Video: (44 min.) Vitamin D & Nobelpreis 2025: Was jetzt jeder wissen sollte (Interview mit Dr. von Helden)

Was haben die Nobelpreise für Medizin und Chemie 2025 mit unserer Gesundheit zu tun?

Mehr als Sie denken: Im Gespräch mit Dr. Raimund von Helden erhalten Sie Antworten:

  • Warum Vitamin D und T-regulierende Zellen jetzt wissenschaftlich gefeiert werden
  • Was der Zusammenhang mit dem Nobelpreis bedeutet – für Sie ganz konkret
  • Wie Sie Ihren Vitamin D-Spiegel gezielt in den optimalen Bereich bringen
  • Warum viele Ängste rund um Überdosierung unbegründet sind
  • Was es mit dem neuen  "biologischen Resilienzquotienten" (BRQ) auf sich hat
  • Wie Sie Ihren Darm mit dem Zonulin-Wert besser verstehen (und schützen) können

Mehr dazu: 

Wichtige Links aus dem Video:  






1. Teil 

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Das heißt, die vielen Menschen in Not, die eine zelluläre Erkrankung haben – abweichende Zellen, Zellkontrolle, Reparaturprozesse, Fibrose –, all diese Menschen brauchen eine hohe Aktivität. Und in diesen zehn Stoffen ist auch einer drin, der genau diese Eigenschaft besitzt. Und das können wir aber eben alle nutzen. Wir brauchen statt Lottolose einfach nur...
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...Vitamin D. Rimund von Helden ist ein Arzt, der wahrscheinlich den größten Vitamin-D-Enthusiasmus in Deutschland mitbringt. Viele von euch werden ihn bereits kennen – heute ist er zum vierten Mal bei uns im Gespräch. Danke, dass du dir erneut die Zeit nimmst. Und du nimmst sie dir nicht einfach so – es gibt viele Neuigkeiten, die Ende 2025, Anfang 2026 hochrelevant sind.
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Da geht es sogar um einen Nobelpreis. Du hast das Ganze aber auch runtergebrochen, Daten gesammelt für die echte Welt. Sodass nicht nur Vitamin-D-Fans happy sind, sondern auch Skeptiker mit so vielen Daten konfrontiert werden, dass die Skepsis eigentlich verschwinden müsste. Möchtest du mal einsteigen: Was gibt es da für neue wissenschaftliche Erkenntnisse?
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Ja, also Anfang dieser Woche hörte ich im Radio: Der Medizin-Nobelpreis wurde verliehen – für T-Rex. Das ist natürlich ein Jargonbegriff, es geht nicht um Tyrannosaurus Rex...
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...sondern um etwas, das geschrieben wird Treg – T-regulierende Zellen. Die T-Zellen sind unheimlich wichtig: Daraus entstehen die Killerzellen, die die zelluläre Kontrolle übernehmen, Krebszellen abwehren, aber auch Tuberkulosezellen bekämpfen – also wenn es richtig schwierig wird. Das sind unsere Sondereinsatzkräfte.
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Und die agieren nicht als wilder Haufen, sondern – wie bei einer Kompanie – gibt es Oberoffiziere, die befehlen. Diese Struktur, also dass es regulierende, „Chefzellen“ gibt, das ist der Kern dieses Nobelpreises. Und: Man kann damit etwas machen.
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Wissenschaft ist schön und gut, aber manchmal fragt man sich: So what? Was hat das mit meinem Leben zu tun? Hier ist einer der ganz wenigen Nobelpreise, die sofort einen Nutzen im Alltag haben. Jeder, der zuhört, kann innerhalb weniger Stunden die Botschaft dieses Preises für sich nutzbar machen.
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Denn: Diese regulierenden T-Zellen bekommen ihren Befehl von oben – von Sonne, Licht und Vitamin D. Das wurde nachgewiesen. Ich habe eine Grafik aus einem Team aus Graz herausgezoomt – ich habe Frau Obermayer-Pietsch vor einigen Jahren persönlich kennengelernt auf einem Kongress mit Prof. Stefan Pilz, ebenfalls aus Graz, ein großer Vitamin-D-Forscher.
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Barbara hat mit einer anderen Barbara diese T-reg-Studie gemacht und gezeigt, dass ein Zusammenhang mit Vitamin D besteht. Man sieht eine schöne Kurve: Wenn wir auf der X-Achse Vitamin D steigern, steigen auf der Y-Achse die t-regulierenden Zellen.
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Das heißt: Die vielen Menschen in Not, mit zellulären Erkrankungen, abweichenden Zellen, gestörter Zellkontrolle, Reparaturprozessen, Fibrose – sie brauchen eine hohe Aktivität. Aber sie sind leider oft im Winterzustand: Vitamin-D-Spiegel von 15, 10, 5 – grauenhaft. Gerade in einer Phase, wo sie sich eigentlich wehren müssten.
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Wenn man den Spiegel anhebt, beginnen die Zellen zu arbeiten. Das Sondereinsatzkommando wird aktiv, besser entlohnt – es leistet bessere Arbeit. Und das lässt sich nachweisen: Ich habe über 100 wissenschaftliche Grafiken mit XY-Zusammenhängen gesammelt. Höherer Vitamin-D-Spiegel führt zu besseren Effekten bzw. fallenden Krankheitsparametern. Zu finden unter: vitamindplot.de.
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Das ist pure Wissenschaft, unterstrichen durch den Nobelpreis.
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Und dieser Nobelpreis wurde verliehen, weil noch mal herausgestellt wurde, dass es Chefzellen gibt, die das Immunsystem koordinieren. Auch wenn Vitamin D in der Nobelpreisbegründung gar nicht erwähnt wird.
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Die Pharmaindustrie sagt natürlich: Was können wir daraus entwickeln? Welche Substanz können wir patentieren, um diese Zellen zu aktivieren – für die Krebsabwehr oder andere Bereiche? Aber ich sage: Wir haben bereits das Sahnehäubchen – mit Vitamin D! Jeder kann in die Apotheke gehen und sich ausreichend versorgen.
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Für die Pharmaindustrie ist das uninteressant – die Margen bei Vitamin D sind gering. Deswegen wird es auch nicht groß publik gemacht, was Vitamin D mit den T-Rex-Zellen macht.
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Es gibt jede Menge Fehlinformationen da draußen. Man hört ständig, „Calcium“ und „Nierenprobleme“, „Überdosierung“ – man solle nur 1000 Einheiten pro Tag geben. Aber ich sehe seit über einem Jahrzehnt täglich Menschen in meiner Praxis...

