Heidi May's Studie: Vitamin D nach Herzinfarkt halbiert das Rückfall-Risiko

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung Privat-Institut VitaminDelta, 57368 Lennestadt referiert die Studie "TARGET-D" von Dr. Heidi T. MAY aus Utah, USA, Die gezeigte Grafik stammt aus einer anderen Studie von Dr. May.

2026-01-28

1) Fragestellung

  • Wer einen Herzinfarkt erlitten hat, ist "gebranntes Kind - mit Angst vor dem Feuer"
  • Kann ein gezielt gesteigerter Vitamin-D-Spiegel hier helfen?
  • Untersucht wurde, ob ein Zielwert-orientiertes Vitamin-D3-Management („target to treat“) nach akutem Myokardinfarkt Vortiele bringt.
  • Neuartig für eine solche Studie war die regelmäßige Spiegelkontrolle und Dosis-Steigerung bis zu einem Zielwert korrigiert wird.
  • Konnte mit einem besseren Vitamin-D-Spiegel das Risiko erneuter kardiovaskulärer Ereignisse gesenkt werden?

2) Methode

  • Randomisierte klinische Studie (TARGET-D)
  • mit insgesamt 630 Patienten
  • nach bereits erlittenem Herzinfarkt
  • Rekrutierung April 2017–Mai 2023
  • Nachbeobachtung bis März 2025.

Randomisierung in zwei Gruppen a und b:

  • (a) Keinerlei studiengesteuerte Vitamin-D3-Strategie: Substitution ohne konkrete Vorgabe.
  • (b) Zielwert-orientierte (Target) Vitamin-D3-Therapie mit Ziel > 40 ng/mL

Korrektur gemäß Programm:

  • In der Interventionsgruppe erfolgte bei Unterschreiten des Zielwerts eine Kontrolle
  • alle 3 Monate
  • mit Dosisanpassung
  • Ziel, "TARGET" war ein Vitamin-D-Spiegel > 40ng/ml
  • nach Erreichen des Zielwerts jährliche Kontrollen.

Klinisch erfasst wurden: "MACE" = "SUKE"
MACE= "major adverse cardiac event",
SUKE= "schwerwiegendes unerwünschtes kardiales Ereignis"

Definition:

  • erneuter Herzinfarkt
  • Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz
  • Schlaganfall
  • sonstige ernste kardiovaskulären Ereignisse
  • Tod

3) Ergebnisse

  • Zu Studienbeginn hatten 85 % Vitamin-D-Spiegel < 40 ng/mL.
  • In der Zielwert-orientierten Gruppe benötigten > 50 % initial 5.000 IU Vitamin-D3
  • der Kontext üblicher Empfehlungen nannte lediglich "600–800 IU"
  • Insgesamt traten bei 107 von 630 Teilnehmenden Ereignisse auf;
  • Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied im summierten MACE-Risiko zwischen den Gruppen.
  • Bei fokussierter Betrachtung des Risikos eines erneuten Herzinfarkts war in der zielwertorientierten Vitamin-D-Gruppe etwa halbiert.

Die Grafik

  • zeigt keine Ergebnisse der Studie, denn diese sind noch nicht veröffentlicht.
  • Stattdessen handelt es sich um eine vorangehende Studie, an der die Autorin Dr. Heidi May aus Utah ebenfalls beteiligt war.
  • In dieser vorangehenden Studie wurde (Wang, 2012) eine Verbindung von niedrigen Vitamin-D-Spiegel  und KHK-Risiken gefunden.
  • Diese Studie von 2012 war die wissenschaftliche Grundlage für die jetzt 2025 erfolgte gezielte Korrektur des Vitamin-D-Spiegels.

4) Folgerungen

Wenn der erste Herzinfarkt nachgewiesen wurde, fragen sich alle Beteiligten, wie sie eine Wiederholung verhindern können.

  • Einerseitss zeigten Patienten, die ein Vitamin-D3-Ziel von 40 ng/ml oder mehr allein dadurch keine signifikante Reduktion des KOMBINIERTEN SUMME aller Risiken.
  • Andererseits fand sich eine deutliche Verminderung von ERNEUTEN INFARKTEN.
  • Bei Vitamin-D-Interventionen könnte das Erreichen eines definierten Zielspiegels entscheidend sein, höhere Werte könnten eine weitere Verbesserung beinhalten.
  • Zur Klärung der Effekte auf weitere kardiovaskuläre Endpunkte wurde daher von Dr. Heidi May eine größere Folgestudie empfohlen.

