Ein KLEINKIND hat diese Rachitis-Zeichen im Röntgenbild

Kurz und verständlich

Was ist Rachitis?

  • Die Wachstumsfugen der Knochen verkalken bei Kindern nicht richtig.
  • Die Knochen bleiben weich und verbiegen sich unter Belastung.
  • Häufigste Ursache weltweit ist ein Mangel an Vitamin D.
  • Nach dem Ende des Wachstums heißt dieselbe Störung Osteomalazie.

Wie sieht man Rachitis im Röntgenbild?

  • Die Wachstumsfuge wird breiter und unscharf.
  • Das Knochenende wird schüsselförmig, ausgefranst und breit.
  • Meist genügen ein Röntgenbild des Handgelenks und eines des Knies.
  • Die Ursache zeigt nur das Labor, nicht das Röntgenbild.

Welche Blutwerte sind wichtig?

  • Die alkalische Phosphatase ist bei aktiver Rachitis praktisch immer erhöht.
  • Dazu gehören Calcium, Phosphat, Parathormon und 25-OH-Vitamin D.
  • Eine niedrige alkalische Phosphatase spricht gegen Rachitis.
  • Dann ist an die seltene Hypophosphatasie zu denken.

Wie wird behandelt?

  • Vitamin D in altersabhängiger Dosis für mindestens 12 Wochen.
  • Zusätzlich mindestens 500 mg Calcium pro Tag.
  • Die erbliche Phosphat-Rachitis spricht darauf nicht an.
  • Für sie gibt es heute den Antikörper Burosumab.

Rachitis im Röntgenbild: Becherung, Ausfransung, Auftreibung

( Cupping, Fraying, Splaying)

  • Deutsche Bearbeitung eines radiologischen Fallberichts von RadioGyan.
  • Mit Laborprofilen, Differenzialdiagnosen und Therapieschema nach Konsensus 2016.

1. Fragestellung

  • Woran erkennt man Rachitis sicher im Röntgenbild?
  • Welche Aufnahmen sind je nach Alter am ergiebigsten?
  • Wie trennt das Labor die verschiedenen Ursachen?
  • Welche Erkrankungen ahmen Rachitis nach?
  • Wie wird behandelt, und wie sieht Heilung im Röntgenbild aus?

2. Methoden

  • Grundlage ist ein Fallbericht von Dr. Amar Udare auf RadioGyan (Stand August 2026).
  • Der Fall wurde von Dr. Vichi Goel eingereicht.
  • Der Inhalt wurde ins Deutsche übertragen, gekürzt und neu gegliedert.
  • Alle Aussagen stützen sich auf die dort zitierte Primärliteratur.
  • Die Quellen sind unten mit PubMed-Links aufgeführt.

3. Ergebnisse

3.1 Bildbeispiel

  • Beinaufnahme eines Kleinkindes: symmetrische O-Beine.
  • Die Wachstumsfugen an Knie und Sprunggelenk sind verbreitert und aufgehellt.
  • Die Metaphysen sind becherförmig, ausgefranst und aufgetrieben.
  • Zweiter Fall, älteres Kind: Verbiegung, becherförmige Metaphysen, grobe Trabekel.

3.2 Warum die Metaphyse zuerst versagt

  • Knorpel verkalkt nur bei ausreichendem Calcium-Phosphat-Produkt.
  • Fehlt es, gehen die hypertrophen Knorpelzellen nicht in Apoptose.
  • Sie stauen sich, und die Knorpelsäule wird länger statt ersetzt.
  • Zurück bleibt eine weiche, unverkalkte Front, die sich verformt.
  • Gemeinsame Endstrecke aller Formen ist ein Phosphatmangel [6][7].
  • Er entsteht über Vitamin-D- oder Calciummangel mit sekundärem Hyperparathyreoidismus.
  • Oder direkt über renalen Phosphatverlust durch FGF23.
  • Veränderungen zeigen sich nur an schnell wachsenden Fugen.
  • Beim Säugling dominiert daher das Handgelenk, später das Knie.