2. Teil


6:25
Wir haben eigentlich jede Menge falsche Informationen im Umlauf. Es heißt: „Achtung, Calcium! Nierenschäden! Überdosierung!“ Man solle nur 1.000 Einheiten Vitamin D geben. Aber ich sehe tagtäglich seit über einem Jahrzehnt Patienten in meiner Praxis.
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Ich arbeite etwa 60 % meiner Zeit in der hausärztlichen Sprechstunde. Viele Patienten kommen mit einem Vitamin-D-Spiegel von 30 oder 40, obwohl sie schon etwas eingenommen haben oder viel draußen waren. Dann sage ich: „Gut, jetzt stellen wir Sie mal auf den tropischen Level von 80, 90 oder 100 – so wie Kinder, die den ganzen Tag unter Palmen spielen.“
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Und auf einmal bessern sich die Beschwerden. Das habe ich auch in einem Video auf vitamindservice.de dokumentiert – dort unter „50 oder 100“. Das zeigt: Wir können sicher in diese Bereiche hineinsteuern.
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Dabei gibt es eine besondere Entdeckung: Wenn ein Arzt ein Medikament gibt – etwa ein Antibiotikum oder Kortison –, probiert man erst mal, wie es wirkt. Trial and Error. Beim Vitamin D aber haben wir eine einzigartige Situation: Wir können den zu erwartenden Spiegel vorhersagen.
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Wir schauen im Herbst auf den Wetterbericht – wann hört der Regen auf, wann scheint die Sonne. Beim Vitamin D können wir Monate im Voraus prognostizieren – und sogar rückwirkend berechnen. Wenn jemand sagt: „Ich habe so und so viel eingenommen“, kann man das im Vitamin-D-Simulator unter vitamindsimulator.de eingeben – inklusive Sonnenzeit – und sieht, wo man steht.
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Ich habe eine Verifizierungsstudie gemacht mit einer Abweichung von ±10 Punkten. Allen Patienten mache ich zuerst eine Prognose. Ich sage: „Ich begebe mich aufs Glatteis – Sie haben vermutlich einen Spiegel von z.B: 38,5.“ Dann kommt das Labor: z.B: 41. Oder umgekehrt.
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Das gibt uns die höchste Sicherheit. Und dann ist oft die Sorge: „Aber was, wenn etwas schiefgeht? Ich will kein Risiko.“ Natürlich! Ich bin Hausarzt für Tausende Menschen. Ich habe die Daten aufbereitet – eine Grafik zur sogenannten „Real World“-Analyse erstellt.
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Darin sind Tausende Spiegel geordnet wie Orgelpfeifen. Die Mitte – der Median – liegt bei 50 bis 56 Nanogramm, je nach Jahr. Nachzulesen unter vitamindzeitung.de. Ich habe 50 % meiner Patienten in den tropischen Bereich über 50 gebracht – ohne Probleme!
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Hätte es Probleme gegeben, hätte ich berichtet. Ich hätte zurückgerudert. Aber: Auch bei 100 gab es keine Probleme. Erst bei 300–400 Nanogramm bei Kindern beginnen laut Toxizitätsstudien mögliche Gefahren. Ich habe bis 200 keineAuffälligkeiten gesehen.
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Klar, manche Menschen haben aus anderen Gründen zu hohe Calciumwerte – etwa durch eine Nebenschilddrüsen-Störung. Was zusätzlich zur Verunsicherung beiträgt, ist eine Änderung auf den Laborblättern vor etwa fünf Jahren.
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Früher galt: Kalzium bis 2,80 mmol/l ist okay – wie in den USA. Dann wurde in Deutschland der Referenzwert auf 2,60 gesenkt – angepasst an die kranke Bevölkerung. Wer jetzt 2,63 hat, gilt als auffällig. Der Arzt sagt dann: „Hören Sie sofort auf! Sie ruinieren Ihre Nieren!“
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Das sind Vogelscheuchen-Argumente, die Menschen abhalten sollen. Aber sie sind Quatsch. Schädigungen treten oberhalb von 3,0 auf. Wer z. B. durch eine Nebenschilddrüsenstörung auf 3,1 oder 3,2 kommt – da beginnt der kritische Bereich. Aber nicht bei 2,6 oder 2,78!
