Dr. Werner Bartens: "Vorsicht: Zu viel Vitamin D kann schaden!" - unsere Kritik

1) Stichwort: „Winter“ - die Illusion der Naturversorgung

Irreführung:  Zitat Dr. Bartens „Die meisten Menschen haben keinen Vitamin-D-Mangel, und wenn man dem vorbeugen will, dann sollte man nicht Vitaminzusätze, Supplemente zu sich nehmen, sondern sich regelmäßig jeden Tag mindestens eine halbe Stunde draußen an der Luft bewegen.“ 
Dr. Bartens betont, dass ein Vitamin-D-Mangel in der Allgemeinbevölkerung kaum vorkommt. Regelmäßiger Aufenthalt im Freien reiche seiner Meinung nach völlig aus, um den Vitamin-D-Stoffwechsel aufrechtzuerhalten.
Richtigstellung: 
In den Wintermonaten ist die körpereigene Vitamin-D-Synthese in Mitteleuropa stark eingeschränkt. Aufgrund des niedrigen Sonnenstands erreicht kaum noch ausreichend UVB-Strahlung (290–315 nm) die Erdoberfläche, die für die Vitamin-D-Bildung in der Haut notwendig ist. Selbst regelmäßiger Aufenthalt im Freien kann diesen physiologischen Mangel nicht zuverlässig ausgleichen.
Die Auffüllung der körpereigenen Vitamin-D-Speicher ist daher vor allem in den sonnenreichen Monaten (etwa März bis September) möglich. In dieser Zeit kann — abhängig von Hauttyp, Alter und Bekleidung — eine tägliche kurzzeitige Sonnenexposition zur Deckung beitragen. Außerhalb dieses Zeitraums ist eine Supplementierung eine sachlich nachvollziehbare Option.
Fazit:
Regelmäßiger Aufenthalt im Freien genügt im Winter nicht für die Bildung von Vitamin D. In den kalten Monaten, insbesondere bei bedecktem Himmel, ist in Deutschland keine körpereigene Vitamin-D-Produktion möglich. Um den Vitamin-D-Speicher aufzufüllen, ist Sonneneinstrahlung in den Monaten von März bis September entscheidend. In dieser Zeit sollte man sich – je nach Hauttyp – täglich etwa 5 bis 30 Minuten zwischen 11:00 und 15:00 Uhr leicht bekleidet und ohne Sonnenschutz der Sonne aussetzen.

2) Stichwort: „Niere“ - deplatzierte Warnungen

Irreführung - Zitat Dr. Bartens: „Zu viel kann schaden. Es gibt Hypervitaminosen, und gerade bei Vitamin D ist es mehrfach beschrieben worden. […] Ein Mann musste im Krankenhaus behandelt werden – er hatte schwere Nierenfunktionsstörungen.“
Dr. Bartens verweist auf einen Fallbericht aus dem British Medical Journal (2022), in dem eine Vitamin-D-Überdosierung zu Nierenschäden führte. Er nutzt diesen Fall als Beispiel, um vor den Gefahren hoher Dosierungen zu warnen.

Richtigstellung:
Der von Dr. Bartens zitierte Fallbericht beschreibt eine extreme Überdosierung über einen längeren Zeitraum und ist nicht repräsentativ für eine übliche Supplementierung. Solche Einzelfälle eignen sich nicht zur Bewertung des allgemeinen Risikos moderater Vitamin-D-Einnahmen.
Zahlreiche Beobachtungsstudien zeigen, dass niedrige Vitamin-D-Spiegel mit einer schlechteren Nierenfunktion und einer ungünstigeren Prognose bei bestehenden Nierenerkrankungen assoziiert sind. Entscheidend ist daher nicht das pauschale Warnen vor Vitamin D, sondern eine sachgerechte Dosierung, orientiert an Blutwerten und individuellen Risikofaktoren.
Wie bei jedem wirksamen Stoff gilt: Sowohl Mangel als auch Überdosierung sind zu vermeiden.
Fazit:
 Die Einnahme von Vitamin D muss individuell angepasst werden, um optimale Blutspiegel zwischen 60 und 100 ng/ml zu erreichen. Eine Supplementierung führt dabei nicht zu Nierenschäden – im Gegenteil: Vitamin D trägt zum Schutz und zur Stabilisierung der Nierenfunktion bei. Menschen mit einem ausgeprägten Vitamin-D-Mangel haben dagegen ein erhöhtes Risiko, dass sich bestehende Nierenerkrankungen verschlechtern. Vitamin D spielt somit eine wichtige Rolle als Schutzfaktor für die Nieren und den gesamten Stoffwechsel.