3.3 Röntgenzeichen im Einzelnen

Tabelle 1: Röntgenzeichen der aktiven Rachitis und ihre praktische Bedeutung.
Röntgenzeichen Was man sieht Praxishinweis
Verbreiterte Wachstumsfuge Der helle Spalt zwischen Epi- und Metaphyse wird breiter. Frühestes und empfindlichstes Zeichen.
Verlust der präparatorischen Verkalkungszone Die dünne, dichte Linie am Metaphysenrand verschwimmt und verschwindet. Ihr Wiederauftauchen als Sklerosesaum ist das erste Heilungszeichen.
Becherung (cupping) Der Metaphysenrand wird konkav, schüsselförmig um die Fuge. Am besten an distaler Ulna, distalem Femur, proximaler Tibia.
Ausfransung (fraying) Der Metaphysenrand wird unscharf und pinselartig. Wird im Rickets Severity Score mit der Becherung bewertet.
Auftreibung (splaying) Die Metaphyse verbreitert sich quer und überragt den Schaft. Entspricht den tastbar verdickten Hand- und Sprunggelenken.
Osteopenie mit groben Trabekeln Die Knochendichte sinkt, die Bälkchenzeichnung wird grob und unscharf. Fehlt meist bei X-chromosomaler Hypophosphatämie (XLH).
Verbiegungen O-Beine, X-Beine, Coxa vara, Tibiaverbiegung nach anterolateral. Belastung verstärkt die Verformung; beim Kleinkind überwiegen O-Beine.
Rachitischer Rosenkranz Kolbige Auftreibung der vorderen Rippenenden. Oft Zufallsbefund auf einer Thoraxaufnahme.
Schädelveränderungen Weite Nähte, verzögerter Fontanellenschluss, Stirnhöcker, Kraniotabes. Häufig bei nutritiver Rachitis im Säuglingsalter.
Looser-Umbauzonen Quere Aufhellungsbänder senkrecht zur Kortikalis. Osteomalazie-Zeichen nach Fugenschluss; Schenkelhals, Schambein, Skapula, Rippen.
Epiphysenlösung, Insuffizienzfrakturen Gleitende Hüftkopfepiphyse, Stauchung weicher Röhrenknochen. Eher bei chronischer, unbehandelter Erkrankung.
Periostreaktion in der Heilung Glatte subperiostale Knochenneubildung und dichtes Metaphysenband. Nicht mit Infektion oder Trauma verwechseln.

3.4 Welche Aufnahme in welchem Alter?

Tabelle 2: Aufnahmewahl nach Wachstumsgeschwindigkeit, nicht nach Schmerzort.
Alter Ergiebigste Aufnahme Begründung
Unter 1 Jahr, nicht laufend Handgelenk a.-p. (distaler Radius, Ulna); vordere Rippenenden Hier wachsen die Fugen am schnellsten. Das Knie kann früh fast normal wirken.
1 bis 3 Jahre Handgelenk a.-p. und Knie a.-p. Übergangsphase. Beide Aufnahmen vermeiden falsch-negative Befunde.
Laufendes Kind, Jugendliche Knie a.-p.; Ganzbein-Standaufnahme bei Achsvermessung Hier sind Metaphysenveränderung und Achsabweichung am größten.
Jedes Alter, Verlaufskontrolle Je ein Handgelenk a.-p. und ein Knie a.-p. Auf genau diesen Aufnahmen beruht der Rickets Severity Score [1].
  • Ein Skelettstatus gehört nicht zur Rachitis-Diagnostik.
  • Er ist nur bei Verdacht auf Misshandlung, Neuroblastom oder Dysplasie sinnvoll.
  • Schnittbildgebung hat keine Routinerolle.
  • MRT bleibt Komplikationen oder dem Tumorverdacht vorbehalten.

3.5 Schweregrad: der Rickets Severity Score nach Thacher

  • Bewertet werden Ausfransung, Becherung und der Anteil der betroffenen Fuge.
  • Grundlage: je ein Handgelenk- und ein Kniebild, jeweils die schlechtere Seite.
  • Handgelenk bis 4 Punkte, Knie bis 6 Punkte, gesamt 0 bis 10.
  • Bewertet wird in halben Punkten; 0 bedeutet normales Röntgenbild.
  • Übereinstimmung zwischen Untersuchern r ≥ 0,84, beim selben Untersucher r ≥ 0,89 [1].
  • Zur alkalischen Phosphatase besteht nur mäßige Korrelation (r ≈ 0,5) [1][8].
  • Bei XLH sagt ein Ausgangswert ab 1,5 schlechteres Wachstum und mehr Schmerz voraus [8].
  • Studien nutzen zusätzlich den RGI-C, eine Skala von −3 bis +3 [9].