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Ich habe zwei Fragen: Du sagtest, bis 200 Nanogramm pro Milliliter hast du keine Auffälligkeiten gesehen. Trotzdem – würdest du Werte über 100 empfehlen? Oder gibt es Einzelfälle? Und zweitens: Ist zusätzliches Calcium notwendig, wenn Vitamin D gut dosiert ist?
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Ja. Also zur ersten Frage: Ich schöpfe die natürlichen Werte aus. Wenn jemand z. B. sein Lottogeld nutzt und sagt: „Ich kaufe mir eine Wohnung auf Teneriffa, gehe jeden Tag in die Sonne, bin oft im Garten…“ – dann erreicht er 80 oder 90. Das ist natürlich.
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Statt Lottoscheine kaufen wir lieber für 20 € eine Vitamin-D-Packung. Darüber hinaus beginnt der Forschungsbereich. Es gibt kaum Studien mit Werten über 100. Die meisten tasten sich mit 2.000 oder 5.000 IE ran. Ich nutze dafür den Vitamin-D-Simulator – mit realen Daten.
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Wir wären froh, es gäbe Studien mit Spiegeln von 50 oder 100. Aber nichts systematisches. Das müsste mal jemand machen! Bei Antibiotika zielt man ja auch auf einen bestimmten Wirkspiegel. Bei Vitamin D heißt es: „Ach, das ist ja nur ein Billigpräparat…“
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Also, ich sehe in Einzelfällen Menschen, die mit dem Rücken zur Wand stehen: Rheuma, Krebs, Knochenbrüche. Die sagen: „Mir geht es bei 130 besser.“ Und es spricht nichts dagegen! Die Alternative? Hochdosiertes Kortison, Methotrexat – mit bekannten Nebenwirkungen.
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Vitamin D hat diese Nebenwirkungen nicht. Deshalb sage ich: Vorfahrt für Natur. Erst mal auf 130 gehen – beobachten – keine Probleme? Dann weiter so. Und jetzt zur zweiten Frage – zum Calcium:
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Calcium ist billig. Wird tonnenweise abgebaut, in Tabletten gepresst, dann teuer verkauft. Früher sah man im Sommer überall Brausetablettenwerbung – sprudelnd im Glas. Heute nicht mehr. Denn: Zu viel Calcium erhöht Risiken.
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Beispiel: Oma mit Osteoporose bekommt täglich dreimal Calcium. Nach zwei Tagen sagt sie: „Mir ist schlecht, ich mag das nicht.“ Und sie hat recht! Im Fachbuch zu Osteoporose zeigen wir, dass diese Therapie das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht.
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Der Mensch ist kein Eimer, den man mit Calcium füllt. Es sind feine Prozesse. Die Empfehlung, viel Calcium zu geben, war falsch. Ich habe das früher auch geglaubt – und später gemerkt: Die alte Dame, die nie geraucht hat, hat plötzlich einen Herzinfarkt? Warum?
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Das war diese Calcium-Versuchung. Ich habe mich mitschuldig gemacht. Aber man muss auch sagen: Wir haben Fehler gemacht! Viele Orthopäden rudern jetzt zurück und geben lieber Vitamin D – den Chef über das Calcium.
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Vitamin D steuert den Calcium-Haushalt: Es bringt das Calcium dorthin, wo es gebraucht wird – in die Knochen, in die Nerven. Calcium aktiviert elektrische Impulse. Deshalb verursachen zu hohe oder zu niedrige Werte Kribbeln, Nervenschäden.
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Wir brauchen uns nicht um Calcium zu kümmern. Es ist im Leitungswasser enthalten, in Obst, in Gemüse. Indische Kinder, die vegetarisch leben und zur Schule in der Sonne gehen, haben bessere Knochen als ihre US-Altersgenossen – trotz Milch, Fleisch und Käse.
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Die US-Kinder haben Bewegungsmangel, viel Phosphat aus Fleisch, und werden mit Sonnenschutzfaktor 50 abgeschirmt. Sie bekommen alles, was sie kaputt macht – unter dem Etikett „gesund“.
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Danke, das war wichtig – denn alle fürchten Nebenwirkungen von Vitamin D, aber über Calcium redet keiner. Jetzt wollen wir noch auf den biologischen Resilienzquotienten (BRQ) kommen. Willst du vorher noch zu den Real-World-Effekten etwas sagen?

