoven C, Ringe JD. 
Titel: An estimate of the survival benefit of improving vitamin D status in the adult German population.
freier Zugang: Dermatoendocrinol. 2009 Nov;1(6):300-6. doi: 10.4161/derm.1.6.10970. PubMed PMID:21572875 PubMed Central PMCID: PMC3092570
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=21572875
Download: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3092570/

Es ist zulässig, dem Vitamin D einen Nutzen im Immunsystem zuzuschreiben
www.vitaminDservice.de/health-claims

Die wissenschaftlichen Grundlagen des Vitamin D im Kampf gegen das Coronavirus:
www.virus-video.de




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