3.6 Ursachen und ihre Laborprofile

  • Man unterscheidet kalzipenische und phosphopenische Formen.
  • Die Röntgenbilder ähneln sich stark.
  • Erst das Laborprofil trennt die Ursachen.
Tabelle 3: Grenzwerte des globalen Konsensus 2016 [2]. *Umrechnung: nmol/l ÷ 2,5 = ng/ml.
Größe Suffizient Insuffizient Mangel
25-OH-Vitamin D (nmol/l) > 50 30 – 50 < 30
25-OH-Vitamin D (ng/ml)* > 20 12 – 20 < 12
Calciumzufuhr ab 12 Monaten (mg/Tag) > 500 300 – 500 < 300
Tabelle 4: Laborprofile der Rachitis-Ursachen. AP = alkalische Phosphatase; VDDR = Vitamin-D-abhängige Rachitis.
Ursache Ca Phosphat AP PTH 25-OH-D Unterscheidendes Merkmal
Nutritiver Vitamin-D-Mangel niedrig bis niedrig-normal niedrig hoch hoch niedrig Weltweit häufigste Ursache. Dunkle Haut, Stillen ohne Supplement, wenig Sonne.
Calciummangel der Nahrung niedrig bis niedrig-normal niedrig oder normal hoch hoch normal Calciumarme Kost. 1,25-(OH)₂-D typisch erhöht.
VDDR Typ 1A (CYP27B1) niedrig niedrig hoch hoch normal Niedriges 1,25-(OH)₂-D trotz normalem 25-OH-D. Braucht Calcitriol.
VDDR Typ 2A (Rezeptordefekt) niedrig niedrig hoch hoch normal Stark erhöhtes 1,25-(OH)₂-D. Häufig Alopezie.
X-chromosomale Hypophosphatämie (PHEX, FGF23↑) normal niedrig hoch normal bis leicht ↑ normal Isolierter renaler Phosphatverlust. Familienanamnese, Zahnabszesse.
Chronische Niereninsuffizienz niedrig hoch hoch sehr hoch normal oder niedrig Phosphat hoch statt niedrig. Weitere Zeichen der renalen Osteopathie.
Renales Fanconi-Syndrom normal niedrig hoch normal oder hoch normal Glukosurie, Aminoazidurie, proximale tubuläre Azidose.
Tumorinduzierte Osteomalazie normal niedrig hoch normal normal Jugendliche oder Erwachsene. Kleiner FGF23-bildender Tumor.
Metabolische Knochenerkrankung Frühgeborener normal oder niedrig niedrig hoch variabel normal oder niedrig Sehr kleine Frühgeborene, 6.–16. Lebenswoche. Osteopenie, Rippenfrakturen.
Hypophosphatasie (Nachahmer!) normal oder hoch normal oder hoch niedrig normal oder niedrig normal Niedrige AP und zungenförmige Metaphysen-Aufhellungen. Wichtigste Falle.

3.7 Nutritive Rachitis oder X-chromosomale Hypophosphatämie?

  • Diese Unterscheidung ändert die Behandlung grundlegend.
  • XLH spricht auf einfaches Vitamin D nicht an.
  • Das Röntgenbild gibt schon vor dem Labor wichtige Hinweise [10].
Tabelle 5: Unterscheidung der beiden häufigsten Muster [10].
Merkmal Nutritive Rachitis X-chromosomale Hypophosphatämie
Knochendichte Generalisierte Osteopenie Normal oder erhöht, grobe Trabekel
Metaphysen Ausgeprägte Becherung, Ausfransung, Auftreibung an allen Fugen Vorhanden, aber oft milder als die Verformung vermuten lässt
Verformung Entspricht dem Schweregrad der Metaphysenveränderung Starke Beinverbiegung und Coxa vara, unverhältnismäßig ausgeprägt
Außerskelettale Hinweise Rosenkranz, Kraniotabes, weite Nähte, Muskelschwäche, hypokalzämische Krämpfe Zahnabszesse bei normalem Schmelz, Enthesiopathie, Kraniosynostose, Kleinwuchs
Ansprechen auf Cholecalciferol Heilt aus Heilt nicht; braucht Phosphat plus aktives Vitamin D oder Burosumab