3) Stichwort: „Arzt“ -Angebliches Monopol

Irreführung:  Zitat Dr. Bartens
„Wenn man zu dieser kleinen Gruppe gehört, die tatsächlich Vitamin D zusätzlich braucht, dann sollte man das unter ärztlicher Betreuung machen und nicht einfach so denken, dass man diese Pulverchen und Tabletten für sich futtern kann.“
Dr. Bartens fordert, dass die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten ausschließlich unter medizinischer Kontrolle erfolgen soll. Er warnt ausdrücklich vor Selbstmedikation und unkontrolliertem Konsum frei verkäuflicher Präparate.

Richtigstellung: 
Eine ärztliche Begleitung kann bei bestimmten Risikogruppen (z. B. Nierenerkrankungen, Sarkoidose, Hyperparathyreoidismus) sinnvoll und notwendig sein. Gleichzeitig ist Vitamin D ein frei erhältlicher Nährstoff, dessen Einnahme im Alltag eigenverantwortlich erfolgen darf.
Digitale Hilfsmittel wie Vitamin-D-Rechner können dabei unterstützen, den individuellen Bedarf besser einzuschätzen. Sie ersetzen jedoch keine medizinische Diagnostik, sondern dienen der Orientierung für eine verantwortungsvolle Selbstversorgung.
Fazit:
Wir tragen selbst die Verantwortung für unsere Ernährung und Lebensweise – und damit auch für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D. Mit Hilfe des Vitamin-D-Rechners lässt sich der individuelle Bedarf einfach bestimmen. Anschließend kann der persönliche Verlauf mit dem Vitamin-D-Simulator nachvollzogen werden. Auf diese Weise ist es möglich, eigenständig gesundheitsschützende Vitamin-D-Spiegel im tropischen Bereich zu erreichen.

4) Stichwort: „1000“ „800“ - falsche Empfehlungen

Irreführung -  Zitat Dr. Bartens: „Es wird nur in sehr wenigen Bevölkerungsgruppen empfohlen. […] Bei älteren Menschen über 65 oder 70, bei Heimbewohnern, die wenig draußen sind, kann es sinnvoll sein, zusätzlich Vitamin D zu nehmen, aber auch da nicht generell.“
Dr. Bartens bezieht sich indirekt auf die DGE-Empfehlung von 800 Internationalen Einheiten pro Tag für ältere oder immobile Personen. Für alle anderen hält er eine zusätzliche Einnahme für unnötig.

Richtigstellung: 
Die Empfehlung von 800 IE Vitamin D pro Tag stellt eine konservative Mindestzufuhr dar, die primär der Vermeidung schwerer Mangelzustände dient. Für viele Erwachsene reicht diese Menge jedoch nicht aus, um den Vitamin-D-Spiegel messbar anzuheben.
Der tatsächliche Bedarf variiert erheblich und hängt unter anderem von Körpergewicht, Ausgangswert, Sonnenexposition und Alter ab. Studien zeigen, dass zur Korrektur niedriger Spiegel häufig höhere Dosierungen erforderlich sind als die pauschalen Mindestempfehlungen vorsehen.
Fazit:
Eine Dosierung von 800 IE ist für Säuglinge mit einem Körpergewicht von bis zu etwa 10 Kilogramm ausgelegt. Für Erwachsene entspricht diese Menge einer „Babydosierung“, die den Vitamin-D-Spiegel nicht nennenswert anheben kann – die Unterversorgung bleibt somit bestehen. Ein Erwachsener mit etwa 80 Kilogramm Körpergewicht benötigt folglich eine rund zehnmal höhere Dosis, um vergleichbare Blutspiegel zu erreichen und eine ausreichende Versorgung sicherzustellen.
 

Notizen vom VitaminDservice

Irreführung Zitat Dr. Bartens: „Während der Coronapandemie gab es die Gerüchte oder auch Behauptung, dass man mit Vitamin D Covid-19 verhindern kann oder dass der Verlauf abgeschwächt wird. Auch das hat sich als falsch erwiesen.“
Hier kritisiert Bartens die Verbreitung von Aussagen, Vitamin D könne Infektionen – speziell Covid-19 – verhindern oder deren Verlauf mildern. Er bezeichnet diese Behauptungen als „Gerüchte“ und als wissenschaftlich widerlegt.

