Ein Goldmine, die auf die Erschließung wartet: Vitamin D zur Therapie der Allergien

Dr. med. Raimund von Helden, Verbraucherberatung Privat-Institut VitaminDelta, 57368 Lennestadt referiert, Original-Studie.

2026-04-25

1) Fragestellung

Welche Rolle können Vitamin D und Calcitriol bei IgE-vermittelten Allergien und Hyper-IgE-Zuständen spielen?

  • Vitamin D und seine Metaboliten:
  • Könnte das bei bei IgE-vermittelten Allergien helfen?
  • Einige Erfolge wurden von uns bereits beschrieben.
  • Die strukturelle Verwandtschaft der beiden "Steroid-Hormone" Cortison und Vitamin D zeigt uns den Weg.

Das ist bekannt:

  • Vitamin D wirkt nicht nur auf Knochen,
  • ...sondern auch stark auf das Immunsystem,
  • ...besonders auf Zellen, die IgE bilden oder auf IgE reagieren.
  • Die vorliegenden Studien sind überwiegend Tier- und Zellmodelle,
  • doch liefern sie bereits jetzt deutliche Hinweise auf therapeutische Chancen bei Allergien und Hyper-IgE-Zuständen.

Hyper-IgE- Was ist das?

  • Patienten mit einem Gesamt IgE, das nicht nur über die Grenze von 100 U/l erhöht ist.
  • Werte von 4000 U/l oder 8000 U/l werden beobachtet.
  • Die Betroffenen leiden unter chronischen Ekzemen.
  • Auch Asthma ist meist eine große Belastung dieser Menschen.

Keywords:

  • Vitamin D
  • Calcitriol
  • IgE
  • Mastzellen
  • VDR
  • Allergien

2) Methode

  • consensus.app
  • Referat

3) Ergebnisse

Immunologische Wirkmechanismen

  • Vitamin D, vor allem 1,25(OH)2D / Calcitriol, wirkt über den Vitamin-D-Rezeptor (VDR) in vielen Immunzellen:
  • T- und B-Lymphozyten,
  • neutrophile Granulozyten,
  • Makrophagen,
  • dendritische Zellen und
  • Mastzellen.
  • Dadurch entfaltet es breite immunmodulatorische Effekte (Meza-Meza et al., 2020; James et al., 2017; Yip et al., 2014).
  • Es beeinflusst Genexpression über VDR/RXR-Komplexe.
  • So können diese Vitamin-D-Response-Elemente die Entzündungs- und Allergiereaktionen dämpfen (Meza-Meza et al., 2020; Yip et al., 2014).

Einfluss auf IgE-Produktion und Hyper-IgE

  • B-Zellen: VDR-Mangel oder Vitamin-D-Mangel führt in Mausmodellen zu Hyper-IgE. B-zell-spezifischer VDR-Ausfall erhöht IgE, teils über verminderte IL-10-Bildung durch regulierende B-Zellen (James et al., 2017).
  • In humanen B-Zellen hemmt 1,25(OH)2D in vitro die IgE-Produktion und Plasmazellbildung (James et al., 2017).
  • Epidemiologische Daten und Supplementationsstudien deuten darauf hin, ...
  • ...dass ein guter Vitamin-D-Status mit niedrigeren IgE-Spiegeln und geringerer Allergieneigung assoziiert sein kann,
  • ... besonders bei früher Gabe in Schwangerschaft oder Frühsäuglingsalter (James et al., 2017; Kim et al., 2021).

Beispiele verschiedener Effekte von Vitamin-D-Metaboliten

Zielzelle / Kontext Effekt von Vitamin D / Metaboliten Citations
B-Zellen, Maus / Mensch Hemmung der IgE-Produktion, Förderung von IL-10-B-Zellen James et al., 2017
Mastzellen Abschwächung IgE-vermittelter Degranulation und Hautanaphylaxie Yip et al., 2014
Darm / Umweltgifte Gestörte Vitamin-D-Signale führen zu verstärkter IgE-Sensibilisierung Kim et al., 2021
  • Wirkungen von Vitamin D auf IgE-bezogene Immunzellen
  • Schema zur Wirkung von Vitamin D über VDR auf B-Zellen, Mastzellen und Darmbarriere.
  • Vitamin D 1,25(OH)₂D B-Zellen bewirken:
  • ↓ IgE,
  • ↑ IL-10 Mastzellen
  • ↓ Degranulation Darm Barriere
  • ↓ Sensibilisierung VDR-vermittelte Modulation allergischer Immunantworten
Figure 1: Wirkungen von Vitamin D auf IgE-bezogene Immunzellen.