3.8 Differenzialdiagnose der unregelmäßigen Metaphyse

Tabelle 6: Nachahmer der Rachitis und der jeweils entscheidende Befund.
Differenzialdiagnose Abgrenzung zur Rachitis
Neonatale Stress-Demineralisation Metaphysäre Aufhellungsbänder bei erhaltener Verkalkungszone. Erste zwei Lebensmonate, bildet sich spontan zurück.
Klassische metaphysäre Läsion bei Misshandlung Umschriebener Kanten- oder Korbhenkel-Abriss. Sonst scharfe, normal mineralisierte Metaphyse; AP normal.
Konnatale Syphilis Gezackte Aufhellungen, dichte Bänder, diffuse Periostitis. Wimberger-Zeichen an der medialen proximalen Tibia.
Metastasiertes Neuroblastom Aufhellungsbänder mit permeativer Destruktion, Periostreaktion, Nahtsprengung. Verkalkungszone bleibt erhalten.
Skorbut Verdichtete statt verlorene Verkalkungszone. Darunter Trümmerfeldzone, Wimberger-Ring, subperiostale Blutung.
Hypophosphatasie Zungenförmige Aufhellungen in der Metaphyse bei erniedrigter AP.
Metaphysäre Chondrodysplasie Typ Schmid Rachitisähnliche Metaphysen bei völlig normalem Calcium, Phosphat, AP und Vitamin D.
Physiologische O-Beine, Morbus Blount Normale Fugen und Mineralisation. Blount: mediale Schnabelbildung der proximalen Tibia.
Mukopolysaccharidosen Dysostosis multiplex: ruderförmige Rippen, geschossförmige Metakarpalia, Wirbelschnabel.

3.9 Rachitis, Frakturen und Verdacht auf Kindesmisshandlung

  • Diese Frage erreicht Radiologen oft als Gutachtenauftrag.
  • Vitamin-D-Mangel ist bei Kindern häufig, radiologische Rachitis dagegen selten.
  • Laut Übersicht erklärt ein reiner Laborbefund typische Misshandlungsfrakturen nicht [5].
  • Konsensus 2016: erhöhtes Frakturrisiko nur bei radiologisch gesicherter Rachitis [2].
  • Der Befund soll ausdrücklich sagen: Metaphysen rachitisch oder normal mineralisiert?
  • Die Autoren raten, eine metaphysäre Läsion ohne Rachitiszeichen nicht dem 25-OH-D anzulasten.

3.10 Behandlung der nutritiven Rachitis

Tabelle 7: Behandlung der nutritiven Rachitis nach globalem Konsensus 2016 [2]. In jeder Altersgruppe zusätzlich mindestens 500 mg Calcium täglich.
Alter Täglich, mindestens 12 Wochen Einmalige Hochdosis (Alternative) Erhaltung danach
Unter 3 Monate 2.000 IE/Tag nicht empfohlen 400 IE/Tag
3 bis 12 Monate 2.000 IE/Tag 50.000 IE 400 IE/Tag
12 Monate bis 12 Jahre 3.000 – 6.000 IE/Tag 150.000 IE 600 IE/Tag
Über 12 Jahre 6.000 IE/Tag 300.000 IE 600 IE/Tag
  • Prophylaxe: 400 IE/Tag im ersten Lebensjahr.
  • Danach mindestens 600 IE/Tag, in der Schwangerschaft 600 IE/Tag [2].

3.11 Heilung im Röntgenbild

  • Zuerst erscheint wieder ein dichter Sklerosesaum am Metaphysenrand.
  • Danach füllt sich die ausgefranste Metaphyse, die Fuge wird wieder schmal.
  • Entlang der Schäfte kann periostaler Knochenanbau auftreten.
  • Verformungen bilden sich erst über Monate bis Jahre zurück.
  • Bleibende Verbiegung nach Normalisierung ist eine orthopädische Frage.
  • Kontrollröntgen von Handgelenk und Knie nach etwa drei Monaten.
  • Parallel sollte die alkalische Phosphatase fallen [2].
  • Keine Heilung trotz Vitamin D? Dann an phosphopenische Ursache denken.
  • Ebenso an Malabsorption oder mangelnde Einnahmetreue.

3.12 Burosumab bei X-chromosomaler Hypophosphatämie

  • Burosumab ist ein monoklonaler Antikörper gegen FGF23.
  • Er wurde in einer randomisierten Phase-3-Studie geprüft [3].
Tabelle 8: Phase-3-Studie bei 61 Kindern (1–12 Jahre) mit XLH; Burosumab 0,8 mg/kg s.c. alle zwei Wochen [3].
Endpunkt nach 64 Wochen Burosumab Konventionell (Phosphat + aktives Vitamin D)
RGI-C-Wert (−3 bis +3) +2,1 +1,0
Deutliche radiologische Heilung 87 % 17 %
Abnahme des Rickets Severity Score −2,2 Punkte −1,0 Punkte
Abnahme der alkalischen Phosphatase −33 % −5 %
  • Die Empfehlungen von 2025 nennen Burosumab als Mittel der Wahl [4].
  • Das gilt für Kinder mit manifester Rachitis.
  • Die Heilung wird mit Röntgen und alkalischer Phosphatase überwacht.