Die verfügbaren Informationen bedeuten für die Entscheidung nach einem bereits erlittenen Herzinfarkt, ...

  1. ...dass von der Einnahme des Vitamin D kein Risiko ausgeht, stattdessen ist eine Risikominderung ist wahrscheinlich.
  2. ... dass es nützlich erscheint einen Vitamin-D-Spiegel  oberhalb von 40 ng/ml anzustreben.
  3. ... dass die Studie von Wang (und Heidi May) hier ihre logische Fortsetzung findet: hohe Vitamin-D-Spiegel bedeuten weniger Krankheitslast.
  4. ... dass auch für Herzkranke die Orientierung bestätigt ist: "Sonne und frische Luft" sind besser als "Rückzug in die lichtarme Kammer".

Wir können also unserer Intutition durchaus trauen und gerade bei Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Vitamin-D-Spiegel gezielt nachbessern.

Das sind der Verdienst der auf einem Kongress in Utah, USA vorgestellten Studie:

  • Orientierung am Vitamin-D-Spiegel statt an einer fixen Dosis des Vitamin D.
  • Kontrollen, ob der Vitamin-D-Spiegel (von 40 ng/ml) auch erreicht wurde.
  • NAchbesserung der Dosierung.
  • Beobachtung der Krankheitsverläufe mit Blick auf den Vitamin-D-Spiegel.

Unser Beitrag zur Problemlösung:

Unser www.VitaminDService.de verfolgt diese Strategie seit der Gründung im Jahr 2014

Unser Modell zum Wirkmechanismus - "Mehr Vitamin D - weniger Adrenalin"

  • Bei einem anhaltenden Vitamin-D-Mangel haben wir das typische Syndrom des AKUTEN Vitamin-D-Mangels (www.vitaminDBuch.de)
  • Kopfschmerzen, Kreislaufstörungen, Muskelbescherden sind typische Folgen, die nach der www.vitaminDTherapie.de schnell verschwinden.
  • Ursache des Syndroms sind gesteigerte Mengen von Adrenalin, die freigesetzt werden, um die alltäglichen Leistungen zu erreichen.
  • Bei verbessertem Vitamin-D-Spiegel geht diese Notwendigkeit für Adrenalin zurück, was auch die unerwünschte Verengung der Herzkranzgefäße mindert.

Zudem sind bei einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel unter 20- 40 ng/ml zahlreiche Medikamente meist schlecht verträglich:

  • Calclium-Antagonisten (Amlodipin) begünstigen dann Ödeme und Kollaps-Neigung
  • Statine, Cholesterin-Senker begünstigen dann Muskelschmerzen und Muskelschäden.
  • Betablocker begünstigen eine unerwollte dann eine Verlangsamung der Herzfrequenz.
  • All diese Effekte sind erfahrungsgemäß deutlich geringer bei einem normalisierten Vitamin-D-Spiegel auf tropischem Niveau.

Die Kardiologie ...
...klagt oft über die unzureichende Mitarbeit der Patienten und sieht darin die Quelle drohenden Unheils.
Mit einerm verbesserten Vitamin-D-Spiegel wird die Einnahme -Treue gesteigert und die Rate der Nebenwirkungen vermindert.

 

Quellenangaben

https://www.eurekalert.org/news-releases/1104374
Dies ist eine strukturierte Zusammenfassung des bereitgestellten Textes (Presse-/Konferenzbericht).
Die Publikation liegt noch nicht vor

Grafik wurde adaptiert nach dem Original aus dieser Studie:

Wang L, Song Y, Manson JE, Pilz S, März W, Michaëlsson K, Lundqvist A, Jassal SK, Barrett-Connor E, Zhang C, Eaton CB, May HT, Anderson JL, Sesso HD.
Circulating 25-hydroxy-vitamin D and risk of cardiovascular disease: a meta-analysis of prospective studies.
Circ Cardiovasc Qual Outcomes. 2012 Nov;5(6):819-29.
doi: 10.1161/CIRCOUTCOMES.112.967604.
Epub 2012 Nov 13.
PMID: 23149428;
PMCID: PMC3510675.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23149428/




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