3. Teil

23:26
Bevor wir auf den biologischen Resilienzquotienten kommen: Möchtest du noch etwas abschließend zu den Real-World-Effekten sagen? Korrelieren die tropischen Vitamin-D-Spiegel auch mit weniger Erkrankungen?
23:43
Ja, also: Ich betreibe eine Praxis, die ich auch digitalisiere. Wir haben ein neues Praxisarchiv eingerichtet. Das kostet viel Zeit. Ich möchte aber unabhängig bleiben und nicht in ein MVZ (medizinisches Versorgungszentrum) gedrängt werden.
24:04
Daher beschränke ich mich auf das Wesentliche. Ich melde mich nur zu Wort, wenn es wirklich wichtig ist. Ich möchte auf meinen Newsletter hinweisen – kein Clickbait, sondern echte Inhalte. Oft ist dort direkt das Poster drin, das ich in vielen Stunden erstellt habe.
24:36
Ich hätte mir gewünscht, zu jedem Patienten auch Krankheitsparameter zu erfassen – aber das ist schwer. Vitamin D ist das mächtigste Hormonsystem des Menschen. Es ist das Urhormon aller Steroidhormone – älter als Kortisol, Östrogen, Testosteron.
25:12
Der beste Beweis für seine Wirkung: Die Menschen sind adhärent. Sie beginnen mit Vitamin D, sagen: „Es tut mir gut!“ Wenn sie es vergessen, kommt sofort die Allergie zurück, die Infekte. Oder diese ständige Bronchitis ist auf einmal deutlich besser.
25:43
Das beweist die Wirkung. Andere Medikamente mit vielen Nebenwirkungen – wie Amlodipin – nehmen die Leute irgendwann nicht mehr. Aber Vitamin D? Da bleiben viele dabei. Das spricht für sich.
26:17
Ich habe in den letzten Jahren mehrere Tausend Vitamin-D-Messungen in meiner Praxis gemacht. Parallel dazu bekam ich von einem Labormediziner anonymisierte Daten von 411.000 Vitamin-D-Messungen – aus Nordthein-Westfalen.
26:44
Das war so viel, dass mein Mac Studio streikte: „Mehr als 250.000 Datensätze pro Grafik geht nicht.“ Also habe ich die Daten aufgeteilt, grafisch zusammengefügt.
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Ergebnis: Der Median liegt bei etwa 30 Nanogramm. Das heißt: 50 % der Menschen haben nicht einmal 30, obwohl ich 30 als Menschenrecht definiere (nachzulesen auf vitamind.de).
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Nur 10 % erreichen den tropischen Bereich von 50 bis 100. Die meisten liegen deutlich drunter. Das ist Realität. Viele fordern Fakten – hier sind sie!
27:55
Seit 2009 arbeite ich daran, seit wir in einem Forscherteam – unter Führung von Prof. Zittermann – den Zusammenhang zwischen Vitamin D und Sterblichkeit nachgewiesen haben.
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Von diesen 10 % im hohen Bereich sind es oft die Wohlhabenden mit Privatjet zur Sonne. In meiner Praxis ist es anders: Ich erreiche diesen Bereich bei 50 % meiner Patienten – durch Real-World-Empfehlungen, stetiges Nachjustieren, konkrete Umsetzung.
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Diese Menschen im tropischen Vitamin-D-Level sind deutlich gesünder.
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Das zeigt: Es sind echte Real-World-Effekte. Ich möchte auch noch mal auf die Vitamin-D-Zeitung hinweisen – dort veröffentliche ich alle Grafiken regelmäßig. Auch im Newsletter findet man z. B. die Grafik zum biologischen Resilienzquotienten – BRQ.