3.13 Checkliste für den Röntgenbefund

  1. Beurteilte Wachstumsfugen einzeln benennen.
  2. Fugenbreite und Zustand der Verkalkungszone beschreiben.
  3. Becherung, Ausfransung und Auftreibung getrennt beschreiben.
  4. Knochendichte und Trabekelmuster angeben; Osteopenie spricht gegen XLH.
  5. Verformungen, Looser-Zonen, Insuffizienzfrakturen, Epiphysenlösung festhalten.
  6. Bei Ausgangs- und Verlaufsbild den Rickets Severity Score angeben.
  7. Therapierelevante Nachahmer ausdrücklich ausschließen.
  8. Labor empfehlen: Ca, Phosphat, AP, PTH, 25-OH-Vitamin D.

4. Zusammenfassung

  • Rachitis ist eine Mineralisationsstörung der wachsenden Knochen.
  • Frühestes Röntgenzeichen: breite Fuge ohne präparatorische Verkalkungszone.
  • Später folgen Becherung, Ausfransung und Auftreibung der Metaphyse.
  • Handgelenk und Knie a.-p. genügen für Diagnose und Verlauf.
  • Die Ursache klärt das Labor; die AP ist praktisch immer erhöht.
  • Nutritive Rachitis heilt mit Vitamin D plus Calcium.
  • XLH braucht Phosphat mit aktivem Vitamin D oder Burosumab.
  • Der Rickets Severity Score macht Verläufe vergleichbar.

5. Quellen

  1. Thacher TD, Fischer PR, Pettifor JM et al. Radiographic scoring method for the assessment of the severity of nutritional rickets. J Trop Pediatr. 2000;46(3):132–139. PubMed 10893912
  2. Munns CF, Shaw N, Kiely M et al. Global consensus recommendations on prevention and management of nutritional rickets. J Clin Endocrinol Metab. 2016;101(2):394–415. PubMed 26745253
  3. Imel EA, Glorieux FH, Whyte MP et al. Burosumab versus conventional therapy in children with X-linked hypophosphataemia. Lancet. 2019;393(10189):2416–2427. PubMed 31104833
  4. Haffner D, Emma F, Seefried L et al. Clinical practice recommendations for the diagnosis and management of X-linked hypophosphataemia. Nat Rev Nephrol. 2025;21(5):330–354. PubMed 39814982
  5. Aldana Sierra MC, Christian CW. Vitamin D, rickets and child abuse: controversies and evidence. Pediatr Radiol. 2021;51(6):1014–1022. PubMed 33999242
  6. Shore RM, Chesney RW. Rickets: part I. Pediatr Radiol. 2013;43(2):140–151. PubMed 23208530
  7. Shore RM, Chesney RW. Rickets: part II. Pediatr Radiol. 2013;43(2):152–172. PubMed 23179485
  8. Thacher TD, Pettifor JM, Tebben PJ et al. Rickets severity predicts clinical outcomes in children with X-linked hypophosphatemia. Bone. 2019;122:76–81. PubMed 30772600
  9. Lim R, Shailam R, Hulett R et al. Validation of the Radiographic Global Impression of Change (RGI-C) score. Bone. 2021;148:115964. PubMed 33878504
  10. Martel-Villagran J, Arias-Medina A, Garcia-Mardones G. Usefulness of X-rays in the differential diagnosis of hypophosphataemic rickets. Adv Ther. 2020;37(Suppl 2):89–94. PubMed 32236877
  11. Chang CY, Rosenthal DI, Mitchell DM et al. Imaging findings of metabolic bone disease. Radiographics. 2016;36(6):1871–1887. PubMed 27726750
  12. Elder CJ, Bishop NJ. Rickets. Lancet. 2014;383(9929):1665–1676. PubMed 24412049
  13. Udare A. Rickets Radiology: X-Ray Findings, Cupping, Fraying, Splaying. RadioGyan, aktualisiert 18.08.2026. Fall eingereicht von Dr. Vichi Goel. radiogyan.com/cases/rickets

Kurzprofil: Dr. Amar Udare, MD

  • Radiologe mit Schwerpunkt Körperbildgebung (Body Imaging).
  • Tätig in Calgary, Kanada.
  • Gründer und Hauptautor der Lernplattform RadioGyan.com.
  • Autor des Rachitis-Fallberichts, der unserem Beitrag zugrunde liegt.