Richtigstellung: 
Während der COVID-19-Pandemie wurden zahlreiche Studien zum Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Status und Krankheitsverlauf veröffentlicht. Viele Beobachtungsstudien zeigen eine Assoziation zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und schwereren Verläufen.
Ein eindeutiger kausaler Nachweis im Sinne einer Therapie oder Prävention durch Vitamin-D-Gabe ist jedoch wissenschaftlich nicht abschließend gesichert. Dennoch spricht die Datenlage dafür, dass eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung ein sinnvoller Bestandteil allgemeiner Gesundheitsvorsorge sein kann — insbesondere bei Risikogruppen.
Fazit:
Inzwischen mehren sich die Studien, die allesamt gleiche Ergebnisse präsentieren: Eine gute Vitamin-D-Versorgung bestätigt eine schnellere Genesung, kürzere Krankenhausaufenthalte, deutliche geringe Zahlen an Intensivpflichtigen und eine geringere Sterblichkeit
Erneut wird der Ausweg aus der CORONA-Krise versperrt. Vitamin D gegen CORONA bleiben unerwähnt. Erfolgreiche Studien und internationale Statements der Wissenschaft werden unterdrückt. Das ist die Unterdrückung lebensrettender Informationen!

Zur Orientierung:
Wenn man alle Medikamente, die jemals irgendeine Nebenwirkung gehabt haben vom Markt nehmen würde bliebe nichts übrig. Der ganze Ansatz ist eine Totschlag-Argumentation. Darüber hinaus ist Vitamin D das Mittel mit der größten therapeutischen Breite. Ein Naturstoff, der schon bei 30  bis 100 ng/ml seinen Nutzen entfaltet, aber erst ab 200 oder 300 ng/ml Nebenwirkungen entwickelt.

Rhetorik:
"Zu viel X kann schaden!" - eine solche Aussage ist stets richtig und gilt auch für Wasser, Sauerstoff und Geld. Dieser Titel ist im Kern suggestiv, und will eine "berechtigte" Zustimmung einfordern. Es handelt sich jedoch um eine Binsenweisheit. Es ist daher als rhetorischer Trick zu bewerten, denn alle Aussagen mit dem Wort "kann" müssen wir vom Prinzip her mit "ja" beantworten.

Hinweis zum Bild:  

  • Die Farben vom Screenshot sind aus juristischen Gründen bewusst invertiert.
  • Das machen wir inzwischen mit allen Beiträgen im Bereich www.vitaminDMobbing.de
  • Nur so konnten wir erfolgreich eine schmerzhafte Serie von Geldstrafen wegen angeblicher Verstöße gegen "Bildrechte"stoppen.
  • Ein Original-Screenshot ist uns daher zu riskant. Mit diesem Work-around können wir gut leben.

Unsere Beiträge zum Thema Mobbing:

  • Definition für Mobbing: Wenn eine Reihe von Starken sich zusammenschließen, gemeinsam gegen einen Schwachen (Vitamin D) vorzugehen.
  • Das nachfolgende Verzeichnis zeigt 3 neue Beiträge aus unserem Themen-Bereich.
  • Insgesamt hat der Themenbereich inzwischen 100 ähnliche Beiträge, die versuchen, die Position des Vitamin D zu schwächen.
  • Es bleibt jedem selbst überlassen, hier ein synchronisiertes Verhalten zu erkennen oder nicht. Meine www.vitaminDWette.de steht dagegen.

Zweierlei Maß:

  • Schade nur, dass der Mut der Journalisten, Kritik an Präparaten auf YouTube zu posten stark nachlässt, wenn es um "echte" Arzneimittel geht.
  • Diese werden nämlich von Pharmafirmen durch Justiziare überwacht, die dann schnell mit einer Unterlassungsklage zurückschießen.
  • Vitamin D hat keine Rechtsabteilung und keinen Justiziar. 
  • Wer daher die aktuelle Forschung über den Nutzen des Vitamin D verschleiern will, der kann das völlig ungestraft tun.

Dr. med. Bartens:

  • Seit langer Zeit ohne eigene praktische Tätigkeit in der Medizin
  • Keine eigene Tätigkeit in der Erforschung des Vitamin D.
  • Er macht sich zum Sprachrohr für die Wiedergabe des bereits 100-fach verbreiteten einheitlichen Botschaft gegen Vitamin D, ist also keineswegs originell.
  • Stattdessen hätte er auch etwas über seine eigene, "gesunde Bräunung" sagen können.

Zum irreführenden Beitrag

https://www.youtube.com/watch?v=WF73IskNFms

Link zur Gegendarstellung

www.VitaminDWette.de


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