Der biologische Resilienzquotient (BRQ)
29:20
Darüber haben wir schon einmal in unserem Video zur Vitamin-D-Box gesprochen. Damals ging es erstmals auch um Zonulin. Erklär uns bitte: Was ist der BRQ, wie kamst du darauf – und warum ist er so wertvoll?
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BRQ – biologischer Resilienzquotient – ist vergleichbar mit dem Intelligenzquotienten (IQ). Der IQ sagt: Wie steht ein Mensch im Vergleich zur Allgemeinheit? Hat er z. B. 110, liegt er 10 % über dem Durchschnitt.
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Das Thema, über das wir sprechen, ist letztlich: Wie komme ich besser durch die Hürden des Lebens? Und das ist ja der Kern von Resilienz – also Widerstandskraft.
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Man sieht in jeder Schulklasse: Manche Kinder sind ständig krank, andere immer gesund. Und das entwickelt sich. Die Resilienz ist das Entscheidende.
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In der Psychologie gibt es Resilienzquotienten mit Fragebögen – „Ich lache viel“, „Ich kann mich freuen“ usw. Aber das ist subjektiv, tagesabhängig.
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Wir brauchen das biologisch. Und da kommt Vitamin D ins Spiel. Höherer Spiegel = bessere Resilienz. Ich selbst bin kerngesund, trotz Rentenalter, nehme keine einzige Tablette – bin voller Energie für Praxis, Institut, Familie und Enkelkinder.
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Auch bei Gegenwind bleibe ich stabil – im Gegenteil: Kontroverse gibt mir Auftrieb. Ich weiche ihr nicht aus. Vitamin D ist mein Thema.
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Zum BRQ: Ich habe neben dem Vitamin-D-Wert noch einen zweiten Faktor eingebaut: Zonulin. Das ist ein Marker aus dem Stuhl, der die Durchlässigkeit der Darmbarriere anzeigt. Also das „Leaky-Gut“-Syndrom.
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Vitamin D korreliert positiv mit Gesundheit – je höher, desto besser. Zonulin dagegen negativ: Je höher, desto schlechter. In Kombination ergibt das den BRQ – Vitamin D geteilt durch Zonulin.
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Ziel: z. B. Vitamin D bei 90, Zonulin bei 30 = BRQ 3,0. Das ist sehr gut. Den Zonulinwert lasse ich regelmäßig im Labor bestimmen – ca. 30 € pro Test. Die Hälfte meiner Patienten hat erhöhte Werte – vor allem nach z. B. Chemotherapie.
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Ein hoher Zonulinwert bedeutet: Die Darmbarriere ist löchrig. Toxine gelangen zur Leber, der Körper ist überfordert, man fühlt sich müde und erschöpft. Nach Vitamin-D-Mangel ist das die zweite große Volkskrankheit.
35:03
Es gibt ein Medikament (Larazotide), das Zonulin blockiert – aber nur für Forschung zugelassen und nur kurzfristig. Deshalb habe ich etwas anderes entwickelt: Nana10 – ein Nahrungsergänzungspulver mit 10 Stoffen, die Zonulin senken.
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Dreimal täglich – in Joghurt, Soße etc. – hilft es, Zonulin nachweislich zu senken. Zu finden unter www.nana.de.