Eckdaten

Bereich Angabe Quelle
Position Klinischer Professor, Department of Radiology, Cumming School of Medicine, University of Calgary* [1] [2]
Studium MBBS, KEM Hospital Mumbai [3]
Facharzt MD Radiodiagnostik, Tata Memorial Hospital (Goldmedaille); DNB Radiodiagnostik; nach eigener Angabe „board-certified“ [3] [4]
Fellowships Body Imaging, muskuloskelettale und abdominelle Bildgebung, u. a. University of Ottawa [3]
Berufserfahrung Über 10 Jahre als Radiologe [4]
Lehre Halbfinalist AuntMinnie „Most Effective Radiology Educator“ 2018 und 2020 [4]
Publikationen Rund 20 Einträge in PubMed, Schwerpunkt 2019–2022 [5]
Plattform RadioGyan.com, seit etwa 2017; kostenlose Lernseite für Radiologie, Newsletter mit rund 15.000 Abonnenten [3]
  • *RadioGyan nennt „Clinical Associate Professor“ [4].
  • Die Fakultätsseite der Universität nennt „Clinical Assistant Professor“ [2].

Selbstdarstellung im Autorenkasten

  • Der Autorenkasten auf RadioGyan beschreibt Udare so [4]:
  • Facharzt für Radiologie mit MD und DNB, mehr als 10 Jahre Berufserfahrung.
  • Besonderes Interesse an der Körperbildgebung.
  • Clinical Associate Professor für diagnostische Bildgebung an der University of Calgary.
  • Leidenschaftlicher Lehrer; zweimal Halbfinalist beim AuntMinnie-Lehrpreis (2018, 2020).
  • Mehrere begutachtete Fachpublikationen, abrufbar über PubMed und Google Scholar.
  • Begeisterter Leser mit Interesse an neuer Medizintechnik.
  • Ziel: komplexes medizinisches Wissen für Patienten und Laien verständlich machen.
  • Erreichbar über das Kontaktformular von RadioGyan.

Forschungsschwerpunkte

  • Nebennieren-Bildgebung: Adenom, Metastase und Phäochromozytom im MRT unterscheiden.
  • Abdominelle Schnittbildgebung: Pankreaszysten, Niereninfektionen, MR-Urographie.
  • Arbeitsorganisation: Befundungszeiten, Produktivität und Burnout-Prävention bei Radiologen.

Ausgewählte Publikationen

  • T2-gewichtetes MRT zur Abgrenzung von Nebennierenmetastasen und lipidarmen Adenomen. Radiol Imaging Cancer 2020.
  • Diagnostische Genauigkeit des MRT bei zystischen Pankreasläsionen. J Magn Reson Imaging 2021.
  • T2W-Nebennieren-MRT-Rechner: Phäochromozytom versus lipidarmes Adenom. Eur Radiol 2022.
  • Arbeitsumfeld von Radiologen verbessern, Burnout vermeiden. Radiol Med 2021.

Einordnung

  • Udare ist Fachmann für abdominelle Bildgebung, nicht für Kinderradiologie.
  • Zu Rachitis oder Vitamin D hat er laut PubMed nicht selbst publiziert.
  • Der Rachitis-Beitrag ist ein Lehrtext, der sich auf zitierte Fachliteratur stützt.
  • Die Rachitis Bilder hat Dr. Vichi Goel eingereicht.
  • Die Fellowships nennt nur die About-Seite, nicht der Autorenkasten.

Quellen

  1. Dr. Amar Udare, MD – Autorenseite. RadioGyan. radiogyan.com/author/radiologymadeeasy
  2. Radiology – Clinical Faculty. Cumming School of Medicine, University of Calgary. cumming.ucalgary.ca/node/414887
  3. About RadioGyan. radiogyan.com/about
  4. Udare A. Rickets Radiology, Abschnitt „About The Author“. RadioGyan, 18.08.2026. radiogyan.com/cases/rickets
  5. PubMed-Suche „Udare Amar[Author]“. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  6. Google-Scholar-Profil Amar Udare. scholar.google.com