Mastzellen und akute Allergiereaktionen

  • Mastzellen können 25-OH-D3 zu aktivem 1,25(OH)2D3 umwandeln.
  • Beide Metaboliten unterdrücken IgE-induzierte Mastzellmediatorfreisetzung in vitro
  • Sie verringern in Mausmodellen die Hautschwellung bei passiver kutaner Anaphylaxie.
  • Dieser Effekt ist abhängig von VDR und CYP27B1 in Mastzellen (Yip et al., 2014).
  • Dies spricht für ein therapeutisches Potenzial zur Dämpfung mastzellgetriebener Allergien.

4) Folgerungen

  • Die Studien zeigen übereinstimmend positive Nachrichten für Vitamin D:
  • Vitamin D und seine aktiven Metaboliten wirken immunmodulatorisch, IgE-senkend und mastzellhemmend in präklinischen Modellen.
  • Sie erscheinen daher prinzipiell geeignet als therapeutischer Ansatz bei IgE-vermittelten Erkrankungen und Hyper-IgE-Zuständen.
  • Allerdings stammen die Daten bisher überwiegend aus Tier- und Zellstudien.
  • Klare klinische Therapieempfehlungen, optimale Dosierungen und geeignete Zeitpunkte sind noch unzureichend belegt.

Was ist aktives Vitamin D? (1,25-Calci-Triol)

  • Als Medikament gibt es aktives Vitamin D und es muss gegeben werden, wenn die Nebenschilddrüse fehlt.
  • Tabletten mit diesem Wirkstoff Calcitriol stehen zu Recht unter Rezeptpflicht, weil die ausgelöste Steigerung des Calciums in die ärztliche Hand gehört.
  • Das ganze Know-How dazu ist an anderer Stelle als Buch erschienen.
  • Der Körper aktiviert nämlich von morgens bis abends aus eigener Kraft iden "Vitamin-D-Spiegel" zu Calcitriol, was bei Allergien heilsam wirkt.

Quellenangaben

  1. James, J., Weaver, V., & Cantorna, M. (2017). Control of Circulating IgE by the Vitamin D Receptor In Vivo Involves B Cell Intrinsic and Extrinsic Mechanisms. The Journal of Immunology, 198, 1164–1171. https://doi.org/10.4049/jimmunol.1601213
  2. Kim, E., Bonnegarde-Bernard, A., Opiyo, S., Joldrichsen, M., Attia, Z., Ahmer, B., Cormet-Boyaka, E., & Boyaka, P. (2021). Pollutants enhance IgE sensitization in the gut via local alteration of vitamin D-metabolizing enzymes. Mucosal Immunology, 15, 143–153. https://doi.org/10.1038/s41385-021-00440-4
  3. Meza-Meza, M., Ruiz-Ballesteros, A., & De La Cruz-Mosso, U. (2020). Functional effects of vitamin D: From nutrient to immunomodulator. Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 62, 3042–3062. https://doi.org/10.1080/10408398.2020.1862753
  4. Yip, K., Kolesnikoff, N., Yu, C., Hauschild, N., Taing, H., Biggs, L., Goltzman, D., Gregory, P., Anderson, P., Samuel, M., Galli, S., Lopez, A., & Grimbaldeston, M. (2014). Mechanisms of vitamin D₃ metabolite repression of IgE-dependent mast cell activation. The Journal of Allergy and Clinical Immunology, 133(5), 1356–1364.e1–14. https://doi.org/10.1016/j.jaci.2013.11.030



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