Stadt-Metapher zur Darmgesundheit
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Mir kam auf dem Weg ins Studio eine Metapher: Die Darmbarriere ist wie eine Stadtmauer. Zonulin steht für die Mauer – sie muss intakt sein. Vitamin D ist der König in der Stadt, der z. B. auch das Militär (T-Rex-Zellen) koordiniert.
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Wenn die Stadtmauer kaputt ist, nützt der König nichts. Und wenn der König schläft, nützt die Mauer nichts. Du hast beides kombiniert – die Mauer und die innere Ordnung. Passt das Bild?
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Ein sehr schönes Bild. Es gibt Studien: Menschen mit Autoimmunerkrankungen haben oft ein Leaky-Gut-Syndrom – z. B. Morbus Basedow (Graves’ Disease). Zonulin ist da oft auffällig hoch.
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Ich frage mich seit Jahren, wie es sein kann, dass z. B. ein dreijähriges Kind ein Glioblastom entwickelt. Inzwischen sehe ich: Es gibt Zusammenhänge mit Zonulin. Je nachdem, was durch die Darmbarriere dringt, entstehen verschiedene Krankheiten.
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Beim einen Typ-1-Diabetes, beim Lupus Erythematodes. Vitamin D bremst solche Autoimmunreaktionen über die T-regulierenden Zellen (T-Rex). Und Zonulin ist paradox: Wir brauchen es, um Nährstoffe aufzunehmen. Aber bei zu viel bleibt die Tür offen.
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Das ist der schlimmste Fall: Zonulin 500, Vitamin D 10 – katastrophal! Daher: beide Werte messbar, an einem Tag. Meine Hypothese: Der BRQ hat unglaubliche Prognosekraft.
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Vielleicht sagt man in 10 Jahren: Der BRQ kann die Entwicklung eines Menschen besser vorhersagen als jeder andere Wert. Schon jetzt sehen wir: Kein Parameter prognostiziert Sterblichkeit besser als Vitamin D. Und Zonulin ist bei Problemfällen stets erhöht.
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Das fühlt sich an, als sei man Teil von etwas Großem. Danke für deine Arbeit! Hörst du mich noch?
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Ja, ich höre dich. Und wenn die Technik versagt, moderiere ich einfach. Ich denke, nicht nur die Kamera ist heiß – sondern auch das Thema BRQ. Die Seite dazu: www.vitamindservice.de/BRQ
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Übrigens: Einen Tag später wurde der Nobelpreis für Chemie verliehen – für metallorganische Verbindungen. Molekulare Siebe, die bestimmte Stoffe binden können.
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Das hat auch mit Nana10 zu tun. Denn einer der zehn Stoffe – Kieselgur (im NaNa10) – ist ein (natürlicher und geistiger) Vorläufer solcher (synthetischen) Verbindungen. Es stammt aus fossilem Plankton, ist sehr porös und kann Gifte binden und ausleiten.
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Ich habe das in einer Fallstudie gezeigt: Ein Patient nahm regelmäßig Nana10, machte zwei Mineralstoffanalysen – die Toxine gingen deutlich zurück. Also: Nana 10 hat eine Entgiftungsfunktion, was wiederum die Darmbarriere entlastet.
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Ich muss mich verabschieden.
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Danke für die Zeit, lieber Rimund. Ich freue mich aufs nächste Gespräch – rund um Vitamin D, Zonulin oder was noch kommt!
43:54
Ich danke ebenfalls. Unglaublich, dass zwei Nobelpreise (Medizin & Chemie) 2025 sofort in einen praktischen Nutzen umgesetzt werden können. Schöne Zeit!

Ende des Transkript (ohne Gewähr)